Zuerst zeigen wir die Angebote unserer Partner (Werbung*). Mit „Alle Angebote“ oder einem Filter siehst du den gesamten Vergleich.
Laufzeiten 3 Monate bis 1 Jahr. Einlagensicherung Deutschland.
Laufzeiten 3 Monate bis 5 Jahre. Mindestanlage 1.000 €. Einlagensicherung Estland.
Laufzeiten 6 Monate bis 10 Jahre. Mindestanlage 1.000 €. Einlagensicherung Tschechien.
Nur 1 Jahr Laufzeit. Einlagensicherung Schweden.
Laufzeiten 1 Jahr bis 5 Jahre. Mindestanlage 2.500 €. Einlagensicherung Frankreich.
Laufzeiten 3 Monate bis 4 Jahre. Einlagensicherung Schweden.
Laufzeiten 3 Monate bis 5 Jahre. Mindestanlage 5.000 €. Einlagensicherung Deutschland.
Nur 1 Jahr Laufzeit. Nur Neugeld.
Nur 1 Jahr Laufzeit. Mindestanlage 1.000 €.
Laufzeiten 6 Monate bis 8 Jahre. Mindestanlage 2.500 €. Einlagensicherung Deutschland.
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Stand: 11.10.2026 · Konditionen von den Websites der Anbieter, geprüft am 11.10.2026.
Fachlich geprüft von Chanel
So sortieren wir
Standard ist der Zinsertrag in Euro für deinen Betrag und die gewählte Laufzeit. Gerechnet wird mit dem Zins, den die Bank für genau diese Laufzeit nennt: Betrag × Zins × Laufzeit, einfache Verzinsung vor Steuern, ohne Zinseszins. Banken, die die gewählte Laufzeit nicht anbieten, blenden wir aus.
Liegt dein Betrag unter der Mindest- oder über der Höchstanlage einer Bank, steht sie mit diesem Hinweis hinter den passenden Angeboten. Bei gleichem Ertrag entscheidet der Name. „Deutsche Einlagensicherung“ zeigt nur Banken, deren Einlagen über die deutsche gesetzliche Einlagensicherung geschützt sind.
Angebote mit und ohne Partnervertrag werden nach denselben Werten sortiert. Banken, deren Zinsen wir nicht eindeutig belegen konnten, zeigen wir nicht an.
15 Angebote von 22 geprüften Banken. Kein vollständiger Marktüberblick. Auswahlkriterien: von der Redaktion ausgewählte Direkt- und Filialbanken mit online veröffentlichten Festgeld-Zinsen und gesetzlicher Einlagensicherung in der EU.
Werbehinweis: Mit * markierte Links sind Werbelinks. Kommt darüber ein Abschluss zustande, erhält Finalarm eine Provision. Links „Zur Bank“ sind keine Werbelinks. So finanzieren wir uns
Das Wichtigste in Kürze
Festgeld-Vergleich mit Stand 11.10.2026: Der höchste Festgeld-Zins auf den Websites der Banken liegt bei 3,50 % p. a. ab 24 Monaten, für zwölf Monate bei 3,40 %. Der Durchschnitt für neues Festgeld bis ein Jahr lag laut Bundesbank im August 2026 bei 2,28 %. Wir zeigen je Laufzeit alle Angebote mit Zinsertrag und Einlagensicherungsland, erklären die Zinstreppe und rechnen Zinseszins gegen jährliche Ausschüttung.
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Das Wichtigste in Kürze
- Beste Festgeld-Zinsen aktuell: Vergleiche Spitzen- und Durchschnittszins je Laufzeit, amtlich eingeordnet mit der Bundesbank-Statistik.
- Laufzeit und Zinstreppe: Erfahre, was 3, 6, 12, 24, 36 und 60 Monate bringen und wie du mit einer Treppe flexibel bleibst.
- Einlagensicherung im EU-Ausland: Finde heraus, wer bei einer Pleite zahlt, wie schnell und wann mehr als 100.000 Euro geschützt sind.
- Plattform oder direkt: Erfahre, was eine Zinsplattform erledigt, was sie kostet und wann der Direktabschluss bei der Bank besser ist.
- Verfügbarkeit und Zinseszins: Kündigung, Zinsgutschrift und Quellensteuer im Ausland.
- Zinszahlung und Steuer: Verstehe jährliche und endfällige Zinsen, Freistellungsauftrag und Anlage KAP bei Auslandsbanken.
- Inflation und EZB: Erfahre, warum der Durchschnittszins seit Ende 2024 unter der Inflation liegt und was die EZB-Anhebung bewirkt.
- Festgeld oder Alternativen: Vergleiche Festgeld mit Tagesgeld, Bundesanleihen und Geldmarkt-ETFs nach Risiko und Zugriff.
- Weitere Inhalte: Beiträge zu angrenzenden Themen.
Bank of Scotland – Festgeldkonto

Bank of Scotland – Festgeldkonto
Vorteile
- Laufzeiten 3, 6, 9 oder 12 Monate
- Anlage von 100 € bis 500.000 €
- Eröffnung online direkt im Banking
- Einlagensicherung EdB bis 100.000 €
Nachteile
- Maximale Laufzeit 12 Monate
- Tagesgeldkonto als Basis erforderlich
- Ab 500.000 € Rückweisung möglich
- Zinssätze für Neuanlagen freibleibend
Buzzmatic GmbH & Co. KG übernimmt keine Haftung. Auch kann keine Gewähr für die Aktualität der bereitgestellten Informationen übernommen werden. Maßgeblich sind die Bedingungen des Anbieters.
PSD Bank Nürnberg – FestGeld

PSD Bank Nürnberg – FestGeld
Vorteile
- 2,75 % p. a. für 12 Monate
- 3,00 % p. a. für 24 bis 48 Monate
- 3,31 % p. a. für 96 Monate
- Zinssatz fest über die Laufzeit
Nachteile
- Keine vorzeitige Kündigung möglich
- Betrag in der Laufzeit nicht änderbar
- Mindestanlage 1.000 €
- Nur 12, 24, 36, 48 oder 96 Monate
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Die besten Festgeld-Zinsen im Oktober 2026
Festgeld-Vergleich, Stand 11.10.2026: Der höchste Festgeld-Zins auf den Websites der Banken liegt bei 3,50 % p. a. für Laufzeiten ab 24 Monaten, für zwölf Monate bei 3,40 %. Gesetzlich gesichert sind 100.000 Euro je Bank. Prüfe vor dem Abschluss immer die aktuelle Seite der Bank.
Der deutsche Durchschnitt für neues Festgeld bis ein Jahr lag laut Bundesbank-Statistik im August 2026 bei 2,28 Prozent. Auf 10.000 Euro und zwölf Monate macht der Abstand zum Spitzenzins 112 Euro vor Steuern aus.
