Das 1822direkt Tagesgeld zahlt Neukunden 3,50 % Zinsen pro Jahr, und zwar sechs Monate lang auf Guthaben bis 250.000 €. Danach gilt der variable Basiszins, derzeit 0,60 % p. a. Ob du den Sonderzins bekommst, entscheidet eine Neukundenregel mit zwölf Monaten Abstand, und Kunden der Frankfurter Sparkasse sind ausgenommen. Hier liest du, wie die Regeln genau lauten, was in Euro herauskommt und was nach Monat sechs mit deinem Geld passiert.
Das Wichtigste in Kürze
- Konditionen auf einen Blick: 3,50 % für sechs Monate bis 250.000 €, danach 0,60 %, ohne Mindesteinlage und Gebühren.
- Wer als Neukunde gilt: Zwölf Monate ohne Tagesgeldkonto bei der 1822direkt, kein Kunde der Frankfurter Sparkasse.
- Zins nach Monat sechs: Was Bestandskunden bekommen und wie stark der Ertrag nach der Sonderzinsphase sinkt.
- Kosten, Referenzkonto, Zinsgutschrift: Tägliche Verfügbarkeit, Auszahlung nur aufs Referenzkonto, Zinsen jährlich zum 31.12.
- Rechenbeispiele in Euro: Was 10.000, 50.000 und 250.000 € in sechs und zwölf Monaten bringen.
- Tagesgeld oder Festgeld: Drei Szenarien mit den Zinsen beider Konten der 1822direkt auf 10.000 €.
- Sicherheit deiner Einlagen: Gesetzlicher Schutz bis 100.000 € und das Sicherungssystem der Sparkassen.
- Steuern und Freistellungsauftrag: Sparer-Pauschbetrag, Abgeltungsteuer und warum sich Zinsen auf zwei Jahre verteilen.
- Eröffnen und wieder kündigen: Voraussetzungen, Ablauf der Eröffnung und der Weg zur Kontoschließung.
1822direkt – Tagesgeldkonto

1822direkt – Tagesgeldkonto
Vorteile
- Keine Mindesteinlage
- Geld täglich verfügbar
- Erhöhter Neukundenzins für 6 Monate
- Einlagensicherung bis 100.000 €
Nachteile
- Danach niedrigerer Bestandszins
- Zinsgutschrift nur jährlich zum 31.12.
- Auszahlung nur auf Referenzkonto in DE
- Eröffnung nur mit Smartphone und TAN-App
Buzzmatic GmbH & Co. KG übernimmt keine Haftung. Auch kann keine Gewähr für die Aktualität der bereitgestellten Informationen übernommen werden. Maßgeblich sind die Bedingungen des Anbieters.
1822direkt – GiroDirekt Girokonto

1822direkt – GiroDirekt Girokonto
Vorteile
- Keine Kontoführungsgebühr ab 700 € Eingang
- girocard mit V PAY ohne Gebühr
- Abheben an Sparkassen-Automaten gratis
- Apple Pay und Google Pay nutzbar
Nachteile
- 4,90 € im Monat unter 700 € Geldeingang
- Visa Classic ab 2. Jahr 3 € im Monat
- Dispozins 9,90 % p. a. variabel
- Dispo erst nach drei Gehaltseingängen
Buzzmatic GmbH & Co. KG übernimmt keine Haftung. Auch kann keine Gewähr für die Aktualität der bereitgestellten Informationen übernommen werden. Maßgeblich sind die Bedingungen des Anbieters.
1822direkt Tagesgeld: die Konditionen auf einen Blick
Das Tagesgeldkonto der 1822direkt arbeitet mit zwei Zinssätzen. Neukunden erhalten einen Sonderzins von 3,50 % p. a. für sechs Monate. Er gilt für Guthaben bis 250.000 €. Nach den sechs Monaten verzinst die Bank das Guthaben mit dem variablen Basiszins, der derzeit bei 0,60 % p. a. liegt. Beträge oberhalb von 250.000 € erhalten auch während der Sonderzinsphase nur den Basiszins.
Alle Zahlen in diesem Artikel stammen von der Website der 1822direkt, aus deren Preis- und Leistungsverzeichnis und aus den Teilnahmebedingungen zum Sonderzins. Stand der Konditionen: 08.10.2026. Tagesgeldzinsen sind variabel, die Bank kann den Basiszins also ändern. Auch Sonderzinsangebote für neue Konten können sich ändern oder auslaufen. Wer heute eröffnet, sollte die Bedingungen deshalb am Tag des Antrags noch einmal nachlesen.
