Amazon Kreditkarte Partnerkarte: Alles zur Zusatzkarte 2026

Das Wichtigste in Kürze:

Zur alten Amazon Visa der Landesbank Berlin gab es eine Partnerkarte für 9,99 €/Jahr ab dem zweiten Jahr. Die neue Amazon Visa von Zinia/Santander ist seit August 2024 aktiv – ob sie eine Partnerkarte bietet, ist offiziell nicht bestätigt. Dieser Artikel klärt beide Kartengenerationen, zeigt die Break-even-Rechnung und beantwortet die wichtigsten Fragen zur Zusatzkarte.

Amazon Partnerkarte

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Themen in diesem Artikel:

  • Zwei Kartengenerationen: Erfahre, warum die Unterscheidung zwischen alter LBB-Karte und neuer Zinia-Karte für die Partnerkarten-Frage entscheidend ist.
  • Partnerkarte der alten LBB-Karte: Überblick über Kosten (9,99 €/Jahr ab Jahr 2), Haftung und gemeinsames Kreditlimit der eingestellten Karte.
  • Break-even-Rechnung: Vergleiche, ab welchem Jahresumsatz (1.998 €) die Partnerkarte der alten Amazon Visa finanziell rentabel war.
  • Neue Amazon Visa und Partnerkarte: Finde heraus, warum die Quellenlage widersprüchlich ist und wie du eine verlässliche Antwort bekommst.
  • Cashback-Struktur im Detail: Vergleiche 1 % auf Amazon.de, 0,5 % außerhalb und 2 % an Aktionstagen mit den alten Konditionen.
  • Alle Gebühren im Überblick: Überblick über Zinsen (17,67 % p.a.), Abhebungsgebühren und das optionale Reisepaket für 7,99 €/Monat.
  • Schufa und Kartenwechsel: Lerne, warum drei gleichzeitig gemeldete Kreditkarten deinen Schufa-Score temporär verschlechtern können.

Zwei Generationen, ein Name: Die Amazon Visa im Überblick

Die Amazon Kreditkarte Partnerkarte – das ist eine Frage, die sich je nach Kartengeneration völlig unterschiedlich beantwortet. Wer heute nach einer Partnerkarte zur Amazon Visa sucht, muss zunächst verstehen, dass es zwei grundlegend verschiedene Produkte gibt, die denselben Markennamen tragen.

Die erste Generation war die Amazon Visa der Landesbank Berlin, kurz LBB. Diese Karte wurde am 26. März 2024 eingestellt. Bestandskunden erhielten als Nachfolgeprodukt die „Visa Card Extra“ der Berliner Sparkasse – allerdings ohne jeden Amazon-Bezug und mit einer Jahresgebühr von 19,99 €. Wer die alte LBB-Karte hatte, kennt das Modell: Im ersten Jahr war die Hauptkarte kostenlos, ab dem zweiten Jahr fielen 19,90 €/Jahr an. Und ja – es gab eine Partnerkarte.

Die zweite Generation ist die neue Amazon Visa, die seit August 2024 verfügbar ist. Herausgeber ist die Open Bank S.A. unter der Marke Zinia, einem Tochterunternehmen von Santander. Diese Karte ist dauerhaft kostenlos – auch ohne Prime-Mitgliedschaft. Sie funktioniert als Revolving-Kreditkarte, also als Teilzahlungskarte mit einem anfänglichen Kreditrahmen von 2.000 € nach vollständiger Identifizierung.

Warum ist diese Unterscheidung so wichtig? Weil die Frage nach der Partnerkarte für beide Generationen eine andere Antwort hat. Bei der alten LBB-Karte war die Partnerkarte ein klar definiertes Produkt mit festgelegten Konditionen. Bei der neuen Zinia-Karte ist die Lage deutlich unklarer – dazu gleich mehr.