Der Grund für die Spanne ist simpel: Filialbanken müssen um Einlagen kaum kämpfen, weil ihre Kunden bleiben. Ausländische Direktbanken und Refinanzierungsspezialisten müssen es. Sie kaufen sich Einlagen über den Zins ein. Diese Kostenunterschiede spiegeln sich auch im Wertpapiergeschäft wider, wie der Vergleich zwischen Neobrokern und Filialbanken zeigt. Im Einlagengeschäft zeigt sich dies etwa bei den Konditionen für Tagesgeld bei Filialbanken.
Zur Einordnung zählt der Zins, den der Durchschnittssparer tatsächlich bekommt: der gewichtete Zinssatz für neue Einlagen privater Haushalte mit vereinbarter Laufzeit, den die Bundesbank jeden Monat erhebt.
Private Haushalte bekamen im August 2026 für neu angelegtes Festgeld im Schnitt 2,28 Prozent bei bis zu einem Jahr Laufzeit, 2,64 Prozent bei ein bis zwei Jahren und 2,72 Prozent bei mehr als zwei Jahren. Auf dem Girokonto und täglich fälligen Konten lag der Durchschnitt bei 0,51 Prozent. Wer 10.000 Euro ein Jahr lang zum Durchschnittszins festlegt, statt sie liegen zu lassen, hat vor Steuern 177 Euro mehr. Mit dem Spitzenangebot für zwölf Monate wären es 289 Euro.
Was der Durchschnitt zahlt: drei Laufzeiten seit 2022
Die Bundesbank erhebt jeden Monat, welche Zinsen deutsche Banken für neue Einlagen privater Haushalte tatsächlich vereinbaren. Das ist kein Werbezins, sondern der gewichtete Mittelwert aller Abschlüsse, einschließlich Sparkassen, Volks- und Raiffeisenbanken. Drei Muster fallen in der Reihe auf. Erstens folgte der Festgeldzins dem Leitzins mit wenigen Monaten Verzögerung, nach oben wie nach unten. Zweitens war die Laufzeitprämie vom Frühjahr 2023 bis Anfang 2025 negativ: Festgeld bis ein Jahr brachte mehr als Laufzeiten über zwei Jahre, weil der Markt sinkende Zinsen erwartete. Drittens ist sie seit März 2025 wieder positiv, im August 2026 lagen zwischen bis einem Jahr und über zwei Jahren 0,44 Prozentpunkte.
Höchste Zinsen je Laufzeit mit Sitzland
Im Festgeld-Vergleich oben wählst du die Laufzeit und siehst je Bank Zins, Zinsertrag und das Land der Einlagensicherung. Entscheidend ist das Land: Es sagt dir, welcher nationale Sicherungsfonds im Insolvenzfall zahlen müsste. Einen Ländervergleich für Krypto-Assets im Euroraum, die keiner Einlagensicherung unterliegen, gibt es ebenfalls.
Stand: 11.10.2026, Quelle: Websites der Banken; pbb direkt ist nicht enthalten, weil die Zinskurve auf der Seite noch manuell geprüft wird. Konditionen ändern sich teils wöchentlich, die Mindestanlage lag am 11.10.2026 zwischen 0 Euro (Klarna) und 5.000 Euro (1822direkt). Prüfe vor Abschluss immer die aktuelle Seite der Bank. Die laufenden Durchschnittszinsen aktualisieren wir fortlaufend im Zins-Monitor.
📌 Good to know
Der höchste Zins steigt nicht automatisch mit der Laufzeit. Am 11.10.2026 zahlte das höchste Angebot für 24, 36 und 60 Monate jeweils 3,50 Prozent; längere Bindung brachte also keinen Aufschlag. Vergleiche Laufzeit für Laufzeit, statt pauschal „länger gleich mehr“ anzunehmen.
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Laufzeit wählen — und die Zinstreppe bauen
Wähle die Laufzeit nach dem Tag, an dem du das Geld brauchst, nicht nach dem höchsten Zins. Zwischen einem und drei Jahren zahlt der Markt derzeit einen kleinen Aufschlag, darüber kaum mehr. Wer unsicher ist, verteilt den Betrag auf mehrere Laufzeiten. Das ist die Zinstreppe.
Die Laufzeit ist beim Festgeld die einzige echte Entscheidung, die du triffst. Sie legt fest, wie lange du auf dein Geld verzichtest und wie lange dein Zins gegen Marktbewegungen immun ist.
Der Markt belohnt Bindung nur mäßig. Im Durchschnitt aller deutschen Banken lagen im August 2026 zwischen Festgeld bis ein Jahr (2,28 Prozent) und über zwei Jahren (2,72 Prozent) gerade einmal 0,44 Prozentpunkte (Bundesbank). Diese Flachheit ist die zentrale Information für deine Planung: Du wirst für längere Bindung kaum bezahlt.
Der Markt in Zahlen
| Laufzeit | Ø Neugeschäft Deutschland (Aug. 2026) | Höchstes Angebot (11.10.2026) | Zinsen pro Jahr auf 25.000 € (Ø / höchstes) |
|---|---|---|---|
| 12 Monate | 2,28 % (bis 1 Jahr) | 3,40 % | 570 € / 850 € |
| 24 Monate | 2,64 % (über 1 bis 2 Jahre) | 3,50 % | 660 € / 875 € |
| 36 Monate | 2,72 % (über 2 Jahre) | 3,50 % | 680 € / 875 € |
| 60 Monate | 2,72 % (über 2 Jahre) | 3,50 % | 680 € / 875 € |
Durchschnitt: EZB/Bundesbank, MFI-Zinsstatistik, Einlagen privater Haushalte mit vereinbarter Laufzeit, Neugeschäft Deutschland, August 2026, nach Laufzeitbändern. Höchstes Angebot: Websites der Banken, 11.10.2026. Zinsen pro Jahr vor Steuern, ohne Zinseszins, eigene Berechnung.