| Merkmal | 1822direkt Tagesgeld |
|---|---|
| Sonderzins für Neukunden | 3,50 % p. a. |
| Dauer des Sonderzinses | 6 Monate |
| Höchstbetrag für den Sonderzins | 250.000 €, auch beim Gemeinschaftskonto |
| Basiszins danach | 0,60 % p. a., variabel |
| Mindesteinlage | keine |
| Kontoführung | kostenlos |
| Verfügbarkeit | täglich |
| Zinsgutschrift | jährlich zum 31.12. |
| Auszahlungen | nur auf das Referenzkonto, auch bei einer anderen Bank |
| Voraussetzung | Smartphone für die Eröffnung und das Banking |
Wer hinter dem Angebot steht, ist schnell erklärt: Die 1822direkt Gesellschaft der Frankfurter Sparkasse mbH ist eine hundertprozentige Tochter der Frankfurter Sparkasse. Sie ist deren Direktbank und vertreibt Konten ohne Filialnetz, also online und per Telefon. Das Tagesgeld ist eines von mehreren Produkten. Daneben gibt es das Girokonto GiroDirekt, Festgeld, ein Wertpapierdepot und die Vermittlung von Baufinanzierungen. Einen Überblick über das Girokonto, das bei vielen Kunden der Ausgangspunkt ist, findest du im Beitrag 1822direkt Girokonto: GiroDirekt, Kosten und Bedingungen.
Was der Sonderzins ist und was nicht
Der Sonderzins ist ein Startangebot für neue Tagesgeldkonten. Er ist auf sechs Monate und auf 250.000 € begrenzt. Er ist kein Dauerzins und keine Zusage für die Zeit danach. Diese Logik ist bei Direktbanken verbreitet: Neue Einlagen werden für eine begrenzte Zeit höher verzinst, danach gilt der allgemeine Zins des Hauses. Woran du solche Angebote erkennst und auf welche Bedingungen du generell achten solltest, erklärt unser Ratgeber zu Tagesgeld-Aktionszinsen und ihren Bedingungen.
Für deine Planung heißt das: Der Ertrag der ersten sechs Monate lässt sich recht genau berechnen. Der Ertrag danach hängt vom Basiszins ab, und der kann steigen oder fallen. In allen Rechenbeispielen dieses Artikels ist der Basiszins deshalb als unverändert angenommen. Das ist eine Annahme, keine Prognose.
Interaktiver Zinsrechner
Was bringt dir das 1822direkt Tagesgeld in Euro?
Trag deinen Anlagebetrag ein, wähle Zeitraum und Neukundenstatus. Der Rechner trennt Sonderzins und Basiszins und zeigt, was eine Umschichtung ins Festgeld nach sechs Monaten bringen würde.
–
–
–
Sonderzinsphase
–
Danach
–
Rendite über den Zeitraum
–
Mit Festgeld ab Monat 7
–
Zinsen kumuliert nach Monaten
Rechenweg: Neukunden 3,50 % p. a. für 6 Monate auf bis zu 250.000 €, Beträge darüber und alle Monate danach mit dem Basiszins. Festgeld-Variante ab Monat 7 mit den heutigen Sätzen 6 Monate 2,20 %, 1 Jahr 2,90 %, bei 24 Monaten erst 1 Jahr, dann 6 Monate. Einfache Verzinsung ohne Zinseszins, vor Steuern, wie im Artikel. Neukunde ist, wer in den letzten 12 Monaten kein Tagesgeldkonto bei der 1822direkt hatte, Kunden der Frankfurter Sparkasse sind ausgenommen.
Stand der Konditionen: 08.10.2026, laut 1822direkt.de. Einfache Verzinsung vor Steuern, wie im Artikel. Der Basiszins ist variabel und kann sich jederzeit ändern. Alle Angaben ohne Gewähr.
1822direkt – Tagesgeldkonto
Tagesgeld ohne Kontoführungsgebühr
Vorteile
Nachteile
- Danach niedrigerer Bestandszins
- Zinsgutschrift nur jährlich zum 31.12.
- Auszahlung nur auf Referenzkonto in DE
- Eröffnung nur mit Smartphone und TAN-App
1822direkt – GiroDirekt Girokonto
Girokonto ohne Gebühr ab 700 € Eingang
Vorteile
Nachteile
- 4,90 € im Monat unter 700 € Geldeingang
- Visa Classic ab 2. Jahr 3 € im Monat
- Dispozins 9,90 % p. a. variabel
- Dispo erst nach drei Gehaltseingängen
1822direkt – ETF-Sparplan
Aktions-ETFs: 0 € bei 50–500 €
Vorteile
Nachteile
- Andere ETFs: 1,50 % je Rate, mind. 1,50 €, max. 14,90 €
- Zzgl. Produktkosten und Spreads
- Einzelorder mind. 9,90 €
- Nur zwei Ausführungstermine im Monat
1822direkt – Girokonto unter 30
Unter 30 ohne Kontoführungsgebühr
Vorteile
Nachteile
- Ab 30: 4,90 €/Monat unter 700 € Eingang
- Visa Classic ab 2. Jahr 3 € im Monat
- Dispo erst nach drei Gehaltseingängen
- Eröffnung erst ab 18 Jahren
Buzzmatic GmbH & Co. KG übernimmt keine Haftung. Auch kann keine Gewähr für die Aktualität der bereitgestellten Informationen übernommen werden. Maßgeblich sind die Bedingungen des Anbieters.
