Daueraufträge online verwalten: Einrichten, Ändern und Löschen 2026

Das Wichtigste in Kürze:

Daueraufträge online verwalten ist bei fast allen deutschen Banken kostenlos – wenn du den richtigen Kanal nutzt. Dieser Leitfaden zeigt dir Schritt für Schritt, wie du einen Dauerauftrag einrichtest, änderst oder löschst, was bei fehlendem Kontostand passiert, welche Gebühren wirklich zulässig sind und wie die automatische Kartenzahlung per AutoPay funktioniert.

Dauerauftraege online

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Zuletzt von der Redaktion geprüft: 26.06.2026



Themen in diesem Artikel:

  • Was ist ein Dauerauftrag?: Erfahre die genaue Definition, den Unterschied zur Lastschrift und welche Pflichtfelder du beim Einrichten brauchst.
  • Dauerauftrag einrichten: Lerne die 9-Schritte-Anleitung für Online-Banking und welche Vorlaufzeiten du bei DKB und Commerzbank beachten musst.
  • Ändern und Löschen: Vergleiche Gebühren nach Bank und Kanal – online meist 0 €, am Schalter bis zu 2,45 € bei der Sparkasse.
  • Konto nicht gedeckt: Verstehe, warum Bankgebühren für Nichtausführung laut BGH unzulässig sind und was dich stattdessen wirklich kostet.
  • AutoPay einrichten: Finde heraus, wie die automatische Kartenzahlung funktioniert und welche vier Zahlungsoptionen es gibt.
  • Direktvergleich Zahlungsmethoden: Vergleiche Dauerauftrag, Lastschrift und AutoPay nach Initiierung, Betrag, Rhythmus und Folgekosten bei Fehlschlag.

Was ist ein Dauerauftrag? Definition, Abgrenzung und rechtliche Grundlagen

Daueraufträge online verwalten spart Zeit und Geld – aber nur, wenn du weißt, womit du es zu tun hast. Ein Dauerauftrag ist ein Auftrag an deine eigene Bank, einen festgelegten Geldbetrag in regelmäßigen Abständen an einen bestimmten Empfänger zu überweisen. Rechtlich gesehen schließt du damit einen Vertrag mit deiner Bank im Sinne des BGB. Die Bank verpflichtet sich zur termingerechten Ausführung.

Das klingt simpel – und ist es auch. Trotzdem verwechseln viele Menschen Dauerauftrag und Lastschrift. Der Unterschied ist fundamental:

  • Dauerauftrag: Du richtest ihn selbst bei deiner Bank ein. Du bestimmst Betrag, Rhythmus und Empfänger. Die volle Kontrolle liegt bei dir.
  • Lastschrift: Der Zahlungsempfänger initiiert die Abbuchung. Dafür braucht er dein SEPA-Mandat – eine Einzugsermächtigung, die du ihm erteilst.

Beim Dauerauftrag fließt das Geld immer in gleicher Höhe ab. Bei der Lastschrift kann der Betrag variieren – denk an deine Stromrechnung, die jeden Monat anders ausfallen kann. Das macht den Dauerauftrag ideal für Fixkosten: Miete, Vereinsbeiträge, Sparraten.

Der Sonderfall: Automatische Kartenzahlung

Kreditkartenunternehmen wie das hinter der bekannten Charge-Card stehende Unternehmen bieten keine klassischen Girokonten an. Statt eines Dauerauftrags gibt es dort AutoPay: eine automatische monatliche Abbuchung des Kreditkartensaldos von deinem hinterlegten Bankkonto. Das Prinzip ähnelt einem Dauerauftrag, unterscheidet sich aber in einem entscheidenden Punkt – der Betrag ist variabel und richtet sich nach deiner monatlichen Abrechnung. Mehr dazu im Abschnitt zu AutoPay.

