ETF-Sparplan-Anbieter 2026: Kostenvergleich der Broker

17.07.889 Aufrufe0 Mal als hilfreich markiertZuletzt geprüft: 11.10.2026

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2 Partner-Angebote · sortiert nach Kosten pro Jahr

Risikohinweis: Wertpapiere können an Wert verlieren, ein Verlust des eingesetzten Geldes ist möglich. Die Übersicht vergleicht Kosten und ist keine Anlageberatung und keine Empfehlung.

Zuerst zeigen wir die Angebote unserer Partner (Werbung*). Mit „Alle Angebote“ oder einem Filter siehst du den gesamten Vergleich.

Anbieter
Angebot
Sparplan-Kosten pro Jahr
ETF-Sparpläne
Kosten je Ausführung
Ohne Ausführungsgebühr
Mindestrate
Ausführungstermine
Depotführung
Bruchstücke
Anbietertyp
Aufsicht
Hinweis
Geprüft am
1Scalable Capital
Sparplan-Kosten pro Jahr0,00 €pro Jahr
ETF-Sparpläne2.700ETF-Sparpläne

Neobroker. Order: 0,99 €.

Kosten je Ausführung0,00 € pro Sparplanausführung und automatischer Wiederanlage (Aktien, ETFs, ETCs, sonstige ETPs) in allen Broker-Modellen (PLV III.)
Ohne Ausführungsgebührja
Mindestrate1 €
Ausführungsterminemonatlich, zweimonatlich, quartalsweise, halbjährlich oder jährlich an neun verschiedenen Tagen (konkrete Tage nicht öffentlich gelistet)
DepotführungDepotführung 0,00 € ohne Bedingung (PLV II.)
Bruchstückeja
AnbietertypNeobroker
AufsichtBaFin / Deutsche Bundesbank
Hinweis–
Geprüft am11.10.2026
0Consorsbank
Sparplan-Kosten pro Jahr0,00 €pro Jahr
ETF-Sparpläne2.000ETF-Sparpläne

Direktbank. Order: 4,95 € + 0,25 %, mind. 9,95 €, max. 69 € + 0,95 €.

Kosten je AusführungETF-Sparpläne: 0 % Sparplangebühr (zzgl. marktüblicher Spreads und Zuwendungen), Partner übernehmen die Gebühr; die im PLV (Stand 09.10.2025) noch genannten 1,50 % werden lt. Website nicht mehr berechnet. Aktien-, ETC- und Zertifikate-Sparpläne: 1,50 % der Sparrate. Fonds: über 130 Fonds-Sparpläne mit 0 % Ausgabegebühr, übrige ab 0,50 %. Eröffnung/Änderung/Löschung kostenlos.
Ohne Ausführungsgebührja
Mindestrate10 €
Ausführungstermine1., 7., 15. oder 23. eines Monats; monatlich, alle zwei Monate, vierteljährlich oder halbjährlich; Ausführung ETFs/Aktien über Tradegate Exchange (Weiterleitung 09:30 Uhr)
DepotführungDepotführung bei Sammelverwahrung kostenlos, ohne weitere Bedingung (separiertes Einzeldepot bei Clearstream nur auf ausdrücklichen Auftrag kostenpflichtig).
Bruchstückeja
AnbietertypDirektbank
AufsichtEuropäische Zentralbank, BaFin, Banque de France, ACPR, AMF (lt. PLV „Zuständige Aufsichtsbehörden“)
Hinweis–
Geprüft am11.10.2026
0ING
Sparplan-Kosten pro Jahr0,00 €pro Jahr
ETF-Sparpläne1.100ETF-Sparpläne

Direktbank. Order: 4,90 € + 0,25 %, max. 69,90 €.

Kosten je AusführungETF-Sparpläne über Börse/Direkthandel: Käufe kostenlos (reguläre Orderprovision 1,75 % wird vom Vertriebspartner und/oder der Bank übernommen). Aktien- und Zertifikate-Sparpläne: 1,5 % Provision vom Kurswert. Fonds-Sparpläne über Fondsgesellschaft: ING-Ausgabeaufschlag (bis 100 % Rabatt).
Ohne Ausführungsgebührja
Mindestrate1 €
AusführungstermineMonatlich, zweimonatlich oder vierteljährlich zum 01., 07., 15. oder 23. des Monats
DepotführungDepotverwahrung/-verwaltung im Sammeldepot kostenlos, ohne Bedingung.
Bruchstückeja
AnbietertypDirektbank
AufsichtEuropäische Zentralbank / BaFin (lt. Impressum)
Hinweis–
Geprüft am11.10.2026
2finanzen.net ZERO
Sparplan-Kosten pro Jahr0,00 €pro Jahr
ETF-Sparpläne1.000ETF-Sparpläne

Neobroker. Order: bis 499,99 €: 1 €; darüber: 0 €.

Kosten je AusführungSparpläne in ETFs, Aktien und Fonds: 0 € (‚Preis nach Gutschrift und Saldierung‘); laut Website kein Mindermengenzuschlag-Hinweis für Sparpläne
Ohne Ausführungsgebührja
Mindestrate1 €
AusführungstermineAusführung regelmäßig zwischen 15:45 und 17:15 Uhr am Ausführungstag; wählbare Tage nicht öffentlich angegeben; Rate per Guthaben auf dem Verrechnungskonto (keine Lastschrift)
DepotführungDepotverwahrung und -verwaltung 0 € ohne Bedingung (PLV, Auszug Baader Bank)
Bruchstückeja
AnbietertypNeobroker
AufsichtBaFin (DonauCapital Wertpapier GmbH, Erlaubnis § 15 Abs. 1 WpIG; Baader Bank AG); finanzen.net zero GmbH im Vermittlerregister der BaFin (80165132)
Hinweis–
Geprüft am11.10.2026
0Trade Republic
Sparplan-Kosten pro Jahr0,00 €pro Jahr
ETF-Sparplänenicht angegebenETF-Sparpläne

Neobroker. Order: 1 €.

Kosten je AusführungAusführung von Sparplänen für Aktien, ETFs oder Crypto: kostenfrei; Abwicklungskostenpauschale entfällt bei Sparplänen
Ohne Ausführungsgebührja
Mindestrate1 €
AusführungstermineHäufigkeit (z. B. monatlich oder quartalsweise) und Ausführungstag vom Kunden festgelegt (Anlage 6 Kundenvereinbarung); konkrete wählbare Tage nicht öffentlich belegt
Depotführungkeine Depotgebühr genannt; Preisübersicht listet keine Depot-/Kontoführungsentgelte
Bruchstückeja
AnbietertypNeobroker
AufsichtBaFin / Deutsche Bundesbank
Hinweis–
Geprüft am11.10.2026
0comdirect
Sparplan-Kosten pro Jahr18,00 €pro Jahr
ETF-Sparpläne2.000ETF-Sparpläne

Direktbank. Order: 4,90 € + 0,25 %, mind. 9,90 €, max. 59,90 €.

Kosten je AusführungAusführung von ETF-, Aktien- und Zertifikate-Sparplänen: kein Grundentgelt, Orderprovision 1,50 % des Anlagebetrages (enthalten in der Sparrate), kein börsenplatzabhängiges Entgelt. 500 ausgewählte ETF-Specials ohne Orderentgelt (zzgl. Spreads, Zuwendungen, Produktkosten). Fonds: mind. 25 % Discount auf den Ausgabeaufschlag.
Ohne Ausführungsgebührnein
Mindestrate1 €
Ausführungstermine1., 7., 15. oder 23. des Monats; monatlich, alle 2, 3 oder 6 Monate oder jährlich
DepotführungFür Depots, die ab 15.07.2026 eröffnet wurden: 0 € ohne Bedingung. Depots bis 14.07.2026: 1,95 €/Monat (5,85 €/Quartal), entfällt ab 2 Trades im Quartal, bei Nutzung eines Girokontos unter gleicher Kundennummer oder mind. einer Sparplanausführung im Quartal.
Bruchstückeja
AnbietertypDirektbank
AufsichtEuropäische Zentralbank und BaFin (BAK Nr. 100005)
Hinweis–
Geprüft am11.10.2026

Stand: 11.10.2026 · Konditionen von den Websites der Anbieter, geprüft am 11.10.2026.

Fachlich geprüft von Chanel

So sortieren wir

Standard sind die Kosten pro Jahr für deine Sparrate: zwölf Ausführungen nach dem Preisverzeichnis des Anbieters plus Depotführung. Fondskosten (TER), Spreads und Aktionen sind nicht enthalten. Bei gleichen Kosten steht der Anbieter mit mehr ETF-Sparplänen vorn, danach entscheidet der Name.