Laufzeiten von 3 bis 60 Monaten im Überblick
Jede Laufzeit beantwortet eine andere Frage. Die Tabelle zeigt, wofür sie sich eignet, was beim Zins zu erwarten ist und worauf du achten solltest. Die Spitzenzinsen haben wir am 11.10.2026 auf den Websites der Banken geprüft; sie ändern sich teils wöchentlich.
| Laufzeit | Spitzenzins (11.10.2026) | Passt, wenn … | Darauf achten |
|---|---|---|---|
| 3 Monate | 2,90 % | du einen festen Termin kennst, etwa eine Steuerzahlung im nächsten Quartal | Liegt oft unter Tagesgeld-Aktionszinsen; vorher vergleichen |
| 6 Monate | 3,20 % | du einen sicheren Zins über den Jahreswechsel willst und dann neu entscheidest | Zinsen werden am Ende gezahlt (§ 488 Abs. 2 BGB), also im Jahr der Fälligkeit versteuert |
| 12 Monate | 3,40 % | du Rücklagen für das nächste Jahr parkst, etwa für ein Auto oder eine Renovierung | Größte Nachfrage; Auslandsanlage bis 12 Monate ohne AWV-Meldung |
| 24 Monate | 3,50 % | du das aktuelle Niveau sichern, aber nicht lange binden willst | Klären, ob Zinsen jährlich fließen oder erst am Ende |
| 36 Monate | 3,50 % | du einen Teil des Vermögens planbar verzinsen willst, ohne Kursrisiko | Endfällige Zinsen ballen sich steuerlich in einem Jahr (Beispiel unten) |
| 60 Monate | 3,50 % | du sicher weißt, dass du fünf Jahre nicht an das Geld musst | Steigen die Zinsen weiter, sitzt du fest; vorzeitige Kündigung meist ausgeschlossen |
Der Spitzenzins einer Laufzeit sagt nur, was eine einzelne Bank zahlt. Wie stark du für längere Bindung belohnt wirst, zeigt der Abstand zwischen den Laufzeiten. Liegt der Zins für fünf Jahre kaum über dem für zwei, kaufst du drei Jahre Bindung fast ohne Gegenleistung. Am 11.10.2026 lag der Spitzenzins für 60 Monate gleichauf mit dem für 24 Monate.
Die Zinstreppe: 25.000 Euro auf fünf Stufen
Die Zinstreppe löst den Zielkonflikt zwischen Bindung und Verfügbarkeit, indem sie ihn aufteilt. Du zerlegst dein Kapital in gleich große Tranchen und legst jede über eine andere Laufzeit an.
Konkret mit 25.000 Euro und fünf Tranchen à 5.000 Euro über ein bis fünf Jahre zu den höchsten Zinsen vom 11.10.2026: Der kapitalgewichtete Durchschnittszins liegt bei 3,46 Prozent. Ein einzelner 5-Jahres-Block bringt 3,50 Prozent. Die Treppe kostet dich also 0,04 Prozentpunkte oder rund 10 Euro pro Jahr.
Was du dafür bekommst: Jedes Jahr werden 5.000 Euro plus Zinsen frei. Du kannst sie ausgeben, umschichten oder zu den dann gültigen Konditionen wieder auf fünf Jahre anlegen. Nach vier Jahren rotiert die Treppe von selbst — jede Tranche läuft fünf Jahre, aber jedes Jahr fällt eine aus. Im Gegensatz dazu bieten Prämiensparverträge eine über die Laufzeit fest definierte Prämienstaffel.
Warum das gerade jetzt trägt: Der Markt preist für 2026 eher steigende als fallende Zinsen ein. Wer heute alles auf fünf Jahre bindet, sitzt bei einer weiteren Anhebung fest. Wer alles kurz hält, verliert das aktuelle Niveau, falls es doch kippt. Die Treppe nimmt dir die Prognose ab.
💡 Tip
Baue die Treppe nicht mit fünf Konten bei fünf Banken auf, wenn du dafür fünfmal Legitimation und fünf Referenzkonten brauchst. Zwei bis drei Stufen bei zwei Anbietern erfassen den Großteil des Effekts — der Sprung von 3,46 auf 3,50 Prozent Durchschnittszins ist der kleinere Teil der Rechnung, dein Zeitaufwand der größere.
Einlagensicherung: Welches Land haftet wirklich
Festgeld ist in jedem EU-Land bis 100.000 Euro je Kunde und Bank gesetzlich geschützt. Bei einer Pleite zahlt das Sicherungssystem des Landes, in dem die Bank ihren Sitz hat, innerhalb von sieben Arbeitstagen. Bei Gemeinschaftskonten zählt der Anteil jedes Inhabers, und nach einem Hausverkauf sind vorübergehend bis 500.000 Euro geschützt.
Die Höhe der Einlagensicherung ist europaweit identisch, die Haftung dahinter nicht. Beide Sätze zusammen erklären, warum Banken aus manchen Ländern mehr Zins bieten als andere.
Die EU-Richtlinie 2014/49/EU verpflichtet jeden Mitgliedstaat, Einlagen bis 100.000 Euro pro Kunde und Bank abzusichern. Bei Gemeinschaftskonten verdoppelt sich der Schutz auf 200.000 Euro. Nach bestimmten Lebensereignissen wie einem Immobilienverkauf oder einer Erbschaft kann er zeitlich befristet auf bis zu 500.000 Euro steigen. Der Europäische Wirtschaftsraum, also EU plus Island, Liechtenstein und Norwegen, ist vollständig abgedeckt.
Die Lücke, die niemand plakatiert
Eine gemeinsame europäische Haftung existiert nicht. Jedes Land unterhält seinen eigenen nationalen Sicherungsfonds, gefüllt von den eigenen Banken. Reicht dieser Topf bei einer größeren Schieflage nicht, muss der jeweilige Staat einspringen — mit seiner eigenen Bonität und seinem eigenen Haushalt.
Genau deshalb ist die Spalte „Einlagensicherung“ in der Tabelle oben keine Formalie. 3,40 Prozent für zwölf Monate bei der Bigbank (Estland) und bei der Bank of Scotland (Deutschland) sind nicht dasselbe Produkt, auch wenn der Zins gleich ist: Im Ernstfall zahlt ein anderer Sicherungsfonds (Stand 11.10.2026).
Im Entschädigungsfall selbst greift ein einheitlicher Mechanismus: Die gesicherten Beträge müssen binnen sieben Arbeitstagen ausgezahlt werden, ohne dass du selbst einen Antrag stellen musst. Für Banken außerhalb des EWR gilt das alles nicht — dort variieren die Regeln stark.
Die 100.000-Euro-Grenze richtig ausreizen
Die Grenze gilt pro Kunde und Bank, inklusive der aufgelaufenen Zinsen. Wer 100.000 Euro bei 3,25 Prozent auf drei Jahre thesaurierend anlegt, hätte am Ende rund 110.100 Euro auf dem Konto — und damit gut 10.000 Euro außerhalb des Schutzes.
Sauber gerechnet: Bei 3,25 Prozent und drei Jahren mit Zinsansammlung liegt die maximale Einzahlung, die inklusive Zinsen unter 100.000 Euro bleibt, bei rund 90.850 Euro. Wer mehr anlegen will, verteilt auf mehrere Institute oder lässt die Zinsen jährlich auf das Referenzkonto ausschütten.
