Das Wichtigste in Kürze
- Aktuelle Zinsen im Überblick: 1,25 % regulär, 3,00 % Willkommenszins, Festgeld von 2,90 bis 3,40 %.
- Zinsentwicklung seit 2023: Alle Stufen des regulären Zinses und der Bezug zum EZB-Einlagenzins.
- Willkommenszins und Bedingungen: Wer Neukunde ist, die Fünf-Tage-Frist und alle Stufen seit April 2025.
- Zins für Bestandskunden: Was nach zwölf Monaten gilt und wie die EZB-Klausel wirkt.
- Rechenbeispiele in Euro: Was die drei Sätze bei 10.000 bis 100.000 € brutto bringen.
- Festgeld für Bestandskunden: Gleiche Sätze für alle, feste Laufzeit, keine Kündigung vorab.
- Neukundenstatus zurück?: Die Sechs-Monats-Regel und was beim Kündigen zu beachten ist.
- Zinsgutschrift und Steuern: Jährliche Gutschrift, Zinsperiode und Sparerpauschbetrag.
Bank of Scotland – Festgeldkonto

Bank of Scotland – Festgeldkonto
Vorteile
- Laufzeiten 3, 6, 9 oder 12 Monate
- Anlage von 100 € bis 500.000 €
- Eröffnung online direkt im Banking
- Einlagensicherung EdB bis 100.000 €
Nachteile
- Maximale Laufzeit 12 Monate
- Tagesgeldkonto als Basis erforderlich
- Ab 500.000 € Rückweisung möglich
- Zinssätze für Neuanlagen freibleibend
Buzzmatic GmbH & Co. KG übernimmt keine Haftung. Auch kann keine Gewähr für die Aktualität der bereitgestellten Informationen übernommen werden. Maßgeblich sind die Bedingungen des Anbieters.
Bank of Scotland – Tagesgeldkonto

Bank of Scotland – Tagesgeldkonto
Vorteile
- Willkommens-Zins bis 100.000 € Guthaben
- Täglich verfügbar, keine Mindesteinlage
- Kostenlose Kontoführung
- Einlagensicherung EdB bis 100.000 €
Nachteile
- Nur für Neukunden mit Wohnsitz in DE
- Danach variabel, derzeit 1,25 % p.a.
- Vorzeitiges Ende bei EZB-Zins unter 1,5 %
- Legitimation und Einzahlung in 5 Tagen
Buzzmatic GmbH & Co. KG übernimmt keine Haftung. Auch kann keine Gewähr für die Aktualität der bereitgestellten Informationen übernommen werden. Maßgeblich sind die Bedingungen des Anbieters.
Bank of Scotland Zinsen im Oktober 2026: die Sätze auf einen Blick
Die Bank of Scotland arbeitet beim Tagesgeld mit zwei Zinssätzen. Der reguläre Zins liegt bei 1,25 % p. a. Er ist variabel, gilt ab dem ersten Cent für das gesamte Guthaben und ist seit dem 21.05.2025 unverändert. Neukunden erhalten stattdessen einen Willkommenszins von 3,00 % p. a. für höchstens zwölf Monate, und zwar auf Guthaben bis 100.000 €. Diesen Satz bietet die Bank laut ihrer Zinsentwicklungsseite seit dem 27.07.2026 an. Stand der Konditionen in diesem Artikel: 08.10.2026.
Zwischen beiden Sätzen liegen 1,75 Prozentpunkte. Für dich als Sparer heißt das: Wenn dein Aktionszeitraum endet, sinkt der Zins auf dein Guthaben um mehr als die Hälfte, genau um gut 58 %. Aus 3,00 % werden 1,25 %, ohne dass du etwas unterschreibst oder eine Nachricht bekommst, die du aktiv bestätigen musst.
Die dritte Säule ist das Festgeld. Die Bank bietet vier Laufzeiten an, und die Zinsen stehen für die gesamte Laufzeit fest: 2,90 % p. a. für drei Monate, 3,10 % für sechs Monate, 3,20 % für neun Monate und 3,40 % für ein Jahr. Diese Sätze gelten laut Preis- und Leistungsverzeichnis gleichermaßen für Neu- und Bestandskunden. Angelegt werden können 100 € bis 500.000 €. Voraussetzung ist ein Tagesgeldkonto bei der Bank, über das das Festgeld abgewickelt wird. Mehr zu den Laufzeiten und zur Anlage findest du im Artikel zum Festgeld der Bank of Scotland.
