Firmendepot: Der komplette Guide für Unternehmen

26.11.507 Aufrufe0 Mal als hilfreich markiertZuletzt geprüft: 20.09.2026

Das Wichtigste in Kürze

Ein Firmendepot eröffnet deinem Unternehmen die Tür zum Kapitalmarkt und ermöglicht es, freie Liquidität gewinnbringend anzulegen. Egal ob AG, GmbH oder KG – mit dem richtigen Geschäftsdepot investierst du überschüssige Geldmittel in Aktien, Fonds und andere Wertpapiere.

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Das Wichtigste in Kürze

CapTrader – Firmendepot

CapTrader - Firmendepot

CapTrader – Firmendepot

Vorteile

  • 0 € Depotführung
  • US-Aktien ab 2,00 $ je Order
  • EU-Aktien ab 0,1 %, mind. 2 € je Order
  • 170+ Börsen in 37 Ländern

Nachteile

  • Andere Rechtsformen nur auf Anfrage
  • US-Optionen ab 3,50 $ je Kontrakt
  • Ab 2. Auszahlung im Monat 1 € (SEPA)
  • Derivate/Margin: Verlust über Einlage

Buzzmatic GmbH & Co. KG übernimmt keine Haftung. Auch kann keine Gewähr für die Aktualität der bereitgestellten Informationen übernommen werden. Wir empfehlen, die spezifischen Bedingungen und Konditionen des Produktes zu prüfen.

LYNX – Firmendepot

LYNX - Firmendepot

LYNX – Firmendepot

Vorteile

  • Für Firmen mit Sitz in DE, AT, LI, LU
  • Keine Depotführungsgebühr bei Aktivität
  • Aktien, ETFs, Optionen, Futures u. a.
  • Aktien DE ab 0,14 %, mind. 5,80 €

Nachteile

  • Mindesteinlage 20.000 €
  • 15 € im Monat bei unter 15 € Provision
  • LEI und W-8-Formular erforderlich
  • Verlust kann Einlage übersteigen

Buzzmatic GmbH & Co. KG übernimmt keine Haftung. Auch kann keine Gewähr für die Aktualität der bereitgestellten Informationen übernommen werden. Wir empfehlen, die spezifischen Bedingungen und Konditionen des Produktes zu prüfen.

Das ist ein Firmendepot

Ein Firmendepot ermöglicht dir als Unternehmer:in, freie Geldmittel gewinnbringend am Kapitalmarkt anzulegen. Wenn dein Unternehmen über liquide Mittel verfügt, die nicht im Tagesgeschäft gebunden sind, bietet ein Firmendepot die ideale Möglichkeit, in Aktien, Fonds und andere Anlageprodukte zu investieren. Alle Firmen mit eigener Rechtsform – von der AG bis zur GmbH – können grundsätzlich ein solches Depot eröffnen und von den Chancen des Kapitalmarkts profitieren.

Im Gegensatz zu Privatanleger:innen steht dir als Geschäftskund:in allerdings eine deutlich übersichtlichere Auswahl an Depotanbietern zur Verfügung. Das liegt an der umfangreicheren Regulierung von Firmendepots, die sich auch in den Kosten niederschlägt. Doch welche Steuervorteile bringt ein Firmendepot mit sich? Was musst du bei der Depoteröffnung beachten? Und worauf kommt es bei der Auswahl des richtigen Anbieters wirklich an?

Mit einem Firmendepot investierst du als Unternehmen in börsengehandelte Anlageprodukte und legst finanzielle Mittel an, die du nicht im operativen Tagesgeschäft benötigst. Der Kapitalmarkt bietet dir dabei vielfältige Möglichkeiten: Du kannst in Anleihen und Wertpapiere investieren, mit Kryptowährungen handeln oder auf aktiv und passiv gemanagte Investmentfonds setzen. Auch Derivate wie Optionen, Optionsscheine und Futures stehen dir zur Verfügung. Die Konditionen für den Handel unterscheiden sich je nach Anbieter, wie der Vergleich von Trade Republic und eToro zeigt.