📌 Good to know
Bei Banken innerhalb einer Institutssicherung — etwa der Sparkassen-Finanzgruppe oder den Genossenschaftsbanken — greift ein anderer Mechanismus: Diese Verbünde stützen ein Mitglied, bevor es überhaupt zum Entschädigungsfall kommt. Das ist ein zusätzlicher Puffer, aber kein Rechtsanspruch auf eine bestimmte Summe. Der gesetzliche Anspruch bleibt bei 100.000 Euro.
Fristen, Zinsen und Sonderfälle der Einlagensicherung
In Deutschland regelt das Einlagensicherungsgesetz die Einzelheiten, andere EU-Staaten haben die gleiche Richtlinie umgesetzt. Vier Punkte sind für Festgeld wichtig. Die 100.000 Euro beziehen sich auf alles, was du bei einer Bank hast, gleich auf wie vielen Konten und in welcher Währung (§ 7 EinSiG). Aufgelaufene Zinsen zählen mit, bis zum Tag, an dem die Aufsicht den Entschädigungsfall feststellt. Wer 100.000 Euro anlegt, hat mit den Zinsen also schon mehr als die Deckungssumme bei dieser Bank.
Bei einem Gemeinschaftskonto zählt der Anteil jedes Inhabers, ohne besondere Regelung je zur Hälfte. Ein Ehepaar ist auf einem gemeinsamen Festgeldkonto damit bis 200.000 Euro geschützt. Und für bestimmte einmalige Beträge, etwa aus dem Verkauf der selbst genutzten Wohnung, einer Abfindung oder einer Kapitalauszahlung aus der betrieblichen Altersvorsorge, erhöht das deutsche Gesetz den Schutz bis sechs Monate nach der Gutschrift auf bis zu 500.000 Euro (§ 8 EinSiG). Diesen erhöhten Betrag musst du im Ernstfall selbst schriftlich nachweisen. Bei ausländischen Banken gilt die jeweilige nationale Regel des Sitzlands.
Die Auszahlungsfrist beträgt sieben Arbeitstage nach Feststellung des Entschädigungsfalls (§ 14 EinSiG), einen Antrag brauchst du dafür nicht. Für deutsche Privatbanken zahlt die Entschädigungseinrichtung deutscher Banken. Einen guten Überblick über Sicherungssysteme gibt die BaFin.
Zinsplattform oder Direktanlage
Eine Zinsplattform spart dir bei Banken im Ausland die einzelne Kontoeröffnung und die Legitimation, kostet aber meist etwas Zins gegenüber dem Direktabschluss. Die Einlagensicherung bleibt bei der Partnerbank, auch bei Treuhandmodellen, sofern das Treuhandkonto offen als solches gekennzeichnet ist (in Deutschland § 7 Abs. 4a EinSiG). Bei deutschen Banken lohnt meist der direkte Weg.
Zinsplattformen kosten dich nichts und öffnen dir den europäischen Markt — dafür schieben sie eine Instanz zwischen dich und deine Bank. Der Zielkonflikt ist Bequemlichkeit gegen Direktheit, nicht Rendite gegen Gebühr. Bei Wertpapierdepots stellen die Depotgebühren im Vergleich hingegen einen wesentlichen Kostenfaktor dar.
Das Modell funktioniert über Provision: Du registrierst dich einmal, legitimierst dich einmal und bekommst ein Verrechnungskonto. Von dort aus eröffnest du per Klick Festgelder bei Partnerbanken in ganz Europa. Bezahlt wird der Vermittler von den Banken, nicht von dir. Grundgebühren, Kontoführung und Auslandsüberweisungen sind nach Angaben der Anbieter kostenfrei. Ein Anbieter, der genau nach diesem Verrechnungskonto-Prinzip arbeitet, wird in unserem Test zu finanzen.net zero näher beleuchtet.
Was die Plattform faktisch leistet
Solche Plattformen bündeln europäische Tages- und Festgeldangebote und vermitteln sie über einen einzigen Zugang. Der praktische Wert liegt weniger im Spitzenzins als in drei Dingen: eine Legitimation statt zehn, ein Login für alle Anlagen, und ein Filter nach Länderbonität.
Wichtig für die Einlagensicherung: Für das Verrechnungskonto selbst gilt — je nach Plattform — die deutsche Einlagensicherung, weil die kontoführende Bank der Plattform Mitglied der Entschädigungseinrichtung deutscher Banken ist. Sobald dein Geld bei der Partnerbank liegt, gilt deren nationale Sicherung. Der Schutz wandert also mit dem Geld. Wie sich diese nationale Sicherung im Alltag konkret darstellt, kannst du in unseren Erfahrungen mit dem Barclays Tagesgeld nachlesen. Wie die Einlagensicherung beim Broker das Verrechnungskonto und die Wertpapiere schützt, ist gesondert geregelt.
Wo die Nachteile liegen
Plattformrisiko: Es ist bereits vorgekommen, dass eine solche Plattform schrittweise geschlossen wurde. Festgelder über sechs Monate ließen sich irgendwann nicht mehr abschließen, bestehende Anlagen liefen aus und wurden ausgezahlt. Niemand verlor Geld — aber die Plattform als Dauerlösung war weg. Das Plattformrisiko ist auch ein Kriterium in unserem Test von Crowdcube.
Freistellungsauftrag: Bei Treuhandanlagen stellst du den Auftrag für die Plattformbank, bei Direktanlagen für die jeweilige Partnerbank. Wer beides mischt, verliert schnell den Überblick über den Sparerpauschbetrag von 1.000 Euro.
Zinsbestpreis: Die Marktspitze liegt oft bei Direktanbietern. Den höchsten Zins für fünf Jahre zahlte am 11.10.2026 die Bigbank mit 3,50 Prozent, die du direkt bei der Bank eröffnest, nicht über einen Vermittler.
Unser Fazit: Für die erste Auslandsanlage und für den Aufbau einer Treppe über mehrere Länder ist die Plattform den Umweg wert. Sie erspart dir fünf Legitimationen und liefert die Länderbonität gleich mit. Für einen einzelnen großen Betrag bei einer deutschen Bank ist die Direktanlage dagegen der kürzere Weg — und im besten Fall sogar der besser verzinste. Wer 90.000 Euro bei einer Direktbank anlegt, braucht dafür keinen Vermittler.
Verfügbarkeit, Zinseszins und Quellensteuer
An dein Festgeld kommst du vor Ablauf der Laufzeit in der Regel nicht heran. Ein ordentliches Kündigungsrecht gibt es nicht, nur in echten Notlagen und mit Zinsverlust. Dafür bekommst du den vereinbarten Zins sicher. Ausländische Zinsen sind in Deutschland steuerpflichtig, eine Quellensteuer lässt sich meist anrechnen.
Festgeld ist während der Laufzeit gebunden — und zwar härter, als die meisten erwarten. Ein ordentliches Kündigungsrecht existiert bei echten Festgeldverträgen schlicht nicht.
Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht formuliert es nüchtern: Während der Laufzeit ist eine vorzeitige Verfügung in der Regel nicht möglich. Erlaubt die Bank eine Ausnahme, drohen Zinsverluste oder eine Vorfälligkeitsentschädigung.
Der Notausgang und sein Preis
Ein Rest bleibt: § 314 BGB erlaubt die außerordentliche Kündigung von Dauerschuldverhältnissen aus wichtigem Grund. Als wichtiger Grund gelten echte Notlagen — drohende Insolvenz, Arbeitslosigkeit, ein Todesfall. Ein defekter Kühlschrank gehört nicht dazu. Und selbst wenn die Bank zustimmt, kann sie Vorschusszinsen oder eine Entschädigung verlangen, die den Ertrag aufzehrt. Die Alternative wäre oft der Dispokredit, dessen Kosten ein Dispo-Rechner 2026: Was dein Dispo wirklich kostet transparent macht.
Die praktische Konsequenz: Dein Notgroschen gehört nicht ins Festgeld. Er gehört auf ein Konto, an das du morgen kommst — dazu weiter unten mehr.
Zinseszins schlägt Ausschüttung — bei langen Laufzeiten
Die meisten Banken schütten die Zinsen bei mehrjährigen Laufzeiten einmal jährlich auf dein Referenzkonto aus. Manche schreiben sie stattdessen dem Festgeldkonto gut und verzinsen sie mit — Thesaurierung. Bei identischem Nominalzins ist das ein spürbarer Unterschied.
| Laufzeit | Jährliche Ausschüttung | Thesaurierung | Differenz |
|---|---|---|---|
| 3 Jahre | 1.950,00 € | 2.014,06 € | +64 € |
| 5 Jahre | 3.250,00 € | 3.468,23 € | +218 € |
| 10 Jahre | 6.500,00 € | 7.537,89 € | +1.038 € |
Basis: 20.000 Euro zu 3,25 Prozent p. a., eigene Berechnung, vor Steuern. Über zehn Jahre bringt die Thesaurierung 16 Prozent mehr Zinsertrag als die Ausschüttung — bei exakt demselben Nominalzins. Über drei Jahre sind es 64 Euro und damit fast nichts.
Quellensteuer: Aufwand, kein Verlust
Zinsen aus dem Ausland sind in Deutschland genauso steuerpflichtig wie inländische — 25 Prozent Kapitalertragsteuer plus 5,5 Prozent Solidaritätszuschlag und gegebenenfalls Kirchensteuer. Der Unterschied liegt im Verfahren: Eine deutsche Bank zieht das automatisch ab, eine ausländische nicht. Du musst die Erträge selbst in der Steuererklärung angeben. Welche Programme bei dieser Aufgabe unterstützen, zeigt ein Steuersoftware Vergleich: Die 5 besten Programme im Test.
Dazu kann je nach Land eine ausländische Quellensteuer kommen; ob und in welcher Höhe, steht in den Bedingungen der Bank. Sie ist selten ein echter Verlust: Mit einer Ansässigkeitsbescheinigung deines Finanzamts lässt sie sich je nach Land auf null reduzieren oder auf die deutsche Steuer anrechnen. Was bleibt, ist Papierkram — den du einkalkulieren solltest, bevor du wegen eines kleinen Zinsvorteils ins Ausland wechselst.
💡 Tip
Prüfe vor der Auslandsanlage die AWV-Meldepflicht. Zahlungen an eine ausländische Bank oder von ihr musst du der Bundesbank melden, wenn sie 50.000 Euro übersteigen. Ausgenommen ist das Einzahlen und Zurückholen von Guthaben mit einer ursprünglich vereinbarten Laufzeit von höchstens zwölf Monaten (§ 67 AWV). Wer also 60.000 Euro für zwei Jahre bei einer Bank im Ausland anlegt, meldet die Überweisung; dieselbe Summe für zwölf Monate bleibt meldefrei. Das Verfahren erklärt die Bundesbank.
Thesaurierung schlägt Ausschüttung — erst über lange Laufzeiten
Zinszahlung, Laufzeitende und Steuer beim Festgeld
Ohne andere Vereinbarung zahlt die Bank Festgeldzinsen einmal im Jahr, bei Laufzeiten unter einem Jahr am Ende. So steht es in § 488 BGB. Versteuert werden die Zinsen in dem Jahr, in dem sie gutgeschrieben werden. Bei deutschen Banken wirkt dein Freistellungsauftrag automatisch, bei Banken im Ausland trägst du die Zinsen in die Anlage KAP ein.
Jährlich, endfällig oder monatlich
Festgeld ist rechtlich ein Darlehen, das du der Bank gibst. Für den Zins gilt deshalb die Grundregel aus § 488 Abs. 2 BGB: fällig nach Ablauf jedes Jahres, bei kürzerer Laufzeit mit der Rückzahlung. Banken dürfen davon abweichen, und viele tun es. In den Bedingungen findest du drei Varianten. Bei jährlicher Zahlung gehen die Zinsen auf dein Referenzkonto und arbeiten dort nicht weiter. Bei endfälliger Zahlung mit Zinseszins bleiben sie auf dem Festgeldkonto und werden mitverzinst. Bei monatlicher Auszahlung bekommst du jeden Monat einen kleinen Betrag, was sich für Menschen eignet, die aus ihrem Ersparten laufende Ausgaben bestreiten.
Am Ertrag ändert die Variante weniger, als oft behauptet wird. Bei 20.000 Euro über drei Jahre zum deutschen Durchschnittszins von 2,72 Prozent für Laufzeiten über zwei Jahre (Bundesbank, August 2026) bringt die jährliche Zahlung 1.632 Euro, die endfällige mit Zinseszins 1.677 Euro. Das sind 45 Euro Unterschied, vor Steuern. Den größeren Unterschied macht die Steuer.
Warum endfällige Zinsen mehr Steuer kosten können
Kapitalerträge gelten in dem Kalenderjahr als bezogen, in dem sie dir zufließen (§ 11 EStG). Werden Zinsen jedes Jahr gutgeschrieben, kannst du in jedem Jahr den Sparer-Pauschbetrag von 1.000 Euro nutzen, bei Ehepaaren mit gemeinsamer Veranlagung 2.000 Euro (§ 20 Abs. 9 EStG). Kommen drei Jahreszinsen auf einmal, steht dir der Pauschbetrag nur einmal zur Verfügung.
Im Beispiel oben heißt das: Bei jährlicher Zahlung fallen 544 Euro pro Jahr an, alles unter dem Pauschbetrag, die Steuer ist null, sofern du keine anderen Kapitalerträge hast. Bei endfälliger Zahlung kommen im dritten Jahr 1.677 Euro auf einmal. 677 Euro davon sind steuerpflichtig, mit 25 Prozent Abgeltungsteuer und 5,5 Prozent Solidaritätszuschlag darauf sind das 178,50 Euro, ohne Kirchensteuer. Der Zinseszins-Vorteil von 45 Euro ist damit mehr als aufgezehrt. Wer den Pauschbetrag schon mit anderen Erträgen ausschöpft, für den spielt der Zeitpunkt dagegen keine Rolle.