Die Zahl der ETF-Sparpläne stammt von der Website des Anbieters. Ob dein Wunsch-ETF dabei ist und ob er dort ohne Ausführungsgebühr läuft, siehst du in der Liste des Anbieters. Angebote mit und ohne Partnervertrag werden nach denselben Werten sortiert.

6 Angebote von 6 geprüften Anbietern. Kein vollständiger Marktüberblick. Auswahlkriterien: die sechs meistgenutzten ETF-Sparplan-Anbieter; weitere Depots mit ETF-Sparplan stehen im Depot-Vergleich.

Werbehinweis: Mit * markierte Links sind Werbelinks. Kommt darüber ein Abschluss zustande, erhält Finalarm eine Provision. Links „Zum Anbieter“ sind keine Werbelinks. So finanzieren wir uns

Das Wichtigste in Kürze

ETF-Sparplan-Anbieter im Kostenvergleich: Ausführungsentgelt, Mindestrate und Depotgebühr bei sechs Anbietern, geprüft am 11.10.2026, dazu Steuern, Vorabpauschale 2026 und wie dein Depot geschützt ist.

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Das Wichtigste in Kürze

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Consorsbank – Wertpapierdepot

Consorsbank - Wertpapierdepot

Consorsbank – Wertpapierdepot

Vorteile

  • Alle ETF-Sparpläne ohne Sparplangebühr
  • Aktien-Sparpläne 12 Monate gebührenfrei
  • 0,95 € je Order über Tradegate im 1. Jahr
  • Kostenlose Depot- und Kontoführung

Nachteile

  • Jeweils zzgl. marktüblicher Spreads
  • Ab 2. Jahr: 4,95 € + 0,25 %, mind. 9,95 €
  • Aktien-Sparpläne ab Monat 13 kostenpflichtig
  • Angebot nur für volljährige Neukunden

Buzzmatic GmbH & Co. KG übernimmt keine Haftung. Auch kann keine Gewähr für die Aktualität der bereitgestellten Informationen übernommen werden. Maßgeblich sind die Bedingungen des Anbieters.

1822direkt – ETF-Sparplan

1822direkt - ETF-Sparplan

1822direkt – ETF-Sparplan

Vorteile

  • Über 2.400 sparplanfähige ETFs
  • 170+ Aktions-ETFs ohne Gebühr (Rate 50–500 €)
  • Ausführung am 5. oder 20. des Monats
  • 0 € Depotführung (Eröffnung ab 02.05.2023)

Nachteile

  • Andere ETFs: 1,50 % je Rate, mind. 1,50 €, max. 14,90 €
  • Zzgl. Produktkosten und Spreads
  • Einzelorder mind. 9,90 €
  • Nur zwei Ausführungstermine im Monat

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ETF-Sparplan-Markt 2026: Der Preiskampf ist praktisch entschieden

Ein ETF-Sparplan kostet bei den meisten Anbietern heute kein Ausführungsentgelt mehr. 5 von 6 Anbietern in unserem Vergleich führen eine Rate von 100 € kostenlos aus (Stand 11.10.2026). Bezahlt wird trotzdem: über den Kurs am Handelsplatz, die Fondskosten des ETFs und bei manchen Anbietern über eine Depotgebühr oder ein Abo.

Die Ausführungsgebühr für ETF-Sparpläne ist 2026 bei den großen Anbietern faktisch abgeschafft. Trade Republic, Scalable Capital, ING, Consorsbank und finanzen.net zero führen Sparpläne inzwischen für 0 Euro aus — nur bei der comdirect kostet der Standard-Sparplan außerhalb ihrer ETF-Specials noch 1,5 Prozent der Sparrate (Stand: 11.10.2026).

Das war lange anders. Direktbanken wie Consorsbank und comdirect verlangten jahrelang 1,5 Prozent je Ausführung, sofern der ETF nicht auf einer Aktionsliste stand. Die Consorsbank berechnet diese Gebühr laut ihrer Website nicht mehr, die Sparplan-Partner übernehmen sie: Ihre über 2.000 sparplanfähigen ETFs laufen ohne Sparplangebühr (Stand 11.10.2026). Der Kostendruck der Neobroker hat den Markt damit fast vollständig auf null gedrückt. Der Unterschied in der Gebührenstruktur wird im direkten Kostenvergleich zwischen Neobroker oder Filialbank besonders deutlich.

Gleichzeitig boomt das Produkt selbst, das zeigt die amtliche Statistik zum Fondsbesitz der Haushalte.

Wie viel Geld die Haushalte in Fonds halten

Die amtliche Finanzierungsrechnung zeigt den Wandel in Euro. Ende 2015 hielten private Haushalte in Deutschland Investmentfondsanteile im Wert von 563,5 Milliarden Euro, das waren 10,1 % ihres Geldvermögens. Ende 2025 waren es 1.435,5 Milliarden Euro und 14,5 %. Der Anteil der Bankeinlagen fiel im selben Zeitraum von 36,6 auf 31,2 %.

Ein Teil des Zuwachses sind Kursgewinne, ein anderer frisches Geld. Netto gekauft haben die Haushalte 2024 Fondsanteile für 96,4 Milliarden Euro und 2025 für 97,8 Milliarden Euro, ungefähr doppelt so viel wie im Schnitt der Jahre 2015 bis 2023 mit 47,6 Milliarden Euro. Die Statistik trennt ETFs nicht von klassischen Fonds, sie zeigt aber, wohin die Ersparnisse fließen.

Quelle: EZB/Deutsche Bundesbank, Finanzierungsrechnung, private Haushalte einschließlich Organisationen ohne Erwerbszweck, Reihen QSA.Q.N.DE.W0.S1M.S1.N.A.LE.F52 (Bestand), …A.F.F52 (Transaktionen), …A.LE.F2M (Einlagen), …A.LE.F (Geldvermögen); EZB Data Portal, Bundesbank. Stand: 1. Quartal 2026.

Wie stark regelmäßiges Wertpapiersparen die klassische deutsche Spargewohnheit verändert, haben wir in unserer Statistik zum Sparverhalten ausführlich aufbereitet. Kurzfassung: Das Sparbuch verliert, der Sparplan gewinnt.

Der Trend zeigt zugleich, wie sich das Geschäftsmodell verschoben hat. Lange finanzierten Broker die Gratis-Ausführung über Rückvergütungen der Handelsplätze – damit ist seit dem 1. Juli 2026 Schluss: Das Verbot von Payment for Order Flow, in Deutschland seit diesem Tag voll wirksam, untersagt Zahlungen Dritter fürs Weiterleiten deiner Orders. Wie sich die Ausführung ohne Entgelt heute finanziert, schreiben die Anbieter in ihre Unterlagen: Bei Consorsbank und ING übernehmen ETF-Partner die Sparplangebühr über Zuwendungen, bei finanzen.net zero gleicht eine Gutschrift der Bank die Kommission aus, und Trade Republic führt Orders seit dem 2. Juli 2026 zum Bestpreis gegen sich selbst aus (Stand 11.10.2026). Für dich als Sparer ist das grundsätzlich eine gute Nachricht — solange du die indirekten Kostenkanäle kennst, die weiter unten in diesem Artikel im Detail folgen.

Was das Verbot von Payment for Order Flow geregelt hat

Das Verbot steht in Artikel 39a der EU-Verordnung über Märkte für Finanzinstrumente (MiFIR), eingefügt durch die Verordnung (EU) 2024/791. Es gilt seit dem 28. März 2024. Mitgliedstaaten, in denen Broker solche Zahlungen schon vorher angenommen hatten, durften ihre Institute bis zum 30. Juni 2026 ausnehmen. In Deutschland ist das Verbot deshalb seit dem 1. Juli 2026 voll wirksam.

Verboten ist, dass ein Broker von einem Dritten Geld oder einen anderen Vorteil dafür bekommt, dass er deine Order an einem bestimmten Handelsplatz ausführt oder dorthin weiterleitet. Erlaubt bleiben Rabatte auf die Entgelte eines Handelsplatzes, wenn sie im öffentlichen Preisverzeichnis dieses Platzes stehen und ausschließlich dir als Kunde zugutekommen. Für deinen Sparplan heißt das: Die Ausführung muss sich für den Broker auf anderem Weg rechnen. Wie ein Anbieter das heute macht, steht in seinem Preis- und Leistungsverzeichnis und in der Kosteninformation, die er dir vor jedem Geschäft geben muss.

Quelle: ESMA, MiFIR Artikel 39a, Absätze 1 und 2.

Warum der Vergleich trotzdem zählt

Wenn fast überall 0 Euro draufsteht, entscheiden die zweite und dritte Kostenebene: Wie viele ETFs sind dauerhaft gebührenfrei besparbar? Welche Mindestrate gilt? Fallen Depotgebühren an, sobald du den Sparplan pausierst? Und wie stark schlagen Spreads und die laufenden Fondskosten (TER) zu? Genau diese Ebenen nimmt dieser Vergleich auseinander — mit allen sechs großen Anbietern namentlich und mit konkreten Zahlen.