📌 Good to know

Die Auswahl an Firmendepots fällt deutlich übersichtlicher aus als das umfangreiche Angebot für Privatanleger:innen. Der Grund dafür liegt in der besonders strengen Regulierung von Geschäftsdepots, die höhere Kosten bei Depotführung und Transaktionen nach sich zieht. Diese zusätzlichen Anforderungen sorgen dafür, dass nicht alle Banken und Broker Firmendepots anbieten. Welche Auflagen ein einzelner Broker konkret erfüllt, kannst du in den Nutzererfahrungen zu XTB nachlesen, bevor du dich für ein Firmendepot entscheidest. Eine direkte Gegenüberstellung der Konditionen liefert der Vergleich von eToro vs. XTB.

CapTrader - Firmendepot

CapTrader – Firmendepot

Depot für GmbH und AG

Vorteile

0 € DepotführungUS-Aktien ab 2,00 $ je OrderEU-Aktien ab 0,1 %, mind. 2 € je Order170+ Börsen in 37 Ländern

Nachteile

  • Andere Rechtsformen nur auf Anfrage
  • US-Optionen ab 3,50 $ je Kontrakt
  • Ab 2. Auszahlung im Monat 1 € (SEPA)
  • Derivate/Margin: Verlust über Einlage
LYNX - Firmendepot

LYNX – Firmendepot

Depot für GmbH, UG und AG

Vorteile

Für Firmen mit Sitz in DE, AT, LI, LUKeine Depotführungsgebühr bei AktivitätAktien, ETFs, Optionen, Futures u. a.Aktien DE ab 0,14 %, mind. 5,80 €

Nachteile

  • Mindesteinlage 20.000 €
  • 15 € im Monat bei unter 15 € Provision
  • LEI und W-8-Formular erforderlich
  • Verlust kann Einlage übersteigen
growney - Firmendepot

growney – Firmendepot

ETF-Vermögensverwaltung für Firmen

Vorteile

Für Firmen, Stiftungen und Vereine0,38 % p.a. ab 50.000 € DepotwertDepot- und Transaktionskosten inklusiveOhne Laufzeit, auf Wunsch nachhaltig

Nachteile

  • Zzgl. ETF-Kosten 0,06 % bis 0,25 % p.a.
  • Nur ETF-Strategien, keine Einzelwerte
  • Kein Einfluss auf einzelne ETF-Auswahl
  • Kapitalmarktrisiko, Wert kann fallen
SMARTBROKER – Aktien

SMARTBROKER – Aktien

Aktien handeln

Vorteile

Gratis Handel über Gettex (ab 500 €)30+ Handelsplätze10.800+ Sparpläne1,75 % Zinsen aufs VerrechnungskontoHandel ab 1 € möglich

Nachteile

  • Keine Filialen – dafür günstiger
  • Kein 24/7-Support
  • Kein Demokonto

Buzzmatic GmbH & Co. KG übernimmt keine Haftung. Auch kann keine Gewähr für die Aktualität der bereitgestellten Informationen übernommen werden. Wir empfehlen, die spezifischen Bedingungen und Konditionen des Produktes zu prüfen.

Diese Unternehmen können ein Firmendepot eröffnen

Ein Depot für Geschäftskund:innen steht grundsätzlich nur juristischen Personen offen. Dazu zählen Firmen mit eigener Rechtsform und Geschäftsfähigkeit. Als Aktiengesellschaft (AG) kannst du ebenso ein Firmendepot eröffnen wie als Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR) oder Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH). Auch Kommanditgesellschaften (KG) sowie eingetragene Vereine und Stiftungen haben die Möglichkeit, ein Geschäftsdepot zu führen. Um das passende Depot zu finden, können Unternehmen diverse Online-Broker Alternativen prüfen.

💡 Tip

Prüfe vor der Depoteröffnung unbedingt, ob deine Unternehmensform vom gewünschten Anbieter akzeptiert wird. Die jeweiligen Anbieter legen individuell fest, an welche Rechtsformen sie ihre Firmendepots vergeben. Ein kurzer Anruf oder eine E-Mail-Anfrage beim Anbieter kann dir Zeit und Mühe sparen. Gerade bei Neobrokern gibt es hier oft Einschränkungen, wie ein Neobroker-Vergleich zeigt.

