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Sparkassen führen schrittweise Kryptohandel ein – mit Warnhinweis

20. Oktober 2026, 10:00 Uhr47 AufrufeZuletzt geprüft: 20.10.2026

Das Wichtigste in Kürze

Die Sparkassen öffnen sich dem Kryptomarkt: Ab sofort kannst du über die Sparkassen-App Kryptowährungen wie Bitcoin und Ethereum handeln. Das Angebot startet bei ausgewählten Häusern und wird monatlich erweitert. Trotz der Beliebtheit unter jungen Menschen bleibt Vorsicht geboten, da Kryptowährungen als riskant gelten.

Die Sparkassen bieten ab sofort schrittweise den Handel mit Kryptowährungen über ihre bestehende App an. Der Deutsche Sparkassen- und Giroverband bestätigte den Start bei ausgewählten Instituten. Monatlich sollen 30 bis 40 weitere Sparkassen das Angebot freischalten. Zum Handelsstart stehen Bitcoin, Ethereum, Ripple, Solana und Polygon zur Verfügung.

Dezentraler Rollout ohne einheitlichen Starttermin

Jede Sparkasse entscheidet eigenständig über den Einstieg in den Kryptohandel. Joachim Schmalzl vom DSGV erklärte, das Interesse innerhalb der Sparkassen-Gruppe sei groß. Wöchentlich schließen sich weitere Institute an. Bis Mitte 2027 soll ein Großteil der interessierten Filialen das Angebot bereitstellen. Eine aktive Beratung oder Bewerbung durch die Sparkassen ist nicht vorgesehen.

Gebührenstruktur und technische Umsetzung

Die Ordergebühr beträgt 0,99 Euro pro Transaktion. Die Verwahrung der digitalen Währungen erfolgt in Zusammenarbeit mit der Börse Stuttgart. Eine bestehende Depotverbindung ist für die Nutzung nicht zwingend erforderlich. Schmalzl verwies auf die Kundennachfrage und den stabilen europäischen Rechtsrahmen als entscheidende Faktoren für das Angebot.

Risikohinweise und Abgrenzung zur Vermögensbildung

Die Sparkassen weisen Kunden ausdrücklich auf starke Kursschwankungen und das Risiko eines Totalverlusts hin. Für langfristige Vermögensbildung empfehlen die Institute weiterhin traditionelle Wertpapieranlagen und Sparpläne. Die Zurückhaltung der Sparkassen gegenüber Kryptowährungen beruhte bisher auf Bedenken wegen der hohen Volatilität und des spekulativen Charakters digitaler Währungen. Mit dem regulierten Zugang reagieren die Institute auf die wachsende Nachfrage insbesondere jüngerer Kunden, nachdem bereits Direktbanken und Volksbanken entsprechende Angebote etabliert haben.

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