Consorsbank – Wertpapierdepot

0 € Sparplangebühr für ETFs

Vorteile

  • Alle ETF-Sparpläne ohne Sparplangebühr
  • Aktien-Sparpläne 12 Monate gebührenfrei
  • 0,95 € je Order über Tradegate im 1. Jahr
  • Kostenlose Depot- und Kontoführung

Nachteile

  • Jeweils zzgl. marktüblicher Spreads
  • Ab 2. Jahr: 4,95 € + 0,25 %, mind. 9,95 €
  • Aktien-Sparpläne ab Monat 13 kostenpflichtig
  • Angebot nur für volljährige Neukunden

CapTrader – Depot Eröffnung

Vorteile

  • Keine Depotführungsgebühr
  • Zugang zu 170 Märkten in 37 Ländern
  • SmartRouting zum besten Kurs
  • Support durch erfahrene Börsenhändler

Zu beachten

  • Kursrisiko bei Wertpapieren
  • Depotgebühren je Orderart prüfen
  • CapTrader ist Introducing Broker von Interactive Brokers

1822direkt – ETF-Sparplan

Aktions-ETFs: 0 € bei 50–500 €

Vorteile

  • Über 2.400 sparplanfähige ETFs
  • 170+ Aktions-ETFs ohne Gebühr (Rate 50–500 €)
  • Ausführung am 5. oder 20. des Monats
  • 0 € Depotführung (Eröffnung ab 02.05.2023)

Nachteile

  • Andere ETFs: 1,50 % je Rate, mind. 1,50 €, max. 14,90 €
  • Zzgl. Produktkosten und Spreads
  • Einzelorder mind. 9,90 €
  • Nur zwei Ausführungstermine im Monat

Scalable Capital

Gebührenfreie Depotführung

Vorteile

  • 0 € Depotgebühren
  • Sparpläne ab 1 € ohne Gebühr
  • Über 8.000 Aktien handelbar
  • Mehr als 2.700 ETFs
  • Anleihen, Fonds, Derivate

Nachteile

  • FREE: 0,99 € je Trade (PRIME-ETFs ab 250 € 0 €)
  • PRIME+-Flatrate 4,99 € im Monat
  • Xetra und gettex 1,99 € je Trade

SMARTBROKER+ – ETF kaufen

ETFs kaufen

Vorteile

  • gettex: 0 € ab 500 € (Premiumpartner)
  • Über 30 Handelsplätze
  • Über 10.800 Sparpläne
  • 2,25 % p. a. (variabel) bis 100.000 €
  • Depot- und Kontoführung kostenlos

Nachteile

  • gettex unter 500 €: 1 € je Order
  • Ohne Premiumpartner 4 € je Order
  • Telefon-Service Mo–Fr 9–17 Uhr

eToro

Kostenloses Konto & Demokonto

Vorteile

  • Kontoeröffnung kostenlos
  • Demokonto mit 100.000 $ virtuell
  • CopyTrader-Funktion
  • Kryptowährungen handelbar
  • Smart Portfolios verfügbar

Nachteile

  • Spreads fallen an (u. a. CFD, Krypto)
  • Aktien: 1 oder 2 $ Provision je Order
  • 5 $ Gebühr bei Auszahlung vom USD-Konto

Buzzmatic GmbH & Co. KG übernimmt keine Haftung. Auch kann keine Gewähr für die Aktualität der bereitgestellten Informationen übernommen werden. Maßgeblich sind die Bedingungen des Anbieters.

Werbehinweis: Für Abschlüsse über diese Angebote erhalten wir ggf. eine Provision. So finanzieren wir uns

Kostenvergleich der Broker: Sechs Anbieter, alle Konditionen

Die Kosten eines ETF-Sparplans hängen an drei Größen: dem Entgelt je Ausführung, der Depotgebühr und der Auswahl an ETFs ohne Ausführungsentgelt. Der ETF-Sparplan-Vergleich oben zeigt alle drei je Anbieter und rechnet die Kosten für deine Sparrate aus. Der Stand der Konditionen ist der 11.10.2026.

Im direkten Vergleich liegen die sechs meistgenutzten ETF-Sparplan-Anbieter bei der Ausführungsgebühr nahezu gleichauf — die Unterschiede stecken in Auswahl, Mindestrate und Depotmodell. Der Vergleich zeigt die Konditionen im Überblick (Stand: 11.10.2026, Quelle: Preis- und Leistungsverzeichnisse und Websites der Anbieter; „über“ steht dort, wo der Anbieter seine ETF-Zahl so angibt).

Die Kurzanalyse (Update Oktober 2026): Scalable Capital nennt über 2.700 ETFs, die ohne Ausführungsentgelt besparbar sind, die Consorsbank über 2.000, die ING über 1.100 und finanzen.net zero über 1.000; Trade Republic veröffentlicht keine Zahl. Bei der ING laufen alle ETF-Sparpläne ohne Ausführungsentgelt, ohne Aktionsliste. Die comdirect ist der einzige Anbieter im Vergleich, bei dem ein ETF außerhalb ihrer über 500 ETF-Specials 1,5 % der Rate kostet (Stand 11.10.2026).

Wie sich Smartbroker+ gegenüber anderen deutschen Neobrokern positioniert, zeigt der JustTRADE vs. Smartbroker+ 2026: Broker im Vergleich.

Wie du den Vergleich für dich liest

Für die Anbieterwahl zählt weniger die absolute ETF-Anzahl als die Frage, ob dein konkreter Wunsch-ETF dauerhaft gebührenfrei besparbar ist. Wer einen einzigen Welt-ETF ab 50 oder 100 Euro monatlich bespart, findet den bei fünf der sechs Anbieter kostenlos, bei der comdirect dann, wenn er zu den ETF-Specials gehört — die Entscheidung fällt dann über Nebenkriterien wie Guthabenzins, App-Qualität, Girokonto-Anbindung oder Xetra-Zugang.

Anders sieht es aus, wenn du mehrere Sparpläne parallel fährst, Nischen-ETFs besparst oder mit Kleinstraten testest: Dann filtern Mindestrate (10 Euro bei der Consorsbank) und Listenlogik (ETF-Specials bei der comdirect) das Feld schnell aus.

Was ein Sparplan je nach Kostenmodell kostet

Ein pauschales Entgelt trifft kleine Raten hart, ein prozentuales Entgelt trifft jede Rate gleich. Wer 25 € im Monat spart und je Ausführung 1,50 € zahlt, gibt 6 % jeder Einzahlung für die Ausführung aus. Bei 100 € sind es noch 1,5 %. Ein Entgelt von 1,5 % der Rate kostet dagegen bei jeder Ratenhöhe 1,5 % und wirkt wie ein Ausgabeaufschlag. Die Rechnung mit Beispielmodellen, nicht mit konkreten Anbietern:

Kostenmodell (Beispiel) 25 € im Monat 100 € im Monat 500 € im Monat
0 € je Ausführung0,00 € im Jahr0,00 € im Jahr0,00 € im Jahr
0,99 € je Ausführung11,88 € (3,96 %)11,88 € (0,99 %)11,88 € (0,20 %)
1,50 € je Ausführung18,00 € (6,00 %)18,00 € (1,50 %)18,00 € (0,30 %)
1,5 % der Rate4,56 € (1,52 %)*18,00 € (1,50 %)90,00 € (1,50 %)
1,5 % der Rate, mindestens 1,50 €18,00 € (6,00 %)18,00 € (1,50 %)90,00 € (1,50 %)

Kosten pro Jahr bei monatlicher Ausführung, in Klammern der Anteil an jeder Rate. * 1,5 % von 25 € sind 0,375 €, gerundet 0,38 € je Ausführung. Rechenbeispiel ohne Spreads und Fondskosten, keine Konditionen eines bestimmten Anbieters.

Zwei Folgen ergeben sich daraus. Bei pauschalen Entgelten kostet jeder zusätzliche Sparplan eine weitere Ausführung: Wer 100 € auf vier ETFs zu je 25 € verteilt, zahlt viermal. Und ein wöchentlicher Rhythmus vervielfacht pauschale Entgelte, ein prozentuales Entgelt bleibt in Summe gleich. Wie viel Vermögen am Ende entstehen kann, zeigt unser ETF-Sparplan-Rechner.

Kostenlose Sparplan-ETFs je Broker im Vergleich

01.0002.0003.000Scalable CapitalScalable Capital: über 2.700über 2.700ConsorsbankConsorsbank: über 2.000über 2.000INGING: über 1.100über 1.100finanzen.net zerofinanzen.net zero: über 1.000über 1.000comdirectcomdirect: über 500über 500Trade Republickeine Angabe des Anbieters
Quelle: Websites der Anbieter, Angaben „über“ wie vom Anbieter genannt; comdirect: ETF-Specials ohne Orderentgelt; Trade Republic nennt keine Zahl. Stand: 11.10.2026.

