Themen in diesem Artikel:
- Das Wichtigste im Überblick: Erfahre, was eine Kreditkartensperre ist und warum die 116 116 dein erster Anruf sein sollte.
- Schritt-für-Schritt-Ablauf: Verfolge alle 6 Schritte von der Sperrung bis zur neuen Ersatzkarte – inklusive Tip fürs verlorene Portemonnaie.
- Alle Sperrnummern im Überblick: Vergleiche Direktnummern für Deutschland, Österreich und die Schweiz nach Anbieter und Kosten.
- Ersatzkarte: Kosten und Lieferzeiten: Finde heraus, welcher Anbieter in 2 Werktagen liefert und was eine Ersatzkarte kostet (0–30 €).
- Haftung bei Kartenmissbrauch: Verstehe die 50-Euro-Grenze nach § 675v BGB und wann du voll haftest.
- KUNO-Sperrung erklärt: Lerne, warum KUNO nur für Girocards gilt und Kreditkarten ausdrücklich ausgeschlossen sind.
- Häufige Fragen (FAQ): Überblick über die wichtigsten Fragen rund um Sperrung, Haftung und Ersatzkarte.
Kreditkarte sperren: Das Wichtigste auf einen Blick
Eine Kreditkartensperre deaktiviert deine Karte sofort und dauerhaft – ab dem Moment des Anrufs sind keine weiteren PIN-basierten Transaktionen mehr möglich. Du rufst die 116 116 an, identifizierst dich, und die Karte ist gesperrt. So einfach ist das.
Die 116 116 ist die zentrale Sperrnummer für Deutschland. Sie ist kostenlos aus dem deutschen Festnetz, rund um die Uhr erreichbar, 365 Tage im Jahr. Das System leitet dich automatisch zum richtigen Kartenanbieter weiter – du musst also nicht wissen, welche Bank genau zuständig ist. Aus dem Mobilnetz ist die Nummer meist ebenfalls kostenlos oder es fallen nur geringe Gebühren an.
Warum Tempo so wichtig ist: Das Bürgerliche Gesetzbuch begrenzt deine Haftung auf maximal 50 Euro, wenn du unverzüglich nach Kenntnisnahme des Verlusts oder Diebstahls handelst (§ 675v BGB). Wartest du zu lange oder verhältst du dich grob fahrlässig – etwa indem du die PIN auf der Karte notiert hast – kann diese Schutzgrenze entfallen. Im schlimmsten Fall haftest du dann für den gesamten Schaden.
Was du beim Anruf brauchst: den Namen deines Kartenherausgebers, deine Kartennummer (falls verfügbar) sowie persönliche Identifikationsdaten wie IBAN oder Geburtsdatum. Hast du die Kartennummer nicht zur Hand, kein Problem – die meisten Anbieter können dich auch über andere Daten identifizieren.
Die nächsten Schritte nach der Sperrung sind überschaubar: Polizei informieren (bei Diebstahl unbedingt Anzeige erstatten), bei einer Girocard zusätzlich die KUNO-Sperrung über die Polizei veranlassen und anschließend eine Ersatzkarte beantragen. Mehr dazu in den folgenden Abschnitten.
📌 Good to know
Die Sperrung selbst kostet dich nichts. Weder die 116 116 noch die Direkthotlines der Kartenanbieter erheben Gebühren für den Sperrvorgang. Lediglich die Ersatzkarte kann je nach Anbieter zwischen 0 und 30 Euro kosten.
Schritt-für-Schritt: So sperrst du deine Kreditkarte richtig
Wenn deine Karte weg ist, zählt jede Minute. Hier ist der genaue Ablauf – Schritt für Schritt, ohne Umwege.
Schritt 1: Sofort die 116 116 anrufen
Greif zum Telefon und ruf die 116 116 an. Die Nummer ist kostenlos aus dem deutschen Festnetz und rund um die Uhr erreichbar. Bist du im Ausland, wählst du +49 116 116. Funktioniert das nicht, gibt es den Fallback +49 30 4050 4050. Alternativ kannst du direkt beim Kartenanbieter anrufen – die Direktnummern findest du im nächsten Abschnitt. Wer die App seines Kartenanbieters installiert hat, kann die Sperre auch dort auslösen, etwa über die Sparkasse-App oder die App des jeweiligen Kartenanbieters.
Schritt 2: Identifikation
Der Mitarbeiter am Telefon fragt dich nach deinen Identifikationsdaten. Das sind typischerweise: Kartennummer (auf der Vorderseite der Karte), IBAN deines Kontos oder dein Geburtsdatum. Hast du die Kartennummer nicht parat – etwa weil du die Karte nicht mehr siehst – reichen in der Regel andere persönliche Daten aus. Bleib ruhig und halte alle verfügbaren Informationen bereit.