| Produkt | Zinssatz | Art | Für wen |
|---|---|---|---|
| Tagesgeld, regulärer Zins | 1,25 % p. a. | variabel, seit 21.05.2025 | alle Kunden, ab 0,01 € |
| Tagesgeld, Willkommenszins | 3,00 % p. a. | befristet auf max. 12 Monate | Neukunden, Guthaben bis 100.000 € |
| Festgeld 3 Monate | 2,90 % p. a. | fest für die Laufzeit | Neu- und Bestandskunden |
| Festgeld 6 Monate | 3,10 % p. a. | fest für die Laufzeit | Neu- und Bestandskunden |
| Festgeld 9 Monate | 3,20 % p. a. | fest für die Laufzeit | Neu- und Bestandskunden |
| Festgeld 1 Jahr | 3,40 % p. a. | fest für die Laufzeit | Neu- und Bestandskunden |
Wer hinter den Zinsen steht
„Bank of Scotland“ ist in Deutschland die Geschäftsbezeichnung der Lloyds Bank GmbH mit Sitz in Berlin. Die Bank nennt im Impressum die BaFin als Aufsicht. Für Einlagen gilt die gesetzliche Einlagensicherung über die Entschädigungseinrichtung deutscher Banken: geschützt sind bis zu 100.000 € pro Einleger und Kreditinstitut, Tagesgeld und Festgeld zusammengerechnet. Wer die Bank insgesamt einordnen möchte, findet im Überblick zu Bank of Scotland Erfahrungen alle Produkte und Bedingungen an einer Stelle.
Für die Frage nach den Zinsen ist vor allem eines wichtig: Alle drei Sätze haben unterschiedliche Spielregeln. Der reguläre Zins kann sich jederzeit ändern. Der Willkommenszins ist befristet und an eine Klausel zum EZB-Einlagenzins gebunden. Das Festgeld ist der einzige Zins, der für eine bestimmte Zeit fest zugesagt ist. Genau diese Unterschiede entscheiden darüber, was am Ende tatsächlich auf deinem Konto ankommt.
Zinssätze der Bank of Scotland für Tagesgeld und Festgeld
Wichtiger Hinweis
Dieser Artikel informiert neutral über die Zinsen der Bank of Scotland. Er ist keine Anlage- oder Steuerberatung und keine Empfehlung. Tagesgeldzinsen sind variabel und können sich jederzeit ändern, eine Prognose der künftigen Zinsen ist nicht möglich. Du entscheidest eigenverantwortlich, welche Anlage zu deiner Situation passt.
Interaktiver Bestandskunden-Rechner
Willkommenszins vorbei: Tagesgeld lassen oder ins Festgeld umschichten?
Trag dein Guthaben, die restlichen Monate mit Willkommenszins und deine Annahme für den regulären Zins ein. Der Rechner zeigt, was eine Umschichtung ins Festgeld in den nächsten 12 Monaten in Euro bringt.
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Nur Tagesgeld
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Mit Festgeld
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davon Festgeld
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Tagesgeld-Rest
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Zinsen in den nächsten 12 Monaten vor Steuern
Rechenweg vereinfacht in Monaten über 12 Monate: Tagesgeld 3,00 % bis 100.000 € für die restlichen Monate mit Willkommenszins, danach dein angenommener regulärer Zins. Festgeld Betrag × Zins × Monate / 12 mit 2,90 / 3,10 / 3,20 / 3,40 %, danach zurück aufs Tagesgeld. Keine Zinsprognose.
Stand der Konditionen: 08.10.2026, laut bankofscotland.de (Preis- und Leistungsverzeichnis). Zinsen für Tagesgeld sind variabel. Beispielrechnung vor Steuern, kein Angebot der Bank. Alle Angaben ohne Gewähr.
Bank of Scotland - Festgeldkonto
3,40 % p.a. bei 12 Monaten
Vorteile
Nachteile
- Maximale Laufzeit 12 Monate
- Tagesgeldkonto als Basis erforderlich
- Ab 500.000 € Rückweisung möglich
- Zinssätze für Neuanlagen freibleibend
Bank of Scotland - Tagesgeldkonto
3,00 % p.a. für 12 Monate
Vorteile
Nachteile
- Nur für Neukunden mit Wohnsitz in DE
- Danach variabel, derzeit 1,25 % p.a.
- Vorzeitiges Ende bei EZB-Zins unter 1,5 %
- Legitimation und Einzahlung in 5 Tagen
Buzzmatic GmbH & Co. KG übernimmt keine Haftung. Auch kann keine Gewähr für die Aktualität der bereitgestellten Informationen übernommen werden. Maßgeblich sind die Bedingungen des Anbieters.
