Themen in diesem Artikel:
- Kernzahlen 2026: Die wichtigsten Werte kompakt.
- Zahlungsmix: So bezahlt Deutschland laut Bundesbank.
- Kartenbestand: Rund 34 Millionen Karten im Umlauf.
- Debit vs. Kredit: Warum der Marktanteil sinkt.
- Kontaktlos und mobil: Wallets holen stark auf.
- E-Commerce: Online gewinnt die Karte beim Umsatz.
Kreditkartenmarkt 2026: Die wichtigsten Zahlen auf einen Blick
Rund 34,2 Millionen Kreditkarten waren Ende 2024 in Deutschland im Umlauf – etwa 500.000 weniger als im Jahr davor. Der Bestand schrumpft leicht, während die Nutzung der verbliebenen Karten deutlich zunimmt: 2.147,5 Millionen Transaktionen liefen 2024 über deutsche Kreditkarten, ein Plus von 8,1 Prozent gegenüber 2023. Der Kreditkartenumsatz kletterte im selben Jahr auf rund 147,6 Milliarden Euro.
Weniger Karten, mehr Umsatz – dieses Muster zieht sich durch alle aktuellen Erhebungen. Wer eine Kreditkarte hat, setzt sie häufiger ein als früher. Gleichzeitig verdrängen internationale Debitkarten die klassische Kreditkarte vor allem bei Jüngeren, die ihr Konto oft bei einer Direktbank führen.
Die folgende Tabelle bündelt die zentralen Kennzahlen aus Bundesbank-Statistik, girocard-Jahreszahlen und EZB-Daten. Alle Werte stammen aus Primärquellen, der jeweilige Stand ist ausgewiesen.
| Kennzahl | Wert | Stand / Quelle |
|---|---|---|
| Kreditkarten im Umlauf | rund 34,2 Millionen | Ende 2024, Bundesbank-Zahlungsverkehrsstatistik |
| Kreditkarten-Transaktionen | rund 2,15 Milliarden (+8,1 %) | 2024, Bundesbank-Zahlungsverkehrsstatistik |
| Kreditkartenumsatz | rund 147,6 Milliarden Euro (+5,6 %) | 2024, Bundesbank-Daten |
| Besitzquote Kreditkarte | rund 50 % der Bevölkerung | 2025, Bundesbank-Zahlungsverhaltensstudie |
| Anteil an Alltagszahlungen | 5 % der Transaktionen | 2025, Bundesbank-Zahlungsverhaltensstudie |
| Anteil am Kartenmarkt | 17 % (2018: 24 %) | Ende 2024, Bundesbank-Monatsbericht Dez. 2025 |
| Kreditkarte im Onlinehandel | 15 % der Transaktionen, 19 % des Umsatzes | 2025, Bundesbank-Zahlungsverhaltensstudie |
Auffällig ist die Spreizung zwischen Besitz und Nutzung: Etwa jeder zweite Erwachsene besitzt eine Kreditkarte, aber nur 5 von 100 Zahlungen im Alltag laufen darüber. Die Kreditkarte ist in Deutschland weiterhin ein Spezialist für Reisen, größere Anschaffungen und Online-Käufe – kein Werkzeug für den Bäcker um die Ecke.
Warum die Zahlen auseinanderlaufen
Die Erklärung liegt im durchschnittlichen Zahlbetrag. Rechnet man den Kreditkartenumsatz von rund 147,6 Milliarden Euro auf die rund 2,15 Milliarden Transaktionen um, ergibt sich ein Durchschnittsbetrag von knapp 69 Euro pro Kreditkartenzahlung. Die girocard liegt mit einem Umsatz von rund 308 Milliarden Euro bei 8,3 Milliarden Transaktionen dagegen bei nur etwa 37 Euro je Zahlung. Die Kreditkarte wird also seltener, aber für fast doppelt so hohe Beträge gezückt.