Pflichtfelder beim Einrichten

Für jeden klassischen Dauerauftrag brauchst du vier Pflichtangaben:

  1. Name und IBAN des Zahlungsempfängers – ohne gültige IBAN keine Ausführung
  2. Betrag – der exakt zu überweisende Eurobetrag
  3. Ausführungsdatum – der erste Termin, ab dem der Auftrag läuft
  4. Rhythmus – monatlich, vierteljährlich, halbjährlich oder jährlich

Ausführungsbedingung: Kontodeckung ist Pflicht

Deine Bank führt den Dauerauftrag nur aus, wenn dein Konto ausreichend gedeckt ist. Fehlt auch nur ein Cent zur vollen Überweisungssumme, wird der Auftrag nicht ausgeführt. Eine Ausnahme gilt, wenn du einen Dispositionskredit vereinbart hast. In diesem Fall wird der Dauerauftrag bis zur vereinbarten Kreditlinie ausgeführt.

BGH-Urteil: Gebühren für Nichtausführung sind unzulässig

Viele Banken haben in der Vergangenheit Gebühren für die Nichtausführung eines Dauerauftrags mangels Deckung erhoben. Das ist rechtlich nicht haltbar. Der Bundesgerichtshof hat auf Basis von § 9 AGBG und § 11 Nr. 5b AGBG entschieden: AGB-Klauseln, die ein Entgelt für die Nichtausführung vorsehen, verstoßen gegen das AGB-Recht. Die Nichtausführung ist keine vergütungspflichtige Leistung der Bank – sie tut schlicht nichts. Was dich stattdessen wirklich kosten kann, erfährst du im Abschnitt zu Kontodeckungsproblemen.

Dauerauftrag online einrichten: Schritt-für-Schritt-Anleitung

Das Online-Banking macht das Einrichten eines Dauerauftrags zur Sache von wenigen Minuten. Bei nahezu allen deutschen Banken ist das vollständig kostenlos – vorausgesetzt, du nutzt den Online-Kanal. Die folgende Anleitung basiert auf dem Sparkasse-Online-Banking, ist aber auf andere Banken übertragbar.

Die 9 Schritte im Sparkasse Online-Banking

  1. Anmeldung mit deinem Anmeldenamen und deiner PIN
  2. Navigation zu „Banking“ → „Daueraufträge“
  3. Das gewünschte Konto auswählen
  4. Das Kalendersymbol anklicken
  5. Das Pluszeichen in der linken oberen Ecke für einen neuen Auftrag wählen
  6. Pflichtfelder ausfüllen: Empfänger-IBAN, Betrag, erstes Ausführungsdatum, Rhythmus
  7. Auf „Weiter“ klicken und alle Angaben sorgfältig prüfen
  8. Freigabe per TAN – je nach Konto per pushTAN, chipTAN oder SMS-TAN
  9. Auf „Senden“ klicken – fertig

Der Dauerauftrag ist in der Regel ab dem nächsten Bankarbeitstag aktiv. Wenn du als erstes Ausführungsdatum den heutigen Tag wählst und es noch früh genug ist, kann die erste Ausführung sogar noch am selben Tag erfolgen.

Übertragbarkeit auf andere Banken

Die Logik ist bei Deutsche Bank, Commerzbank, DKB, ING, Comdirect und Consorsbank nahezu identisch. Du findest den Bereich für Daueraufträge meist unter „Überweisungen“, „Zahlungsverkehr“ oder direkt als eigenen Menüpunkt. Die Pflichtfelder sind überall gleich – IBAN, Betrag, Datum, Rhythmus. Die TAN-Freigabe unterscheidet sich je nach Bank und Sicherheitsverfahren.

💡 Tip

Wähle als Ausführungsdatum immer einen Tag, an dem dein Gehalt bereits eingegangen ist – zum Beispiel den 3. oder 5. des Monats statt den 1. So vermeidest du Ausführungsprobleme bei Wochenenden oder Feiertagen.

Vorlaufzeiten unbedingt beachten

Wenn du einen bestehenden Dauerauftrag ändern oder einen neuen kurz vor dem Ausführungstermin einrichten willst, musst du die bankspezifischen Vorlaufzeiten kennen:

  • DKB: Änderungen müssen bis spätestens 17:30 Uhr am Vortag des Ausführungstermins eingegangen sein.
  • Commerzbank: Mindestens 1 Bankarbeitstag vor der geplanten Ausführung.
  • Sparkasse und andere: In der Regel ebenfalls 1 Bankarbeitstag Vorlauf empfohlen.

