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US-Banken ziehen an Europas Großbanken vorbei

2. September 2026, 15:51 Uhr97 AufrufeZuletzt geprüft: 07.09.2026

Das Wichtigste in Kürze

Im ersten Halbjahr 2023 vergrößern US-Banken ihren Vorsprung gegenüber europäischen Instituten deutlich. Trotz Gewinnsteigerungen in Europa bleibt der Abstand erheblich, wie eine EY-Analyse zeigt. JPMorgan führt das Ranking an, während Fusionen als Lösung für Europas Bankenlandschaft hinterfragt werden.

Europas zehn größte Banken erzielten im ersten Halbjahr einen Nettogewinn von 58,7 Milliarden Euro – ein Plus von 21 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Die zehn größten US-Banken erreichten mit 110,6 Milliarden Euro nahezu das Doppelte und steigerten ihren Gewinn um 42 Prozent. Damit vergrößert sich der Abstand zwischen amerikanischen und europäischen Instituten weiter, wie eine Analyse des Beratungsunternehmens EY zeigt.

Ertragslücke durch unterschiedliche Marktbedingungen

EY-Partner Ralf Eckert konstatiert, dass der amerikanische Vorsprung substanziell geworden ist. US-Institute profitieren von einem vorteilhaften Umfeld für Börsengänge und erzielen kontinuierlich hohe Handelserlöse. Europäische Banken können bei dieser Entwicklung nicht mithalten, wodurch sich die Ertragslücke voraussichtlich weiter ausweiten wird. Die Unterschiede in den Ertragsstrukturen bleiben bestehen: Europäische Institute fokussieren sich stark auf Zinserträge. Angesichts dieser Ertragsunterschiede zwischen den Bankensystemen lohnt sich ein Vergleich deiner eigenen Konditionen, den dir unser Testbericht zu Tarifcheck ermöglicht.

JPMorgan Chase führt Ranking an

JPMorgan Chase erzielte im ersten Halbjahr ein Ergebnis vor Steuern von 42 Milliarden Euro und einen Nettogewinn von 33 Milliarden Euro. Unter den europäischen Großbanken erreichte HSBC das höchste Ergebnis mit 17,1 Milliarden Euro vor Steuern und 13,4 Milliarden Euro nach Steuern. Die Deutsche Bank als einziges deutsches Institut unter den 20 berücksichtigten Geldhäusern kam auf 5,7 Milliarden Euro vor Steuern und 3,6 Milliarden Euro Nettogewinn.

Eigenkapitalrendite steigt auf beiden Seiten

Die Profitabilität verbesserte sich beiderseits des Atlantiks: Europäische Großbanken erhöhten ihre Eigenkapitalrendite von 10,5 Prozent im Vorjahr auf 12,3 Prozent. Die amerikanischen Banken steigerten ihre Eigenkapitalrentabilität von 11,3 Prozent auf 15 Prozent. Die Eigenkapitalrendite gibt an, wie effizient Kapital zur Erzielung von Gewinnen eingesetzt wird.