Nur 40 Prozent der 3,9 Millionen mittelständischen Unternehmen in Deutschland haben im Jahr 2025 ihre Investitionsprojekte umgesetzt. Eine Umfrage der Förderbank KfW vom September zeigt zudem, dass 33 Prozent der Betriebe geplante Investitionen für 2026 entweder verschoben oder nur in reduziertem Umfang realisiert haben. Das nominale Investitionsvolumen lag 2025 bei 218 Milliarden Euro – drei Milliarden Euro weniger als im Vorjahr.
Investitionsrückgang: 8,3 Prozent seit 2019
Bereinigt um Preissteigerungen verzeichnen kleine und mittlere Unternehmen zum dritten Mal in Folge einen Rückgang des Neuinvestitionsvolumens. Zwischen 2019 und 2025 sanken die Unternehmensinvestitionen preis- und kalenderbereinigt um insgesamt 8,3 Prozent. Die 218 Milliarden Euro flossen in neue Anlagen und Bauten.
Energiepreise und Bürokratie als Haupthindernisse
Laut KfW-Analyse sind die größten Investitionshemmnisse hohe Energiepreise sowie gestiegene Material- und Lohnkosten. Hinzu kommen Unsicherheiten über die wirtschaftliche Entwicklung und bürokratische Hürden. Nach Einschätzung von KfW-Chefvolkswirt Dirk Schumacher liegt das Problem oft nicht an fehlenden finanziellen Mitteln. Viele Firmen könnten in Digitalisierung, neue Anlagen oder Energieeffizienz investieren, schieben ihre Pläne jedoch auf.
Auswirkungen auf Modernisierung
Hohe Energiekosten führen dazu, dass notwendige Modernisierungen aufgeschoben werden – insbesondere in Bereichen wie erneuerbare Energien oder energieeffiziente Technologien. Komplexe Antragsverfahren und langwierige Genehmigungsprozesse verzögern oder verhindern Innovationsprojekte zusätzlich.