Zinsentwicklung beim Tagesgeld: alle Stufen seit 2023 und der Bezug zum EZB-Einlagenzins
Die Bank of Scotland veröffentlicht auf ihrer Website eine Übersicht der vergangenen Tagesgeldzinsen. Daraus lässt sich der reguläre Zins seit Anfang 2023 lückenlos nachzeichnen. Er hat in dieser Zeit einen vollständigen Zyklus durchlaufen: schnell nach oben, lange seitwärts, dann in drei Schritten nach unten. Seit Mai 2025 hat sich der Satz nicht mehr bewegt. Wie sich die Tagesgeldzinsen in Deutschland insgesamt entwickelt haben, zeigt unser Beitrag zur Tagesgeld-Zinsentwicklung 2026.
| Gültig ab | Gültig bis | Regulärer Tagesgeldzins |
|---|---|---|
| – | 02.01.2023 | 0,50 % p. a. |
| 03.01.2023 | 17.01.2023 | 0,70 % p. a. |
| 18.01.2023 | 08.03.2023 | 1,00 % p. a. |
| 09.03.2023 | 28.06.2023 | 1,50 % p. a. |
| 29.06.2023 | 28.08.2023 | 2,00 % p. a. |
| 29.08.2023 | 02.01.2025 | 2,50 % p. a. |
| 03.01.2025 | 10.03.2025 | 2,25 % p. a. |
| 11.03.2025 | 20.05.2025 | 1,75 % p. a. |
| 21.05.2025 | bis heute | 1,25 % p. a. |
2023: fünf Erhöhungen in acht Monaten
Bis zum 02.01.2023 zahlte die Bank 0,50 % p. a. Danach folgten die Erhöhungen dicht hintereinander: 0,70 % ab dem 03.01.2023, 1,00 % ab dem 18.01.2023, 1,50 % ab dem 09.03.2023 und 2,00 % ab dem 29.06.2023. Am 29.08.2023 erreichte der reguläre Zins mit 2,50 % seinen höchsten Stand in dieser Reihe. Innerhalb von acht Monaten hatte sich der Satz damit verfünffacht.
Der Höchststand hielt gut 16 Monate
Die 2,50 % galten vom 29.08.2023 bis zum 02.01.2025. Das ist die längste Phase ohne Änderung in der gesamten Übersicht. Bestandskunden bekamen in dieser Zeit das Doppelte des heutigen regulären Zinses.
2025: drei Senkungen um zusammen 1,25 Prozentpunkte
Zum Jahresbeginn 2025 drehte die Richtung. Am 03.01.2025 senkte die Bank auf 2,25 %, am 11.03.2025 auf 1,75 % und am 21.05.2025 auf 1,25 %. Die Schritte wurden größer: erst 0,25, dann zweimal 0,50 Prozentpunkte. Seitdem liegt der reguläre Zins bei der Hälfte des Höchststands.
Der Zusammenhang mit dem EZB-Einlagenzins
Banken orientieren sich bei Tagesgeldzinsen am Einlagenzins der Europäischen Zentralbank, also an dem Satz, den Banken für kurzfristig bei der Notenbank geparkte Mittel erhalten. Im Diagramm unten siehst du beide Reihen nebeneinander. 2023 hob die EZB ihren Einlagenzins in mehreren Schritten von 2,00 % auf 4,00 % an, die Bank of Scotland zog mit Verzögerung und deutlich niedrigerem Niveau nach. Ab Juni 2024 senkte die EZB wieder, bis auf 2,00 % im Juni 2025. Die drei Senkungen der Bank of Scotland fallen in diese Phase.
Danach laufen die Reihen auseinander. Laut den Leitzinsangaben der Europäischen Zentralbank stieg der Einlagenzins am 17.06.2026 auf 2,25 % und am 16.09.2026 auf 2,50 %. Der reguläre Tagesgeldzins der Bank of Scotland blieb in dieser Zeit bei 1,25 %. Auch der Willkommenszins stieg nicht mit, er wurde im Juli 2026 sogar von 3,25 % auf 3,00 % zurückgenommen. Ob und wann die Bank ihre Sätze anpasst, lässt sich daraus nicht ableiten. Die Übersicht zeigt nur, dass ein steigender EZB-Zins nicht automatisch zu einem höheren Bestandskundenzins führt.
2026: kein einziger Schritt beim regulären Zins
Im gesamten Jahr 2026 hat die Bank den regulären Satz nicht verändert. Im Oktober 2026 gilt er seit gut 16 Monaten. Verändert hat sich in derselben Zeit vor allem das Neukundenangebot: Der Willkommenszins wurde 2026 viermal neu festgesetzt. Die Bank steuert ihre Tagesgeldzinsen also über den Satz für neue Kunden, während Bestandskunden auf dem regulären Niveau bleiben. Einen laufend aktualisierten Blick auf das Zinsumfeld bietet unser Zins-Monitor.
