Themen in diesem Artikel:
- Kontaktlos als Standard: 74 % der Debitkarten-Zahlungen laufen kontaktlos.
- Karte vor Bargeld: Unbare Verfahren stehen in der Welle 2025 für 77 % des Umsatzes.
- Mobiles Bezahlen boomt: Von 2 % (2021) über 6 % (2023) auf 10 % (2025).
- Nutzung nach Alter: 25- bis 34-Jährige zahlen 14 % ihrer Einkäufe mobil.
- Euroraum-Vergleich: Wo Deutschland laut EZB-Studie SPACE steht.
- Sicherheit: Warum NFC-Limits und PSD2 Vertrauen schaffen.
Kontaktlos ist der neue Standard an der Ladenkasse
Kontaktloses Bezahlen hat sich in Deutschland innerhalb weniger Jahre vom Nischen-Feature zum Normalfall entwickelt. Laut der Detailauswertung der Bundesbank-Studie „Zahlungsverhalten in Deutschland“ (Welle 2023) werden Kartenzahlungen an der Kasse inzwischen überwiegend kontaktlos abgewickelt: Von den 27,5 % aller Transaktionen, die auf die Debitkarte entfallen, laufen 20,4 Prozentpunkte kontaktlos — das sind rund drei von vier Debitkarten-Zahlungen. Nur noch 6,8 Prozentpunkte werden klassisch mit PIN oder Unterschrift gesteckt. Für die neue Welle 2025 liegt die Kontaktlos-Detailauswertung noch nicht vor — der Kartentrend insgesamt zeigt aber weiter klar nach oben.
Bei der Kreditkarte ist der Trend sogar noch ausgeprägter. Von den stationären Kreditkarten-Zahlungen im Geschäft laufen laut Bundesbank 3,7 von 4,5 Prozentpunkten kontaktlos — also gut vier von fünf; die 4,5 Prozentpunkte beziehen sich dabei nur auf Zahlungen im Geschäft, inklusive Distanzzahlungen etwa im Onlinehandel kommt die Kreditkarte auf 5,7 % aller Transaktionen. Wer heute im Supermarkt die Karte kurz ans Terminal hält, gehört damit zur großen Mehrheit.
Wie schnell dieser Wandel ging, zeigt der Blick zurück: 2017 lag der kontaktlose Anteil der Debitkarten-Zahlungen noch bei 0,5 Prozentpunkten — praktisch bei null. 2020 waren es 10,8 Prozentpunkte, 2021 bereits 15,1 und 2023 schließlich 20,4. In sechs Jahren hat sich das Bezahlen an deutschen Kassen damit grundlegend modernisiert.
Warum kontaktlos so gut ankommt
Die Gründe nennt die Bundesbank selbst: Ein wachsender Anteil der Befragten erlebt bargeldloses Bezahlen als einfacher und schneller als noch 2021. Dazu kommt die Infrastruktur: Die Möglichkeit, kontaktlos per Karte oder Smartphone zu zahlen, ist laut Studie inzwischen flächendeckend verbreitet. Unbare Zahlungsmittel wurden 2023 bei 81 % aller Zahlungen vor Ort akzeptiert — ein Plus von 20 Prozentpunkten gegenüber 2021. In der Welle 2025 ist dieser Wert noch einmal auf 86 % gestiegen.
Für dich als Karteninhaber bedeutet das: Die Frage „Kann ich hier mit Karte zahlen?“ stellt sich immer seltener. Vom Bäcker über den Kiosk bis zur Parkuhr — das Terminal ist da, und die Zahlung dauert Sekunden. Welche Karte sich für welchen Alltag lohnt, zeigt dir unsere Übersicht in der Kategorie Kreditkarte.
📌 Good to know
Kontaktlos heißt nicht ungeschützt: Jede kontaktlose Zahlung läuft über denselben verschlüsselten EMV-Standard wie eine gesteckte Kartenzahlung. Die Karte muss wenige Zentimeter ans Terminal — versehentliche Zahlungen im Vorbeigehen sind technisch ausgeschlossen.
Karte schlägt Bargeld: Die Entwicklung über die Erhebungswellen
Die Bundesbank befragt seit 2008 regelmäßig mehrere Tausend Menschen zu ihrem Bezahlverhalten — für die Welle 2023 waren es 5.698 Personen im Herbst 2023. Deren Ergebnis: Gemessen an der Anzahl der Transaktionen lag Bargeld mit 51 % noch knapp vorn. Gemessen am Umsatz hatten unbare Verfahren das Bargeld aber längst überholt: Nur noch 26 % der Ausgaben wurden bar beglichen, die Debitkarte allein stand für 32 %, die Kreditkarte für 10 %.