Für Bestandskunden der alten LBB-Karte gibt es noch einen weiteren relevanten Aspekt: den Schufa-Score. Wer vor Ablauf der alten Karte eine neue beantragt hat, hatte vorübergehend drei Kreditkarten im Schufa-Register. Das kann sich negativ auswirken – die Schufa bewertet drei oder mehr gleichzeitig gemeldete Kreditkarten schlechter als zwei. Außerdem gehen langjährige Vertragsbeziehungen, die positiv bewertet werden, beim Kartenwechsel verloren.

Merkmal Alte LBB-Karte (eingestellt) Neue Zinia-Karte (ab Aug. 2024)
Herausgeber Landesbank Berlin Open Bank S.A. / Zinia (Santander)
Jahresgebühr 0 € (1. Jahr), dann 19,90 € 0 € dauerhaft
Partnerkarte Ja, 9,99 €/Jahr (ab 2. Jahr) Unklar / widersprüchliche Quellen
Cashback Amazon 2–3 % (Prime-Mitglieder) 1 % (2 % an Aktionstagen für Prime)
Cashback sonstige Händler 0,5 % 0,5 %
Effektiver Jahreszins 14,98 % 17,67 %
Zahlungsmodell Charge-Karte (Vollzahlung) Revolving (Teilzahlung möglich)

Die Tabelle zeigt: Die neue Karte ist in mancher Hinsicht attraktiver (dauerhaft kostenlos), in anderer Hinsicht schwächer (niedrigere Amazon-Cashback-Rate, höherer Zinssatz bei Teilzahlung). Für die Partnerkarten-Frage ist die Unterscheidung schlicht entscheidend – denn nur bei der alten Karte gibt es gesicherte Informationen.

Partnerkarte der alten Amazon Visa (LBB): Konditionen und Funktionsweise

Die alte Amazon Visa der Landesbank Berlin bot eine Partnerkarte an – das ist einer der wenigen Punkte, bei dem die Quellenlage eindeutig ist. Die Konditionen waren klar geregelt und für damalige Verhältnisse marktüblich, wenn auch nicht besonders großzügig.

Im ersten Jahr war die Partnerkarte kostenlos. Ab dem zweiten Jahr fielen 9,99 €/Jahr an. Das klingt überschaubar – ob sich das lohnte, hängt allerdings vom tatsächlichen Nutzungsverhalten ab. Dazu gleich mehr in der Break-even-Rechnung.

Die Cashback-Struktur der Partnerkarte war identisch mit der der Hauptkarte. Das bedeutet: 2 % Cashback auf Amazon-Bestellungen für Prime-Mitglieder und 0,5 % auf alle anderen Einkäufe. Die Punkte wurden dem gemeinsamen Konto gutgeschrieben – nicht getrennt nach Haupt- und Partnerkarte. Das ist ein wichtiger Punkt, denn so profitierte der Hauptkarteninhaber von allen Umsätzen, die über die Partnerkarte liefen.

Beim Kreditlimit galt das Prinzip des gemeinsamen Verfügungsrahmens. Haupt- und Partnerkarte teilten sich denselben Kreditrahmen. Eine separate Anpassung des Limits für die Partnerkarte war nicht vorgesehen. Das bedeutet in der Praxis: Wenn der Partnerkarteninhaber viel ausgibt, reduziert sich der verfügbare Rahmen für den Hauptkarteninhaber entsprechend.

Die Haftungsfrage ist eindeutig geregelt – und das ist ein Aspekt, den viele unterschätzen: Der Hauptkarteninhaber haftet für alle Transaktionen, die über die Partnerkarte getätigt werden. Das gilt auch dann, wenn der Partnerkarteninhaber ohne Wissen des Hauptkarteninhabers Einkäufe tätigt. Diese Regelung ist branchenüblicher Standard, sollte aber vor der Beantragung einer Partnerkarte bewusst sein.

Wie viele Partnerkarten man zur alten LBB-Karte beantragen konnte, ist nicht durch offizielle Primärquellen belegt. Inoffiziell kursiert die Zahl von bis zu drei Partnerkarten – diese Angabe sollte jedoch mit Vorsicht behandelt werden, da sie nicht verifiziert ist.