Diese Dokumente benötigst du dafür

Für die Eröffnung eines Firmendepots musst du als Geschäftsführer:in oder Gesellschafter:in zunächst deine persönlichen Unterlagen bereitstellen. Dazu gehören deine steuerliche Identifikationsnummer (Steuer-ID), eine Kopie deines Personalausweises oder Reisepasses sowie eine Meldebescheinigung als Adressnachweis.

Darüber hinaus benötigst du verschiedene Dokumente deines Unternehmens: Den Handelsregisterauszug beziehungsweise Gesellschaftervertrag, einen Adressnachweis deiner Unternehmung und die LEI-Nummer (Legal Identity Identification Number). Hinzu kommt das entsprechende US-Steuerformular – für Personengesellschaften das Formular W-8IMY, für Kapitalgesellschaften das Formular W-8BEN-E. Abschließend brauchst du noch die Daten zum Referenzkonto, etwa die IBAN.

Das kostet ein Firmendepot

Die Kosten für ein Firmendepot unterscheiden sich von Anbieter zu Anbieter deutlich. Manchmal spielen Menge und Höhe der Transaktionen eine entscheidende Rolle für den Preis. Generell setzen sich die Gesamtkosten aus drei Komponenten zusammen. Dabei gibt es erhebliche Unterschiede, ob man sich für einen Neobroker oder eine Filialbank entscheidet.

Depotgebühren fallen für das Verwalten deines Firmendepots an. Diese Kosten variieren stark zwischen den Anbietern: Während moderne Online-Broker oft kostenlose Depotführung anbieten (teilweise an Mindestorders geknüpft), verlangen traditionelle Banken meist Gebühren zwischen 5 und 20 Euro pro Monat. Order- beziehungsweise Transaktionskosten entstehen beim Kauf und Verkauf von Anlageprodukten. Manche Anbieter arbeiten mit einem fixen Preis pro Order, andere Dienstleister nehmen das Transaktionsvolumen als Basis für die Preisberechnung. Die Spanne reicht von günstigen 1,25 Euro bei modernen Brokern bis zu 50 Euro und mehr bei Filialbanken. Handelsplatzgebühren erhebt der jeweilige Handelsplatz, wenn er deine Orders ausführt. Ihre Höhe orientiert sich am Verkaufswert beziehungsweise Einkaufswert der Anlageprodukte. Eine Übersicht der Börsenplätze Deutschland komplette schafft hier Klarheit über die unterschiedlichen Gebührenmodelle. Einen guten Eindruck davon, wie moderne Broker diese Gebührenmodelle im Alltag gestalten, vermitteln dir unsere Erfahrungen mit Trade Republic. Die Wahl des Handelsplatzes hat direkten Einfluss auf die Nebenkosten, wie der Vergleich von Xetra, gettex und Tradegate verdeutlicht.

Die zwei größten Kostentreiber eines Firmendepots

Den größten Kostenpart bei einem Firmendepot machen Depotgebühren sowie Order- beziehungsweise Transaktionsgebühren aus. Das ist vor allem für dich als Unternehmer:in entscheidend, wenn du mehrmals im Jahr Orders tätigen möchtest. Die Preise für Orders und Transaktionen variieren erheblich: Während moderne Online-Broker wie Interactive Brokers bereits ab 1,25 Euro pro Order starten, können traditionelle Filialbanken bis zu 50 Euro oder mehr verlangen. Wenn du häufig handelst, summieren sich diese Kosten schnell zu einem erheblichen Betrag. Welche Anbieter hier die niedrigsten Gebühren verlangen, zeigt ein Online-Broker-Vergleich.