Schritt 3: Bestätigung der Sperrung
Sobald deine Identität bestätigt ist, erfolgt die Sperrung sofort. Ab diesem Moment sind keine weiteren PIN-basierten Transaktionen mehr möglich. Lass dir die Sperrung und den genauen Zeitpunkt bestätigen – das ist wichtig für eventuelle Haftungsfragen. Bereits vor der Sperrung autorisierte Transaktionen können noch ausgeführt werden; das ist technisch nicht zu verhindern.
Schritt 4: Polizei informieren
Bei Diebstahl erstattest du Anzeige bei jeder Polizeidienststelle. Das ist nicht nur für die Strafverfolgung wichtig, sondern auch für deine eigene Absicherung. Die polizeiliche Anzeige dokumentiert, dass du unverzüglich gehandelt hast – ein entscheidendes Kriterium für die Haftungsgrenze von 50 Euro. Hast du neben der Karte auch deinen Personalausweis verloren, meldest du das zusätzlich bei der ausstellenden Behörde.
Schritt 5: KUNO-Sperrung bei Girocard
Hast du eine Girocard verloren oder wurde sie gestohlen, veranlasst die Polizei auf deinen Wunsch hin eine zusätzliche KUNO-Sperrung. Dieses System sperrt deine Karte für das elektronische Lastschriftverfahren mit Unterschrift im Handel. Wichtig: Für Kreditkarten gilt KUNO nicht. Kreditkartengesellschaften haben sich dem System nicht angeschlossen. Mehr dazu im Abschnitt zur KUNO-Sperrung weiter unten.
Schritt 6: Ersatzkarte beantragen
Nach der Sperrung beantragst du direkt beim Kartenanbieter eine neue Karte. Das geht oft schon während des Sperranrufs oder anschließend per App, Online-Banking oder telefonisch. Die Lieferzeit beträgt je nach Anbieter zwischen 2 und 10 Werktagen. Bei dringendem Bedarf – etwa auf Reisen – fragen nach einem Notfallversand.
Was tun, wenn das gesamte Portemonnaie weg ist?
Verlierst du nicht nur die Karte, sondern das ganze Portemonnaie, wird die To-do-Liste länger. Alle Karten sperrst du über die 116 116. Den Personalausweis meldest du beim Bürgeramt, den Führerschein bei der zuständigen Fahrerlaubnisbehörde, den Fahrzeugschein bei der Zulassungsstelle. Die Krankenkasse informierst du wegen der Gesundheitskarte. Weitere Mitgliedskarten – Kundenkarten, Bibliotheksausweise, Vereinsausweise – sperrst du direkt beim jeweiligen Anbieter.
💡 Tip
Speichere die Nummer 116 116 und die Direkthotline deines Kartenanbieters jetzt in deinem Handy – bevor du sie brauchst. Im Stressmoment suchst du sonst wertvolle Minuten nach der richtigen Nummer.
Alle Sperrnummern im Überblick: Deutschland, Österreich und Schweiz
Die wichtigste Nummer kennst du jetzt: 116 116. Aber was, wenn du im Ausland bist, einen Anbieter hast, der nicht an das zentrale System angeschlossen ist, oder du direkt zum Kartenanbieter durchgestellt werden willst? Hier sind alle relevanten Nummern auf einen Blick.
Die 116 116 im Detail
Die 116 116 ist die einheitliche, zentrale Sperrnummer für Deutschland. Sie gilt für Girocards und die meisten Kreditkarten. Wenn du anrufst, wirst du automatisch zum richtigen Kartenanbieter weitergeleitet – du musst also nicht wissen, ob deine Karte über Visa, Mastercard oder ein anderes Netzwerk läuft. Aus dem deutschen Festnetz ist die Nummer kostenlos. Aus dem Mobilnetz entstehen je nach Anbieter keine oder geringe Gebühren. Aus dem Ausland wählst du +49 116 116; die Gebühren richten sich nach dem lokalen Netzbetreiber. Wird die Nummer im Ausland nicht geroutet, greifst du auf den Fallback +49 30 4050 4050 zurück.