Infografik: ETF-Sparplan-Anbieter 2026: Auswahl, Mindestrate, Kostenwirkung

Alle Vergleichswerte dieses Artikels in einer interaktiven Grafik: die Zahl der kostenlos besparbaren ETFs und die Mindestrate je Broker, die Modellrechnung über zehn Jahre sowie Guthabenzinsen und laufende Fondskosten. Wechsle die Ansicht, wähle das Szenario und tippe auf die Balken für den Detailwert. Über den Knopf am Fuß der Grafik lädst du sie als PDF herunter.

Finalarm Infografik · interaktiv
ETF-Sparplan-Anbieter 2026: Auswahl, Mindestrate, Kostenwirkung
Fünf von sechs Brokern führen Sparpläne für 0 Euro aus, entscheidend sind Auswahl, Mindestrate und Fondskosten. Ansicht wechseln, Szenario wählen, Balken antippen.
0 €
Sparplan-Ausführung bei 5 von 6 Brokern
comdirect: 1,5 % außerhalb der ETF-Specials
über 2.700
besparbare ETFs bei Scalable Capital
0 € je Ausführung, laut Anbieter
1.435,5 Mrd. €
in Investmentfonds, Ende 2025
private Haushalte, Bundesbank
rund 900 €
Kostenunterschied über 10 Jahre
bei 150 € Monatsrate
Ansicht:

Sparplan-ETFs ohne Ausführungsentgelt und Mindestrate je Broker

Oben die ETFs, die laut Anbieter ohne Ausführungsentgelt besparbar sind, unten die kleinste mögliche Sparrate.

0 ETFs500 ETFs1000 ETFs1500 ETFs2000 ETFs2500 ETFs3000 ETFs3500 ETFsScalable CapitalScalable Capital: über 2.700über 2.700ConsorsbankConsorsbank: über 2.000über 2.000INGING: über 1.100über 1.100finanzen.net zerofinanzen.net zero: über 1.000über 1.000comdirectcomdirect: über 500 von über 2.000über 500 von über 2.000Trade Republickeine Angabe des Anbieters
0 €5 €10 €15 €20 €25 €Trade RepublicTrade Republic: 1 €1 €Scalable CapitalScalable Capital: 1 €1 €INGING: 1 €1 €comdirectcomdirect: 1 €1 €finanzen.net zerofinanzen.net zero: 1 €1 €ConsorsbankConsorsbank: 10 €10 €

Angaben „über“ wie vom Anbieter genannt, Stand 11.10.2026; maßgeblich ist das aktuelle Preis- und Leistungsverzeichnis des Anbieters. Quelle: Preis- und Leistungsverzeichnisse und Websites der Anbieter.

Quellen: Preis- und Leistungsverzeichnisse und Websites der Anbieter, geprüft am 11.10.2026 · EZB/Deutsche Bundesbank, Finanzierungsrechnung · Modellrechnung finalarm.de · ESMA (MiFIR Artikel 39a)
Stand: 11.10.2026

Ausführung, Termine und Bruchstücke: Was mit deiner Sparrate passiert

Am Ausführungstag bucht der Anbieter deine Rate vom Verrechnungskonto ab, kauft ETF-Anteile zum Kurs dieses Tages und schreibt sie deinem Depot gut. Weil 100 € selten genau ganze Anteile ergeben, bekommst du meist Bruchteile. Welche Tage zur Wahl stehen, an welchem Handelsplatz gekauft wird und ob du ganze oder anteilige Stücke erhältst, regelt jeder Anbieter selbst.

Ausführungstag und Rhythmus

Manche Anbieter lassen dir die Wahl zwischen mehreren festen Tagen im Monat, andere führen an fixen Terminen aus. Den Rhythmus wählst du meist zwischen wöchentlich, zweiwöchentlich, monatlich, zweimonatlich und vierteljährlich. Der Kauftag legt fest, zu welchem Kurs du an diesem Tag einsteigst. Einen Tag, der verlässlich günstiger ist, kann niemand vorab bestimmen. Wichtiger ist, dass das Geld rechtzeitig auf dem Verrechnungskonto liegt: Fehlt es, setzen viele Anbieter die Ausführung aus.

Handelsplatz und Kurs

Sparpläne laufen selten über die Präsenzbörse mit Makler, sondern meist über einen außerbörslichen Handelspartner oder eine Börse mit elektronischem Market Maker. Den Platz legt der Anbieter fest, in seinen Ausführungsgrundsätzen steht, welcher es ist. Im Kurs steckt der Spread, also der Abstand zwischen Kauf- und Verkaufskurs. Bei breit gestreuten, viel gehandelten ETFs ist er meist klein, bei Nischen-ETFs und außerhalb der Xetra-Handelszeit von 9:00 bis 17:30 Uhr kann er größer ausfallen.

Bruchstücke

Bruchstücke sind Anteile, die kleiner sind als ein ganzer ETF-Anteil. Sie machen kleine Raten erst möglich. Bei einem Depotwechsel lassen sie sich oft nicht mitnehmen, weil der Übertrag zwischen den Lagerstellen in ganzen Stücken läuft. Was mit Bruchteilen passiert, ob der Anbieter sie verkauft oder ausbucht, steht in seinem Preis- und Leistungsverzeichnis. Mehr dazu im Ratgeber Teilaktien im Sparplan.

Sparplan einrichten

Ein Sparplan setzt ein Depot mit Verrechnungskonto voraus. Nach der Eröffnung mit Identitätsprüfung wählst du den ETF über seine ISIN, legst Rate, Rhythmus und Starttermin fest und erteilst bei einer deutschen Bank einen Freistellungsauftrag. Wie die Eröffnung abläuft und welche Unterlagen du brauchst, beschreibt der Ratgeber Depot eröffnen.

Neobroker im Detail: Trade Republic, Scalable Capital, finanzen.net zero

Bei den Neobrokern bekommst du 2026 die Kombination aus 0-Euro-Ausführung, 1-Euro-Mindestrate und großer ETF-Auswahl — bezahlt wird indirekt, über den Spread im Ausführungskurs und über Zuwendungen von Handelspartnern und Produktanbietern, die Trade Republic, Scalable Capital und finanzen.net zero in ihren Kundenunterlagen nennen. Technisch wird dies durch den Erwerb von Teilaktien im Sparplan ermöglicht, bei dem du Bruchstücke eines ETF-Anteils kaufst.

Trade Republic

Trade Republic führt sämtliche ETF-Sparpläne ohne Ordergebühr aus; wie viele ETFs sparplanfähig sind, nennt Trade Republic öffentlich nicht. Die Mindestrate liegt bei 1 Euro, Häufigkeit und Ausführungstag legst du selbst fest. Seit dem 2. Juli 2026 führt Trade Republic Orders zum Bestpreis gegen sich selbst aus, nicht mehr über eine feste Partnerbörse. Dazu kommt ein Zinsangebot: Auf unangelegtes Guthaben zahlt Trade Republic 2,5 Prozent p.a., nachdem du die Zinsen in der App aktiviert hast, variabel und ohne Obergrenze (Stand 11.10.2026).

Scalable Capital

Scalable Capital stellt über 2.700 Sparplan-ETFs ab 1 Euro Rate gebührenfrei — im kostenlosen FREE-Broker genauso wie im Abo-Modell PRIME+ für 4,99 Euro pro Monat. Das Abo betrifft vor allem die Kosten von Einzelorders; für Sparpläne ändert es laut Preisverzeichnis nichts. Das Verrechnungskonto wird nicht verzinst; Zinsen gibt es auf dem separaten Scalable Tagesgeld, seit dem 1. September 2026 2,60 Prozent p.a. Ausführungsplatz für Einzelorders im FREE-Tarif ist die European Investor Exchange (EIX) der Börse Hannover (Stand 11.10.2026).

finanzen.net zero

finanzen.net zero bietet über 1.000 ETF-Sparpläne ohne Ausführungskosten und ohne Depotgebühr. Die Mindestrate liegt laut finanzen.net zero bei 1 Euro; die Rate muss als Guthaben auf dem Verrechnungskonto liegen, eine Lastschrift gibt es nicht (Stand 11.10.2026). Auch im internationalen Wettbewerb unterscheiden sich die Anbieter teils erheblich, wie der Trade Republic vs. eToro: Broker-Vergleich 2026 zeigt.

