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Bahn plant ab 2029 Verbesserungen bei der Pünktlichkeit

23. Oktober 2026, 10:03 Uhr14 AufrufeZuletzt geprüft: 23.10.2026

Das Wichtigste in Kürze

Trotz intensiver Sanierungsarbeiten auf Deutschlands Schienen wird die Pünktlichkeit der Fernzüge immer schlechter. DB InfraGo-Chef Philipp Nagl präsentiert nun einen Zeitplan zur Verbesserung. Bis 2029 sollen die großen Strecken modernisiert sein, um die Pünktlichkeitsquote wieder zu steigern.

Die Deutsche Bahn rechnet erst ab 2029 mit spürbaren Verbesserungen der Pünktlichkeit im Fernverkehr. Philipp Nagl, Leiter der Infrastrukturabteilung von DB InfraGo, nannte diesen Zeitrahmen im Zusammenhang mit dem Abschluss kritischer Sanierungsprojekte. Die Modernisierung der Strecke Hannover-Berlin läuft bis Ende 2026, das Projekt Hamburg-Hannover folgt bis 2029.

Rückgang der Pünktlichkeitsquote trotz Sanierungen

Die Pünktlichkeitsquote im Fernverkehr verschlechterte sich von 64 Prozent im Jahr 2023 auf rund 60 Prozent im vergangenen Jahr. Prognosen deuten auf eine weitere Verschlechterung bis 2026 hin. Die Generalsanierungen zielen darauf ab, das stark veraltete Schienennetz langfristig zu modernisieren, zeigen aber kurzfristig noch keine positiven Effekte auf die Betriebsqualität.

Infrastrukturausfälle als Hauptursache

Veraltete technische Anlagen wie Weichen, Oberleitungen und Stellwerke fallen schneller aus als sie repariert werden können. Die Anzahl der durch gestörte Infrastrukturanlagen verursachten Verspätungen stieg im Jahr 2026 um 40 Prozent. Extreme Temperaturen im Winter und Sommer beanspruchten die sanierungsbedürftigen Anlagen zusätzlich und erschwerten schnelle Reparaturen.

Überlastung durch gestiegene Zugfrequenz

Die hohe Auslastung verschärft die Verzögerungen auf kritischen Streckenabschnitten. Die Verbindung Hamburg-Berlin war ursprünglich für einen Fernzug pro Richtung pro Stunde konzipiert. Mittlerweile fährt allein die Bahn dort alle 30 Minuten, hinzu kommen Züge anderer Anbieter wie Flixtrain. Nagl betont, dass die Infrastruktur für diese hohe Frequenz nie ausgelegt war. Dies verdeutlicht die erhebliche Überlastung des bestehenden Netzes.

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