Die neueste Welle „Zahlungsverhalten in Deutschland 2025″ (veröffentlicht am 17. Juni 2026) markiert den Wendepunkt: Erstmals laufen 55 % aller Einkäufe bargeldlos. Bargeld kommt nur noch auf 45 % der Transaktionen (minus 5,5 Prozentpunkte gegenüber 2023) und 23 % des Umsatzes. Die Debitkarte steht 2025 für 26 % der Transaktionen und 28 % des Umsatzes, mobile Bezahlverfahren erreichen bereits 10 % aller Zahlungen.
Der langfristige Trend ist eindeutig. Der Anteil unbarer Zahlungsmittel ist seit 2017 gemessen an den Transaktionen von etwa einem Viertel auf 55 % (Welle 2025) gestiegen — und gemessen am Umsatz von gut der Hälfte auf 77 %. Die folgende Tabelle zeigt die Transaktionsanteile über die Erhebungswellen:
| Zahlungsmittel | 2017 | 2020 | 2021 | 2023 | 2025 |
|---|---|---|---|---|---|
| Bargeld | 74,3 % | 60,1 % | 57,8 % | 50,5 % | 45 % |
| Debitkarte | 18,9 % | 23,1 % | 22,6 % | 27,5 % | 26 % |
| — davon kontaktlos | 0,5 % | 10,8 % | 15,1 % | 20,4 % | –* |
| Kreditkarte (inkl. Prepaid) | 1,6 % | 6,0 % | 6,2 % | 5,7 % | –* |
| Mobile Bezahlverfahren | – | – | 2 % | 6 % | 10 % |
Anteile an der Anzahl der Transaktionen laut Zahlungstagebuch; Quelle: Deutsche Bundesbank, Zahlungsverhalten in Deutschland (Wellen bis 2023: Studienbericht 2023; Welle 2025: Pressenotiz vom 17.06.2026). Mobile Verfahren wurden vor 2021 nicht separat ausgewiesen. *Detailauswertung der Welle 2025 zu Kontaktlos- und Kreditkarten-Anteilen folgt.
Vom Bargeld zur Karte: Transaktionsanteile 2017-2025
Bemerkenswert ist das Tempo: Der Bargeldanteil sank zwischen 2021 und 2023 um weitere 7 Prozentpunkte — rund 3,5 Prozentpunkte pro Jahr — und bis zur Welle 2025 um weitere 5,5 Prozentpunkte auf 45 %. Die Debitkarte legte im selben Zeitraum um 5 Prozentpunkte zu, so stark wie kein anderes Zahlungsmittel in absoluten Zahlen. Auch die Präferenzen haben sich verschoben: 44 % der Befragten zahlen grundsätzlich am liebsten elektronisch, nur noch 24 % favorisieren Bargeld. Mehr allgemeine Zahlen rund um Karten findest du in unserem Überblick zu den Kreditkarten-Statistiken, die Gegenperspektive liefert unsere Bargeld-Statistik.
Mobiles Bezahlen: Von 2 auf 10 Prozent in vier Jahren
Das Smartphone an der Kasse ist die große Wachstumsgeschichte im deutschen Zahlungsverkehr. Der Anteil mobiler Bezahlverfahren an allen Transaktionen hat sich laut Bundesbank zwischen 2021 und 2023 von 2 % auf 6 % verdreifacht — gemessen am Umsatz stieg er im selben Zeitraum von 2 % auf 5 %. Die Welle 2025 setzt das Wachstum nahtlos fort: 10 % aller Zahlungen laufen inzwischen mobil, noch einmal plus 4 Prozentpunkte. Seit 2021 hat sich der Anteil damit verfünffacht — jede zehnte Zahlung in Deutschland wird heute mit Smartphone oder Uhr ausgelöst. Kein anderes Zahlverfahren wächst so schnell.
Hinter dem Wachstum steht eine breite Basis: 27 % der Smartphone-Besitzer haben bereits mit dem Handy an der Ladenkasse bezahlt. Technisch funktioniert das über digitale Wallets, in denen Debit- oder Kreditkarten hinterlegt werden — das Smartphone wird damit selbst zur Zahlungskarte. Unter den Mobilzahlern nutzen 40 % üblicherweise Apple Pay, das seine führende Position weiter ausbaut, gefolgt von den Wallets von Google sowie Banken und Sparkassen.