Worin sich Trade Republic, Scalable Capital und finanzen.net zero unterscheiden

Die drei Anbieter unterscheiden sich weniger beim Ausführungsentgelt als bei vier Merkmalen: der Zahl der sparplanfähigen ETFs, der Mindestrate, dem Handelsplatz und der Frage, wie nicht angelegtes Guthaben verzinst wird, ob direkt auf dem Verrechnungskonto oder über ein eigenes Konto oder einen Geldmarktfonds. Zahl der ETFs und Mindestrate stehen im ETF-Sparplan-Vergleich oben, Stand 11.10.2026. Welche Kombination zu dir passt, hängt von Rate, Zahl der Sparpläne und deinem Umgang mit Guthaben ab; eine Empfehlung für einen Anbieter geben wir nicht. Bei der Regulierung gilt: Trade Republic und Scalable Capital sind deutsche Banken unter Aufsicht von BaFin und Bundesbank und verwahren die Wertpapiere selbst; bei finanzen.net zero führt die Baader Bank Konto und Depot (Stand 11.10.2026). Wie sich die Anbieter bei Handelsplätzen und Ordertypen unterscheiden, zeigt der Neobroker-Vergleich 2026: Trade Republic, eToro & Co..

📌 Good to know

ETF-Anteile sind doppelt geschützt: Das Fondsvermögen ist Sondervermögen und von der Fondsgesellschaft getrennt, und die Anteile in deinem Depot gehören dir, nicht dem Broker. Fehlen nach einer Pleite Wertpapiere, zahlt die Anlegerentschädigung 90 %, höchstens 20.000 €. Die Einlagensicherung bis 100.000 € gilt nur für Guthaben, das als Einlage bei einer Bank liegt. Mehr dazu

Direktbanken im Detail: ING, Consorsbank, comdirect

Die Direktbanken haben beim Preis weitgehend nachgezogen und punkten mit Vollbank-Komfort: Girokonto-Anbindung, Xetra-Zugang, telefonischer Service und lange Markterfahrung.

ING

Die ING hat das einfachste Modell im Feld: Alle über 1.100 sparplanfähigen ETFs sind ohne Ausführungsentgelt besparbar, ab 1 Euro, ohne Depotgebühr und ohne Aktionslisten (Stand 11.10.2026). Du musst also nie prüfen, ob dein ETF gerade "im Angebot" ist. Die Auswahl ist kleiner als bei Scalable Capital.

Consorsbank

Die Consorsbank verlangt für ETF-Sparpläne laut ihrer Website keine Sparplangebühr mehr, die Sparplan-Partner übernehmen sie; ihr Preis- und Leistungsverzeichnis (gültig ab 09.10.2025) nennt noch 1,5 Prozent. Über 2.000 ETFs sind sparplanfähig (Stand 11.10.2026). Die Mindestrate liegt bei 10 Euro, die Depotführung ist kostenlos. Die Consorsbank ist die deutsche Niederlassung der BNP Paribas S.A.

comdirect

Die comdirect (Commerzbank-Gruppe) ist im Vergleich der einzige Anbieter mit Sparplangebühr: Standardmäßig kostet die Ausführung 1,5 Prozent der Rate. Ohne Orderentgelt laufen über 500 ETF-Specials von über 2.000 sparplanfähigen ETFs. Für Depots, die seit dem 15. Juli 2026 eröffnet wurden, kostet die Depotführung nichts; ältere Depots kosten 1,95 Euro im Monat, außer bei mindestens einer Sparplanausführung oder zwei Trades im Quartal oder mit comdirect-Girokonto. Ob ein ETF ohne Orderentgelt läuft, zeigt die Liste der ETF-Specials; außerhalb kostet bei 200 Euro Monatsrate jede Ausführung 3 Euro, also 36 Euro im Jahr (Stand 11.10.2026).

Direktbank oder Neobroker — die ehrliche Abwägung

Bei kleinen Raten fallen die Kostenunterschiede zwischen beiden Gruppen gering aus, sobald beide 0 € je Ausführung verlangen; dann unterscheiden sie sich vor allem im Leistungsumfang: Bei ING, Consorsbank und comdirect laufen Girokonto, Tagesgeld und Depot unter einem Dach, Orders lassen sich auch über Xetra platzieren, und es gibt telefonischen Support. Bei ING und Consorsbank kostet die Ausführung eines ETF-Sparplans 0 €, bei der comdirect außerhalb der ETF-Specials 1,5 % der Rate (Stand 11.10.2026). Die Bündelung der Finanzen ist ein wesentlicher Vorteil, den ein Direktbank-Girokonto als zentrale Schnittstelle bietet.

💡 Tip

Direktbanken führen Sparpläne oft börslich über Xetra oder Tradegate aus, Neobroker meist außerbörslich oder über gettex. Zwischen 9:00 und 17:30 Uhr — während der Xetra-Handelszeiten — sind die Spreads an allen Plätzen am engsten. Bei einem Neobroker, der ebenfalls börsliche Ausführung über gettex ermöglicht, erfährst du mehr über die Konditionen von flatex.

Wie sicher ist ein ETF-Depot? Sondervermögen, Verwahrung, Anlegerentschädigung

Ein ETF-Depot ist auf drei Ebenen geschützt, die oft verwechselt werden. Der ETF selbst ist Sondervermögen und von der Fondsgesellschaft getrennt. Die Anteile in deinem Depot gehören dir und nicht dem Broker. Und die gesetzliche Anlegerentschädigung springt ein, wenn ein Institut Wertpapiere oder Geld aus Wertpapiergeschäften nicht zurückgeben kann, begrenzt auf 90 % und 20.000 €. Kursverluste deckt keine dieser Ebenen.

Ebene 1: Der Fonds ist Sondervermögen

Ein ETF nach deutschem Recht ist ein Sondervermögen. Die Kapitalverwaltungsgesellschaft muss es getrennt von ihrem eigenen Vermögen halten (§ 92 KAGB), und die Vermögenswerte liegen bei einer Verwahrstelle, einem Kreditinstitut mit Sitz in der EU oder im EWR (§ 68 KAGB). Für die vielen ETFs mit Sitz in Irland oder Luxemburg schreibt die EU-Fondsrichtlinie (OGAW) vergleichbare Regeln vor: getrennte Verwahrung bei einer Verwahrstelle. Geht die Fondsgesellschaft pleite, fällt das Fondsvermögen nicht in ihre Insolvenzmasse.

Ebene 2: Die Anteile im Depot gehören dir

Dein Broker verwahrt die ETF-Anteile für dich, Eigentümer bleibst du. Im Insolvenzfall des Brokers kannst du sie deshalb herausverlangen, sie gehören nicht zur Insolvenzmasse (Aussonderung nach § 47 InsO). Praktisch überträgt der Insolvenzverwalter die Bestände auf ein anderes Depot. Bis dahin kann es dauern, und so lange kommst du womöglich nicht an deine Anteile. Manche Neobroker lassen die Wertpapiere bei einer Partnerbank verwahren: Bei finanzen.net zero führt die Baader Bank Konto und Depot, Trade Republic und Scalable Capital verwahren als Banken selbst (Stand 11.10.2026).

Ebene 3: Anlegerentschädigung, wenn etwas fehlt

Für den Fall, dass ein Institut Wertpapiere nicht zurückgeben kann, etwa nach Unterschlagung oder Fehlbuchungen, gibt es die gesetzliche Anlegerentschädigung. Sie ist auf 90 % deiner Forderung und höchstens 20.000 € begrenzt (§ 4 Abs. 2 AnlEntG). Fehlen Werte von 10.000 €, bekommst du 9.000 €, bei 30.000 € ist bei 20.000 € Schluss. Bei privaten Banken ist die Entschädigungseinrichtung deutscher Banken zuständig, bei Wertpapierinstituten die Entschädigungseinrichtung der Wertpapierhandelsunternehmen (EdW).

Und das Guthaben auf dem Verrechnungskonto?

Für Geld, das nicht angelegt ist, gilt eine andere Regel. Liegt es als Einlage bei einer Bank, schützt es die gesetzliche Einlagensicherung bis 100.000 € je Kunde und Bank (§ 8 EinSiG). Ein Wertpapierinstitut ohne Banklizenz darf selbst keine Einlagen halten. Es parkt das Guthaben auf Treuhandkonten bei Partnerbanken oder legt es auf deinen Wunsch in Geldmarktfonds an, die wiederum Sondervermögen sind. Wo dein Guthaben liegt, steht in den Kundeninformationen deines Anbieters.

Quellen: § 92 KAGB, § 68 KAGB, § 47 InsO, § 4 AnlEntG, § 8 EinSiG, BaFin: Einlagensicherung und Anlegerentschädigung.

Versteckte Kosten: Wo "0 Euro" nicht die ganze Wahrheit ist

Auch ein Sparplan mit 0 Euro Ausführungsgebühr kostet Geld — nur an anderer Stelle. Drei Kostenebenen bleiben bei jedem Anbieter bestehen: Spread, TER und die Befristung von Aktionsangeboten. Wer nur auf die Ordergebühr schaut, vergleicht die sichtbarsten, aber langfristig kleinsten Posten der Gesamtrechnung.