Direktnummern der Kartenanbieter
Wer seinen Kartenanbieter kennt, kann auch direkt anrufen. Das spart unter Umständen einen Weiterleitungsschritt. Für Karten des Anbieters hinter der bekannten grünen Karte mit dem Centurion-Symbol gilt: +49 69 9797-1000 oder +49 69 9797-2000, aus Deutschland kostenlos über 0800 900 940. Mastercard-Karten, die nicht über die 116 116 laufen, erreichst du über 0800 071 3542. Für Visa-Karten außerhalb des zentralen Systems gilt 0800 811 8440. Diners Club ist über 069 900 150 135 oder 069 900 150 136 erreichbar.
Österreich und Schweiz
In Österreich gibt es keine zentrale Sperrnummer. Du rufst direkt beim Kreditinstitut oder Kartenanbieter an. Halte daher die Nummer deiner Bank immer griffbereit, wenn du nach Österreich reist. In der Schweiz bietet Viseca einen 24-Stunden-Service unter +41 (0)58 958 83 83 an – diese Nummer gilt für alle Viseca-Karten.
Nummern vorab speichern
Ein praktischer Hinweis: Speichere alle relevanten Nummern jetzt in deinem Handy. Lege einen Kontakt „Karte sperren“ an und trag dort 116 116, +49 116 116, +49 30 4050 4050 und die Direktnummer deines Anbieters ein. Im Ernstfall sparst du dir wertvolle Minuten.
| Land / Anbieter | Sperrnummer | Kosten | Besonderheit |
|---|---|---|---|
| Deutschland (zentral) | 116 116 | kostenlos (Festnetz) | 24/7; automatische Weiterleitung zum Anbieter |
| Deutschland (Ausland) | +49 116 116 | nach lokalem Netzbetreiber | Fallback: +49 30 4050 4050 |
| Kartenanbieter (grüne Karte, DE) | +49 69 9797-1000 / 0800 900 940 | kostenlos | Zweite Nummer: +49 69 9797-2000 |
| Mastercard (DE) | 0800 071 3542 | kostenlos | Für nicht an 116 116 angeschlossene Anbieter |
| Visa (DE) | 0800 811 8440 | kostenlos | Für nicht an 116 116 angeschlossene Anbieter |
| Diners Club (DE) | 069 900 150 135 / 136 | – | Direktnummer Diners Club |
| Österreich | direkt beim Kreditinstitut | – | Keine zentrale Sperrnummer vorhanden |
| Schweiz (Viseca) | +41 (0)58 958 83 83 | – | 24h-Service für Viseca-Karten |
Ersatzkarte beantragen: Kosten und Lieferzeiten im Vergleich
Die Karte ist gesperrt – und jetzt? Du brauchst so schnell wie möglich eine neue. Die gute Nachricht: Den Antrag kannst du oft schon während des Sperranrufs stellen. Viele Anbieter bieten das direkt im selben Gespräch an. Alternativ geht es per App, Online-Banking oder einem separaten Anruf.
Wie lange dauert es?
Die Lieferzeiten variieren je nach Anbieter und gewählter Versandoption erheblich. Im Standardversand musst du allgemein mit 5 bis 10 Werktagen rechnen. Einige Banken bieten Schnellversand mit Lieferung in bis zu 2 Werktagen an. Der Kartenanbieter hinter der bekannten grünen Karte liefert im Standard in 7 bis 10 Werktagen, im Notfallversand in 3 bis 5 Werktagen – und das kostenlos. In der Schweiz liefert Viseca besonders schnell: Die Ersatzkarte kommt dort in der Regel in etwa 2 Werktagen an.
Was kostet die Ersatzkarte?
Die Sperrung selbst ist immer kostenlos – das gilt für alle Anbieter. Bei der Ersatzkarte sieht es unterschiedlich aus. Viele Banken stellen die neue Karte ebenfalls kostenlos aus, insbesondere wenn der Verlust oder Diebstahl glaubhaft nachgewiesen wird. Manche Anbieter berechnen bis zu 30 Euro. Bei Viseca in der Schweiz gilt: Die Gold-Karte (World Mastercard Gold / Visa Gold) ist kostenlos, Standardkarten kosten CHF 20. Frag beim Sperranruf direkt nach, ob Kosten entstehen – und ob ein Notfallversand möglich ist.
Notfallversand auf Reisen
Bist du gerade im Urlaub oder auf Geschäftsreise und brauchst die Karte dringend? Frag explizit nach einem Notfallversand. Einige Anbieter liefern die Ersatzkarte ins Hotel oder an eine Wunschadresse im Ausland. Das dauert in der Regel 3 bis 5 Werktage und ist bei vielen Anbietern kostenlos. Alternativ kannst du für die Überbrückung Bargeld über eine Bankfiliale oder Western Union abheben – frag deinen Anbieter nach den Möglichkeiten.