Verpasst du diese Fristen, wird der Dauerauftrag erst beim nächsten regulären Termin ausgeführt. Das kann bei monatlichen Aufträgen einen vollen Monat Verzögerung bedeuten.

Rhythmusoptionen: Mehr als nur monatlich

Die meisten Menschen denken bei Daueraufträgen sofort an monatliche Zahlungen. Aber du hast deutlich mehr Flexibilität. Gängige Rhythmen sind:

  • Monatlich – für Miete, Abonnements, Sparraten
  • Vierteljährlich – für Versicherungsprämien oder Vereinsbeiträge
  • Halbjährlich – für bestimmte Mitgliedsbeiträge
  • Jährlich – für Jahresbeiträge oder Spenden

Einige Banken bieten auch wöchentliche oder 14-tägige Rhythmen an. Prüfe im Einzelfall, was deine Bank unterstützt.

Kosten: Online fast immer null Euro

Das Einrichten eines Dauerauftrags im Online-Banking ist bei Sparkasse, Deutsche Bank, Commerzbank, DKB, ING, Comdirect und Consorsbank kostenlos. Ausnahmen gibt es bei einzelnen Kontomodellen – dazu mehr im nächsten Abschnitt.

Dauerauftrag ändern und löschen: Kosten, Fristen und Bankvergleich

Du hast einen Dauerauftrag eingerichtet und musst nun den Betrag anpassen, den Rhythmus ändern oder den Auftrag komplett löschen? Im Online-Banking ist das bei fast allen deutschen Banken unbegrenzt kostenlos. Wer stattdessen zur Filiale geht, telefoniert oder einen Brief schreibt, zahlt drauf.

Änderung im Online-Banking: Unbegrenzt und kostenlos

Deutsche Bank, Commerzbank, Sparkasse, Volksbank, Postbank, DKB, ING, Comdirect und Consorsbank erlauben unbegrenzt viele kostenlose Änderungen und Löschungen im Online-Banking – ohne monatliche Begrenzung. Du kannst also theoretisch jeden Tag etwas ändern, ohne einen Cent zu zahlen.

Dauerauftrag löschen bei der Sparkasse

Die Löschung ist denkbar einfach: In der Dauerauftragsübersicht siehst du neben jedem Auftrag ein Papierkorb-Symbol. Klicke darauf und folge den weiteren Schritten – in der Regel eine Bestätigungsabfrage und eine TAN-Freigabe. Der Auftrag ist dann sofort deaktiviert.

Gebühren am Schalter, telefonisch oder per Post

Wer den Weg zur Filiale wählt oder telefonisch einen Dauerauftrag einrichtet, ändert oder löscht, zahlt bei der Sparkasse zwischen 1,00 € und 2,45 € – je nach Kontomodell. Das klingt nach wenig, summiert sich aber über die Jahre. Bei zwölf Änderungen im Jahr und 2,45 € pro Änderung wären das fast 30 € jährlich für etwas, das online nichts kostet.

Ausnahmen: Kontomodelle mit Online-Gebühren

Nicht jedes Kontomodell ist gebührenfrei. Eine bekannte Ausnahme:

  • Volksbank PrivatGiro Basic: 0,30 € pro Dauerauftrag – auch online

Bei Direktbanken wie DKB, ING, Comdirect und Consorsbank entfällt der Filialkanal komplett – dort gibt es ohnehin nur Online-Banking, und das ist kostenlos.

📌 Good to know

Wenn du ein Kontomodell mit Transaktionsgebühren hast, lohnt sich ein Kontowechsel zu einem Modell mit kostenlosem Online-Banking. Bei mehreren Daueraufträgen und regelmäßigen Änderungen summieren sich die Ersparnisse schnell auf zweistellige Beträge pro Jahr.

