Nur 32 Prozent der 23- bis 30-Jährigen in Deutschland halten den Erwerb einer Immobilie ohne familiäre Unterstützung für möglich. Dies zeigt die aktuelle Wohntraumstudie des Finanzierungsvermittlers Interhyp, für die im August 1.523 Personen im Alter von 18 bis 70 Jahren befragt wurden. Bei jungen Menschen mit Zugang zu Schenkungen, Erbschaften oder anderen Unterstützungsformen liegt die Quote deutlich höher: 67 Prozent dieser Gruppe sehen den Immobilienkauf als realisierbar an.
Finanzielle Hürden bremsen junge Kaufinteressenten
80 Prozent der Befragten zwischen 23 und 30 Jahren äußerten den Wunsch, künftig in den eigenen vier Wänden zu leben. Gleichzeitig gaben 48 Prozent an, dass ihnen die finanziellen Mittel für einen Immobilienkauf fehlen. Viele sind bereit, länger zu sparen oder den Kaufzeitpunkt zu verschieben, um ihr Ziel dennoch zu erreichen.
Familienunterstützung in verschiedenen Formen
Familiäre Hilfe beim Immobilienerwerb umfasst verschiedene Instrumente:
- Direkte finanzielle Zuwendungen wie Schenkungen und Erbschaften
- Private Darlehen innerhalb der Familie
- Bürgschaften für Bankfinanzierungen
- Sonstige Unterstützungsformen
Laut Interhyp gelingt etwa einem Drittel der jungen Eigentümer der Immobilienerwerb ohne Hilfe durch Eltern oder andere Familienmitglieder.
Wohneigentum bleibt zentraler Lebenstraum
68 Prozent aller Befragten über alle Altersgruppen hinweg äußerten den Wunsch nach einem eigenen Haus oder einer Wohnung. 47 Prozent bezeichneten dies sogar als Lebenstraum. Die Wohntraumstudie wird seit 2011 jährlich durchgeführt und reflektiert die Herausforderungen bei der Finanzierung von Wohneigentum in Deutschland. Interhyp gehört zur niederländischen ING-Gruppe und hält über zehn Prozent Marktanteil bei privaten Immobiliendarlehen in Deutschland. Das Unternehmen vermittelt Darlehen aus einem Netzwerk von rund 500 Banken und Kreditgebern.