Wearables: Bezahlen mit der Uhr
Auch das Handgelenk wird zur Kasse: Zwar besitzen erst 12 % der Befragten ein Wearable wie eine Smartwatch oder ein Fitnessarmband. Von diesen Besitzern haben aber bereits 39 % damit an der Ladenkasse bezahlt — ein Plus von 12 Prozentpunkten gegenüber 2021. Der steigende Smartwatch-Besitz schafft laut Bundesbank „gute Voraussetzungen" für weiteres Wachstum.
Interessant ist auch die Beliebtheits-Entwicklung: 14 % der Befragten nennen mobile Bezahlverfahren inzwischen als bevorzugtes Zahlungsmittel — der Anteil hat sich seit der letzten Erhebung verdoppelt. Die Kreditkarte legte auf 13 % zu. Mobile Verfahren punkten dabei über alle Betragskategorien hinweg: Sie werden laut Studie auch bei Kleinbeträgen gern eingesetzt — genau dort, wo früher fast ausschließlich Münzen den Besitzer wechselten.
Bei denjenigen, die noch nicht mobil zahlen, nennt die Mehrheit schlicht fehlenden Bedarf (70 %). Das Argument, mobiles Bezahlen sei kompliziert, verliert laut Bundesbank dagegen spürbar an Gewicht — ein Zeichen dafür, wie ausgereift und alltagstauglich die Technik geworden ist.
💡 Tip
Fast jede moderne Debit- und Kreditkarte lässt sich in wenigen Minuten in einer Wallet hinterlegen. Einmal eingerichtet, zahlst du an jedem kontaktlosen Terminal mit Smartphone oder Uhr — die physische Karte bleibt als Backup einfach im Portemonnaie.
Wer mobil zahlt: Die Nutzung nach Alter
Mobiles Bezahlen ist längst keine reine Sache der Digital Natives mehr — auch wenn junge Menschen klar vorangehen. Die Bundesbank-Daten zeigen: Der transaktionsbezogene Anteil mobiler Bezahlverfahren ist in sämtlichen Altersgruppen deutlich gestiegen. Bei den 45- bis 54-Jährigen hat er sich sogar vervierfacht.
| Altersgruppe | Anteil mobiler Zahlungen 2021 | Anteil mobiler Zahlungen 2023 |
|---|---|---|
| 18 bis 24 Jahre | 4 % | 11 % |
| 25 bis 34 Jahre | 4 % | 14 % |
| 45 bis 54 Jahre | 2 % | 8 % |
| 55 bis 64 Jahre | 1 % | 3 % |
Anteil mobiler Bezahlverfahren an den Transaktionen der jeweiligen Altersgruppe; Quelle: Deutsche Bundesbank, Zahlungsverhalten in Deutschland 2023.
Mobiles Bezahlen nach Altersgruppe: 2021 vs. 2023
Spitzenreiter sind die 25- bis 34-Jährigen: Sie wickeln bereits 14 % ihrer Zahlungen mobil ab — mehr als jede siebte Transaktion. Bei den 18- bis 24-Jährigen sind es 11 %. Dieselbe Altersgruppe treibt auch die Kartennutzung insgesamt: Der Debitkarten-Anteil stieg bei den Jüngsten von 23 % auf 38 % — der stärkste Zuwachs aller Gruppen.
Auffällig ist außerdem der Geschlechter-Unterschied: Männer zahlen mit 8 % ihrer Transaktionen doppelt so oft mobil wie Frauen (4 %). Und die Präferenz für mobile Verfahren ist laut Bundesbank besonders hoch bei digitalaffinen Menschen sowie in höheren Einkommensgruppen — die auch überdurchschnittlich oft zur Kreditkarte greifen.
Für die kommenden Jahre zeichnet sich damit ein klarer Pfad ab: Die Generation, die heute selbstverständlich mit Smartphone und Uhr zahlt, nimmt diese Gewohnheit mit — und die mittleren Jahrgänge holen mit Vervierfachungs-Raten auf. Kontaktlos und mobil sind keine Jugendphänomene, sondern der breite Mainstream von morgen.
Deutschland im Euroraum-Vergleich: Die SPACE-Studie der EZB
Die Europäische Zentralbank misst mit ihrer Studie SPACE („Study on the Payment Attitudes of Consumers in the Euro area") das Bezahlverhalten im gesamten Euroraum. Die Ausgabe 2024 zeigt: Der Kartenanteil an den Zahlungen im Geschäft stieg im Euroraum von 34 % (2022) auf 39 %. Gemessen am Wert sind Karten mit 45 % bereits das wichtigste Zahlungsmittel an der Kasse — deutlich vor Bargeld mit 39 %. Mobile Geräte kommen auf 6 % der Transaktionen und haben sich damit gegenüber 2022 fast verdoppelt.