Gebührenvergleich nach Bank und Kanal

Bank / Kontomodell Online einrichten Online ändern Online löschen Filiale / Telefon / Post
Sparkasse 0 € 0 € 0 € 1,00 € – 2,45 €
Deutsche Bank 0 € (im Kontopreis) 0 € 0 € Gebühren möglich
Commerzbank 0 € 0 € 0 € Gebühren möglich
Volksbank Standard 0 € 0 € 0 € Gebühren möglich
Volksbank PrivatGiro Basic 0,30 € variiert variiert höher
Postbank Giro plus 0 € 0 € 0 € höher
DKB 0 € 0 € 0 € entfällt (Direktbank)
ING 0 € 0 € 0 € entfällt (Direktbank)
Comdirect 0 € 0 € 0 € entfällt (Direktbank)
Consorsbank 0 € 0 € 0 € entfällt (Direktbank)

Die Tabelle macht deutlich: Wer konsequent das Online-Banking nutzt, zahlt bei den meisten Banken nichts. Der Filialweg ist ein teures Relikt – und bei Direktbanken gar nicht erst vorgesehen.

Was passiert, wenn das Konto nicht gedeckt ist? Folgen, Gebühren und Schufa

Dein Dauerauftrag soll am 1. des Monats laufen, aber auf dem Konto fehlen 50 €. Was passiert jetzt? Die Antwort ist klarer, als viele denken – und die gute Nachricht: Bankgebühren für die Nichtausführung sind rechtlich nicht zulässig.

Dauerauftrag wird schlicht nicht ausgeführt

Fehlt auch nur ein Cent zur vollen Überweisungssumme, führt die Bank den Dauerauftrag nicht aus. Kein Teilbetrag, keine Ratenzahlung – alles oder nichts. Der Dauerauftrag läuft beim nächsten regulären Termin automatisch weiter. Eine einmalige Nichtausführung löscht den Auftrag also nicht.

Hast du einen Dispositionskredit vereinbart, sieht es anders aus. Die Bank führt den Dauerauftrag bis zur vereinbarten Kreditlinie aus. Wenn dein Dispo 1.000 € beträgt und dein Konto 200 € im Minus ist, werden Daueraufträge bis zu weiteren 800 € noch ausgeführt.

BGH-Urteil: Bankgebühren für Nichtausführung unzulässig

Einige Banken haben in der Vergangenheit Gebühren für die Nichtausführung eines Dauerauftrags mangels Deckung berechnet. Das ist nach der BGH-Rechtsprechung zu § 9 AGBG und § 11 Nr. 5b AGBG unzulässig. Die Begründung ist logisch: Die Bank tut bei Nichtausführung schlicht nichts. Eine nicht erbrachte Leistung kann nicht vergütet werden. Wer trotzdem eine solche Gebühr auf seiner Abrechnung findet, kann diese zurückfordern.

Was dich wirklich kosten kann

Auch wenn die Bank keine Gebühr erheben darf, entstehen andere Kosten. Der Zahlungsempfänger – also etwa dein Vermieter oder ein Verein – kann Mahn- und Verzugskosten geltend machen. Übliche Mahngebühren liegen bei maximal rund 2,50 €. Das ist überschaubar, aber ärgerlich.

Deutlich teurer wird es bei geplatzten Lastschriften. Hier dürfen Banken tatsächlich Gebühren erheben – die zulässige Spanne liegt laut aktueller Rechtsprechung (Stand April 2025) bei 3 € bis 8,75 €. Dazu kommen Mahngebühren des Empfängers.

Der Österreich-Sonderfall

In Österreich ist die Situation noch unangenehmer. Dort können Spesen von 5 € bis 12 € pro Bank anfallen – und da oft sowohl die eigene Bank als auch die Empfängerbank Gebühren berechnen, kann die Gesamtbelastung auf 10 € bis 20 € steigen. Wer österreichische Bankverbindungen hat, sollte das im Hinterkopf behalten.