Wer als Neukunde gilt: zwölf Monate Abstand und der Ausschluss für Kunden der Frankfurter Sparkasse
Den Sonderzins gibt es nur für Neukunden. Die Teilnahmebedingungen der 1822direkt definieren den Begriff über zwei Bedingungen, die beide erfüllt sein müssen. Erstens darfst du in den letzten zwölf Monaten kein Tagesgeldkonto bei der 1822direkt geführt haben. Zweitens darfst du kein Kunde der Frankfurter Sparkasse sein.
Die Zwölf-Monats-Regel
Die erste Bedingung betrifft frühere Kunden der 1822direkt. Hattest du schon einmal ein Tagesgeldkonto dort, zählt der Abstand von zwölf Monaten. Hast du dein altes Konto vor mehr als einem Jahr geschlossen, steht der Regel nach einem neuen Sonderzins nichts im Weg. Läuft dein Tagesgeldkonto noch oder liegt die Schließung weniger als zwölf Monate zurück, giltst du nicht als Neukunde. Dein Guthaben bekommt dann von Anfang an den Basiszins.
Praktisch bedeutet das: Such vor einem neuen Antrag das Datum heraus, an dem dein altes Konto geschlossen wurde. Es steht in der Abschlussmitteilung oder im letzten Kontoauszug. Liegt das Datum knapp an der Grenze, rechnest du lieber mit ein paar Tagen Puffer. Die Regel bezieht sich auf das Tagesgeldkonto. Ein Girokonto oder ein Depot bei der 1822direkt nennen die Bedingungen nicht als Ausschlussgrund für das Tagesgeld.
Kein Sonderzins für Kunden der Frankfurter Sparkasse
Die zweite Bedingung ist eindeutig: Wer Kunde der Frankfurter Sparkasse ist, erhält den Sonderzins nicht. Der Grund liegt im Konzernaufbau. Die 1822direkt gehört vollständig zur Frankfurter Sparkasse, ein Umschichten von Geld innerhalb derselben Gruppe soll nicht mit einem höheren Zins belohnt werden. Kunden anderer Sparkassen sind von dieser Regel nicht betroffen. Wie eng die beiden Häuser verbunden sind und was das für deine Einlagen bedeutet, beschreibt der Beitrag 1822direkt und Frankfurter Sparkasse: wer hinter der Direktbank steht.
Drei Wege zum Sonderzins
Den Sonderzins auf das Tagesgeld gibt es nicht nur, wenn du das Tagesgeldkonto allein eröffnest. Die 1822direkt eröffnet für neue Girokontokunden automatisch ein Tagesgeldkonto, auf das ebenfalls 3,50 % für sechs Monate gezahlt werden. Auch Neukunden mit Wertpapierdepot erhalten auf das zugehörige Tagesgeld den Sonderzins, ebenfalls begrenzt auf 250.000 € und sechs Monate. Die Neukundenbedingungen gelten in allen drei Fällen. Was beim Girokonto zusätzlich zu beachten ist, steht im Ratgeber zum GiroDirekt der 1822direkt, die Kosten des Depots erklärt der Beitrag 1822direkt Depot: Orderkosten und ETF-Sparpläne.
Gemeinschaftskonto: eine Grenze für zwei
Eröffnest du das Tagesgeld zusammen mit einer zweiten Person als Gemeinschaftskonto, bleibt es beim Höchstbetrag von 250.000 € für den Sonderzins. Die Grenze verdoppelt sich also nicht, nur weil zwei Kontoinhaber eingetragen sind. Beide Personen müssen außerdem die Neukundenbedingungen erfüllen, damit der Sonderzins greift.
Good to know
Notiere dir beim Schließen eines Tagesgeldkontos das Datum. Ab diesem Tag laufen die zwölf Monate, nach denen du bei der 1822direkt wieder als Neukunde für das Tagesgeld zählst.
Basiszins und Bestandskunden: was nach Monat sechs bleibt
Nach sechs Monaten endet die Sonderzinsphase automatisch. Du musst dafür nichts tun, das Konto läuft einfach weiter. Ab diesem Zeitpunkt erhält dein gesamtes Guthaben den variablen Basiszins, aktuell 0,60 % p. a. Der Abstand zum Sonderzins beträgt 2,90 Prozentpunkte. In Euro heißt das: Pro Monat bekommst du nur noch rund ein Sechstel der Zinsen aus der Sonderzinsphase.
