Chinas Wirtschaft hat im Juli 2024 weiter an Schwung verloren. Die Industrieproduktion stieg um 4,5 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat, nach 5,3 Prozent im Juni. Gleichzeitig wuchsen die Einzelhandelsumsätze nur um 0,6 Prozent, während die Anlageinvestitionen von Januar bis Juli um 6,7 Prozent sanken. Alle drei Kennzahlen blieben hinter den Erwartungen der Analysten zurück.
Investitionsrückgang und schwache Binnennachfrage
Besonders deutlich zeigt sich die Abschwächung bei den Investitionen. Die Anlageinvestitionen verzeichneten im Zeitraum Januar bis Juli einen Rückgang von 6,7 Prozent. Noch drastischer fiel der Einbruch bei den Immobilieninvestitionen aus: Sie sanken um 19,2 Prozent. Die anhaltende Krise auf dem Immobilienmarkt und die schwache Binnennachfrage belasten die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt erheblich.
Konsumzurückhaltung bremst Erholung
Die chinesischen Verbraucher halten sich mit Ausgaben zurück. Der Zuwachs der Einzelhandelsumsätze lag im Juli bei lediglich 0,6 Prozent. Diese Konsumzurückhaltung erschwert eine nachhaltige wirtschaftliche Erholung und verstärkt die Abhängigkeit von anderen Wachstumstreibern.
Exportsektor als Stütze der Konjunktur
Trotz der binnenwirtschaftlichen Schwäche bleibt der Exportsektor eine wesentliche Stütze für das Wachstum. Die anhaltend hohen Handelsüberschüsse führen jedoch zu Spannungen mit wichtigen Handelspartnern wie den USA und der EU. Im zweiten Quartal wuchs die chinesische Wirtschaft um 4,3 Prozent. Angesichts dieser Entwicklung dürfte der Druck auf die Regierung steigen, weitere Maßnahmen zur Konjunkturförderung zu ergreifen, um das Wachstumsziel zu erreichen.