Schufa: Kein direkter Eintrag

Eine häufige Sorge ist die Auswirkung auf die Schufa. Die gute Nachricht: Ein einzelner geplatzter Dauerauftrag führt nicht direkt zu einem Schufa-Eintrag. Ein negativer Eintrag entsteht erst, wenn es zu einem gerichtlichen Mahnverfahren kommt. Wer also schnell reagiert und die offene Zahlung nachholt, hat in der Regel keine langfristigen Folgen zu befürchten.

Widerrufsfristen bei Lastschriften

Beim Dauerauftrag gibt es keinen Widerruf – der Auftrag wurde schlicht nicht ausgeführt. Bei Lastschriften sieht das anders aus:

  • Autorisierte Lastschrift: Widerruf innerhalb von 8 Wochen (56 Kalendertage) ohne Angabe von Gründen möglich
  • Nicht autorisierte Lastschrift (fehlende oder fehlerhafte Einzugsermächtigung): Rückbuchung bis zu 13 Monate nach der Abbuchung – und in diesem Fall ohne Gebühren für dich

Kostenvergleich bei fehlgeschlagener Zahlung

20 € 15 € 12 € 8,75 € 5 € 2,50 € 0 € 0 € Bankgebühr Dauerauftrag (BGH unzulässig) 2,50 € Mahngebühr Empfänger 3,00 € Rücklastschrift Untergrenze 8,75 € Rücklastschrift Obergrenze 5,00 € Spesen AT Untergrenze 20,00 € Spesen AT Gesamt max. Kostenarten im Vergleich Betrag in €
Zulässige Gebührenspanne laut Rechtsprechung (Stand April 2025). Österreich: Doppelte Verrechnung durch eigene Bank und Empfängerbank möglich.

Automatische Kartenzahlung einrichten: So funktioniert AutoPay

Wer eine Charge-Kreditkarte nutzt, kennt das Problem: Am Ende des Monats kommt die Abrechnung, und man muss manuell überweisen oder riskiert Mahngebühren. AutoPay löst das. Es ist die automatische monatliche Abbuchung deines Kreditkartensaldos von deinem hinterlegten Bankkonto – und funktioniert ähnlich wie ein Dauerauftrag, nur mit variablem Betrag.

Der entscheidende Unterschied zum klassischen Dauerauftrag

Kreditkartenunternehmen bieten keine klassischen Girokonten an. Daher gibt es dort keine Möglichkeit, einen Dauerauftrag an Dritte einzurichten. AutoPay ist ausschließlich für die eigene Kreditkartenrechnung gedacht. Du richtest es einmalig ein – danach wird deine monatliche Abrechnung automatisch von deinem Bankkonto abgebucht.

Schritt-für-Schritt: AutoPay einrichten

  1. Anmeldung auf der Website des Kreditkartenanbieters mit deinen Zugangsdaten
  2. Die gewünschte Kreditkarte im Dashboard auswählen
  3. Den Menüpunkt „Payments“ (Zahlungen) aufrufen
  4. Auf „Start AutoPay“ oder „Set up AutoPay“ klicken
  5. Bankkonto hinterlegen oder ein bereits gespeichertes Konto auswählen – du brauchst Bankleitzahl und Kontonummer
  6. Zahlungsbetrag wählen (vier Optionen, siehe unten)
  7. Zahlungsdatum festlegen – empfohlen werden 15 bis 25 Tage nach dem Abrechnungsstichtag
  8. Alle Details prüfen und mit „Submit“ bestätigen
  9. Bestätigung per E-Mail abwarten

Die vier Zahlungsoptionen im Detail

AutoPay bietet dir vier verschiedene Optionen, wie viel monatlich abgebucht wird:

Option Beschreibung Zinsvermeidung
Gesamtsaldo (Statement Balance) Vollständiger Abrechnungsbetrag wird abgebucht Ja, vollständig
Angepasster Saldo (Adjusted Balance) Optimierter Saldo, verhindert Überzahlung Ja, empfohlen
Mindestzahlung (Minimum Payment Due) Nur der Mindestbetrag wird abgebucht Nein – Zinsen auf den Restbetrag
Fester Betrag (Custom Amount) Individuell festgelegter Betrag, muss über der Mindestzahlung liegen Teilweise

Die Empfehlung ist klar: Wähle den Angepassten Saldo. Er stellt sicher, dass du keine Zinsen zahlst und gleichzeitig nicht versehentlich zu viel abbuchst – etwa wenn du Rückbuchungen oder Gutschriften auf der Karte hast.