Regulärer Tagesgeldzins der Bank of Scotland und EZB-Einlagenzins seit 2023
Infografik: Zinsen der Bank of Scotland seit 2023
Alle Stufen des regulären Tagesgeldzinses, der EZB-Einlagenzins mit der 1,50-%-Schwelle der Klausel, die Stufen des Willkommenszinses und was die drei heutigen Sätze in Euro bringen.
Regulärer Tagesgeldzins seit 2023
Fünf Erhöhungen 2023, Höchststand 2,50 %, drei Senkungen 2025, seitdem 1,25 %.
Werte in % p. a. laut Zinsentwicklungsseite der Bank of Scotland.
Stand: 08.10.2026, laut bankofscotland.de
Willkommenszins: wer ihn bekommt, die Fünf-Tage-Frist und alle Stufen seit 2025
Die 3,00 % p. a. gibt es nur für Neukunden. Als Neukunde gilt laut Bank, wer in Deutschland wohnt und in den letzten sechs Monaten kein Tagesgeldkonto bei der Bank of Scotland hatte. Nach den Sonderbedingungen zählt dabei auch ein Konto, das zur Kündigung vorgemerkt ist. Bestandskunden sind vom Willkommenszins ausgeschlossen, die Bank verweist sie ausdrücklich auf ihr Festgeld. Wie das Tagesgeldkonto selbst funktioniert, beschreibt unser Artikel zum Bank of Scotland Tagesgeld.
Die Fünf-Tage-Frist entscheidet über volle zwölf Monate
Der wichtigste Punkt steht in den Bedingungen: Volle zwölf Monate Willkommenszins gibt es nur, wenn du dich innerhalb von fünf Kalendertagen nach dem Antrag legitimierst und Guthaben einzahlst. Der Aktionszeitraum beginnt mit dem Antragstag. Legitimierst du dich später, verkürzt sich die Zeit mit Willkommenszins entsprechend. Das Ende verschiebt sich also nicht nach hinten, du verlierst einfach Zinstage.
Praktisch heißt das: Plane die Eröffnung so, dass du die Identifizierung direkt im Anschluss per VideoIdent oder PostIdent erledigen kannst, und überweise das Guthaben vom Referenzkonto, sobald das Konto aktiv ist. Die einzelnen Schritte vom Antrag bis zur Legitimation erklärt der Beitrag zum Eröffnen und Kündigen des Tagesgeldkontos.
Die Obergrenze von 100.000 €
Der Willkommenszins gilt für Guthaben bis 100.000 €. Was darüber liegt, verzinst die Bank mit dem regulären Satz von derzeit 1,25 % p. a. Ab 500.000 € Guthaben behält sich die Bank laut ihren FAQ zudem eigene Maßnahmen vor. Für Beträge oberhalb von 100.000 € ist außerdem relevant, dass auch die gesetzliche Einlagensicherung bei 100.000 € pro Einleger und Bank endet.
Wie oft sich der Willkommenszins geändert hat
Die Zinsentwicklungsseite der Bank listet den Willkommenszins ab April 2025. Er startete mit 3,50 % p. a. vom 08.04. bis 20.05.2025, gefolgt von 3,00 % bis zum 08.07.2025. Ab dem 01.10.2025 lag der Satz bei 2,60 %, ab dem 22.10.2025 bei 2,90 % und ab dem 27.11.2025 wieder bei 3,00 %. 2026 folgten 3,00 % ab dem 02.02., 3,03 % ab dem 18.02., 3,25 % ab dem 24.03. und schließlich 3,00 % ab dem 27.07.2026.
Der höchste Satz der Reihe waren damit die 3,50 % im Frühjahr 2025, der niedrigste die 2,60 % im Oktober 2025. Für drei Zeiträume nennt die Bank keinen Willkommenszins: vom 09.07. bis 30.09.2025, vom 30.12.2025 bis 01.02.2026 und vom 23. bis 26.07.2026. Der Neukundenzins ist also kein Dauerangebot mit festem Niveau, sondern wird immer wieder neu festgesetzt.
Für dich als Neukunde zählt allerdings der Satz, der bei deiner Kontoeröffnung gilt. Wer im Oktober 2026 eröffnet, bekommt die 3,00 % für bis zu zwölf Monate, solange die EZB-Klausel nicht greift. Maßgeblich sind die Sonderbedingungen zum Willkommenszins, die bei deiner Kontoeröffnung gelten.
Willkommenszins der Bank of Scotland: alle Stufen seit April 2025
Zins für Bestandskunden: was nach dem Willkommenszins gilt und wann er früher endet
Nach zwölf Monaten endet der Aktionszeitraum. Dein Guthaben bleibt auf dem Konto und wird ab dann mit dem regulären variablen Tagesgeldzins aus dem Preis- und Leistungsverzeichnis verzinst, derzeit 1,25 % p. a. Du musst nichts umstellen und nichts beantragen. Genau darin liegt der Haken: Weil nichts passiert, fällt der Zinsrückgang vielen erst bei der nächsten Jahresgutschrift auf. Wie Banken generell zwischen neuen und bestehenden Kunden unterscheiden, erklärt unser Beitrag Tagesgeld für Bestandskunden und Neukunden.