Lieferzeiten Ersatzkarte nach Anbieter (Werktage)
Das Diagramm zeigt: Wer auf Schnellversand oder Viseca setzt, hat die neue Karte in 2 Werktagen. Der Notfallversand liegt bei 3 bis 5 Tagen. Im Standard-Postweg musst du mit bis zu 10 Werktagen planen.
Haftung bei Kartenmissbrauch: Was du wissen musst
Die entscheidende Frage nach einem Kartenverlust: Wer zahlt für den Schaden, der zwischen Verlust und Sperrung entsteht? Die Antwort hängt von deinem Verhalten ab – und von einem Paragrafen im Bürgerlichen Gesetzbuch.
Die 50-Euro-Grenze nach § 675v BGB
Das deutsche Recht schützt dich als Karteninhaber. Hast du den Verlust oder Diebstahl unverzüglich nach Kenntnisnahme gemeldet und keine grobe Fahrlässigkeit begangen, ist deine Haftung auf maximal 50 Euro begrenzt. Das gilt für Schäden, die zwischen dem Verlust und der Sperrung entstanden sind. Wichtig: „Unverzüglich“ bedeutet ohne schuldhaftes Zögern – also so schnell wie möglich, sobald du weißt, dass die Karte weg ist.
Was ist grobe Fahrlässigkeit?
Grobe Fahrlässigkeit liegt vor, wenn du die im Verkehr erforderliche Sorgfalt in besonders schwerem Maß verletzt hast. Klassische Beispiele: Du hast die PIN auf der Karte notiert oder auf einem Zettel im Portemonnaie aufbewahrt. Du hast die PIN einer anderen Person mitgeteilt. Du hast die Karte offen sichtbar liegen lassen. In diesen Fällen kann die Haftungsgrenze von 50 Euro entfallen – im Extremfall haftest du für den gesamten Schaden. Gerichte urteilen hier unterschiedlich, aber das Risiko ist real.
Rückbuchungsrechte kennen und nutzen
Selbst wenn bereits unautorisierte Abbuchungen stattgefunden haben, bist du nicht schutzlos. Für unautorisierte Transaktionen – also Zahlungen, die du nicht selbst veranlasst hast – hast du ein Rückbuchungsrecht von bis zu 13 Monaten nach der Belastung. Bei autorisierten Lastschriften, die du zwar genehmigt hast, aber rückgängig machen möchtest, gilt eine Frist von 8 Wochen ohne Angabe von Gründen. Wende dich dafür direkt an deinen Kartenanbieter oder deine Bank.
Polizeiliche Anzeige als Schutzinstrument
Die Anzeige bei der Polizei ist nicht nur für die Strafverfolgung wichtig. Sie dokumentiert offiziell, wann du von dem Diebstahl erfahren hast und dass du unverzüglich gehandelt hast. Diese Dokumentation kann im Streitfall mit dem Kartenanbieter entscheidend sein. Erstattest du keine Anzeige, kann das als Indiz gewertet werden, dass du nicht ausreichend schnell reagiert hast.
Praktische Tipps zur Vermeidung grober Fahrlässigkeit
Bewahre die PIN niemals zusammen mit der Karte auf. Lerne sie auswendig oder nutze einen Passwort-Manager. Überprüfe deine Kontoauszüge regelmäßig – mindestens einmal pro Woche. Aktiviere Push-Benachrichtigungen für jede Transaktion, sofern dein Anbieter das anbietet. So erkennst du unautorisierte Abbuchungen sofort und kannst schnell reagieren.
KUNO-Sperrung: Was steckt dahinter und wann ist sie sinnvoll?
Neben der klassischen Kartensperrung über die 116 116 gibt es für Girocards ein weiteres Sicherheitsnetz: das KUNO-System. Der Name klingt sperrig – „Kriminalitätsbekämpfung im unbaren Zahlungsverkehr unter Nutzung nichtpolizeilicher Organisationen“ – aber das Prinzip ist einfach.
Wie funktioniert KUNO?
KUNO sperrt deine Girocard für das elektronische Lastschriftverfahren mit Unterschrift im Handel. Das ist das Verfahren, bei dem du an der Kasse nicht die PIN eingibst, sondern einen Kassenbon unterschreibst. Dieses Verfahren ist besonders anfällig für Missbrauch, weil keine PIN benötigt wird. KUNO schließt diese Lücke, indem die Kartendaten an die Kassensysteme des Handels übermittelt werden.
