Österreich führt ab 2027 ein staatlich gefördertes Zukunftsdepot für Kinder ein. Jedes Neugeborene erhält eine Starteinlage von 500 Euro, Familien können jährlich bis zu 5.000 Euro steuerfrei in Investmentfonds anlegen. Kursgewinne bleiben von der Kapitalertragsteuer befreit, der Zugriff auf das Kapital ist ab dem 18. Lebensjahr möglich.
Zukunftsdepot: Konditionen und Zugang
Das Programm richtet sich an alle Kinder und Jugendlichen bis zum 18. Lebensjahr. Die staatliche Starteinlage von 500 Euro wird ab Anfang 2027 automatisch für jedes Neugeborene bereitgestellt. Eltern und Erziehungsberechtigte können zusätzlich jährlich bis zu 5.000 Euro in Investmentfonds einzahlen. Auf sämtliche Kursgewinne entfällt die Kapitalertragsteuer vollständig.
Verwendungsmöglichkeiten ab Volljährigkeit
Mit Erreichen des 18. Lebensjahres können die jungen Erwachsenen frei über das angesparte Vermögen verfügen. Mögliche Verwendungszwecke umfassen die Finanzierung des Führerscheins, Ausbildungskosten oder die Ausstattung der ersten eigenen Wohnung. Alternativ besteht die Option, das Kapital weiterhin am Kapitalmarkt anzulegen. Laut Familienministerin Claudia Bauer soll das Programm jungen Menschen einen soliden Start ins Erwachsenenleben ermöglichen und sie zur eigenverantwortlichen Vermögensplanung motivieren.
Vergleich mit deutscher Frühstartrente
Deutschland verfolgt mit der kürzlich beschlossenen Frühstartrente einen abweichenden Ansatz. Kinder zwischen 6 und 18 Jahren erhalten monatlich zehn Euro vom Staat, die primär der privaten Altersvorsorge dienen. Im Gegensatz dazu zielt das österreichische Modell auf die unmittelbare Unterstützung beim Übergang ins Erwachsenenleben ab. Beide Länder betonen jedoch die Bedeutung finanzieller Bildung im jungen Alter als zentrales Ziel ihrer Initiativen.