Die EZB-Klausel: der Aktionszins ist nicht garantiert
Der Willkommenszins kann auch vor Ablauf der zwölf Monate enden. Fällt der Einlagenzins der Europäischen Zentralbank unter 1,50 % p. a., kann die Bank den Willkommenszins beenden, wirksam 30 Kalendertage nach ihrer Mitteilung. Danach gilt der reguläre Satz. Mit 2,50 % liegt der EZB-Einlagenzins seit dem 16.09.2026 einen ganzen Prozentpunkt über dieser Schwelle. Eine Aussage darüber, wie lange das so bleibt, ist nicht möglich.
Die Folge ist eindeutig: Auch der Willkommenszins ist kein fester Zins. Er ist zeitlich begrenzt und an eine zusätzliche Ausstiegsklausel gebunden. Fest zugesagt ist bei der Bank of Scotland nur der Festgeldzins für die gewählte Laufzeit.
Good to know
Der Willkommenszins ist kein garantierter Festzins. Fällt der Einlagenzins der Europäischen Zentralbank unter 1,50 % p. a., kann die Bank ihn vorzeitig beenden, wirksam 30 Kalendertage nach ihrer Mitteilung. Ab dann gilt der reguläre Tagesgeldzins.
Wie sich der Abstand zwischen Neu- und Bestandskunden entwickelt hat
Weil der reguläre Zins seit Mai 2025 bei 1,25 % steht, bewegt sich der Abstand nur mit dem Willkommenszins. Die folgende Übersicht zeigt ausgewählte Stufen aus der Zinsentwicklung der Bank.
| Zeitraum | Willkommenszins | Regulärer Zins | Abstand |
|---|---|---|---|
| 08.04.–20.05.2025 | 3,50 % | 1,75 % | 1,75 Prozentpunkte |
| 21.05.–08.07.2025 | 3,00 % | 1,25 % | 1,75 Prozentpunkte |
| 01.10.–21.10.2025 | 2,60 % | 1,25 % | 1,35 Prozentpunkte |
| 24.03.–22.07.2026 | 3,25 % | 1,25 % | 2,00 Prozentpunkte |
| seit 27.07.2026 | 3,00 % | 1,25 % | 1,75 Prozentpunkte |
Was das in Euro für die letzten Monate bedeutet
Wer gerade im Willkommenszins steckt, kann den Übergang einfach durchrechnen. Ein Beispiel mit 20.000 € Guthaben und noch fünf Monaten Aktionszeitraum: Die fünf Monate zu 3,00 % bringen rund 250 € brutto. Die folgenden sieben Monate zu 1,25 % bringen rund 146 €. Zusammen sind das etwa 396 € für die nächsten zwölf Monate. Hätte das gleiche Guthaben das ganze Jahr den Willkommenszins, wären es 600 €. Die Rechnung ist vereinfacht, ohne Zinseszins und ohne Steuern, und setzt voraus, dass der reguläre Zins bei 1,25 % bleibt.
Im Rechner oben kannst du dein eigenes Guthaben, die verbleibenden Monate und einen angenommenen regulären Zins eingeben. Voreingestellt sind 1,25 %, der Wert lässt sich frei ändern. Der Rechner zeigt dir außerdem, was eine Umschichtung in das Festgeld der Bank im selben Zeitraum ergeben würde. Er liefert Beispielwerte, keine Zinsprognose.
Good to know
Die Bank weist den Anteil des Willkommenszinses auf dem Kontoauszug und im Banking nicht gesondert aus. Du siehst nur die gesamte Zinsgutschrift. Notiere dir deshalb den Tag deines Antrags, dann weißt du, wann der Aktionszeitraum endet.