Der Spread: die unsichtbare Handelsgebühr

Der Spread ist die Differenz zwischen An- und Verkaufskurs und steckt direkt im Ausführungskurs. Neobroker führen Sparpläne meist über außerbörsliche Handelspartner oder regionale Plätze wie gettex aus, wo die Spreads außerhalb der Xetra-Kernzeiten spürbar weiter sein können. Bei liquiden Standard-ETFs auf MSCI World oder S&P 500 reden wir meist über wenige Basispunkte — bei Nischen-ETFs und Ausführungen am frühen Morgen kann es mehr werden. Entscheidend ist deshalb weniger der Anbieter als der Ausführungszeitpunkt. Welche Kostenunterschiede zwischen Xetra, gettex und Tradegate konkret entstehen, hängt stark vom gehandelten Wertpapier ab.

Die TER: der größte Hebel liegt im Produkt

Die laufenden Fondskosten (Total Expense Ratio) zahlst du unabhängig vom Broker, sie werden täglich anteilig aus dem Fondsvermögen entnommen. Wie hoch sie ist, steht im Basisinformationsblatt des ETFs; auch bei ETFs auf denselben Index unterscheiden sich die Sätze. Noch aussagekräftiger als die TER ist die Tracking Difference, also die tatsächliche Abweichung vom Index; sie kann kleiner oder größer als die TER ausfallen. Der Unterschied zwischen 0,12 und 0,20 Prozent TER klingt akademisch, macht bei einem Depot von 100.000 Euro aber bereits 80 Euro pro Jahr aus — Geld, das über Jahrzehnte zusätzlich fehlt, weil es nicht mehr mitverzinst wird.

Aktions-ETFs: kostenlos mit Verfallsdatum

Bei Anbietern mit Aktionslisten (klassisch comdirect, historisch auch Consorsbank) sind Gratis-Konditionen oft Marketing-Kooperationen mit ETF-Anbietern — und damit befristet. Läuft die Aktion aus, kostet derselbe Sparplan plötzlich 1,5 Prozent je Rate. Dauerhaft kostenlose Modelle wie bei ING, Trade Republic oder Scalable sind planbarer.

Verrechnungskonto und Zinsen nicht vergessen

Auch das Verrechnungskonto ist eine Kostenebene — in beide Richtungen. Trade Republic verzinst Cash-Guthaben nach Aktivierung in der App mit 2,5 Prozent p.a., Scalable Capital zahlt 2,60 Prozent p.a. auf das separate Tagesgeld, die ING 0,75 Prozent auf das Extra-Konto, das als Verrechnungskonto dient; bei finanzen.net zero und Consorsbank bleibt das Verrechnungskonto unverzinst (Stand 11.10.2026). Befristete Aktionszinsen nehmen wir nicht in den Vergleich auf.

📌 Good to know

Ein Broker darf Konditionen ändern, dein Depot ist aber nicht gefangen: Ein ETF-Übertrag zu einem anderen deutschen Anbieter ist ohne Verkauf möglich, die abgebende Bank meldet die Anschaffungsdaten an die neue. Ob Fremdkosten anfallen, steht im Preisverzeichnis der abgebenden Bank; Bruchstücke werden meist verkauft. Wie ein Depotwechsel ohne Verkauf abläuft, erklärt unser Ratgeber.

Kostenwirkung auf 10 Jahre: Die Beispielrechnung

Über zehn Jahre entscheiden Ausführungsgebühr und TER zusammen über einen Unterschied von rund 900 Euro — bei einer Sparrate von nur 150 Euro im Monat. Das zeigt eine Modellrechnung mit drei Szenarien: 150 Euro Monatsrate, 10 Jahre Laufzeit, 6,5 Prozent angenommene Bruttorendite pro Jahr, eingezahlt werden jeweils 18.000 Euro.

SzenarioKostenprofilEndwert nach 10 JahrenDifferenz zum Bestfall
Günstiger Sparplan0 € Ausführung, TER 0,12 % (z.B. Neobroker + günstiger Welt-ETF)rund 25.200 €—
Teurer ETF0 € Ausführung, TER 0,50 %rund 24.700 €rund −500 €
Teurer ETF + Gebühr1,5 % Ausführung (2,25 € je Rate), TER 0,50 %rund 24.300 €rund −900 €

Zwei Lehren stecken in dieser Rechnung. Erstens: Die 1,5-Prozent-Ausführungsgebühr kostet direkt 270 Euro über zehn Jahre (120 Ausführungen à 2,25 Euro) — inklusive entgangener Rendite wächst der Schaden auf rund 370 Euro. Zweitens: Die TER wirkt noch stärker, weil sie auf das gesamte anwachsende Depot wirkt und nicht nur auf die Rate. Der Sprung von 0,12 auf 0,50 Prozent TER frisst in diesem Modell rund 500 Euro.

Zur Einordnung der Renditeannahme: Die angesetzten 6,5 Prozent pro Jahr sind eine Rechenannahme, keine Prognose. Aktienkurse schwanken, wie der Corona-Einbruch 2020 gezeigt hat, und frühere Renditen sind kein verlässlicher Hinweis auf künftige.

Je länger die Laufzeit und je höher die Rate, desto brutaler wird der Effekt: Bei 300 Euro Rate über 20 Jahre sind es im selben Modell rund 6.000 Euro (nur höhere TER) bis rund 8.000 Euro (höhere TER plus 1,5 Prozent Ausführungsgebühr), weil jeder an Kosten verlorene Euro in allen Folgejahren nicht mehr mitverzinst wird. Die Modellwerte sind bewusst vorsichtig gerechnet — reale Börsenrenditen schwanken, die Größenordnung der Kosteneffekte bleibt. Wie sich unterschiedliche Annahmen auf das Endkapital auswirken, kann ein ETF-Sparplan-Rechner zur Simulation der Vermögensentwicklung veranschaulichen.

Die Rechnung zeigt: Über lange Zeiträume wiegen die laufenden Fondskosten schwerer als ein Ausführungsentgelt, und beide summieren sich. Bei fünf der sechs Anbieter im Vergleich läuft ein ETF-Sparplan ohne Ausführungsentgelt (Stand 11.10.2026). Mehr Analysen und Vergleiche rund ums Investieren findest du laufend in unserer Rubrik Geldanlagen.

📌 Good to know

Diese Seite ist keine Anlage- oder Steuerberatung und keine Empfehlung für einen Anbieter oder einen ETF. Die Entscheidung triffst du selbst. ETFs schwanken im Wert, frühere Renditen sind kein verlässlicher Hinweis auf künftige. Ob dein ETF ohne Ausführungsentgelt besparbar ist, steht im Preisverzeichnis deines Anbieters.

Endvermögen nach 10 Jahren: 150 € Monatsrate, 6,5 % Rendite p.a.

0 €5.000 €10.000 €15.000 €20.000 €25.000 €Einzahlung: 18.000 €Günstiger Sparplan: 25.200 €25.200 €Günstiger Sparplan0 € Gebühr, TER 0,12 %Teurer ETF: 24.700 €24.700 €−500 €Teurer ETF0 € Gebühr, TER 0,50 %Teurer ETF + Gebühr: 24.300 €24.300 €−900 €Teurer ETF + Gebühr1,5 % Gebühr, TER 0,50 %
Quelle: Eigene Modellrechnung (150 € Monatsrate, 10 Jahre, 6,5 % Bruttorendite p.a., ohne Steuern und Spreads), Modellannahme, keine Prognose.

Steuern beim ETF-Sparplan: Vorabpauschale, Teilfreistellung, Freistellungsauftrag

Erträge aus ETFs kosten 25 % Abgeltungsteuer plus Solidaritätszuschlag, zusammen 26,375 %, gegebenenfalls Kirchensteuer. Bei Aktien-ETFs bleiben 30 % der Erträge steuerfrei. Thesaurierende ETFs lösen jedes Jahr eine Vorabpauschale aus, für 2026 berechnet mit einem Basiszins von 3,20 %. Bis 1.000 € Kapitalerträge im Jahr bleiben steuerfrei, wenn du einen Freistellungsauftrag erteilst.

Die Vorabpauschale 2026 an einem Beispiel

Die Vorabpauschale besteuert einen fiktiven Mindestertrag, auch wenn der ETF nichts ausschüttet. Gerechnet wird mit dem Wert deiner Anteile zu Jahresbeginn mal 70 % des Basiszinses (§ 18 InvStG). Den Basiszins für 2026 hat das Bundesfinanzministerium mit 3,20 % bekannt gegeben, nach 2,53 % für 2025. Bei einem Aktien-ETF, der Anfang 2026 10.000 € wert war, sind das 224 €. Nach der Teilfreistellung von 30 % bleiben 156,80 € steuerpflichtig. Ohne Freistellungsauftrag zieht der Anbieter darauf 41,36 € ab, Kirchensteuer nicht eingerechnet.