Mit der Einstellung der alten LBB Amazon Visa am 26. März 2024 ist die Partnerkarte Geschichte. Wer damals eine Partnerkarte hatte, verlor diese mit der Einstellung der Hauptkarte. Das Nachfolgeprodukt der Berliner Sparkasse – die „Visa Card Extra“ für 19,99 €/Jahr – hat keinen Amazon-Bezug und bietet keine vergleichbare Cashback-Struktur.

📌 Good to know

Die Einstellung der alten LBB-Karte bedeutete für viele Karteninhaber eine unfreiwillige Kündigung. Die Schufa unterscheidet dabei nicht zwischen bankinitiierter und selbst initiierter Kündigung – beide werden gleich bewertet.

Lohnte sich die Partnerkarte der alten Amazon Visa? Die Break-even-Rechnung

9,99 € pro Jahr für eine Partnerkarte – klingt wenig. Aber lohnte sich das wirklich? Die Antwort hängt davon ab, wie viel der Partnerkarteninhaber außerhalb von Amazon ausgegeben hat. Denn nur dort – bei anderen Händlern – generierte die Partnerkarte zusätzlichen Cashback, der die Jahresgebühr rechtfertigen musste.

Die Rechnung ist simpel: Die Partnerkarte kostete 9,99 €/Jahr. Der Cashback außerhalb Amazon betrug 0,5 %. Um die Jahresgebühr durch Cashback zu decken, musste der Partnerkarteninhaber mindestens 1.998 € pro Jahr außerhalb von Amazon ausgeben. Das sind rund 166 € pro Monat – ein Betrag, den viele Haushalte durchaus erreichen, wenn sie die Karte für alltägliche Einkäufe nutzen.

Bei Umsätzen über 1.998 €/Jahr außerhalb Amazon war die Partnerkarte rechnerisch profitabel. Wer beispielsweise 3.000 € pro Jahr über die Partnerkarte außerhalb Amazon abgerechnet hat, erzielte 15 € Cashback – also 5,01 € Nettogewinn nach Abzug der Jahresgebühr. Das ist kein großer Betrag, aber immerhin positiv.

Kritisch zu bewerten ist allerdings der Vergleich mit dem Wettbewerb. Einige Konkurrenzanbieter boten und bieten kostenlose Partnerkarten an. Wer eine solche Alternative hatte, musste gar keinen Break-even-Umsatz erreichen – jeder Cent Cashback war reiner Gewinn. Die 9,99 €/Jahr der alten Amazon Visa-Partnerkarte waren in diesem Kontext keine besonders attraktive Konditionen.

Für Gelegenheitsnutzer, die die Partnerkarte nur sporadisch eingesetzt haben, war die Rechnung klar negativ. Wer die Karte hauptsächlich für Amazon-Einkäufe genutzt hat, profitierte zwar vom 2-%-Cashback (für Prime-Mitglieder) – aber dieser Cashback lief ohnehin über die Hauptkarte. Die Partnerkarte brachte hier keinen zusätzlichen Vorteil, wenn der Partnerkarteninhaber primär bei Amazon eingekauft hat.

Das Fazit: Die Partnerkarte der alten Amazon Visa lohnte sich für Haushalte, in denen der Partnerkarteninhaber regelmäßig außerhalb von Amazon eingekauft und dabei mehr als 166 € pro Monat ausgegeben hat. Für alle anderen war die Jahresgebühr schwer zu rechtfertigen – zumal kostenlose Alternativen am Markt verfügbar waren.