Ein Beispiel macht das greifbar. Auf 10.000 € bringen 3,50 % rund 29,17 € Zinsen im Monat. Mit 0,60 % sind es 5,00 €. Auf 50.000 € sinkt der monatliche Ertrag von rund 145,83 € auf 25,00 €. Das ist keine Besonderheit der 1822direkt, sondern die übliche Folge eines befristeten Sonderzinses. Wichtig ist nur, dass du den Zeitpunkt kennst.
Zinsertrag vor Steuern: Sonderzinsphase und Basiszinsphase im Vergleich
Die Grafik zeigt den Ertrag beider Phasen für vier Anlagebeträge. Fährst du mit der Maus oder dem Finger über einen Balken, siehst du den genauen Wert. Der Unterschied zwischen beiden Halbjahren ist bei jedem Betrag gleich groß, nämlich der Faktor aus 3,50 zu 0,60.
Was Bestandskunden bekommen
Als Bestandskunde giltst du, sobald deine Sonderzinsphase abgelaufen ist oder wenn du die Neukundenbedingungen von vornherein nicht erfüllst. Für dich gilt dann der Basiszins auf das gesamte Guthaben. Einen gesonderten Bestandskundenzins oder eine Verlängerung des Sonderzinses nennen die Konditionen der 1822direkt nicht. Wie Banken Neu- und Bestandskunden beim Tagesgeld allgemein unterschiedlich behandeln und warum das so ist, erklärt unser Beitrag Tagesgeld: Bestandskunden und Neukunden im Vergleich.
Der Basiszins ist variabel. Die Bank kann ihn anheben oder senken, etwa wenn sich das allgemeine Zinsniveau ändert. Für die Zeit nach Monat sechs gibt es also keine feste Zusage. Wer das Geld länger liegen lassen will, sollte den aktuellen Satz regelmäßig im Online-Banking oder auf der Website der Bank prüfen.
Was du nach Monat sechs tun kannst
Nach dem Ende der Sonderzinsphase hast du drei Möglichkeiten, die alle ohne Kosten auskommen. Du lässt das Geld auf dem Tagesgeld und nimmst den Basiszins in Kauf, weil dir die tägliche Verfügbarkeit wichtiger ist. Du legst einen Teil, den du sicher nicht brauchst, für eine feste Laufzeit an, etwa im Festgeld derselben Bank. Oder du überweist das Geld auf dein Referenzkonto und nutzt es anderweitig. Manche Sparer ziehen regelmäßig zum nächsten Neukundenangebot weiter. Was das bringt und wo die Grenzen dieser Strategie liegen, zeigt der Ratgeber Tagesgeld-Hopping: Strategie, Rendite und Grenzen.
Wichtiger Hinweis
Dieser Artikel informiert neutral über die Konditionen der 1822direkt und ist keine Anlageberatung und keine Empfehlung. Tagesgeldzinsen sind variabel, der Sonderzins ist befristet. Heutige Zinssätze sagen nichts über künftige Zinsen aus. Du entscheidest eigenverantwortlich.
Infografik: Monat 0 bis 12: dein Tagesgeldzins
Wie sich der Zins beim 1822direkt Tagesgeld über das erste Jahr entwickelt, wer als Neukunde gilt und was in Euro herauskommt.
Das erste Jahr mit dem Tagesgeld
Vom Antrag bis zur Zinsgutschrift am 31.12.
Konditionen der 1822direkt, Stand 08.10.2026. Der Basiszins ist variabel und kann sich ändern.
Stand: 08.10.2026, laut 1822direkt.de
Kosten, Verfügbarkeit, Referenzkonto und Zinsgutschrift
Neben dem Zins bestimmen ein paar Kontomerkmale, wie gut das Tagesgeld zu deinem Alltag passt. Bei der 1822direkt sind die Regeln überschaubar.
Keine Kosten, keine Mindesteinlage
Die Kontoführung ist kostenlos. Eine Mindesteinlage verlangt die Bank nicht, der Zins gilt also ab dem ersten Euro. Du kannst mit einem kleinen Betrag starten und später aufstocken. Umgekehrt kannst du Geld jederzeit wieder entnehmen, ohne dass der Zins auf den Rest sinkt, solange du in der Sonderzinsphase bist und die Grenze von 250.000 € nicht überschreitest.
Täglich verfügbar
Tagesgeld heißt so, weil du täglich über das Guthaben verfügen kannst. Es gibt keine feste Laufzeit und keine Kündigungsfrist für Auszahlungen. Damit eignet sich das Konto für Geld, das du kurzfristig brauchen könntest, etwa einen Notgroschen oder Rücklagen für größere Anschaffungen. Bedenke aber, dass eine Überweisung auf dein Girokonto je nach Tag und Uhrzeit etwas Zeit braucht. Ein Tagesgeldkonto ersetzt kein Girokonto für den Zahlungsverkehr.