Deutschland gehört dabei zu den dynamischsten Märkten: Der Bargeldanteil an den Kassenzahlungen sank hierzulande zwischen 2022 und 2024 um 10 Prozentpunkte — zusammen mit Zypern, Malta und Portugal der stärkste Rückgang im Euroraum. Der Wandel läuft also nirgendwo schneller als bei uns.
| Region / Land | Bargeld-Anteil an Kassenzahlungen 2024 | Besonderheit |
|---|---|---|
| Euroraum gesamt | 52 % | Karten 39 % der Transaktionen, 45 % des Werts; mobil 6 % |
| Niederlande | 22 % | Karten 56 %; mobil über 10 % |
| Finnland | 27 % | Karten 57 % — höchster Kartenanteil im Euroraum |
| Belgien | – | Karten 53 % der Kassenzahlungen |
| Deutschland | rund 51 %* | Bargeld-Rückgang um 10 Prozentpunkte seit 2022 — Spitzengruppe |
| Malta / Slowenien | 67 % / 64 % | Höchste Bargeldanteile im Euroraum |
Quelle: EZB, SPACE 2024. *Deutschland-Wert gemäß Bundesbank-Zahlungstagebuch 2023 (abweichende Abgrenzung der Kassenzahlungen).
Auch europaweit gilt: Junge Konsumenten zahlen am häufigsten mobil. Die jüngste Altersgruppe nutzt mobile Verfahren für 10 % ihrer Kassenzahlungen, die älteste für 3 %. Der Kartenanteil ist dagegen bemerkenswert gleichmäßig über alle Altersgruppen verteilt — er liegt überall zwischen 37 % und 40 %. Die Karte ist damit im Euroraum das Zahlungsmittel, das wirklich alle Generationen verbindet. In der Präferenz-Frage sprechen sich europaweit 55 % für Karten und andere unbare Verfahren aus, nur 22 % bevorzugen Bargeld.
Dazu kommt der Blick über die Ladentheke hinaus: 21 % aller Alltagszahlungen im Euroraum finden inzwischen online statt — 2022 waren es noch 17 %. Gemessen am Wert machen Online-Zahlungen sogar 36 % aus. Auch hier ist die Karte das meistgenutzte Zahlungsmittel: 48 % der Online-Transaktionen laufen über sie. Wer eine moderne Debit- oder Kreditkarte im Portemonnaie oder in der Wallet hat, deckt damit beide Welten ab — die Kasse im Geschäft und den Checkout im Netz. Die Entwicklung im Euroraum zeigt eindrucksvoll, dass Deutschland mit seinem Kontaktlos- und Mobile-Trend keinem Sonderweg folgt, sondern einer europaweiten Erfolgsgeschichte — nur eben mit besonders hohem Tempo.
Sicherheit als Vertrauensfaktor: NFC-Limits und PSD2
Ein wesentlicher Grund für den Erfolg des kontaktlosen Bezahlens ist das hohe Sicherheitsniveau, das der europäische Rechtsrahmen garantiert. Seit der EU-Zahlungsdiensterichtlinie PSD2 (Richtlinie (EU) 2015/2366), in Deutschland umgesetzt im Zahlungsdiensteaufsichtsgesetz (ZAG), gilt für elektronische Zahlungen die starke Kundenauthentifizierung: Zahlungen werden über mindestens zwei unabhängige Faktoren abgesichert — etwa Besitz (Karte oder Smartphone) plus Wissen (PIN) oder Biometrie (Fingerabdruck, Gesichtserkennung).
Für kontaktlose Kartenzahlungen bedeutet das in der Praxis: Kleinbeträge — in Deutschland üblicherweise bis rund 50 Euro — gehen ohne PIN durch, damit es an der Kasse schnell bleibt. Nach mehreren Zahlungen in Folge oder bei höheren Beträgen fragt das Terminal automatisch die PIN ab. Dieses abgestufte System verbindet Komfort mit Kontrolle — genau die Balance, die die Regulierung erreichen wollte.
Mobil zahlen: Jede Zahlung einzeln freigegeben
Beim Bezahlen mit Smartphone oder Smartwatch ist die Authentifizierung sogar in jede einzelne Zahlung eingebaut: Das Gerät muss per Fingerabdruck, Gesichtsscan oder Code entsperrt werden, bevor die Zahlung ausgelöst wird. Dazu kommt die sogenannte Tokenisierung — im Wallet wird nicht die echte Kartennummer übertragen, sondern ein gerätespezifischer Ersatzwert. Das macht mobiles Bezahlen zu einem der am besten abgesicherten Zahlverfahren überhaupt.