Break-even-Analyse: Partnerkarte alte Amazon Visa

0 5 10 15 20 Betrag in € 9,99 € Jahresgebühr 5,00 € CB 1.000 € 10,00 € CB 2.000 € 15,00 € CB 3.000 € Break-even Jahresgebühr Cashback (unter Break-even) Cashback (über Break-even)

Das Diagramm macht es anschaulich: Erst ab einem Jahresumsatz von knapp 2.000 € außerhalb Amazon übersteigt der Cashback die Jahresgebühr. Bei 3.000 € Jahresumsatz bleibt ein Nettogewinn von 5,01 € – überschaubar, aber positiv.

Gibt es zur neuen Amazon Visa (Zinia/Santander) eine Partnerkarte?

Das ist die Frage, die aktuell am meisten interessiert – und leider auch die, bei der die Antwort am unsichersten ist. Die Quellenlage zur Partnerkarte der neuen Amazon Visa ist widersprüchlich, und eine offizielle Bestätigung durch Amazon oder den Kartenherausgeber Zinia/Santander liegt bislang nicht vor.

Konkret: Ein Vergleichsportal verneint die Existenz einer Partnerkarte zur neuen Amazon Visa explizit. Ein anderes Finanzportal erwähnt die Partnerkarte hingegen als verfügbares Produkt. Diese beiden Aussagen schließen sich gegenseitig aus – und ohne eine offizielle Bestätigung des Herausgebers lässt sich nicht mit Sicherheit sagen, welche Aussage korrekt ist.

Was bedeutet das für dich in der Praxis? Wenn du eine Partnerkarte zur neuen Amazon Visa benötigst, solltest du direkt beim Herausgeber nachfragen. Das geht entweder über den Kundenservice von Zinia/Santander oder über die Amazon-Kreditkartenseite auf Amazon.de. Verlasse dich nicht auf Drittquellen, solange keine offizielle Bestätigung vorliegt.

Was hingegen klar ist, sind die Konditionen der neuen Hauptkarte. Diese ist dauerhaft kostenlos – kein Jahresbeitrag, unabhängig davon, ob du Prime-Mitglied bist oder nicht. Das Startguthaben variiert je nach Kundenstatus: Ehemalige Inhaber der alten LBB-Karte mit Prime-Mitgliedschaft erhalten 25 €, neue Prime-Kunden 15 € und normale Amazon-Kunden ohne Prime 10 €.

Das anfängliche Kreditlimit nach vollständiger Identifizierung per VideoIdent oder PostIdent beträgt 2.000 €. Direkt nach der Genehmigung – also noch vor der vollständigen Identifizierung – steht ein vorläufiges Limit von 210 € zur Verfügung. Die Karte wird nach Genehmigung sofort im Amazon-Kundenkonto hinterlegt, sodass du sie direkt für Einkäufe nutzen kannst.

Die Beantragung läuft vollständig online über Amazon.de. Eine Bonitätsprüfung inklusive Schufa-Abfrage ist obligatorisch. Wer also eine neue Amazon Visa beantragt, sollte sich bewusst sein, dass diese Anfrage in der Schufa vermerkt wird.

💡 Tip

Frage direkt beim Zinia-Kundenservice nach, ob eine Partnerkarte zur neuen Amazon Visa verfügbar ist. Die Hotline-Nummer findest du auf der Rückseite deiner Karte oder im Amazon-Kundenkonto unter „Kreditkarte verwalten“.

Cashback-Struktur der neuen Amazon Visa im Detail

Beim Cashback hat die neue Amazon Visa im Vergleich zur alten LBB-Karte einen klaren Rückschritt gemacht – zumindest für Prime-Mitglieder. Gleichzeitig profitieren alle Karteninhaber von der dauerhaften Kostenfreiheit, die den niedrigeren Cashback teilweise kompensiert. Schauen wir uns die Zahlen genau an.

Auf alle Einkäufe bei Amazon.de erhalten alle Karteninhaber 1 % Cashback. Das gilt unabhängig davon, ob du Prime-Mitglied bist oder nicht. Außerhalb von Amazon – also bei allen anderen Händlern – sind es 0,5 % auf alle Umsätze. Auch hier macht es keinen Unterschied, ob du Prime hast.