Das Referenzkonto
Auszahlungen vom Tagesgeld gehen ausschließlich auf dein Referenzkonto. Das muss nicht das Girokonto der 1822direkt sein. Laut Bank kannst du auch ein Girokonto bei einer anderen Bank als Referenzkonto angeben. Dein Gehaltskonto kann also bleiben, wo es ist. Das Prinzip schützt dein Guthaben: Selbst wenn jemand Zugriff auf dein Online-Banking hätte, könnte er Geld nur auf dein eigenes Referenzkonto überweisen. Warum Banken so arbeiten und was beim Ändern des Referenzkontos zu beachten ist, erklärt der Ratgeber Referenzkonto beim Tagesgeld: Funktion und Regeln.
Zinsgutschrift einmal im Jahr
Die 1822direkt schreibt die Zinsen jährlich zum 31.12. gut. Bis dahin sammeln sie sich an, werden aber selbst noch nicht verzinst. Ein Zinseszinseffekt entsteht erst im Folgejahr, wenn die gutgeschriebenen Zinsen Teil deines Guthabens geworden sind. Bei einer Sonderzinsphase von sechs Monaten ist dieser Effekt klein. Spürbar wird die jährliche Gutschrift vor allem bei der Steuer, weil sich die Zinsen je nach Eröffnungsdatum auf zwei Kalenderjahre verteilen. Mehr dazu im Abschnitt zu den Steuern.
Smartphone als Voraussetzung
Ohne Smartphone geht es bei der 1822direkt nicht. Die Bank setzt es für die Eröffnung und für die Freigabe von Aufträgen voraus. Wer kein Smartphone nutzen möchte, kann das Konto also nicht eröffnen. Für alle anderen ist das kein Hindernis, sondern der heute übliche Weg, Aufträge im Online-Banking abzusichern.
Rechenbeispiele: was 10.000, 50.000 und 250.000 € bringen
Prozentangaben sind abstrakt, deshalb hier die Rechnung in Euro. Grundlage sind 3,50 % p. a. für sechs Monate und 0,60 % p. a. für die folgenden sechs Monate. Gerechnet ist vereinfacht mit einem halben Jahr je Phase, gleichbleibendem Guthaben, ohne Zinseszins und vor Steuern.
| Anlagebetrag | Monate 1–6 (3,50 %) | Monate 7–12 (0,60 %) | Summe 12 Monate | Rendite über 12 Monate |
|---|---|---|---|---|
| 10.000 € | 175,00 € | 30,00 € | 205,00 € | 2,05 % |
| 50.000 € | 875,00 € | 150,00 € | 1.025,00 € | 2,05 % |
| 250.000 € | 4.375,00 € | 750,00 € | 5.125,00 € | 2,05 % |
| 300.000 € | 4.525,00 € | 900,00 € | 5.425,00 € | rund 1,81 % |
Über zwölf Monate gerechnet ergibt sich bei Beträgen bis 250.000 € eine Rendite von 2,05 %. Das ist der Mittelwert aus einem halben Jahr mit 3,50 % und einem halben Jahr mit 0,60 %. Diese Zahl ist hilfreich, wenn du das Geld ein ganzes Jahr liegen lassen willst. Brauchst du es nach sechs Monaten ohnehin, zählt nur die erste Spalte.
Was oberhalb von 250.000 € passiert
Die letzte Zeile zeigt die Wirkung der Obergrenze. Bei 300.000 € erhalten 250.000 € den Sonderzins und bringen in sechs Monaten 4.375 €. Die übrigen 50.000 € erhalten von Anfang an den Basiszins, das sind 150 € im ersten Halbjahr. Zusammen ergibt das 4.525 €. Im zweiten Halbjahr gilt für den gesamten Betrag der Basiszins, also 900 €. Die Rendite über zwölf Monate sinkt dadurch auf rund 1,81 %. Bei so hohen Summen spielt außerdem die Einlagensicherung eine Rolle, dazu weiter unten mehr.
Wie viel ein verspäteter Geldeingang kostet
Die sechs Monate Sonderzins laufen für dein Konto. Liegt das Geld erst einige Tage nach der Eröffnung auf dem Konto, verdienst du in dieser Zeit nichts. Auf 10.000 € bringt der Sonderzins rund 0,96 € pro Tag, auf 50.000 € rund 4,79 €. Eine Woche Verzögerung kostet bei 50.000 € also gut 33 € Zinsen. Das ist kein großer Betrag, lässt sich aber vermeiden, wenn du das Geld direkt nach der Freischaltung überweist.
Für eigene Beträge und Laufzeiten kannst du den Rechner in diesem Artikel nutzen. Einen allgemeinen Rechner, der auch andere Zinsmodelle abbildet, findest du im Tagesgeldrechner von finalarm. Beide Rechner rechnen mit den Werten, die du eingibst. Sie ersetzen keinen Blick in die aktuellen Konditionen der Bank.