Dass die Technik im Alltag zuverlässig funktioniert, belegt die EZB: In der SPACE-Befragung 2024 gaben 88 % der Menschen in Deutschland an, im Vormonat keinerlei technische Probleme beim Bezahlen an der Kasse gehabt zu haben — der beste Wert aller Euroraum-Länder. Auch die Bundesbank bestätigt: Bedenken wegen komplizierter Handhabung verlieren an Bedeutung, und ein wachsender Anteil der Bevölkerung erlebt elektronisches Bezahlen als einfacher und schneller als je zuvor.
📌 Good to know
Die starke Kundenauthentifizierung nach PSD2 gilt für alle elektronischen Zahlungen in der EU — vom Kartenterminal bis zum Online-Shop. Das einheitliche Schutzniveau ist ein wichtiger Grund, warum das Vertrauen in Karte und Smartphone an der Kasse Jahr für Jahr wächst.
Quellen und Methodik
Alle Zahlen in diesem Artikel stammen aus amtlichen Primärquellen: der Studie „Zahlungsverhalten in Deutschland 2023" der Deutschen Bundesbank (Befragung von 5.698 Personen, September bis November 2023), den Headline-Zahlen der Welle „Zahlungsverhalten in Deutschland 2025" (Pressenotiz vom 17. Juni 2026) sowie der EZB-Studie SPACE 2024. Rechtsgrundlagen sind die EU-Richtlinie PSD2 und das Zahlungsdiensteaufsichtsgesetz. Stand: Juli 2026.
- Deutsche Bundesbank: Pressenotiz „Zahlungsverhalten in Deutschland 2025" (17.06.2026)
- Deutsche Bundesbank: Zahlungsverhalten in Deutschland 2023 (2024)
- Deutsche Bundesbank: Studienbericht Zahlungsverhalten in Deutschland 2023 (PDF)
- Europäische Zentralbank: Study on the Payment Attitudes of Consumers in the Euro area — SPACE 2024
- Europäische Zentralbank: Pressemitteilung zur SPACE-Studie 2024 (Dezember 2024)
- EUR-Lex: Richtlinie (EU) 2015/2366 über Zahlungsdienste im Binnenmarkt (PSD2)
- Gesetze im Internet: Zahlungsdiensteaufsichtsgesetz (ZAG)
Häufig gestellte Fragen
Wie viele Kartenzahlungen in Deutschland laufen kontaktlos?
Rund drei von vier Debitkarten-Zahlungen an der Kasse laufen laut Bundesbank-Studie 2023 kontaktlos, bei Kreditkarten sind es sogar gut vier von fünf. 2017 lag der kontaktlose Anteil noch nahe null.
Wie verbreitet ist mobiles Bezahlen in Deutschland?
Der Anteil mobiler Zahlungen an allen Transaktionen ist von 2 % (2021) über 6 % (2023) auf 10 % in der Welle 2025 gestiegen — jede zehnte Zahlung läuft inzwischen mobil. 27 % der Smartphone-Besitzer hatten schon 2023 mit dem Handy an der Ladenkasse bezahlt.
Welche Altersgruppe zahlt am häufigsten mobil?
Die 25- bis 34-Jährigen führen mit 14 % mobiler Transaktionen, vor den 18- bis 24-Jährigen mit 11 %. Aber auch die 45- bis 54-Jährigen haben ihren Anteil auf 8 % vervierfacht — der Trend erfasst alle Generationen.
Wie sicher ist kontaktloses Bezahlen?
Sehr sicher: Die PSD2-Regeln schreiben eine starke Kundenauthentifizierung vor. Kleinbeträge bis rund 50 Euro laufen ohne PIN, darüber und nach mehreren Zahlungen fragt das Terminal automatisch die PIN ab. Mobile Zahlungen sind zusätzlich per Biometrie und Tokenisierung geschützt.
Wie steht Deutschland im Euroraum-Vergleich da?
Deutschland gehört laut EZB-Studie SPACE 2024 zur Spitzengruppe beim Wandel: Der Bargeldanteil sank hier zwischen 2022 und 2024 um 10 Prozentpunkte — so stark wie in kaum einem anderen Euroraum-Land. Zudem melden 88 % der Deutschen keinerlei technische Probleme beim Bezahlen, der Bestwert im Euroraum.