Hinzu kommt ein struktureller Faktor: Seit der EU-Interchange-Regulierung von 2015 sind die Händlerentgelte für Verbraucher-Kreditkarten auf 0,3 Prozent des Umsatzes gedeckelt (Debitkarten: 0,2 Prozent). Das hat die Akzeptanz im Handel deutlich verbreitert – laut EZB akzeptieren heute Millionen Terminals im Euroraum beide Kartenarten gleichermaßen. Dass die Nutzung trotzdem hinter der Debitkarte zurückbleibt, ist in Deutschland vor allem eine Frage der Gewohnheit und der historisch starken girocard-Infrastruktur.
Wie Deutschland 2026 bezahlt: Der Zahlungsmix laut Bundesbank
2025 haben die Menschen in Deutschland erstmals häufiger bargeldlos als bar bezahlt. Laut der aktuellen Zahlungsverhaltensstudie der Bundesbank (veröffentlicht im Juli 2026) liefen 55 Prozent aller erfassten Einkäufe ohne Bargeld – ein historischer Wendepunkt, der sich seit Jahren angekündigt hat.
Bargeld bleibt mit 45 Prozent der Transaktionen zwar das einzelne meistgenutzte Zahlungsmittel, verlor aber 6 Prozentpunkte gegenüber 2023. Dahinter folgt die Debitkarte mit 26 Prozent, dann bereits mobile Bezahlverfahren mit 10 Prozent – die Kreditkarte kommt auf 5 Prozent der Bezahlvorgänge (2023: 6 Prozent).
Transaktionsanteile im Zeitverlauf
Der Blick auf die Studienreihe zeigt, wie schnell sich der Zahlungsmix verschiebt. Die Kreditkarte hält ihren Anteil seit über einem Jahrzehnt stabil zwischen 4 und 7 Prozent – die eigentliche Dynamik spielt sich zwischen Bargeld, Debitkarte und Smartphone ab.
| Zahlungsmittel | 2021 | 2023 | 2025 |
|---|---|---|---|
| Bargeld | 58 % | 51 % | 45 % |
| Debitkarte | 23 % | 27 % | 26 % |
| Kreditkarte | 6 % | 6 % | 5 % |
| Mobile Bezahlverfahren | 2 % | 6 % | 10 % |
| Internetbezahlverfahren | 5 % | 4 % | 6 % |
| Lastschrift / Überweisung | 5 % | 4 % | 6 % |
Beim Umsatz sieht die Rangfolge anders aus: Hier führt die Debitkarte mit 28 Prozent (minus 4 Prozentpunkte), gefolgt von Bargeld sowie Lastschrift und Überweisung mit je 23 Prozent. Die girocard allein steht für 20 Prozent der Transaktionen und 22 Prozent des Umsatzes – sie bleibt das Rückgrat des deutschen Zahlungsverkehrs.
Akzeptanz: Bargeldlos geht fast überall
Die Infrastruktur hat mit dem Verhalten Schritt gehalten. Bei 86 Prozent der Einkäufe vor Ort war 2025 eine bargeldlose Zahlung möglich – 5 Prozentpunkte mehr als 2023. Umgekehrt wurde Bargeld bei 94 Prozent der Einkäufe akzeptiert. Rund ein Viertel der Befragten stand allerdings mindestens einmal vor der Situation, nicht bargeldlos zahlen zu können. 52 Prozent bevorzugen inzwischen grundsätzlich unbare Zahlungsmittel im Geschäft, nur noch 22 Prozent das Bargeld.
Gleichzeitig bleibt Bargeld emotional wichtig: 80 Prozent der Befragten halten es für wichtig, weiterhin mit Bargeld bezahlen zu können. Der Wandel vollzieht sich also nicht gegen das Bargeld, sondern schlicht über die Bequemlichkeit von Karte und Smartphone an der Kasse.
📌 Good to know
Die Bundesbank erhebt das Zahlungsverhalten seit 2008 alle zwei bis drei Jahre per Zahlungstagebuch. Für die Studie 2025 protokollierten über 6.000 Befragte zwischen September und Dezember 2025 jede einzelne Zahlung – das macht die Daten deutlich belastbarer als reine Umfragen.