Was am Laufzeitende passiert
Am Ende der Laufzeit zahlt die Bank Betrag und offene Zinsen auf dein Referenzkonto zurück, oder sie verlängert das Festgeld automatisch. Ob sie verlängert und zu welchem Zins, steht in den Bedingungen. Bei automatischer Verlängerung gilt meist der Zins, den die Bank am Verlängerungstag für Neuanlagen zahlt, und der kann deutlich unter dem Angebot liegen, mit dem sie dich gewonnen hat. Trag dir den Fälligkeitstag deshalb in den Kalender ein und vergleiche zwei Wochen vorher neu. Manche Banken schicken eine Erinnerung, verlassen solltest du dich darauf nicht.
Freistellungsauftrag bei deutschen und ausländischen Banken
Ein Freistellungsauftrag wirkt nur dort, wo eine Stelle in Deutschland Kapitalertragsteuer einbehält (§ 44a EStG). Bei einer deutschen Bank oder der deutschen Zweigniederlassung einer ausländischen Bank stellst du ihn wie gewohnt; alle Aufträge zusammen dürfen 1.000 Euro, bei Ehepaaren 2.000 Euro, nicht übersteigen. Eine Bank mit Sitz im Ausland zieht keine deutsche Steuer ab und nimmt deshalb auch keinen Freistellungsauftrag an. Die Zinsen gibst du in der Steuererklärung in der Anlage KAP an, dazu bist du verpflichtet (§ 32d Abs. 3 EStG). Der Pauschbetrag wird dort trotzdem berücksichtigt.
Wer insgesamt so wenig verdient, dass keine Einkommensteuer anfällt, etwa Studierende oder Rentner mit kleiner Rente, kann beim Finanzamt eine Nichtveranlagungs-Bescheinigung beantragen. Sie gilt höchstens drei Jahre und befreit bei deutschen Banken auch Zinsen über 1.000 Euro vom Steuerabzug. Mehr zu Bescheinigungen und Erstattungen erklärt das Bundeszentralamt für Steuern.
Festgeld oder Tagesgeld im aktuellen Zinsumfeld
Festgeld lohnt sich gegenüber Tagesgeld, wenn du den Zins für eine feste Zeit sichern willst und das Geld bis dahin nicht brauchst. Tagesgeld bleibt der Platz für die Notreserve. Real verliert der Durchschnittssparer mit beiden Geld: Die Inflation lag im August 2026 bei 2,9 Prozent, über dem mittleren Festgeldzins.
Die Entscheidung fällt nicht nach Zins, sondern nach Zweck. Beide Produkte sind gleich sicher und gleich langweilig — sie unterscheiden sich nur darin, ob dein Zins garantiert ist oder dein Zugriff.
Der Zinsvorsprung des Festgelds ist real, aber er hängt von der Laufzeit ab. Im August 2026 brachten täglich fällige Einlagen im Schnitt 0,51 Prozent, Festgeld bis ein Jahr 2,28 Prozent (Bundesbank). An der Spitze dreht sich das Bild: Am 11.10.2026 zahlte das höchste Tagesgeld-Angebot 4,15 % für vier Monate (Bigbank), mehr als jedes Festgeld in unserer Liste; der höchste Dauerzins lag bei 2,60 %. Welche Anbieter das sind, zeigen wir im Tagesgeld-Vergleich. Gegenüber dem klassischen Sparbuch ist der Zinsvorteil noch deutlicher, wie der Vergleich von Tagesgeld und Sparbuch zeigt.
Der Haken an den Spitzen-Tagesgeldern: Sie sind Aktionszinsen, meist auf Neukunden und drei bis sechs Monate begrenzt. Danach fällst du auf den Bestandszins zurück, der oft deutlich unter dem Marktschnitt liegt. Festgeld garantiert seinen Zins über die volle Laufzeit — das ist der eigentliche Kaufgrund. Welche Anbieter solche Aktionszinsen bieten, zeigt ein aktueller Tagesgeld-Vergleich.
Was nach Inflation übrig bleibt
Die Inflation in Deutschland lag im August 2026 bei 2,9 Prozent (Destatis). Gegen diese Rate gerechnet, vor Steuern:
- Tagesgeld im Schnitt (0,51 %): real minus 2,39 Prozentpunkte.
- Festgeld bis ein Jahr im Schnitt (2,28 %): real minus 0,62 Prozentpunkte.
- Festgeld über zwei Jahre im Schnitt (2,72 %): real minus 0,18 Prozentpunkte.
- Höchstes Festgeld 12 Monate (11.10.2026) (3,40 %): real plus 0,50 Prozentpunkte.
- Höchstes Festgeld ab 24 Monaten (11.10.2026) (3,50 %): real plus 0,60 Prozentpunkte.
Die Botschaft dahinter ist unbequem: Nur der Wechsel zum Spitzenanbieter macht aus Sparen wieder eine reale Rendite. Der Durchschnittsanbieter verwaltet deine Kaufkraft, er mehrt sie nicht. Diese Rechnung führen wir ausführlich in unserer Analyse zu Inflation und Sparzinsen. Welche Vermögensentwicklung mit alternativen Anlageformen möglich ist, simuliert beispielsweise ein ETF-Sparplan-Rechner.
Für September meldet Destatis voraussichtlich 3,3 Prozent Inflation. Bemerkenswert ist die Dauer: Seit Dezember 2024 liegt dieser Durchschnittszins in jedem Monat unter der Inflationsrate, 21 Monate in Folge. Einen positiven Realzins gab es seit 2022 nur zwischen Oktober 2023 und November 2024, mit einer Unterbrechung im Dezember 2023, also in der Zeit der höchsten Leitzinsen. Ob das Spitzenangebot von 3,40 % die Inflation schlägt, hängt deshalb vom Monat ab, in dem du rechnest. Der Durchschnitt tut es derzeit nicht.
Der EZB-Ausblick
Am 11. Juni 2026 hat die EZB die Leitzinsen erstmals seit September 2023 wieder angehoben. Der für Sparer entscheidende Einlagenzins liegt seit dem 17. Juni 2026 bei 2,25 Prozent, der Hauptrefinanzierungssatz bei 2,40 Prozent. Als Treiber nennt die Notenbank den Inflationsdruck durch den Nahost-Konflikt. Die Leitzinsänderung beeinflusst auch die Konditionen für Ratenkredite, was ein aktueller Kreditvergleich abbildet.
