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Volksbanken: Prognose für deutsche Wirtschaft verdoppelt

23. August 2026, 14:29 Uhr312 AufrufeZuletzt geprüft: 07.09.2026

Das Wichtigste in Kürze

Der Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR) zeigt sich optimistisch: Die Wachstumsprognose für die deutsche Wirtschaft wurde auf 1,0 Prozent verdoppelt. Trotz kurzfristiger Herausforderungen wie Niedrigwasser und Inflation sieht der BVR positive Zeichen für eine Erholung und erwartet nachhaltige Impulse durch Industrie, Baugewerbe und Staatsausgaben.

Der Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR) hat seine Wachstumsprognose für Deutschland von 0,5 Prozent auf 1,0 Prozent verdoppelt. Für 2027 bleibt die Erwartung bei 1,3 Prozent. Nach drei aufeinanderfolgenden Quartalen mit Wachstum verdichten sich die Anzeichen einer wirtschaftlichen Erholung, trotz kurzfristiger Belastungen durch Niedrigwasser im Rhein und Hitzewellen. Trotz der verhaltenen Erholung fragen sich viele, wie sie ihr Erspartes in dieser Phase sinnvoll investieren, wobei unser Testbericht zu Smartbroker einen ersten Anhaltspunkt bietet.

Wachstumstreiber in Industrie, Bau und Export

BVR-Chefvolkswirt Andreas Bley verweist auf positive Entwicklungen in mehreren Sektoren. Die Industrie zeigt erste Belebungstendenzen, das Baugewerbe gewinnt an Dynamik. Die deutschen Exporte erreichten im Juni einen Rekordwert und trugen wesentlich zur Stabilisierung bei.

  • Industrie: Allmähliche Belebung erkennbar
  • Baugewerbe: Zunehmende Dynamik
  • Exporte: Rekordwert im Juni

Staatliche Investitionen in Verteidigungsausgaben sowie Infrastruktur- und Klimaschutzmaßnahmen sollen zusätzliche Wachstumsimpulse liefern.

Niedrigwasser bremst drittes Quartal

Der niedrige Wasserstand im Rhein könnte im dritten Quartal zu einer kurzfristigen Wachstumsunterbrechung führen. Der BVR geht jedoch davon aus, dass sich die wirtschaftlichen Einbußen bei einer Normalisierung der Pegelstände innerhalb weniger Wochen in Grenzen halten. Bereits im vierten Quartal wäre dann mit einem leichten Aufschwung zu rechnen.

Inflationsrate: 2,8 Prozent für 2026 erwartet

Die Verbraucherpreise bleiben ein Belastungsfaktor. Der BVR rechnet für das laufende Jahr mit einer Inflationsrate von 2,8 Prozent, die bis 2027 auf 2,5 Prozent sinken soll. Zwischenzeitlich könnten die Preise über drei Prozent steigen, insbesondere aufgrund gestiegener Energie- und Transportkosten.