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Niedrigwasser hemmt Wirtschaftserholung deutlich

25. August 2026, 16:57 Uhr592 AufrufeZuletzt geprüft: 20.09.2026

Das Wichtigste in Kürze

Dürre und Niedrigwasser bremsen die Erholung der deutschen Wirtschaft. Die Bundesbank sieht im dritten Quartal nur ein leichtes Wachstum, da Transportprobleme und steigende Kosten die Industrie belasten. Auch der Export könnte einen Dämpfer erhalten, während hohe Energiepreise den Konsum drücken.

Die Bundesbank warnt in ihrem Monatsbericht für August vor spürbaren Wachstumsbremsen durch Dürre und Niedrigwasser. Die eingeschränkte Schiffbarkeit der Wasserwege belastet die deutsche Wirtschaft im dritten Quartal durch Lieferverzögerungen, steigende Transportkosten und mögliche Produktionsunterbrechungen in der Industrie.

Warentransport auf Wasserwegen eingeschränkt

Der niedrige Wasserstand auf deutschen Flüssen führt zu erheblichen Kapazitätsengpässen beim Gütertransport. Die Bundesbank-Volkswirte sehen darin eine spürbare Belastung für die sich stabilisierende Industriekonjunktur. Die gesamtwirtschaftliche Aktivität wird im dritten Quartal durch die eingeschränkte Logistik gebremst.

Exportsektor verliert Schwung

Der Exportsektor hatte in den vergangenen Monaten das robuste Wirtschaftswachstum gestützt. Die Niedrigwassersituation dämpft jedoch den konjunkturellen Rückenwind durch die Auslandsnachfrage im dritten Quartal erheblich. Die Bundesbank erwartet dadurch nur noch geringe Wachstumsraten. Die wirtschaftliche Lage wichtiger Handelspartner, wie die auf ein Rekordhoch gestiegene US-Staatsverschuldung, spielt dabei eine entscheidende Rolle.

Inflation belastet privaten Konsum

Nach dem Ende des Tankrabatts stieg die Teuerungsrate im Juli auf 2,8 Prozent. Die Bundesbank prognostiziert einen weiteren Anstieg in den kommenden Monaten. Hohe Energiepreise reduzieren das verfügbare Einkommen der Haushalte und führen zu Zurückhaltung bei größeren Anschaffungen. Solche nationalen Entwicklungen fließen in die regelmäßige EZB-Entscheidung über die Leitzinsen ein. Die gestiegenen Zinsen eröffnen Sparern aber auch neue Möglichkeiten, wie ein Tagesgeld-Vergleich zeigt.

Wirtschaftsentwicklung im ersten Halbjahr

Trotz multipler Krisen zeigte die deutsche Wirtschaft im ersten Halbjahr eine positive Entwicklung. Das Bruttoinlandsprodukt wuchs im ersten Quartal um 0,4 Prozent, im zweiten Quartal nach vorläufigen Berechnungen um weitere 0,2 Prozent gegenüber dem jeweiligen Vorquartal. Die Bundesbank konstatiert einen deutlich sichtbaren Erholungspfad.

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