Tradingplattform fürs Firmendepot: Darauf kommt’s an

So verschieden die Anbieter von Firmendepots sind, so unterschiedlich fallen auch die Tradingplattformen aus, auf denen dein Depot läuft. Eine benutzerfreundliche Oberfläche bildet die Grundlage für effizientes Trading. Du solltest zudem auf eine große Auswahl an renditeträchtigen Märkten und Anlageprodukten achten. Wie sich Oberfläche und Marktauswahl in der Praxis schlagen, zeigt unser Testbericht zu Libertex, den du vor der Depoteröffnung durchlesen kannst. Einen Überblick über die Angebote verschiedener Anbieter gibt ein aktueller Depot-Vergleich. Eine direkte Gegenüberstellung zweier Anbieter liefert der Vergleich Libertex vs. eToro.

Die schnellstmögliche Orderplatzierung zum gewünschten Kurs direkt aus dem Chart heraus spart dir wertvolle Zeit. Fundamentale und technische Analysetools helfen dir bei fundierten Anlageentscheidungen, während eine große Auswahl an Tradingindikatoren deine Strategien verfeinert. Gerade für die Fundamentalanalyse sind kursrelevante Ad-hoc-Meldungen der Unternehmen eine unverzichtbare Informationsquelle. Der Zugriff auf Tools wie Backtesting und automatische Analyseprogramme ermöglicht dir, deine Handelsansätze zu testen und zu optimieren. Um die aktuelle Markttiefe einschätzen zu können, solltest du das Orderbuch verstehen komplette. Die Wahl der richtigen Ordertypen an der Börse ist dabei entscheidend für die präzise Umsetzung der eigenen Handelsstrategie. Wie sich konkrete Anbieter bei diesen Funktionen unterscheiden, zeigt der Vergleich Scalable Capital vs. justTRADE.

Ein persönlicher Kundensupport für Sicherheit und Fernwartung gibt dir die nötige Unterstützung im Bedarfsfall. Ein Demokonto zum Ausprobieren von Tradingstrategien erlaubt dir, neue Ansätze risikofrei zu testen. Generell sollten der Download der Software, ihre Installation sowie der Betrieb der Handelsplattform kostenfrei sein. Ausgenommen davon sind die Kosten für das Trading selbst, wie zum Beispiel Kommissionsgebühren bei der Ausführung von Trades. Bei der Wahl des passenden Anbieters hilft ein Blick auf konkrete Erfahrungswerte, etwa in unser Testbericht zu Smartbroker, der Support und Kostenstruktur einordnet. Für den Handel mit derivativen Finanzinstrumenten ist die Wahl des Anbieters besonders wichtig, wie ein CFD-Broker-Vergleich zeigt.

Weitere interessante Inhalte

Diese Beiträge behandeln angrenzende Themen und gehören nicht unmittelbar zum Text oben:

Häufig gestellte Fragen

Q

Was ist der Unterschied zwischen einem Firmendepot und einem Privatdepot?

Ein Firmendepot wird auf den Namen eines Unternehmens eröffnet und unterliegt strengeren regulatorischen Anforderungen als ein Privatdepot. Die Kosten sind meist höher, dafür können Unternehmen Verluste steuerlich geltend machen und haben oft Zugang zu professionellen Handelsinstrumenten.

Q

Kann ich als Einzelunternehmer ein Firmendepot eröffnen?

Als Einzelunternehmer ohne eigene Rechtsform kannst du in der Regel kein klassisches Firmendepot eröffnen, da diese nur juristischen Personen vorbehalten sind. Du kannst jedoch ein Privatdepot nutzen und die Erträge in deiner Einkommensteuererklärung als Betriebsvermögen angeben. Besondere steuerliche Regelungen gelten dabei für ein Krypto-Konto für Unternehmen.

Q

Kann ich mehrere Firmendepots gleichzeitig führen?

Ja, dein Unternehmen kann mehrere Firmendepots bei verschiedenen Anbietern gleichzeitig führen. Dies kann sinnvoll sein, um verschiedene Anlagestrategien zu verfolgen, Risiken zu streuen oder von unterschiedlichen Konditionen zu profitieren. Alternativ lässt sich mit einem steuerneutralen Depotwechsel ohne Verkauf das gesamte Portfolio zu einem anderen Anbieter übertragen. Einblicke in die Konditionen eines Anbieters gibt etwa der Testbericht zu flatex.

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