Bearbeitungszeiten und wichtiger Hinweis zur ersten Zahlung

Die Online-Einrichtung von AutoPay wird sofort bestätigt. Das effektive Startdatum wird dir direkt angezeigt. Wichtig: Die erste automatische Zahlung gilt möglicherweise nicht für den laufenden Abrechnungszeitraum. Bis AutoPay auf deiner Abrechnung vermerkt ist, solltest du die aktuelle Rechnung manuell begleichen. So vermeidest du Mahngebühren in der Übergangsphase.

Wer den Antrag per Post stellt, muss deutlich mehr Geduld mitbringen: Die Bearbeitungszeit beträgt 4 bis 6 Wochen. Der Online-Weg ist also klar vorzuziehen.

Dauerauftrag vs. Lastschrift vs. AutoPay: Direktvergleich aller Zahlungsmethoden

Drei Zahlungsmethoden, drei verschiedene Anwendungsfälle. Welche du wählen solltest, hängt davon ab, wer die Zahlung initiiert, ob der Betrag fix oder variabel ist und wie viel Kontrolle du behalten willst.

Der große Direktvergleich

Merkmal Klassischer Dauerauftrag SEPA-Lastschrift AutoPay (Kreditkarte)
Initiiert von Kontoinhaber Zahlungsempfänger Kontoinhaber
Empfänger Beliebiger Dritter (IBAN) Beliebiger Gläubiger mit SEPA-Mandat Nur eigene Kreditkartenrechnung
Betrag Frei wählbar, fix Variabel (vom Empfänger bestimmt) Gesamtsaldo / Angepasst / Mindest / Fest
Rhythmus Frei wählbar (monatlich, quartalsweise etc.) Vom Empfänger bestimmt Monatlich (nach Abrechnungsstichtag)
Einrichtungsweg Online-Banking der Hausbank SEPA-Mandat an Empfänger erteilen Website / App des Kreditkartenanbieters
Freigabe TAN Unterschrift / digitales Mandat Passwort-Login + Bestätigung
Widerruf möglich Jederzeit (Löschung des Auftrags) 8 Wochen (autorisiert) / 13 Monate (nicht autorisiert) AutoPay jederzeit deaktivierbar
Bankgebühr bei Fehlschlag Laut BGH unzulässig 3 € – 8,75 € (zulässige Spanne) Mahngebühren des Kreditkartenanbieters

Wann welche Methode sinnvoll ist

Dauerauftrag: Ideal für alle Zahlungen mit festem Betrag, die du selbst kontrollieren willst. Miete, Sparrate, Vereinsbeitrag – immer gleicher Betrag, immer gleicher Termin. Du hast die volle Kontrolle und kannst jederzeit ändern oder löschen.

Lastschrift: Sinnvoll, wenn der Betrag variiert und du dem Empfänger vertraust. Strom, Gas, Telefon – der Anbieter bucht den jeweils fälligen Betrag ab. Du musst dich um nichts kümmern, hast aber weniger Kontrolle. Das Widerrufsrecht schützt dich bei Fehlern.

AutoPay: Die richtige Wahl für Kreditkarteninhaber, die keine monatliche manuelle Überweisung vergessen wollen. Besonders der Angepasste Saldo ist clever: Er zahlt genau das, was du schuldest – nicht mehr, nicht weniger. Zinsen entstehen nur, wenn du die Mindestzahlung wählst und den Rest offen lässt.