Tagesgeld oder Festgeld bei der 1822direkt
Die 1822direkt bietet neben dem Tagesgeld auch Festgeld an. Beide Konten unterscheiden sich in einem Punkt grundsätzlich: Beim Tagesgeld kommst du täglich an dein Geld, der Zins ist aber variabel. Beim Festgeld steht der Zins für die gesamte Laufzeit fest, dafür ist das Geld bis zum Ende gebunden. Eine vorzeitige Kündigung des Festgelds ist bei der 1822direkt nicht möglich.
| Merkmal | Tagesgeld | Festgeld |
|---|---|---|
| Zins | 3,50 % für 6 Monate (Neukunden), danach 0,60 % variabel | 6 Monate 2,20 %, 1 Jahr 2,90 %, 2 bis 5 Jahre 3,20 % p. a. |
| Mindestbetrag | keiner | 5.000 € |
| Höchstbetrag | 250.000 € für den Sonderzins | 1.000.000 € |
| Verfügbarkeit | täglich | erst zum Laufzeitende, keine vorzeitige Kündigung |
| Verlängerung | läuft unbefristet weiter | 6 und 12 Monate verlängern sich automatisch zum dann gültigen Zins, abwählbar bis 3 Geschäftstage vor Ablauf |
| Kosten | keine | keine |
Drei Szenarien für 10.000 € über ein Jahr
Wie sich die Unterschiede in Euro auswirken, zeigt eine einfache Rechnung über zwölf Monate. Sie ist ein Szenario mit den heutigen Zinsen, keine Empfehlung. Im ersten Fall bleibt das Geld ein Jahr auf dem Tagesgeld: sechs Monate mit 3,50 %, sechs Monate mit 0,60 %. Im zweiten Fall nutzt du die Sonderzinsphase und legst das Geld danach für sechs Monate ins Festgeld zu 2,20 %. Im dritten Fall legst du das Geld von Anfang an für ein Jahr ins Festgeld zu 2,90 %.
Zinsertrag auf 10.000 € nach zwölf Monaten: drei Szenarien bei der 1822direkt
Die Unterschiede sind kleiner, als die Zinssätze vermuten lassen. Das Tagesgeld bringt über zwölf Monate 205 €, die Kombination 285 €, das Festgeld für ein Jahr 290 €. Der Preis für den höheren Ertrag beim Festgeld ist die Bindung: Im dritten Fall kommst du ein Jahr lang nicht an das Geld, im zweiten Fall ab Monat sieben für ein halbes Jahr nicht. Beim Tagesgeld bleibt das Geld jederzeit verfügbar. Dazu kommt eine Unsicherheit im zweiten Szenario: Welcher Festgeldzins in sechs Monaten gilt, steht heute nicht fest.
Wann welches Konto passt
Die Entscheidung hängt weniger am Zins als an deinem Zeitplan. Geld, das du jederzeit brauchen könntest, gehört eher auf ein Konto mit täglicher Verfügbarkeit. Geld, das du für einen festen Zeitraum sicher nicht anrühren wirst, kann eine feste Laufzeit vertragen. Viele Sparer teilen deshalb auf: einen Teil als Reserve im Tagesgeld, einen Teil für eine feste Laufzeit. Beachte beim Festgeld die automatische Verlängerung bei sechs und zwölf Monaten. Willst du sie nicht, musst du sie rechtzeitig abwählen.
Ein Detail aus den Konditionen: Wer bei der 1822direkt nur ein Festgeld eröffnet, bekommt automatisch ein Tagesgeldkonto als Verrechnungskonto dazu. Dieses Tagesgeld erhält den Basiszins von 0,60 %, nicht den Sonderzins. Alles zu Laufzeiten, Zinsgutschrift und Verlängerung beschreibt der Beitrag 1822direkt Festgeld: Laufzeiten, Mindestanlage und Verlängerung.
Einlagensicherung: gesetzlicher Schutz und Sicherungssystem der Sparkassen
Beim Tagesgeld geht es um Geld, das sicher und verfügbar sein soll. Deshalb lohnt ein Blick darauf, wie Einlagen bei der 1822direkt geschützt sind. Die Bank nennt zwei Ebenen: die gesetzliche Einlagensicherung und das institutsbezogene Sicherungssystem der Sparkassen.
Gesetzlicher Schutz bis 100.000 €
Nach dem Einlagensicherungsgesetz sind Einlagen bis 100.000 € pro Anleger und Institut gesetzlich gesichert. Die 1822direkt formuliert das auf ihrer Tagesgeldseite so: bis zu einer Höhe von 100.000 € pro Anleger, bezogen auf die Gesamtbankverbindung. Das heißt, alle deine Guthaben bei der Bank werden zusammengerechnet, also Girokonto, Tagesgeld und Festgeld. Es zählt nicht jedes Konto einzeln.