Prime-Mitglieder profitieren an bestimmten Aktionstagen, zum Beispiel am Prime Day, von einem erhöhten Cashback von 2 % auf Amazon.de-Einkäufe. Das ist der einzige Bereich, in dem Prime-Mitglieder einen echten Vorteil gegenüber Nicht-Prime-Kunden haben.

Der Cashback wird in Amazon-Punkten gutgeschrieben. Ein Punkt entspricht einem Cent. Die Punkte sind ausschließlich für Einkäufe auf Amazon.de einlösbar – eine Auszahlung als Bargeld oder eine Übertragung auf andere Konten ist nicht möglich. Das schränkt die Flexibilität im Vergleich zu anderen Cashback-Karten ein, die echtes Geld zurückzahlen.

Im Vergleich zur alten LBB-Karte ist der Rückgang beim Amazon-Cashback deutlich spürbar. Prime-Mitglieder erhielten früher 2 % (nach einigen Quellen sogar 3 %) auf Amazon-Bestellungen – und das dauerhaft, nicht nur an Aktionstagen. Die neue Karte bietet standardmäßig nur 1 %, was eine Halbierung bedeutet. Wer viel bei Amazon kauft und Prime-Mitglied ist, bemerkt diesen Unterschied im Geldbeutel.

Auf der anderen Seite: Die alte LBB-Karte kostete ab dem zweiten Jahr 19,90 €/Jahr. Wer die neue Karte nimmt und 1 % statt 2 % Cashback erhält, muss bei einem Amazon-Jahresumsatz von unter 1.990 € trotzdem nicht draufzahlen – denn die eingesparte Jahresgebühr kompensiert den niedrigeren Cashback. Erst ab 1.990 € Amazon-Jahresumsatz wäre die alte Karte (mit Jahresgebühr) beim Cashback vorne gelegen.

Cashback-Vergleich: Alte LBB-Karte vs. Neue Zinia-Karte (in %)

0 % 0,5 % 1,0 % 1,5 % 2,0 % 1,0 % Neu: Amazon 2,0 % Neu: Prime Day 0,5 % Neu: Außerhalb 2,0 % Alt: Amazon (Prime) 0,5 % Alt: Außerhalb Neue Karte Alte LBB-Karte

Der Cashback-Vergleich zeigt: Im Standardbetrieb auf Amazon.de liegt die neue Karte mit 1 % deutlich hinter der alten LBB-Karte (2 % für Prime). Nur an Aktionstagen zieht die neue Karte gleich. Außerhalb Amazon sind beide Karten identisch mit 0,5 %.

Alle Gebühren und Konditionen der neuen Amazon Visa auf einen Blick

Die neue Amazon Visa ist dauerhaft kostenlos – das ist der größte Vorteil gegenüber der alten LBB-Karte. Aber hinter der Kostenfreiheit verbergen sich einige Gebühren, die du kennen solltest, bevor du die Karte intensiv nutzt.

Der effektive Jahreszins bei Teilzahlung beträgt 17,67 % p.a. Das ist deutlich höher als bei der alten LBB-Karte (14,98 %) und liegt auch über dem Durchschnitt vieler anderer Kreditkarten. Als Revolving-Kreditkarte ermöglicht die neue Amazon Visa Teilzahlungen – aber wer diese Funktion nutzt, zahlt dafür einen erheblichen Preis. Die Empfehlung ist klar: Nutze die Karte als Charge-Karte und zahle den Gesamtbetrag monatlich vollständig zurück.

Bei Bargeldabhebungen wird es teuer. Im Inland fallen 3,90 % des Abhebungsbetrags an, mindestens jedoch 1,50 €. Im Ausland und bei Fremdwährungsabhebungen steigt die Gebühr auf 5,40 %. Das ist deutlich ungünstiger als bei der alten LBB-Karte, bei der Abhebungen aus dem Guthaben kostenlos waren. Wer regelmäßig Bargeld braucht, sollte die neue Amazon Visa dafür nicht nutzen.