Folgen fehlgeschlagener Zahlung im Vergleich

Hier zeigt sich ein wichtiger Unterschied zwischen Dauerauftrag und Lastschrift:

  • Dauerauftrag nicht gedeckt: Zahlung wird nicht ausgeführt. Bankgebühr laut BGH unzulässig. Mahn- und Verzugskosten des Empfängers möglich (max. ca. 2,50 €). Kein Schufa-Eintrag ohne gerichtliches Mahnverfahren.
  • Lastschrift nicht gedeckt: Rückbuchung durch die Bank. Rücklastschriftgebühr zwischen 3 € und 8,75 € zulässig. Zusätzlich Mahngebühren des Empfängers. In Österreich kann die Gesamtbelastung durch doppelte Verrechnung auf 10 € bis 20 € steigen.

Fazit: Beim Dauerauftrag bist du im Fehlschlag-Szenario deutlich besser gestellt als bei der Lastschrift. Allerdings liegt die Verantwortung für ausreichende Kontodeckung vollständig bei dir – die Bank erinnert dich nicht aktiv.

Entscheidungshilfe auf einen Blick

  • Fixer Betrag, du willst Kontrolle → Dauerauftrag
  • Variabler Betrag, Empfänger ist vertrauenswürdig → Lastschrift
  • Kreditkartenrechnung automatisch bezahlen → AutoPay
  • Kreditkartenrechnung, Zinsvermeidung gewünscht → AutoPay mit Angepasstem Saldo

Häufig gestellte Fragen

Wie richte ich einen Dauerauftrag im Online-Banking ein?

Melde dich im Online-Banking an, navigiere zu „Daueraufträge“, wähle dein Konto und klicke auf „Neuer Auftrag“. Fülle Empfänger-IBAN, Betrag, Datum und Rhythmus aus, prüfe die Angaben und bestätige mit einer TAN. Der Auftrag ist ab dem nächsten Bankarbeitstag aktiv.

Was kostet es, einen Dauerauftrag zu ändern oder zu löschen?

Im Online-Banking ist das bei nahezu allen deutschen Banken kostenlos und unbegrenzt möglich. Am Schalter oder per Post fallen bei der Sparkasse 1,00 € bis 2,45 € an. Einzelne Kontomodelle wie das Volksbank PrivatGiro Basic berechnen 0,30 € auch online.

Was passiert, wenn mein Konto beim Dauerauftrag nicht gedeckt ist?

Der Dauerauftrag wird nicht ausgeführt. Bankgebühren dafür sind laut BGH-Rechtsprechung unzulässig. Der Zahlungsempfänger kann jedoch Mahngebühren von bis zu rund 2,50 € berechnen. Ein Schufa-Eintrag entsteht erst bei einem gerichtlichen Mahnverfahren.

Wie unterscheidet sich AutoPay vom klassischen Dauerauftrag?

AutoPay ist ausschließlich für die automatische Bezahlung der eigenen Kreditkartenrechnung gedacht. Der Betrag ist variabel und richtet sich nach dem monatlichen Saldo. Ein klassischer Dauerauftrag überweist einen fixen Betrag an beliebige Empfänger per IBAN und wird über die Hausbank eingerichtet.

Welche AutoPay-Option ist empfehlenswert, um Zinsen zu vermeiden?

Der Angepasste Saldo (Adjusted Balance) ist die empfohlene Option. Er zahlt genau den fälligen Betrag, verhindert Überzahlung bei Gutschriften und vermeidet vollständig Zinsen. Die Mindestzahlung hingegen führt zu Zinsen auf den offenen Restbetrag.

Kann ich eine Lastschrift rückgängig machen?

Ja. Eine autorisierte Lastschrift kannst du innerhalb von 8 Wochen (56 Kalendertage) ohne Angabe von Gründen widerrufen. Bei einer nicht autorisierten Lastschrift – also ohne gültige Einzugsermächtigung – hast du sogar 13 Monate Zeit und zahlst dabei keine Gebühren.

Welche Vorlaufzeiten muss ich bei Dauerauftragsänderungen beachten?

Bei der DKB müssen Änderungen bis spätestens 17:30 Uhr am Vortag des Ausführungstermins eingehen. Die Commerzbank verlangt mindestens einen Bankarbeitstag Vorlauf. Wer diese Fristen verpasst, muss bis zum nächsten regulären Termin warten.


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