Zahlungsmix in Deutschland: Anteile an den Alltagszahlungen 2021, 2023 und 2025
Anzahl der Kreditkarten und Besitzquoten: Wer hat überhaupt eine?
Rund 50 Prozent der Befragten besitzen 2025 mindestens eine Kreditkarte – der leichte Rückgang seit dem Höchststand 2020 setzt sich damit fort (2023: 52 Prozent). Zum Vergleich: Eine Debitkarte haben 98 Prozent, die girocard allein 90 Prozent der Bevölkerung.
Von den rund 34,2 Millionen umlaufenden Kreditkarten sind laut Bundesbank-Zahlungsverkehrsstatistik etwa 27,7 Millionen Karten ohne echte Kreditfunktion – also Charge-, Debit-nahe oder Prepaid-Modelle, die monatlich oder sofort abgerechnet werden. Nur rund 6,5 Millionen Karten bieten eine revolvierende Kreditfunktion mit Teilzahlung. Die "echte" Kreditkarte im angelsächsischen Sinn ist in Deutschland ein Nischenprodukt.
Alter und Einkommen entscheiden
Alter: Ab 45 Jahren besitzen rund 55 Prozent eine Kreditkarte – deutlich mehr als der Schnitt. Bei den 18- bis 24-Jährigen dominiert dagegen die internationale Debitkarte: Fast ein Drittel dieser Altersgruppe hat eine Visa-Debitkarte, was die Bundesbank mit dem hohen Anteil an Direktbank-Kunden in dieser Gruppe erklärt.
Einkommen: Die Verbreitung von Kreditkarten und internationalen Debitkarten steigt mit dem Haushaltseinkommen. Die girocard ist dagegen das Zahlungsmittel für alle – sie ist in sämtlichen Alters- und Einkommensgruppen ähnlich stark vertreten.
Präferenz: Nur noch 9 Prozent nennen die Kreditkarte als bevorzugtes Zahlungsmittel im Geschäft – 2023 waren es noch 13 Prozent. Besonders in der Altersgruppe ab 55 Jahren wird die Kreditkarte überdurchschnittlich oft als Favorit genannt, während Jüngere mobile Verfahren vorziehen.
💡 Tip
Weniger verbreitet heißt nicht schlechter: Gerade weil viele Banken ihre Kreditkarten-Portfolios ausdünnen, lohnt der Konditionsvergleich. Welche Modelle sich 2026 rechnen, zeigt unsere Übersicht in der Rubrik Kreditkarte.
Debitkarte vs. Kreditkarte: Die stille Marktverschiebung
Der Kreditkartenanteil am deutschen Kartenmarkt ist zwischen 2018 und Ende 2024 von 24 auf 17 Prozent gefallen – das dokumentiert der Bundesbank-Monatsbericht vom Dezember 2025. Im selben Zeitraum stieg die Zahl der ausgegebenen Debitkarten von 111 auf 162 Millionen. Statistisch trägt damit jeder Mensch in Deutschland etwa zwei Debitkarten im Portemonnaie.
Der Treiber dieser Verschiebung sind internationale Debitkarten von Visa und Mastercard. Sie funktionieren online, im Ausland und in mobilen Wallets fast wie Kreditkarten, werden aber direkt vom Girokonto abgebucht. Viele Direktbanken und Neobanken geben zum Konto standardmäßig eine solche Karte aus – die klassische Kreditkarte wird dort zum optionalen Zusatzprodukt.
Die girocard unter Druck – und trotzdem auf Rekordkurs
Innerhalb der Debitkarten verliert die girocard relativ an Boden: Ende 2024 entfielen noch rund 72 Prozent des Umsatzes aller Debitkartenzahlungen auf sie – mehr als sieben Prozentpunkte weniger als zwei Jahre zuvor. Absolut wächst sie dennoch: 2025 wurde die girocard rund 8,3 Milliarden Mal eingesetzt (+4,8 Prozent), bei einem Umsatz von etwa 308 Milliarden Euro. Die Zahl der aktiven Terminals stieg auf bis zu 1.344.000 – ein Plus von 11,3 Prozent in einem Jahr.