Für den Rest des Jahres rechneten die Projektionen des Eurosystems im Juni mit einer höheren Inflation im Euroraum als 2027, und der Markt preiste eher weitere Zinsschritte nach oben als Senkungen ein.
Was daraus folgt: In einem Umfeld mit Aufwärtsrisiko ist das Zubetonieren von zehn Jahren eine Wette, keine Vorsorge. Zwölf bis 36 Monate sichern das aktuelle Niveau, ohne dir die Tür zu einer besseren Runde zuzuschlagen. Weitere Bausteine für dein Depot findest du in unserer Rubrik Geldanlagen. Welche Anbieter ein Depot führen, zeigt der Depot-Vergleich 2026.
Die EZB hat nachgelegt. Seit dem 16. September 2026 liegt der Einlagesatz bei 2,50 Prozent, der Hauptrefinanzierungssatz bei 2,65 Prozent. Das ist der zweite Schritt nach oben in diesem Jahr, zusammen 0,5 Prozentpunkte seit Juni.
Wie viel von der EZB beim Festgeld ankommt
Ein Leitzinsschritt kam in den letzten beiden Zyklen nie vollständig beim Sparer an. Wie viel durchgereicht wird, lässt sich aus der Bundesbank-Statistik ablesen. Zwischen Juni 2022 und Oktober 2023 hob die EZB ihren Einlagesatz um 4,5 Prozentpunkte an; der Durchschnittszins für neues Festgeld bis ein Jahr stieg in derselben Zeit um 3,23 Punkte, auf 3,40 Prozent. Das sind 72 Prozent. In der Senkungsphase von Mai 2024 bis Juli 2025 fiel der Einlagesatz um 2,0 Punkte, der Festgeldzins um 1,49 Punkte: 75 Prozent.
Als Faustregel heißt das: Rund drei Viertel jeder Leitzinsänderung landen nach einigen Monaten im Durchschnittszins. Den Höchststand erreichte der Festgeldzins im November 2023 mit 3,46 Prozent, zwei Monate nach der letzten Anhebung. Für die beiden Schritte von 2026 (zusammen 0,5 Punkte) ergäbe die Faustregel einen Durchschnitt von etwa 2,4 Prozent. Im August, nach dem ersten der beiden Schritte, stand er bei 2,28 Prozent. Im Durchschnitt stecken auch Sparkassen und Genossenschaftsbanken, die ihre Zinsen seltener ändern; einzelne Angebote können schneller und stärker reagieren. Spitzenzinsen und Durchschnitt können deshalb auseinanderlaufen. Eine Prognose ist das nicht: Die EZB entscheidet von Sitzung zu Sitzung, und der Durchreichgrad war in früheren Zyklen auch schon niedriger.
Festgeld, Tagesgeld, Bundesanleihe oder Geldmarkt-ETF
Festgeld ist die einzige der vier Anlagen, bei der Zins und Rückzahltermin von Anfang an feststehen und eine gesetzliche Einlagensicherung greift. Tagesgeld ist flexibel, aber der Zins schwankt. Eine Bundesanleihe garantiert die Rückzahlung am Laufzeitende, ihr Kurs schwankt bis dahin. Ein Geldmarkt-ETF folgt dem kurzfristigen Marktzins, ohne Einlagensicherung.
Vier Wege, Geld kurzfristig zu verzinsen
Alle vier gelten als risikoarm, doch das Risiko sitzt jeweils an einer anderen Stelle. Beim Festgeld trägst du das Risiko, dass die Zinsen nach deinem Abschluss steigen und du nicht wechseln kannst. Beim Tagesgeld trägst du das Gegenteil: Fallen die Zinsen, fällt dein Zins mit, ohne Vorwarnung. Bei einer Bundesanleihe ist dein Schuldner der Bund selbst, eine Einlagensicherung brauchst du deshalb nicht. Verkaufst du vor Fälligkeit, bekommst du aber den Börsenkurs, und der liegt nach Zinsanstiegen unter dem, was du bezahlt hast. Ein Geldmarkt-ETF ist Sondervermögen, bei einer Pleite des Anbieters also geschützt, er kann aber in Krisen kurzzeitig an Wert verlieren und kostet laufende Gebühren.
| Merkmal | Festgeld | Tagesgeld | Bundesanleihe | Geldmarkt-ETF |
|---|---|---|---|---|
| Zins | fest für die Laufzeit | variabel, jederzeit änderbar | fest bis Fälligkeit (Rendite beim Kauf) | folgt dem kurzfristigen Marktzins |
| Zugriff | erst am Laufzeitende | täglich | börsentäglich, zum Kurs | börsentäglich, zum Kurs |
| Schutz | Einlagensicherung bis 100.000 € | Einlagensicherung bis 100.000 € | Schuldner ist der Bund | Sondervermögen, keine Einlagensicherung |
| Kosten | meist keine | meist keine | Ordergebühr, ggf. Depotkosten | Ordergebühr, laufende Fondskosten |
| Brauchst du | Festgeldkonto + Referenzkonto | Tagesgeldkonto | Depot | Depot |
Wann welche Anlage passt
Für die Notreserve von drei bis sechs Monatsausgaben bleibt Tagesgeld die erste Wahl, weil du morgen an das Geld kommst. Für Geld mit festem Verwendungstermin passt Festgeld, weil Zins und Auszahlungstag feststehen. Eine Bundesanleihe kommt für dich infrage, wenn du mehr als 100.000 Euro bei einer einzelnen Adresse parken willst oder die Einlagensicherung im Ausland nicht magst; du brauchst dafür ein Depot und solltest sie bis zur Fälligkeit halten. Ein Geldmarkt-ETF ist ein Baustein für Leute, die ohnehin ein Depot führen und Geld zwischen zwei Investitionen parken. Wie er funktioniert und was er kostet, erklären wir im Ratgeber zum Geldmarkt-ETF.
Steuerlich gelten bei allen vier dieselben 25 Prozent Abgeltungsteuer plus Solidaritätszuschlag. Bei Festgeld und Tagesgeld werden nur Zinsen besteuert, bei Anleihe und ETF auch Kursgewinne. Keine der vier Anlagen ist eine Empfehlung für dein Vermögen; welche passt, hängt davon ab, wann du das Geld brauchst und wie viel Schwankung du aushältst.
Quellen und Methodik
Die Zinsen der Banken haben wir am 11.10.2026 auf deren Websites geprüft. Durchschnittszinsen, Inflation und Leitzinsen stammen aus den folgenden amtlichen Quellen, alle Erträge, Realzinsen und Steuerbeispiele sind eigene Berechnungen vor Steuern, sofern nicht anders angegeben.