Fällig wird das am ersten Werktag des Folgejahres, für 2026 also am 4. Januar 2027. Der Anbieter bucht den Betrag vom Verrechnungskonto ab, deshalb sollte dort zum Jahreswechsel etwas Guthaben liegen. Drei Grenzen bremsen die Pauschale: Sie ist nie höher als der tatsächliche Wertzuwachs plus Ausschüttungen des Jahres, sie sinkt im Kaufjahr um ein Zwölftel für jeden vollen Monat vor dem Kauf, und Ausschüttungen werden angerechnet. Beim späteren Verkauf wird die bereits versteuerte Vorabpauschale vom Gewinn abgezogen, du zahlst also nicht doppelt. Mehr im Ratgeber Vorabpauschale 2026.

Teilfreistellung: warum 30 % steuerfrei bleiben

Für Aktienfonds, also Fonds, die laut Anlagebedingungen fortlaufend mehr als 50 % in Aktien anlegen (§ 2 Abs. 6 InvStG), sind 30 % der Erträge steuerfrei (§ 20 InvStG). Das gilt für Ausschüttungen, Vorabpauschale und Verkaufsgewinne gleichermaßen. Bei Mischfonds ist es die Hälfte davon, bei Anleihen- und Geldmarkt-ETFs gibt es keine Teilfreistellung.

Freistellungsauftrag und Steuerabzug

Der Sparer-Pauschbetrag beträgt 1.000 € im Jahr, bei Zusammenveranlagung 2.000 € (§ 20 Abs. 9 EStG). Damit der Anbieter bis zu diesem Betrag keine Steuer abzieht, brauchst du einen Freistellungsauftrag (§ 44a EStG); hast du mehrere Banken, teilst du den Betrag auf. Das funktioniert nur bei Anbietern, die in Deutschland Steuern abführen. Bei einem Depot ohne deutschen Steuerabzug erklärst du die Erträge selbst in der Anlage KAP. Wie du den Auftrag verteilst, erklärt der Ratgeber zum Freistellungsauftrag.

Sind ETFs nach 10 Jahren steuerfrei?

Nein. Für Fondsanteile, die nach dem 31. Dezember 2008 gekauft wurden, gibt es keine Haltefrist, nach der Gewinne steuerfrei werden. Kursgewinne sind beim Verkauf immer steuerpflichtig, egal wie lange du die Anteile gehalten hast (§ 20 Abs. 2 EStG). Die Teilfreistellung und der Sparer-Pauschbetrag gelten weiter.

Quellen: BMF-Schreiben vom 13.01.2026, Basiszins zum 2. Januar 2026; § 18 InvStG, § 20 InvStG, § 20 EStG, § 44a EStG. Beispiel ohne Kirchensteuer.

Depotwechsel und Kinderdepot: zwei Sonderfälle beim ETF-Sparplan

Du kannst ein ETF-Depot jederzeit zu einem anderen Anbieter übertragen, ohne die Anteile zu verkaufen. Die abgebende Bank muss dabei die Anschaffungsdaten an die neue Bank melden (§ 43a Abs. 2 EStG). Ein Kinderdepot läuft auf den Namen des Kindes, die Eltern verwalten es. Das Geld gehört dann rechtlich dem Kind.

Depotwechsel ohne Verkauf

Den Übertrag beauftragst du beim neuen Anbieter, der die Anteile bei der alten Bank anfordert. Weil die Anschaffungsdaten mitgehen, rechnet die neue Bank beim späteren Verkauf mit deinem tatsächlichen Kaufkurs. Den Sparplan richtest du beim neuen Anbieter neu ein, er zieht nicht automatisch mit. Bruchstücke bleiben oft zurück und werden verkauft. Ob die abgebende Bank für den Übertrag Fremdkosten berechnet, etwa bei Lagerstellen im Ausland, steht in ihrem Preisverzeichnis. Kommt das Depot von einer Bank im EU-Ausland, weist du die Anschaffungsdaten mit einer Bescheinigung dieser Bank nach; fehlen sie, setzt die neue Bank beim Verkauf 30 % des Erlöses als Gewinn an (§ 43a Abs. 2 EStG). Wechselt beim Übertrag der Eigentümer, etwa vom Elternteil zum Kind, behandelt die Bank das als Verkauf, es sei denn, du teilst ihr mit, dass es eine Schenkung ist. Dann meldet sie den Übertrag dem Finanzamt (§ 43 Abs. 1 EStG). Den Ablauf Schritt für Schritt beschreibt der Ratgeber Depotwechsel ohne Verkauf.

ETF-Sparplan für Kinder

Ein Junior- oder Kinderdepot wird auf das Kind eröffnet, Eltern unterschreiben als gesetzliche Vertreter. Erträge sind Einkünfte des Kindes: Mit einem Freistellungsauftrag bleiben 1.000 € im Jahr ohne Steuerabzug. Hat das Kind sonst keine nennenswerten Einkünfte, kann eine Nichtveranlagungs-Bescheinigung des Finanzamts den Steuerabzug ganz verhindern (§ 44a EStG). Die Kehrseite: Was im Depot des Kindes liegt, gehört dem Kind, auch wenn es volljährig wird. Nicht jeder Anbieter führt Kinderdepots, und die Konditionen weichen manchmal vom Erwachsenendepot ab. Alle sechs Anbieter aus dem Vergleich führen ein Kinder- oder Juniordepot (Stand 11.10.2026). Mehr zum Vorgehen im Ratgeber ETF-Sparplan für Kinder.

So vergleichen wir: Methodik des ETF-Sparplan- und ETF-Depot-Vergleichs

Unser ETF-Sparplan-Vergleich stellt sechs Anbieter mit den Werten aus ihren Preis- und Leistungsverzeichnissen und Websites nebeneinander: Ausführungsentgelt, Zahl der besparbaren ETFs, Mindestrate und Depotgebühr. Der Vergleich sortiert nach den Kosten für deine Sparrate, bei gleichen Kosten nach der Zahl der ETF-Sparpläne; eine Wertung ist das nicht. Ob ein Anbieter uns bezahlt, ändert an den Angaben nichts.

Welche Werte wir zeigen

Bei einem pauschalen Entgelt zeigen wir den Betrag je Ausführung, bei einem prozentualen den Prozentsatz der Rate. Gilt ein Entgelt nur für einen Teil der ETFs, nennen wir die Zahl der entgeltfreien Sparpläne getrennt. Nicht eingerechnet sind Provisionen, Kundenbewertungen, Testurteile, Spreads, die Fondskosten des ETFs und Aktionen mit Enddatum.

Wer aufgenommen wird

Im Vergleich stehen Depots von Banken und Wertpapierinstituten, die ETF-Sparpläne für Privatkunden mit Wohnsitz in Deutschland anbieten und ihre Preise öffentlich verlegen. Neobroker und Direktbanken stehen nebeneinander. Das ist kein vollständiger Marktüberblick. Es fehlen Filialdepots regionaler Sparkassen und Volksbanken mit individuellen Preisen, Vermögensverwalter und Fondsplattformen ohne eigenes Depot.

Woher die Zahlen kommen

Konditionen lesen wir im Preis- und Leistungsverzeichnis und auf der Website des Anbieters ab und notieren zu jedem Wert die Quelle und das Prüfdatum. Jeder Anbieter muss dir rechtzeitig alle Kosten und Nebenkosten offenlegen (§ 63 Abs. 7 WpHG). Marktdaten übernehmen wir von Bundesbank, EZB und Bundesfinanzministerium. Zuletzt geprüft haben wir alle Konditionen am 11.10.2026.

Fehler und Korrekturen

Findest du einen Wert, der nicht mehr stimmt, schreib uns über die im Impressum genannte Adresse. Wir prüfen die Meldung gegen das Preisverzeichnis des Anbieters.

Fachlich geprüft von Chanel Chokdee, Content & Marketing Managerin bei Finalarm, nach Studium und Stationen im Wirtschaftsjournalismus. Zuletzt geprüft am 11.10.2026.

Quellen und Methodik

Die Konditionen der Anbieter stammen aus ihren Preis- und Leistungsverzeichnissen und Produktseiten, geprüft am 11.10.2026; Einzelheiten zur Auswahl und Sortierung stehen im Abschnitt So vergleichen wir. Marktdaten, Steuer- und Rechtsangaben stammen von Bundesbank, EZB, Bundesfinanzministerium, BaFin und aus den Gesetzestexten. Die 10-Jahres-Rechnung ist ein vereinfachtes Modell ohne Steuern und Spreads: 150 € zu Monatsbeginn, 6,5 % Jahresrendite nominal, monatlich verzinst, abzüglich TER.