Zum Vergleich die Gesamtdimension: Über alle Kartenarten hinweg zählte die Bundesbank für 2024 rund 13 Milliarden Kartenzahlungen in Deutschland, ein Zuwachs von 11 Prozent. Karten stehen damit für 40 Prozent aller unbaren Zahlungen von Nichtbanken – vor Lastschriften (31 Prozent) und Überweisungen (24 Prozent).
Im Euroraum-Vergleich bleibt Deutschland dennoch Karten-Nachzügler: Laut EZB-Zahlungsverkehrsstatistik waren im ersten Halbjahr 2024 rund 879,3 Millionen Zahlungskarten im Euroraum im Umlauf – im Schnitt 2,5 Karten pro Kopf – bei einem Durchschnittsbetrag von rund 39 Euro je Kartenzahlung am Terminal. Die Zahl der Kartenzahlungen an Bezahlterminals im Euroraum stieg im ersten Halbjahr 2024 um 13,2 Prozent auf 25,8 Milliarden, der Gesamtwert um 7 Prozent auf rund 1,5 Billionen Euro.
Parallel schrumpft die Bargeld-Infrastruktur: Die Zahl der Geldautomaten in Deutschland sank 2024 um rund 3 Prozent auf etwa 49.750. Und mit den Echtzeitüberweisungen wächst ein weiterer Karten-Konkurrent heran – 337 Millionen SEPA-Instant-Zahlungen zählte die Bundesbank 2024, ein Plus von 37 Prozent. Ein Drittel der Befragten nutzt Echtzeitüberweisungen laut Zahlungsverhaltensstudie bereits regelmäßig.
Die stille Marktverschiebung: Debitkarten wachsen, Kreditkarten-Anteil sinkt (2018 bis Ende 2024)
Kontaktlos und Mobile Payment: Das Smartphone überholt die Kreditkarte
Mobile Bezahlverfahren haben ihren Anteil an den Alltagszahlungen zwischen 2023 und 2025 von 6 auf 10 Prozent fast verdoppelt – und liegen damit erstmals vor der Kreditkarte. 36 Prozent der Befragten haben laut Bundesbank schon mindestens einmal mobil bezahlt.
Kontaktlos ist dabei längst der Standard: Im Dezember 2025 liefen rund 88,5 Prozent aller girocard-Transaktionen kontaktlos. Der Anteil mobil initiierter Kartenzahlungen – also per Smartphone oder Smartwatch statt physischer Karte – stieg laut Bundesbank-Monatsbericht von 5 Prozent (2022) auf 16 Prozent (2024). Im Euroraum akzeptieren 86 Prozent aller Bezahlterminals kontaktlose Zahlungen.
Die Kreditkarte lebt in der Wallet weiter
Spannend für die Kreditkarten-Statistik: In den Wallets spielt die Kreditkarte eine viel größere Rolle als an der Ladenkasse. Bei Apple-Pay-Nutzern ist die Kreditkarte mit 52 Prozent die am häufigsten hinterlegte Karte, vor girocard (40 Prozent) und Visa-Debitkarte (32 Prozent). Bei Google Pay liegen Kreditkarten mit 31 Prozent und Visa-Debitkarten mit 27 Prozent nahezu gleichauf. Nur in den bankeigenen Bezahl-Apps dominiert die girocard mit rund drei Vierteln der hinterlegten Karten klar.
Ein Teil der sinkenden Kreditkarten-Nutzung an der Kasse ist also ein Messeffekt: Die Karte verschwindet nicht, sie wandert ins Smartphone. Wer mit der in Apple Pay hinterlegten Kreditkarte zahlt, taucht in der Tagebuch-Statistik als mobile Zahlung auf – nicht als Kreditkartenzahlung.