Daraus folgt eine wichtige Rechnung für hohe Beträge. Der Sonderzins gilt bis 250.000 €, die gesetzliche Grenze liegt bei 100.000 €. Wer 250.000 € anlegt, liegt mit 150.000 € oberhalb des gesetzlichen Anspruchs. Ob dir das recht ist, ist eine persönliche Abwägung. Manche Sparer verteilen größere Summen deshalb bewusst auf mehrere Banken.
Das Sicherungssystem der Sparkassen
Als Tochter der Frankfurter Sparkasse gehört die 1822direkt zur Sparkassen-Finanzgruppe. Die Bank verweist zusätzlich auf das institutsbezogene Sicherungssystem der Sparkasse. Solche Systeme sollen verhindern, dass ein Institut überhaupt in Zahlungsschwierigkeiten gerät. Gerät ein Mitglied in Schieflage, stützen die anderen es. Das Sicherungssystem der Sparkassen-Finanzgruppe ist nach dem Einlagensicherungsgesetz als Einlagensicherungssystem anerkannt. Für den Entschädigungsfall gilt auch dort der gesetzliche Anspruch bis 100.000 €.
Ein Institutsschutz ist eine wichtige zusätzliche Ebene, aber keine verbriefte Garantie für Beträge oberhalb von 100.000 €. Wer genau wissen will, wie die Einlagensicherung in Deutschland geregelt ist, findet die Grundlagen bei der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin). Was die Konzernstruktur für Kunden der 1822direkt konkret bedeutet, beschreibt unser Beitrag zur Verbindung von 1822direkt und Frankfurter Sparkasse.
Steuern: Freistellungsauftrag und Abgeltungsteuer
Zinsen aus dem Tagesgeld sind Einkünfte aus Kapitalvermögen nach § 20 Einkommensteuergesetz. Für die 1822direkt gelten dieselben Regeln wie für jede Bank in Deutschland. Die Bank behält die Abgeltungsteuer von 25 % direkt ein, dazu den Solidaritätszuschlag von 5,5 % auf die Steuer und gegebenenfalls Kirchensteuer. Ohne Kirchensteuer ergibt das 26,375 % auf den steuerpflichtigen Teil der Zinsen.
Sparer-Pauschbetrag und Freistellungsauftrag
Bis zum Sparer-Pauschbetrag bleiben Kapitalerträge steuerfrei. Er beträgt 1.000 € im Jahr für Alleinstehende und 2.000 € für zusammen veranlagte Ehe- oder Lebenspartner. Damit die Bank den Betrag berücksichtigt, erteilst du ihr einen Freistellungsauftrag. Hast du bereits Freistellungsaufträge bei anderen Banken, darf die Summe aller Aufträge den Pauschbetrag nicht übersteigen. Verteile ihn so, dass er dort liegt, wo die Erträge anfallen.
Ein Beispiel für die Steuerlast
Angenommen, du bist alleinstehend, hast keine weiteren Kapitalerträge und legst 100.000 € an. Fallen alle Zinsen in einem Kalenderjahr an, sind das nach der Rechnung oben 2.050 €. Mit vollem Freistellungsauftrag bleiben 1.000 € steuerfrei. Auf die übrigen 1.050 € fallen 26,375 % an, also rund 276,94 €. Netto bleiben rund 1.773,06 €.
Warum der Eröffnungszeitpunkt eine Rolle spielt
Weil die 1822direkt die Zinsen zum 31.12. gutschreibt, verteilt sich der Ertrag oft auf zwei Steuerjahre. Ein Beispiel: Du eröffnest Mitte Oktober und legst 50.000 € an. Bis zum Jahresende läuft die Sonderzinsphase rund zweieinhalb Monate und bringt etwa 365 €. Die restlichen Monate des Sonderzinses und die folgende Basiszinsphase fallen ins nächste Jahr. Liegt der Ertrag in jedem Jahr unter deinem Pauschbetrag, kann er vollständig steuerfrei bleiben, obwohl die Summe darüber liegt. Das gilt natürlich nur, wenn du keine weiteren Kapitalerträge hast.
Am Jahresende erhältst du von der Bank eine Steuerbescheinigung. Wie Freistellungsauftrag, Günstigerprüfung und Anlage KAP zusammenhängen, erklärt der Ratgeber Tagesgeldzinsen versteuern.
Hinweis zu Steuern
Die Angaben erklären die allgemeinen Regeln und sind keine Steuerberatung. Für deinen Einzelfall, etwa bei weiteren Kapitalerträgen oder Kirchensteuer, wende dich an eine Steuerberaterin, einen Steuerberater oder einen Lohnsteuerhilfeverein.