Beim Bezahlen in Fremdwährungen fällt eine Gebühr von 1,50 % an. Das macht die Karte für Reisen ins Nicht-Euro-Ausland weniger attraktiv. Wer häufig im Ausland zahlt, kann das optionale Reisepaket für 7,99 €/Monat zubuchenm – dieses enthält unter anderem den Entfall der Fremdwährungsgebühr und fünf kostenlose Bargeldabhebungen in Fremdwährungen pro Monat.

Das Reisepaket umfasst außerdem eine Reiseunfallversicherung, eine Auslandskrankenversicherung, eine Gepäckversicherung, einen Transportmittelverspätungsschutz und eine Haftpflichtversicherung. Ob sich das lohnt, hängt von deiner Reisehäufigkeit ab. Bei einer Reise pro Jahr ins Nicht-Euro-Ausland amortisiert sich das Paket kaum – bei mehreren Reisen kann es sinnvoll sein.

Die maximale Haftung bei Kartenmissbrauch beträgt 50 €. Das ist ein gesetzlicher Mindeststandard und schützt dich vor größeren Verlusten im Missbrauchsfall. Das monatliche Cashlimit beträgt 1.000 € im Inland und 2.000 € im Ausland.

Kondition Wert
Jahresgebühr 0 € (dauerhaft)
Effektiver Jahreszins (Teilzahlung) 17,67 % p.a.
Bargeldabhebung Inland 3,90 %, mind. 1,50 €
Bargeldabhebung Ausland/Fremdwährung 5,40 %
Fremdwährungsgebühr beim Bezahlen 1,50 %
Optionales Reisepaket 7,99 €/Monat
Max. Haftung bei Missbrauch 50 €
Cashlimit Inland/Monat 1.000 €
Cashlimit Ausland/Monat 2.000 €
Anfängliches Kreditlimit (nach Identifizierung) 2.000 €
Vorläufiges Kreditlimit (direkt nach Genehmigung) 210 €

Zusammengefasst: Die neue Amazon Visa eignet sich gut für regelmäßige Amazon-Einkäufe und als kostenlose Alltagskarte im Euro-Raum. Für Bargeldabhebungen, Auslandsreisen ohne Reisepaket und Teilzahlungen ist sie hingegen keine erste Wahl.

Schufa und Kartenwechsel: Was du als Bestandskunde wissen musst

Der Wechsel von der alten LBB Amazon Visa zur neuen Zinia-Karte hatte für viele Bestandskunden eine Dimension, die oft unterschätzt wird: den Schufa-Score. Wer nicht aufgepasst hat, riskierte eine temporäre Verschlechterung seiner Bonität – und das, obwohl er nichts falsch gemacht hat.

Die Schufa bewertet bis zu zwei gleichzeitig gemeldete Kreditkarten als neutral. Das ist die Standardsituation für die meisten Verbraucher. Ab drei gleichzeitig gemeldeten Kreditkarten wird die Bewertung schlechter. Und genau hier liegt das Problem beim Kartenwechsel: Wer die neue Amazon Visa beantragt hat, bevor die alte LBB-Karte offiziell eingestellt wurde, hatte vorübergehend drei Kreditkarten im Schufa-Register – die alte LBB-Karte, möglicherweise eine weitere Karte und die neue Zinia-Karte.

Hinzu kommt ein zweiter Effekt: Langjährige Kreditkartenverträge werden von der Schufa positiv bewertet. Wer seine alte Amazon Visa über viele Jahre gehalten hat, verliert mit der Einstellung diesen positiven Faktor. Das kann den Score ebenfalls leicht verschlechtern – auch wenn der Effekt in der Regel überschaubar ist.

Ein wichtiger Punkt, den viele nicht wissen: Die Schufa unterscheidet nicht zwischen einer bankinitiiert gekündigten Karte und einer selbst gekündigten Karte. Beide werden gleich bewertet. Wer also dachte, dass die Einstellung durch die LBB besser für den Schufa-Score sei als eine Eigenkündigung, liegt falsch.

