Der deutsche Maschinenbau exportierte im ersten Halbjahr 2026 Maschinen und Anlagen im Wert von 99,3 Milliarden Euro. Nominal sanken die Ausfuhren um 0,8 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum, preisbereinigt um 2,5 Prozent. Ein kräftiger Exportzuwachs von 6,8 Prozent im Juni federte die Verluste der Vormonate teilweise ab.
USA-Geschäft stabilisiert sich trotz Zollpolitik
Die Exporte in die Vereinigten Staaten stiegen im ersten Halbjahr um 0,5 Prozent auf knapp 13 Milliarden Euro. Diese Entwicklung erfolgte trotz der US-Zollpolitik und eines starken Euro. Die Stabilisierung des Marktes im zweiten Quartal trug maßgeblich zu diesem Ergebnis bei.
China-Geschäft bricht um 14 Prozent ein
Die Verkäufe nach China sanken um fast 14 Prozent auf gut sieben Milliarden Euro. Schwache Nachfrage und wachsender Wettbewerbsdruck durch chinesische Anbieter, die verstärkt auf internationale Märkte drängen, belasten das Geschäft in diesem bedeutenden Marktsegment.
EU-Exporte wachsen moderat
Innerhalb der Europäischen Union verzeichnete der deutsche Maschinenbau einen Anstieg um 1,3 Prozent. Wichtige Märkte wie Frankreich und die Niederlande stützten diese Entwicklung. Der VDMA betont die Notwendigkeit neuer Freihandelsabkommen und eines leistungsfähigeren europäischen Binnenmarkts, um die Exportmärkte breiter aufzustellen.