Wichtig: KUNO wird ausschließlich von der Polizei veranlasst – du kannst es nicht selbst auslösen. Die Polizei übermittelt Bankleitzahl, Kontonummer und Kartenfolgenummer an die angeschlossenen Kassensysteme. Sobald jemand versucht, mit der gesperrten Karte per Lastschrift zu zahlen, wird die Transaktion abgelehnt.
Für Kreditkarten gilt KUNO nicht
Das ist der entscheidende Punkt: Kreditkartengesellschaften haben sich dem KUNO-System nicht angeschlossen. KUNO schützt ausschließlich Girocards. Hast du eine Kreditkarte verloren, hilft dir KUNO nicht weiter. Dein Schutz bei Kreditkarten läuft über die sofortige Sperrung beim Anbieter und das Rückbuchungsrecht (Chargeback) – mit Fristen von 8 Wochen bzw. 13 Monaten.
Wann solltest du KUNO nutzen?
Immer dann, wenn deine Girocard gestohlen wurde oder verloren gegangen ist. Geh zur Polizei, erstatte Anzeige und bitte ausdrücklich um die KUNO-Sperrung. Die Polizei leitet die notwendigen Daten weiter. Weitere Informationen zum System findest du unter kuno-sperrdienst.de.
| Merkmal | Girocard | Kreditkarte |
|---|---|---|
| 116 116 nutzbar | ✅ Ja | ✅ Ja (meistens) |
| KUNO-Sperrung möglich | ✅ Ja | ❌ Nein |
| Schutz vor Lastschrift-Missbrauch | Über KUNO + Polizei | Nur über Chargeback (8 Wochen / 13 Monate) |
| Sperrung per App möglich | Anbieterabhängig | Anbieterabhängig |
| Polizeiliche Anzeige empfohlen | ✅ Ja | ✅ Ja |
Die Tabelle zeigt den wesentlichen Unterschied: Bei der Girocard hast du mit KUNO eine zusätzliche Schutzebene für das Lastschriftverfahren. Bei der Kreditkarte bist du auf die sofortige Sperrung und das Rückbuchungsrecht angewiesen. Beide Kartentypen profitieren von der schnellen Meldung über die 116 116 und einer polizeilichen Anzeige.
Häufig gestellte Fragen
Welche Nummer muss ich anrufen, um meine Kreditkarte zu sperren?
In Deutschland rufst du die 116 116 an – kostenlos, rund um die Uhr. Aus dem Ausland gilt +49 116 116, Fallback ist +49 30 4050 4050. Du kannst auch direkt beim Kartenanbieter anrufen, wenn du die Nummer kennst.
Wie schnell wird meine Karte nach dem Anruf gesperrt?
Die Sperrung erfolgt sofort nach dem Anruf. Ab diesem Moment sind keine weiteren PIN-basierten Transaktionen mehr möglich. Bereits autorisierte Zahlungen können technisch noch ausgeführt werden.
Wie hoch ist meine Haftung, wenn jemand meine gestohlene Karte benutzt?
Bei unverzüglicher Sperrung und ohne grobe Fahrlässigkeit haftest du in Deutschland maximal 50 Euro (§ 675v BGB). Hast du die PIN auf der Karte notiert oder sie weitergegeben, kann die volle Haftung greifen.
Was ist KUNO und gilt es auch für Kreditkarten?
KUNO sperrt Girocards für das elektronische Lastschriftverfahren mit Unterschrift im Handel. Es wird von der Polizei veranlasst. Für Kreditkarten gilt KUNO nicht – Kreditkartengesellschaften haben sich dem System nicht angeschlossen.
Wie lange dauert es, bis ich eine Ersatzkarte erhalte?
Im Standard dauert es 5 bis 10 Werktage. Mit Notfallversand sind es 3 bis 5 Werktage. Einige Anbieter liefern per Schnellversand in bis zu 2 Werktagen. Frag beim Sperranruf direkt nach der schnellsten Option.
Kostet die Kartensperrung oder die Ersatzkarte etwas?
Die Sperrung selbst ist immer kostenlos. Ersatzkarten sind bei vielen Anbietern ebenfalls kostenlos; manche Banken berechnen bis zu 30 Euro. Frag beim Anruf nach, bevor du die Ersatzkarte beantragst.
Kann ich meine Kreditkarte auch per App sperren?
Ja, viele Anbieter ermöglichen die Sperrung per App – etwa über die Sparkasse-App oder die App des jeweiligen Kartenanbieters. Nicht alle Anbieter bieten diese Funktion an. Prüfe das vorab in deiner Banking-App.