Was kannst du tun, um Schufa-Auswirkungen zu minimieren? Erstens: Beantrage eine neue Kreditkarte erst dann, wenn die alte offiziell eingestellt ist oder kurz davor steht. Zweitens: Halte die Gesamtzahl deiner Kreditkarten möglichst unter drei. Drittens: Wenn du die neue Amazon Visa beantragst, schließe gleichzeitig andere nicht benötigte Kreditkartenkonten. So vermeidest du, dass drei oder mehr Karten gleichzeitig in der Schufa stehen.

Für die Partnerkarten-Frage ist die Schufa-Thematik ebenfalls relevant: Eine Partnerkarte wird in der Regel nicht als eigenständige Kreditkarte in der Schufa des Partnerkarteninhabers gemeldet, sondern läuft unter dem Konto des Hauptkarteninhabers. Das bedeutet, dass die Partnerkarte den Schufa-Score des Partnerkarteninhabers in der Regel nicht belastet – wohl aber den des Hauptkarteninhabers, falls dieser dadurch auf drei oder mehr Kreditkarten kommt.

Insgesamt gilt: Der Kartenwechsel von der alten LBB Amazon Visa zur neuen Zinia-Karte war für die meisten Bestandskunden kein Schufa-Desaster, aber ein Thema, das Aufmerksamkeit verdient. Wer seinen Score im Blick behält und den Wechsel strategisch angeht, kann negative Auswirkungen minimieren.

Häufig gestellte Fragen

Gibt es zur neuen Amazon Visa eine Partnerkarte?

Die Quellenlage ist widersprüchlich. Ein Portal verneint die Partnerkarte explizit, ein anderes bejaht sie. Eine offizielle Bestätigung durch den Herausgeber Zinia/Santander liegt nicht vor. Frage direkt beim Kundenservice nach.

Was kostete die Partnerkarte der alten Amazon Visa (LBB)?

Im ersten Jahr war die Partnerkarte kostenlos. Ab dem zweiten Jahr fielen 9,99 €/Jahr an. Die alte LBB Amazon Visa wurde am 26. März 2024 eingestellt – die Partnerkarte damit ebenfalls.

Wer haftet für Einkäufe, die mit der Partnerkarte getätigt werden?

Der Hauptkarteninhaber haftet für alle Transaktionen der Partnerkarte. Das ist branchenüblicher Standard und gilt unabhängig davon, ob der Hauptkarteninhaber von den Einkäufen wusste.

Teilen Haupt- und Partnerkarte das Kreditlimit?

Ja, bei der alten LBB Amazon Visa teilten sich Haupt- und Partnerkarte denselben Verfügungsrahmen. Eine separate Anpassung des Limits für die Partnerkarte war nicht vorgesehen.

Wie hoch ist der Cashback der neuen Amazon Visa auf Amazon-Einkäufe?

Standardmäßig 1 % auf alle Amazon.de-Einkäufe für alle Karteninhaber. Prime-Mitglieder erhalten an Aktionstagen wie dem Prime Day 2 %. Außerhalb Amazon sind es 0,5 % für alle.

Wirkt sich der Kartenwechsel auf den Schufa-Score aus?

Möglicherweise ja. Wer vor Einstellung der alten Karte eine neue beantragt, hat temporär drei Kreditkarten in der Schufa – das kann den Score verschlechtern. Außerdem entfällt der positive Effekt langjähriger Vertragsbeziehungen.

Ab welchem Jahresumsatz lohnte sich die Partnerkarte der alten Amazon Visa?

Ab 1.998 € Jahresumsatz außerhalb Amazon. Bei 0,5 % Cashback und 9,99 € Jahresgebühr war genau dieser Betrag nötig, damit der Cashback die Kosten deckte. Darunter war die Partnerkarte ein Verlustgeschäft.


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