Tagesgeldkonto eröffnen und wieder kündigen
Die Eröffnung läuft online. Laut Bank brauchst du dafür einen Wohnsitz in Deutschland, einen gültigen Ausweis, eine deutsche Mobilfunknummer und ein Smartphone. Du musst volljährig sein. Für die Legitimation bietet die 1822direkt ein Videoverfahren, die Online-Ausweisfunktion (eID) oder POSTIDENT an.
- Prüfe deinen Neukundenstatus: kein Tagesgeldkonto bei der 1822direkt in den letzten zwölf Monaten und kein Kunde der Frankfurter Sparkasse.
- Leg Ausweis, Smartphone und die IBAN deines Referenzkontos bereit.
- Füll den Online-Antrag aus und wähle ein Legitimationsverfahren.
- Erteile bei Bedarf einen Freistellungsauftrag, wenn du beim Sparer-Pauschbetrag noch Spielraum hast.
- Überweise den Anlagebetrag vom Referenzkonto, sobald das Konto freigeschaltet ist.
- Trag dir das Ende der sechs Monate in den Kalender ein, am besten mit etwas Vorlauf.
Punkt fünf ist für den Ertrag am wichtigsten. Jeder Tag, an dem das Konto leer bleibt, bringt keine Zinsen. Punkt sechs entscheidet über die Zeit danach: Wer das Ende der Sonderzinsphase kennt, kann in Ruhe überlegen, ob das Geld auf dem Tagesgeld bleibt, ins Festgeld wandert oder anders verwendet wird.
Konto kündigen
Ein Tagesgeldkonto bei der 1822direkt hat keine Mindestlaufzeit. Schließen kannst du es im Online-Banking über „Einstellungen“, dann „Kontenfunktionen“ und „Konto- und Depotschließung“. Vorher überweist du das Guthaben auf dein Referenzkonto. Bei einem Gemeinschaftskonto ist die Kündigung online möglich, wenn die zweite Person zustimmt. Denk an die Zwölf-Monats-Regel: Ab dem Tag der Schließung beginnt die Frist, nach der du für das Tagesgeld wieder als Neukunde zählst.
Für wen das Angebot gemacht ist
Das Angebot richtet sich an Sparer, die neues Geld anlegen wollen und die Neukundenbedingungen erfüllen. Gut planbar ist es für einen Zeitraum von sechs Monaten, etwa bei Rücklagen für eine Steuerzahlung, eine Renovierung oder eine größere Anschaffung. Wer sein Tagesgeld lieber einmal einrichtet und dann nicht mehr anschaut, sollte wissen, dass nach Monat sechs der Basiszins gilt. Wer ohnehin ein Girokonto bei der 1822direkt eröffnen möchte, bekommt das Tagesgeld mit Sonderzins automatisch dazu. Die Bedingungen des Girokontos stehen im Beitrag 1822direkt Girokonto 2026.
Häufig gestellte Fragen
Wie hoch ist der Tagesgeldzins der 1822direkt?
Neukunden erhalten 3,50 % p. a. für sechs Monate auf Guthaben bis 250.000 €. Danach gilt der variable Basiszins, derzeit 0,60 % p. a. Beträge über 250.000 € erhalten von Anfang an den Basiszins.
Was passiert nach den sechs Monaten mit dem Zins?
Der Zins sinkt automatisch auf den variablen Basiszins von derzeit 0,60 % p. a. Du musst nichts tun, das Konto läuft weiter. Du kannst das Geld jederzeit auf dein Referenzkonto überweisen oder einen Teil fest anlegen.
Gelte ich bei der 1822direkt noch als Neukunde?
Ja, wenn du in den letzten zwölf Monaten kein Tagesgeldkonto bei der 1822direkt geführt hast und kein Kunde der Frankfurter Sparkasse bist. Beide Bedingungen müssen erfüllt sein.
Wann schreibt die 1822direkt die Zinsen gut?
Einmal im Jahr zum 31.12. Bis dahin sammeln sich die Zinsen an. Weil die Gutschrift jährlich erfolgt, verteilt sich der Ertrag je nach Eröffnungsdatum oft auf zwei Steuerjahre.
Gibt es eine Mindesteinlage oder Gebühren?
Nein. Das Tagesgeldkonto der 1822direkt ist kostenlos und hat keine Mindesteinlage. Auszahlungen gehen auf dein Referenzkonto, das auch bei einer anderen Bank geführt werden kann.
Wie sicher ist mein Geld beim Tagesgeld der 1822direkt?
Einlagen sind gesetzlich bis 100.000 € pro Anleger gesichert, bezogen auf alle Konten bei der Bank. Zusätzlich ist die 1822direkt als Tochter der Frankfurter Sparkasse in das Sicherungssystem der Sparkassen eingebunden.