Rechenbeispiele: was 3,00 %, 1,25 % und 3,40 % in Euro bedeuten
Prozentpunkte sind abstrakt, in Euro wird der Unterschied greifbar. Die Tabelle zeigt Bruttozinsen über zwölf Monate, ohne Steuern und ohne Zinseszins. Nebeneinander stehen der Willkommenszins, der reguläre Satz danach und das einjährige Festgeld. Alle Werte setzen voraus, dass die Sätze über das Jahr unverändert bleiben, was beim Tagesgeld nicht zugesagt ist.
| Anlagebetrag | Willkommenszins 3,00 % | Regulärer Zins 1,25 % | Festgeld 1 Jahr 3,40 % |
|---|---|---|---|
| 10.000 € | 300,00 € | 125,00 € | 340,00 € |
| 25.000 € | 750,00 € | 312,50 € | 850,00 € |
| 50.000 € | 1.500,00 € | 625,00 € | 1.700,00 € |
| 100.000 € | 3.000,00 € | 1.250,00 € | 3.400,00 € |
Der Unterschied nach Ablauf des Willkommenszinses
Bei 10.000 € Guthaben ergibt der reguläre Zins 175 € weniger im Jahr als der Willkommenszins. Bei 50.000 € sind es 875 €, bei 100.000 € 1.750 €. Dieser Unterschied fällt in jedem Jahr an, in dem das Geld nach dem Aktionszeitraum zum regulären Satz liegt und sich die Zinsen nicht ändern.
Festgeld liegt aktuell über dem Willkommenszins
Auffällig ist die rechte Spalte. Das einjährige Festgeld bringt bei 10.000 € 340 € und damit 40 € mehr als der Willkommenszins. Bei 100.000 € beträgt der Unterschied 400 €. Der Preis dafür ist die Bindung: Das Geld liegt zwölf Monate fest, während das Tagesgeld jederzeit verfügbar bleibt. Welche Variante für dich passt, hängt davon ab, wann du auf das Geld zugreifen musst.
Was bei Beträgen über 100.000 € passiert
Legst du als Neukunde 150.000 € an, gilt der Willkommenszins nur für die ersten 100.000 €. Das ergibt 3.000 €. Die übrigen 50.000 € bringen zum regulären Satz von 1,25 % weitere 625 €. Zusammen sind das 3.625 € oder umgerechnet rund 2,42 % auf den Gesamtbetrag. Für den Teil oberhalb von 100.000 € greift zudem die gesetzliche Einlagensicherung nicht mehr.
Mischung aus Tagesgeld und Festgeld
Viele Sparer teilen ihr Geld auf: einen Teil, auf den sie kurzfristig zugreifen wollen, und einen Teil, der eine Weile liegen kann. Ein Rechenbeispiel mit 30.000 € nach Ablauf des Willkommenszinses: 10.000 € bleiben zum regulären Satz auf dem Tagesgeld und bringen 125 €. 20.000 € liegen ein Jahr im Festgeld zu 3,40 % und bringen 680 €. Zusammen sind das 805 € brutto. Liegt das gesamte Guthaben zu 1,25 % auf dem Tagesgeld, sind es 375 €. Das Beispiel ist eine Rechnung, keine Empfehlung für eine bestimmte Aufteilung.
Festgeld für Bestandskunden: gleiche Zinsen, feste Laufzeit
Bestandskunden bekommen keinen Willkommenszins, beim Festgeld werden sie aber nicht schlechter gestellt. Die Bank bietet die vier Laufzeiten mit denselben Sätzen für Neu- und Bestandskunden an. Alle vier liegen derzeit über dem regulären Tagesgeldzins von 1,25 %.
| Laufzeit | Zinssatz | Abstand zum regulären Tagesgeldzins | Bruttozins auf 10.000 € für die Laufzeit (rund) |
|---|---|---|---|
| 3 Monate | 2,90 % p. a. | +1,65 Prozentpunkte | 72,50 € |
| 6 Monate | 3,10 % p. a. | +1,85 Prozentpunkte | 155,00 € |
| 9 Monate | 3,20 % p. a. | +1,95 Prozentpunkte | 240,00 € |
| 1 Jahr | 3,40 % p. a. | +2,15 Prozentpunkte | 340,00 € |
Wie das Festgeld funktioniert
Der Zins steht für die gesamte Laufzeit fest und gilt für die komplette Einlage. Eine EZB-Klausel wie beim Willkommenszins gibt es nicht. Angelegt werden 100 € bis 500.000 €. Das Geld muss vorher auf deinem Tagesgeldkonto bei der Bank liegen, von dort wird der Anlagebetrag am selben oder nächsten Bankarbeitstag abgebucht. Die Bank bezeichnet ihre Festgeldsätze als freibleibend und überprüft sie regelmäßig. Das betrifft neue Anlagen, nicht eine bereits laufende.
Was am Laufzeitende passiert
Eine automatische Wiederanlage gibt es nicht. Am Ende der Laufzeit wird das Festgeld aufgelöst, Kapital und Zinsen fließen zurück auf das Tagesgeldkonto. Dort gilt dann wieder der reguläre Tagesgeldzins. Wer anschließend erneut fest anlegen möchte, muss eine neue Festgeldanlage eröffnen, zu den Sätzen, die an diesem Tag gelten.