Auch die Einkommensverteilung in den Wallets ist bemerkenswert. In Haushalten mit weniger als 2.500 Euro Nettoeinkommen hinterlegen 86 Prozent der Nutzer eine girocard in der Bezahl-App ihrer Bank, in Haushalten über 5.000 Euro sind es nur noch 68 Prozent – dort dominieren Kreditkarten und internationale Debitkarten. Das Smartphone-Bezahlen verstärkt damit die Trennung der Kartenwelten: nationale Debitkarte für die Breite, internationale Karten für einkommensstärkere und jüngere Nutzergruppen. Die Wahl der Karte im Smartphone ist somit auch ein Indikator für die finanzielle Situation, die sich in der allgemeinen Vermögensverteilung in Deutschland zeigt.
📌 Good to know
Mobile Bezahlverfahren werden laut Bundesbank eher von jüngeren, einkommensstärkeren Personen und Männern bevorzugt. Bargeld nutzen dagegen überdurchschnittlich oft ältere Menschen, Personen mit niedrigem Einkommen und geringer digitaler Erfahrung.
Kreditkarte im E-Commerce: Online zählt die Karte beim Umsatz
Im Onlinehandel ist die Kreditkarte dreimal so relevant wie an der Ladenkasse: 15 Prozent aller Internet-Bezahlvorgänge liefen 2025 über die Kreditkarte, gemessen am Umsatz sogar 19 Prozent – ein Plus von 4 Prozentpunkten gegenüber 2023. Während die Karte offline Anteile verliert, gewinnt sie online an Gewicht.
Meistgenutztes Zahlungsmittel im Netz bleiben Internetbezahlverfahren mit 50 Prozent der Transaktionen. Innerhalb dieser Gruppe ist ein einzelner Bezahldienst mit rund 86 Prozent Marktanteil praktisch konkurrenzlos. Beim Umsatz führen dagegen Lastschrift und Überweisung mit 45 Prozent – Deutsche zahlen große Online-Beträge bevorzugt direkt vom Konto. Internationale Debitkarten kommen online trotz wachsender Verbreitung nur auf 4 Prozent der Transaktionen.
Der Online-Anteil am gesamten Konsum wächst weiter: 13 Prozent aller erfassten Transaktionen und 27 Prozent des Umsatzes entfielen 2025 auf Einkäufe im Internet. Auch die Kauffrequenz steigt spürbar – immer mehr Menschen kaufen mindestens einmal im Monat online ein, während der Anteil derjenigen, die nie im Netz bestellen, weiter zurückgeht.
Beim Blick auf die Altersgruppen zeigt sich online dasselbe Muster wie an der Kasse: Die 18- bis 25-Jährigen wickeln knapp 70 Prozent ihrer Internet-Zahlungen über Internetbezahlverfahren ab. Lastschrift, Überweisung und Kreditkarte werden dagegen mit zunehmendem Alter häufiger genutzt – die Kreditkarte bleibt online ein Zahlungsmittel der Generation 45 plus.
Händlersicht: Das sagt der EHI-Umsatzmix
Die Händler-Perspektive bestätigt das Bild. Laut EHI-Studie "Online-Payment 2025" verteilte sich der E-Commerce-Umsatz 2024 so: Der führende Bezahldienst kam auf 28,5 Prozent, der Kauf auf Rechnung auf 25,8 Prozent, die Lastschrift auf 17,3 Prozent. Kredit- und internationale Debitkarten erreichten zusammen 12,3 Prozent (2023: 11,4 Prozent) – auch hier also ein wachsender Kartenanteil. Der Ratenkauf hat mit 4,3 Prozent seinen Umsatzanteil binnen drei Jahren verdoppelt.