- Deutsche Bundesbank / EZB: MFI-Zinsstatistik, Einlagen privater Haushalte mit vereinbarter Laufzeit, Neugeschäft, Deutschland, bis August 2026 (Bundesbank, EZB Data Portal)
- EZB: Leitzinsen, Beschluss mit Wirkung vom 16.09.2026 (Key ECB interest rates)
- Statistisches Bundesamt: Verbraucherpreisindex, Inflationsrate August 2026 und September 2026 (vorläufig) (Destatis)
- Eurostat: Harmonisierter Verbraucherpreisindex Deutschland, monatliche Reihe (prc_hicp_minr)
- BaFin: Festgeld und Einlagensicherung
- Gesetze: BGB § 488 · EStG § 11, § 20, § 32d, § 44a · EinSiG § 7, § 8, § 14 · AWV § 67 (gesetze-im-internet.de)
- Bundeszentralamt für Steuern: Kapitalerträge
Fachlich geprüft von Chanel Chokdee, Content & Marketing Managerin bei Finalarm. Zuletzt geprüft am 11.10.2026.
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Häufig gestellte Fragen
Wie viel Zinsen bringt Festgeld aktuell?
Das beste Festgeld bringt laut den Websites der Banken (Stand 11.10.2026) bis zu 3,40 % für zwölf Monate und 3,50 % für drei Jahre. Der Durchschnitt deutscher Banken lag laut Bundesbank im August 2026 bei 2,28 Prozent für bis zu ein Jahr und 2,72 Prozent für mehr als zwei Jahre. Auf 10.000 Euro und zwölf Monate sind das beim Spitzenzins 340 Euro vor Steuern.
Wie viel Zinsen bekomme ich für 50.000 Euro Festgeld?
Beim deutschen Durchschnittszins von 2,28 Prozent für ein Jahr (Bundesbank, August 2026) sind es 1.140 Euro vor Steuern, beim Spitzenangebot für zwölf Monate (Stand 11.10.2026) 1.700 €. Nach Abzug des Sparer-Pauschbetrags von 1.000 Euro bleiben beim Durchschnittszins 140 Euro steuerpflichtig, das sind rund 37 Euro Abgeltungsteuer mit Solidaritätszuschlag. Mit 50.000 Euro bleibst du bei einer Bank unter der Grenze der Einlagensicherung.
Ist Festgeld bei einer Bank im EU-Ausland sicher?
Ja, bis 100.000 Euro je Kunde und Bank. Jedes EU-Land muss Einlagen in dieser Höhe gesetzlich schützen und im Ernstfall innerhalb von sieben Arbeitstagen auszahlen. Es zahlt das Sicherungssystem des Landes, in dem die Bank ihren Sitz hat. Wie belastbar dieses System im Ernstfall ist, hängt auch von der Finanzkraft des Landes ab; wer vorsichtig ist, bleibt bei Ländern mit solidem Staatshaushalt.
Kann ich Festgeld vorzeitig kündigen?
In der Regel nicht. Ein ordentliches Kündigungsrecht ist bei Festgeld nicht vorgesehen, die BaFin weist ausdrücklich darauf hin. In echten Notlagen kann eine außerordentliche Kündigung aus wichtigem Grund möglich sein, die Bank verlangt dann aber meist eine Entschädigung oder streicht die Zinsen. Leg deshalb nur Geld fest, das du bis zum Laufzeitende sicher nicht brauchst.
Lohnt sich eine Zinstreppe überhaupt?
Sie lohnt sich, wenn du nicht weißt, wann du das Geld brauchst, oder wenn du nicht auf eine Zinsrichtung wetten willst. Du verteilst den Betrag auf mehrere Laufzeiten, zum Beispiel ein bis fünf Jahre, und jedes Jahr wird ein Teil frei. Der Preis ist ein etwas niedrigerer Durchschnittszins als bei einer einzigen langen Laufzeit. Am 11.10.2026 war dieser Abstand klein: Der Spitzenzins für 24 Monate lag so hoch wie der für 60 Monate.
Schlägt Festgeld 2026 die Inflation?
Im Durchschnitt nicht. Die Inflation lag im August 2026 bei 2,9 Prozent und im September voraussichtlich bei 3,3 Prozent (Destatis), der Durchschnittszins für neues Festgeld bis ein Jahr bei 2,28 Prozent. Seit Dezember 2024 liegt dieser Durchschnitt jeden Monat unter der Inflation. Nur Spitzenangebote können die Teuerung ausgleichen, und auch das nur vor Steuern.
Muss ich Zinsen aus dem Ausland selbst versteuern?
Ja. Eine Bank mit Sitz im Ausland zieht keine deutsche Abgeltungsteuer ab und nimmt keinen Freistellungsauftrag an. Du trägst die Zinsen in der Steuererklärung in die Anlage KAP ein, dazu verpflichtet dich § 32d Abs. 3 EStG. Der Sparer-Pauschbetrag von 1.000 Euro wird dabei berücksichtigt. Eine ausländische Quellensteuer lässt sich in vielen Fällen anrechnen oder erstatten lassen.
Wie viel Zinsen gibt es bei der Sparkasse für Festgeld?
Das legt jede Sparkasse selbst fest, einen einheitlichen Zins gibt es nicht. Einen Anhaltspunkt liefert die Bundesbank-Statistik: Im Schnitt aller deutschen Banken, also mit Sparkassen und Genossenschaftsbanken, gab es im August 2026 für Festgeld bis ein Jahr 2,28 Prozent. Direktbanken werben häufig über den Zins um neue Kundschaft, ihre Spitzenangebote liegen meist deutlich darüber. Frag deine Sparkasse nach dem Zins für deine Laufzeit und halte ihn gegen die Spitzenangebote in diesem Artikel.
Gibt es Festgeld mit 4 Prozent Zinsen?
Der höchste Festgeld-Zins mit ausgewiesener Laufzeit, den wir am 11.10.2026 auf den Websites der Banken gefunden haben, lag bei 3,50 %. Angebote, die deutlich darüber werben, sind meist an Bedingungen geknüpft: Neugeld von einer anderen Bank, eine Kopplung an einen Fondskauf, eine sehr kurze Laufzeit oder einen Höchstbetrag. Lies bei solchen Angeboten, welcher Teil deines Geldes den hohen Zins tatsächlich bekommt und was mit dem Rest passiert.
Was passiert mit meinem Festgeld am Ende der Laufzeit?
Die Bank zahlt Betrag und Zinsen auf dein Referenzkonto zurück oder verlängert das Festgeld automatisch, je nach Vertrag. Bei einer Verlängerung gilt meist der Zins, den die Bank an diesem Tag für Neuanlagen zahlt, und der kann niedriger sein als dein bisheriger. Notiere dir den Fälligkeitstag und vergleiche zwei Wochen vorher die aktuellen Angebote.


















