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VW-Chef besucht Sachsen: Zwickau setzt Hoffnungen auf China-Modelle

25. August 2026, 16:56 Uhr557 AufrufeZuletzt geprüft: 07.09.2026

Das Wichtigste in Kürze

Volkswagen steht vor großen Herausforderungen: Überkapazitäten, Konkurrenz aus China und drohender Jobabbau belasten den Konzern. In Zwickau, einem Pionierstandort für E-Autos, sind die Zukunftsaussichten ungewiss. Konzernchef Blume wird erwartet, um Klarheit zu schaffen und Perspektiven aufzuzeigen.

Volkswagen-Konzernchef Oliver Blume wird nächste Woche erstmals an einer Betriebsversammlung im E-Auto-Werk Zwickau teilnehmen. Die Belegschaft fordert klare Perspektiven für die Zeit nach 2030, wenn die aktuelle Standortgarantie ausläuft. Der Vorsitzende des Gesamtbetriebsrates von Volkswagen Sachsen, Mike Rösler, erwartet vom Vorstand konkrete Lösungen statt Medienberichte über neue Pläne.

Beschäftigungsrückgang trotz Vorreiterrolle

Das Werk Zwickau gilt seit der Umstellung auf Elektromobilität im Jahr 2020 als Vorreiter bei Volkswagen. Die Zahl der Beschäftigten sank jedoch von rund 11.000 auf aktuell etwa 8.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Bis 2027 werden planmäßig über 1.000 weitere Arbeitsplätze wegfallen, wenn eine Fertigungslinie stillgelegt wird.

Auslastung und Kapazitätsprobleme

Das Werk ist für maximal 360.000 Fahrzeuge ausgelegt. In diesem Jahr werden voraussichtlich etwa 202.000 Fahrzeuge produziert. Die geringere Auslastung führt automatisch zu steigenden Stückkosten und belastet die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts. Sachsens Wirtschaftsminister Dirk Panter betonte, dass Zwickau-Mosel das produktivste Fahrzeugwerk von VW in Deutschland sei.

Neue Geschäftsfelder als Perspektive

Volkswagen plant den Ausbau der Demontage gebrauchter Fahrzeuge als neues Geschäftsfeld. Bis Ende dieses Jahres sollen etwa 100 Personen in diesem Bereich arbeiten. Langfristig könnte die Zahl auf bis zu 1.000 steigen. Ab 2030 sollen jährlich bis zu 15.000 Fahrzeuge zerlegt und aufbereitet werden. Der Betriebsrat verweist zudem auf umfassende Sparanstrengungen bei Energie- und Beschaffungskosten, um die Wettbewerbsfähigkeit zu sichern.

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