Der Preis der Bindung
Eine ordentliche Kündigung vor Laufzeitende ist laut den Bedingungen nicht vorgesehen. Eine vorzeitige Auflösung ist nur mit Zustimmung der Bank möglich, gegen eine Entschädigung, die die Bank nach billigem Ermessen festlegt. Für Geld, auf das du kurzfristig zugreifen musst, ist Festgeld deshalb ungeeignet. Als verbreitete Faustregel gilt, eine Reserve von einigen Monatsausgaben flexibel verfügbar zu halten.
Gestaffelte Laufzeiten
Eine Möglichkeit ist, größere Beträge auf mehrere Laufzeiten zu verteilen, etwa je ein Viertel auf drei, sechs, neun und zwölf Monate. Dann wird in regelmäßigen Abständen ein Teil frei, und du kannst bei jeder Fälligkeit neu entscheiden, ob du das Geld wieder fest anlegst oder auf dem Tagesgeld lässt. Alle Details zu Eröffnung, Zinszahlung und vorzeitiger Auflösung findest du im Beitrag zum Bank of Scotland Festgeld.
Neukundenstatus zurück? Die Sechs-Monats-Regel und was beim Kündigen zu beachten ist
Aus der Neukundendefinition ergibt sich eine naheliegende Frage: Kann man nach dem Willkommenszins kündigen und später als Neukunde zurückkommen? Die Bedingungen nennen nur eine Voraussetzung: In den letzten sechs Monaten darf kein aktives oder zur Kündigung vorgemerktes Tagesgeldkonto bei der Bank of Scotland bestanden haben. Eine Begrenzung, wie oft jemand Neukunde sein kann, nennt die Bank nicht.
Was die Kündigung kostet
Kontoschließung und Auszahlung auf das Referenzkonto sind laut Preis- und Leistungsverzeichnis kostenfrei. Bei der Schließung schreibt die Bank die bis dahin aufgelaufenen Zinsen gut. Läuft noch ein Festgeld, ist zu beachten, dass es über das Tagesgeldkonto abgewickelt wird und vor dem Laufzeitende nicht ordentlich gekündigt werden kann. Wie die Kündigung im Einzelnen abläuft, beschreibt unser Beitrag zum Tagesgeldkonto der Bank of Scotland eröffnen und kündigen.
Was die sechs Monate bedeuten
Rechnerisch lohnt sich die Rückkehr nur, wenn das Geld in den sechs Monaten dazwischen anderswo verzinst wird und die Bank bei der Rückkehr noch einen Willkommenszins anbietet. Die Zinsentwicklung zeigt, dass der Satz zwischen 2,60 % und 3,50 % schwankte und es Zeiträume ohne Willkommenszins gab. Planen lässt sich eine Rückkehr zu einem bestimmten Satz deshalb nicht.
Zinsangebote im Wechsel
Wer regelmäßig zu Neukundenangeboten wechselt, betreibt sogenanntes Tagesgeld-Hopping. Das bringt Aufwand mit sich: Antrag, Legitimation, Überweisung und eine neue Verteilung des Freistellungsauftrags. Bei jedem Angebot gelten eigene Obergrenzen, Fristen und Ausstiegsklauseln. Welche Chancen und Grenzen diese Vorgehensweise hat, erklärt unser Beitrag zur Tagesgeld-Hopping-Strategie. Für Bestandskunden, die bei der Bank bleiben möchten, bleibt im Haus nur der Wechsel ins Festgeld, wenn sie einen höheren als den regulären Satz erhalten wollen. Die vollständige Einordnung der Bank findest du in unserem Bank-of-Scotland-Ratgeber.
Eine Erinnerung im Kalender
Ganz gleich, wofür du dich entscheidest: Hilfreich ist eine Erinnerung einige Wochen vor dem Ende des Aktionszeitraums und vor jeder Festgeld-Fälligkeit. Dann bleibt Zeit, die dann geltenden Sätze zu prüfen und in Ruhe zu entscheiden, statt das Geld unbemerkt zum regulären Satz liegen zu lassen.
Zinsgutschrift, Zinsperiode und Steuern
Wann die Zinsen auf dem Konto landen
Die Bank berechnet die Tagesgeldzinsen taggenau und schreibt sie einmal im Jahr zum Jahresende direkt auf dem Tagesgeldkonto gut, bei einer Kontoschließung sofort. Die Zinsperiode läuft laut Bank vom 31.12. bis zum 30.12. des Folgejahres. Durch die Verschiebung um einen Tag entstehen nach Angabe der Bank keine Zinstage weniger, ein Jahr hat weiterhin 365 Zinstage, im Schaltjahr 366. Deinen aktuellen Satz und die bis heute angesammelten Zinsen siehst du im Banking im Bereich Sparen.