Häufig gestellte Fragen

Q

Welcher ETF-Sparplan-Anbieter ist 2026 am günstigsten?

Trade Republic, Scalable Capital, ING, Consorsbank und finanzen.net zero führen ETF-Sparpläne für 0 Euro aus (Stand: 11.10.2026). Scalable Capital nennt über 2.700 ETFs, die ohne Ausführungsentgelt besparbar sind. Unterschiede entstehen vor allem durch Mindestrate, Spreads und TER des gewählten ETFs. Einen der Anbieter mit kostenloser Sparplanausführung stellen wir dir in unserem Test zu Trade Republic genauer vor. Was ein Sparplan kostet, hängt an deiner Rate, deinem Rhythmus und dem ETF. Der ETF-Sparplan-Vergleich oben zeigt die Werte je Anbieter, Stand 11.10.2026. 5 von 6 Anbietern führen eine Rate von 100 € ohne Ausführungsentgelt aus.

Q

Ab welcher Sparrate kann ich einen ETF-Sparplan starten?

Bei Trade Republic, Scalable Capital, ING und comdirect geht es bereits ab 1 Euro pro Ausführung los. Die Consorsbank verlangt mindestens 10 Euro. Die Obergrenze je Ausführung legt jeder Anbieter selbst fest. Bei finanzen.net zero liegt die Mindestrate laut Website inzwischen bei 1 €; die Werte je Anbieter stehen im ETF-Sparplan-Vergleich oben (Stand 11.10.2026).

Q

Was kostet ein ETF-Sparplan trotz 0 Euro Ausführungsgebühr?

Es bleiben drei Kostenebenen: der Spread im Ausführungskurs, die laufenden Fondskosten (TER, steht im Basisinformationsblatt des ETFs) und mögliche Depotgebühren bei Inaktivität. Über zehn Jahre wiegt eine hohe TER meist schwerer als jede Ordergebühr. Bei pauschalen Entgelten zählt die Ratenhöhe: 1,50 € je Ausführung sind bei 25 € Rate 6 % der Einzahlung, bei 100 € noch 1,5 %.

Q

Ist mein Geld beim Neobroker genauso sicher wie bei einer Direktbank?

Deine ETF-Anteile sind bei allen Anbietern Sondervermögen und bleiben auch bei einer Pleite des Brokers dein Eigentum. Das Cash auf dem Verrechnungskonto schützt die gesetzliche Einlagensicherung bis 100.000 Euro — je nach Partnerbank nach deutschem oder EU-Recht. Genauer: Dass ein ETF Sondervermögen ist, schützt dich vor der Pleite der Fondsgesellschaft. Vor der Pleite des Brokers schützt, dass die Anteile in deinem Depot dir gehören (§ 47 InsO). Fehlen Wertpapiere, zahlt die Anlegerentschädigung 90 %, höchstens 20.000 €. Die Einlagensicherung bis 100.000 € gilt nur für Guthaben, das als Einlage bei einer Bank liegt; Wertpapierinstitute halten Guthaben auf Treuhandkonten bei Partnerbanken oder in Geldmarktfonds.

Q

Kann ich meinen ETF-Sparplan zu einem anderen Broker umziehen?

Ein Depotübertrag zwischen deutschen Anbietern ist ohne Verkauf möglich; Kaufdaten und Steuermerkmale wandern mit. Den Sparplan selbst richtest du beim neuen Broker einfach neu ein — bestehende ETF-Anteile musst du dafür nicht verkaufen. Welche Details beim Sparplan-Einrichten von der Wahl des Ausführungstages bis zum Intervall eine Rolle spielen, ist dabei anbieterspezifisch. Genauer: Die Kostenfreiheit steht in keinem Gesetz; gesetzlich geregelt ist, dass die abgebende Bank die Anschaffungsdaten an die neue meldet (§ 43a Abs. 2 EStG). Ob Fremdkosten anfallen, etwa bei Lagerstellen im Ausland, steht im Preisverzeichnis der abgebenden Bank. Bruchstücke werden meist verkauft.

Q

Sind ETFs nach 10 Jahren steuerfrei?

Nein. Für Fondsanteile, die nach dem 31. Dezember 2008 gekauft wurden, gibt es keine Haltefrist mehr. Kursgewinne sind beim Verkauf immer steuerpflichtig, egal wie lange du die Anteile gehalten hast (§ 20 Abs. 2 EStG). Bei Aktien-ETFs bleiben 30 % der Erträge steuerfrei, und bis 1.000 € Kapitalerträge im Jahr bleiben mit Freistellungsauftrag ohne Steuerabzug.

Q

Was ist die Vorabpauschale und wann wird sie 2026 fällig?

Die Vorabpauschale besteuert bei thesaurierenden Fonds einen fiktiven Mindestertrag: Wert zu Jahresbeginn mal 70 % des Basiszinses. Für 2026 liegt der Basiszins bei 3,20 % (BMF-Schreiben vom 13.01.2026). Bei 10.000 € in einem Aktien-ETF sind das 224 €, nach Teilfreistellung 156,80 € steuerpflichtig. Abgebucht wird am 4. Januar 2027, soweit der Freistellungsauftrag nicht reicht. Angesetzt wird höchstens der tatsächliche Wertzuwachs des Jahres plus Ausschüttungen.

Q

Was zahlt die Anlegerentschädigung, wenn mein Broker pleitegeht?

Deine ETF-Anteile gehören dir und fallen nicht in die Insolvenzmasse des Brokers, du kannst sie herausverlangen (§ 47 InsO). Die Anlegerentschädigung greift erst, wenn ein Institut Wertpapiere oder Geld aus Wertpapiergeschäften nicht zurückgeben kann. Sie zahlt 90 % der Forderung, höchstens 20.000 € (§ 4 Abs. 2 AnlEntG). Kursverluste deckt sie nicht.

Q

Wie viele ETFs sollte man in einem Depot haben?

Eine allgemeingültige Zahl gibt es nicht, und eine Empfehlung für einzelne ETFs geben wir nicht. Für die Kosten gilt: Jeder Sparplan ist eine eigene Ausführung. Bei 0 € Ausführungsentgelt spielt die Zahl der Sparpläne keine Rolle, bei pauschalen Entgelten zahlst du je ETF. Wer 100 € bei 1,50 € je Ausführung auf vier ETFs verteilt, zahlt 72 € im Jahr statt 18 €.

Q

ETF-Sparplan bei der Bank oder beim Online-Broker: Wo liegen die Unterschiede?

Direktbanken und Filialbanken bieten Depot, Girokonto und oft Telefonservice aus einer Hand und führen Sparpläne meist an Börsen wie Xetra oder Tradegate aus. Neobroker arbeiten über eine App, häufig mit einem außerbörslichen Handelspartner. Bei den Kosten gibt es in beiden Gruppen Anbieter mit 0 € je Ausführung und Anbieter mit Entgelt. Der ETF-Sparplan-Vergleich oben zeigt beide Gruppen nebeneinander.

Q

Was hat das Verbot von Payment for Order Flow für ETF-Sparpläne geändert?

Seit dem 1. Juli 2026 dürfen Broker in Deutschland kein Geld mehr von Handelsplätzen oder Market Makern dafür annehmen, dass sie Kundenorders dorthin leiten (Art. 39a MiFIR). Erlaubt bleiben Rabatte auf Handelsplatzentgelte, die ausschließlich dem Kunden zugutekommen. Wie ein Anbieter seinen Sparplan heute finanziert, steht in seinem Preis- und Leistungsverzeichnis und in der Kosteninformation, die er dir rechtzeitig vor dem Geschäft geben muss.

Q

Kann ich für mein Kind einen ETF-Sparplan anlegen?

Ja, über ein Junior- oder Kinderdepot auf den Namen des Kindes, das die Eltern als gesetzliche Vertreter führen. Erträge gehören dem Kind: Mit Freistellungsauftrag bleiben 1.000 € im Jahr ohne Steuerabzug, mit Nichtveranlagungs-Bescheinigung entfällt der Abzug ganz. Das Geld gehört rechtlich dem Kind, auch nach dem 18. Geburtstag. Nicht jeder Anbieter führt Kinderdepots.

Q

Was passiert mit Bruchstücken, wenn ich das Depot wechsle?

Bruchteile von ETF-Anteilen lassen sich bei einem Depotübertrag oft nicht mitnehmen, weil zwischen den Lagerstellen ganze Stücke übertragen werden. Die abgebende Bank verkauft die Bruchstücke dann meist und schreibt dir den Erlös gut; ein Verkauf kann Steuer auslösen. Wie dein Anbieter verfährt, steht in seinem Preis- und Leistungsverzeichnis.

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