Für die Kreditkarte zeichnet sich damit eine klare Arbeitsteilung ab: Alltag und Kleinbeträge gehören der Debitkarte und dem Smartphone, größere Online-Käufe, Reisen und Buchungen mit Sicherheitsbedürfnis bleiben die Domäne der Kreditkarte – dort, wo Käuferschutz, Verfügungsrahmen und weltweite Akzeptanz den Unterschied machen. Insbesondere eine Luxus-Kreditkarte bündelt für diese Zwecke oft umfangreiche Versicherungs- und Servicepakete.
💡 Tip
Wenn du diese Statistiken zitieren möchtest: Alle Zahlen stammen aus den unten verlinkten Primärquellen. Ein Link auf diese Seite als Fundstelle freut uns – die Daten aktualisieren wir jährlich mit jeder neuen Bundesbank-Veröffentlichung.
Quellen und Methodik
Alle Zahlen stammen aus öffentlich zugänglichen Primärquellen (Deutsche Bundesbank, EZB, EURO Kartensysteme/girocard, EHI Retail Institute). Studienjahre und Erhebungszeiträume sind im Text jeweils ausgewiesen; die Bundesbank-Zahlungsverhaltensstudie 2025 basiert auf Zahlungstagebüchern von über 6.000 Befragten (Erhebung September bis Dezember 2025). Stand: Juli 2026.
- Deutsche Bundesbank: Zahlungsverhalten in Deutschland 2025 – Pressenotiz (2026)
- Deutsche Bundesbank: Studie "Zahlungsverhalten in Deutschland 2025" (PDF, Stand Juli 2026)
- Deutsche Bundesbank: Zahlungsverkehrsstatistik 2024 – "Kartenzahlungen wachsen stetig" (2025)
- Deutsche Bundesbank: Monatsbericht Dezember 2025 – Aktuelle Entwicklung des Kartenmarkts in Deutschland
- Europäische Zentralbank: Zahlungsverkehrsstatistik für das erste Halbjahr 2024
- EURO Kartensysteme: girocard-Jahreszahlen 2025 (2026)
- Statista (auf Basis Bundesbank): Anzahl der ausgegebenen Kreditkarten in Deutschland bis 2024
- EHI Retail Institute: Studie "Online-Payment 2025" (2025)
Häufig gestellte Fragen
Wie viele Kreditkarten gibt es in Deutschland?
Ende 2024 waren rund 34,2 Millionen Kreditkarten in Deutschland im Umlauf – etwa 500.000 weniger als im Vorjahr. Davon haben nur rund 6,5 Millionen eine echte Kreditfunktion mit Teilzahlung, der Rest wird monatlich oder sofort abgerechnet.
Wie viel Prozent der Deutschen besitzen eine Kreditkarte?
Rund 50 Prozent der Bevölkerung besitzen laut Bundesbank-Studie 2025 mindestens eine Kreditkarte. Ab 45 Jahren liegt die Quote bei etwa 55 Prozent. Die Verbreitung steigt mit dem Haushaltseinkommen und sinkt seit 2020 leicht.
Wie hoch ist der Kreditkartenumsatz in Deutschland?
2024 lag der Umsatz mit deutschen Kreditkarten bei rund 147,6 Milliarden Euro – ein Plus von 5,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Zahl der Transaktionen stieg um 8,1 Prozent auf rund 2,15 Milliarden.
Wird in Deutschland noch überwiegend bar bezahlt?
Nein – 2025 liefen erstmals 55 Prozent aller Alltagszahlungen bargeldlos. Bargeld bleibt mit 45 Prozent der Transaktionen aber das einzelne meistgenutzte Zahlungsmittel, gemessen am Umsatz liegt es mit 23 Prozent hinter der Debitkarte.
Welche Zahlungsart ist im deutschen Onlinehandel am beliebtesten?
Internetbezahlverfahren führen mit 50 Prozent der Online-Transaktionen. Beim Umsatz liegen Lastschrift und Überweisung mit 45 Prozent vorn. Die Kreditkarte kommt auf 15 Prozent der Bezahlvorgänge und 19 Prozent des Online-Umsatzes.