Die jährliche Gutschrift wirkt sich auf den Zinseszins aus: Zinsen tragen erst ab dem Folgejahr selbst Zinsen. Bei den aktuellen Sätzen ist der Unterschied zu einer häufigeren Gutschrift klein, auf 10.000 € geht es um wenige Euro im Jahr.
Für Neukunden hat die Jahresgutschrift eine Folge: Der Willkommenszins läuft zwölf Monate ab dem Antrag, gutgeschrieben wird aber zum Jahresende. Eröffnest du im Oktober, siehst du Ende Dezember die Zinsen für knapp drei Monate. Die übrigen Aktionsmonate erscheinen in der Gutschrift des Folgejahres, zusammen mit den Monaten zum regulären Satz.
Steuern auf Tagesgeld- und Festgeldzinsen
Alle Rechenbeispiele in diesem Artikel sind Bruttowerte. Zinsen sind Kapitalerträge und unterliegen in Deutschland der Abgeltungsteuer von 25 % zuzüglich Solidaritätszuschlag und gegebenenfalls Kirchensteuer. Steuerfrei bleiben Kapitalerträge bis zum Sparerpauschbetrag von 1.000 € pro Person oder 2.000 € bei Zusammenveranlagung, wenn ein Freistellungsauftrag vorliegt. Die Bank berücksichtigt Freistellungsauftrag und Nichtveranlagungsbescheinigung, auch der Willkommenszins ist steuerpflichtig. Die Jahressteuerbescheinigung stellt sie in der Postbox bereit, sofern im abgelaufenen Jahr Zinsen angefallen sind. Dies ist keine Steuerberatung.
Eine Einordnung: Zum Willkommenszins von 3,00 % erreichst du den Sparerpauschbetrag als Einzelperson ab rund 33.300 € Guthaben über ein volles Jahr. Zum regulären Zins von 1,25 % liegt die Grenze bei 80.000 €. Hast du Freistellungsaufträge bei mehreren Banken, zählt die Summe aller Aufträge.
Was Bestandskunden konkret bekommen
Zusammengefasst: Nach dem Willkommenszins erhältst du als Bestandskunde den regulären variablen Tagesgeldzins, derzeit 1,25 % p. a. auf das gesamte Guthaben. Beim Festgeld bekommst du dieselben Sätze wie Neukunden, derzeit 2,90 % bis 3,40 % p. a. je nach Laufzeit. Einen gesonderten Bonus für Bestandskunden nennt die Bank in ihren aktuellen Konditionen nicht.
Häufig gestellte Fragen
Wie hoch ist der Tagesgeldzins der Bank of Scotland für Bestandskunden?
Bestandskunden erhalten den regulären variablen Tagesgeldzins von 1,25 % p. a. ab dem ersten Cent. Der Satz gilt seit dem 21.05.2025 und wurde 2026 bisher nicht verändert (Stand: 08.10.2026).
Was bekomme ich nach den zwölf Monaten Willkommenszins?
Danach verzinst die Bank dein Guthaben automatisch mit dem regulären Tagesgeldzins, derzeit 1,25 % p. a. Du musst nichts beantragen. Bei 10.000 € sind das 125 € statt 300 € brutto im Jahr.
Gilt das Festgeld-Angebot auch für Bestandskunden?
Ja. Die Festgeldzinsen sind für Neu- und Bestandskunden gleich: 2,90 % für drei, 3,10 % für sechs, 3,20 % für neun und 3,40 % p. a. für zwölf Monate. Voraussetzung ist ein Tagesgeldkonto bei der Bank.
Wer gilt bei der Bank of Scotland als Neukunde?
Neukunde ist, wer in Deutschland wohnt und in den letzten sechs Monaten kein aktives oder zur Kündigung vorgemerktes Tagesgeldkonto bei der Bank of Scotland hatte.
Kann der Willkommenszins vorzeitig enden?
Ja. Fällt der Einlagenzins der Europäischen Zentralbank unter 1,50 % p. a., kann die Bank den Willkommenszins beenden, wirksam 30 Kalendertage nach ihrer Mitteilung. Danach gilt der reguläre Tagesgeldzins.
Wie hat sich der Zins der Bank of Scotland entwickelt?
Der reguläre Tagesgeldzins stieg 2023 von 0,50 % auf 2,50 % p. a., blieb dort bis Anfang 2025 und sank dann in drei Schritten auf 1,25 %. Seit dem 21.05.2025 ist er unverändert.
Wann schreibt die Bank of Scotland die Zinsen gut?
Die Tagesgeldzinsen werden taggenau berechnet und einmal im Jahr zum Jahresende gutgeschrieben, bei Kontoschließung sofort. Der Anteil des Willkommenszinses wird nicht gesondert ausgewiesen.















