Themen in diesem Artikel:
- Was ist Samsung Pay?: Erfahre, wie NFC, Tokenisierung und Samsung Knox zusammenarbeiten, damit deine echten Kartendaten nie den Händler erreichen.
- Solarisbank-Modell und Banken: Verstehe, warum du mit jeder deutschen IBAN bezahlen kannst und welche Voraussetzungen die Solarisbank AG stellt.
- Kompatible Geräte im Überblick: Finde heraus, welche Galaxy-Smartphones und Smartwatches Samsung Pay unterstützen – von S8 bis S25 Edge.
- Sicherheit und Testergebnisse: Vergleiche 450 von 500 Punkten im unabhängigen Sicherheitstest und was das für deine tägliche Nutzung bedeutet.
- Samsung Pay vs. Apple Pay vs. Google Pay: Vergleiche die drei großen mobilen Bezahldienste nach Bankmodell, Technologie und Akzeptanz in Deutschland.
- Schritt für Schritt einrichten: Lerne, wie du Samsung Wallet startest, dein Konto verknüpfst und in unter fünf Minuten zahlungsbereit bist.
Was ist Samsung Pay und wie funktioniert es?
Samsung Pay ist der mobile Bezahldienst von Samsung Electronics. Seit Oktober 2020 kannst du ihn in Deutschland nutzen – direkt an der Ladenkasse, ohne Geldbörse, ohne physische Karte. Heute ist Samsung Pay keine eigenständige App mehr, sondern eine Funktion innerhalb der Samsung Wallet. Die App bündelt Zahlungskarten, Bordkarten, Tickets und mehr an einem Ort.
Beim Bezahlen passiert technisch mehr, als es von außen aussieht. Zwei Übertragungstechnologien stehen im Mittelpunkt:
NFC – der aktuelle Standard
NFC (Near Field Communication) ist ein Funkstandard für kontaktlose Datenübertragung. Die maximale Distanz zwischen deinem Gerät und dem Kassenterminal beträgt rund 4 Zentimeter. Das ist bewusst kurz gehalten – niemand kann dein Gerät aus der Ferne auslesen. Alle modernen Samsung-Geräte nutzen NFC als einzige Übertragungstechnologie. Das Prinzip ist identisch mit dem kontaktlosen Bezahlen per Bankkarte, nur dass dein Smartphone die Karte ersetzt.
MST – die ehemalige Samsung-Besonderheit
MST (Magnetic Secure Transmission) war lange das Alleinstellungsmerkmal von Samsung Pay gegenüber Apple Pay und Google Pay. Die Technologie simuliert das Durchziehen einer Magnetstreifenkarte, indem das Gerät magnetische Wellen an ältere Kartenlesegeräte sendet. Das funktionierte sogar an Terminals ohne NFC-Chip. Doch seit der Galaxy-S21-Serie (2021) baut Samsung kein MST mehr ein. Neuere Geräte setzen ausschließlich auf NFC.
Tokenisierung: deine echten Daten bleiben verborgen
Das Herzstück der Sicherheitsarchitektur ist die Tokenisierung. Wenn du eine Karte in Samsung Wallet hinterlegst, werden deine echten Kartendaten – Nummer, Ablaufdatum, Sicherheitscode – durch ein gerätespezifisches, zufällig generiertes Token ersetzt. Bei jeder Transaktion kommt ein neuer, einmaliger Token zum Einsatz. Der Händler sieht niemals deine echte Kartennummer. Ein abgefangener Token ist wertlos, weil er nur für genau eine Transaktion gilt.
Samsung Knox: der verschlüsselte Tresor im Gerät
Samsung Knox ist die integrierte Sicherheitsplattform, die dein Gerät kontinuierlich überwacht. Fingerabdrücke, Zahlungsinformationen und andere sensible Daten landen in einem separaten, verschlüsselten Bereich des Smartphones. Normale Apps haben keinen Zugriff auf diesen Bereich – selbst wenn Schadsoftware auf dem Gerät aktiv wäre.
Authentifizierung vor jeder Zahlung
Jede Zahlung musst du aktiv autorisieren. Zur Auswahl stehen Fingerabdruck, Gesichtserkennung, Iris-Scan (bei unterstützten Geräten) oder eine persönliche Samsung-Pay-PIN. Ohne diese Bestätigung läuft keine Transaktion durch.
Brauche ich Internet zum Bezahlen?
Nur für die Einrichtung ist eine Internetverbindung nötig. Die eigentliche Zahlung an der Kasse funktioniert ohne aktive Internetverbindung. Das Token und die nötigen Daten sind lokal auf dem Gerät gespeichert.
📌 Good to know
Auch wenn dein Smartphone gerade kein Netz hat – zum Beispiel im Keller eines Einkaufszentrums – kannst du trotzdem mit Samsung Pay bezahlen. Das Token liegt lokal auf dem Gerät und braucht keine Verbindung nach außen.
Samsung Pay in Deutschland: das Solarisbank-Modell und unterstützte Banken
Das deutsche Modell von Samsung Pay unterscheidet sich grundlegend von dem, was Apple Pay und Google Pay in Deutschland machen. Statt auf ein Netz von Partnerbanken zu setzen, geht Samsung einen eigenen Weg – und der macht den Dienst für viele Nutzer deutlich zugänglicher.
Die Solarisbank AG als Herzstück
Samsung kooperiert in Deutschland mit der Solarisbank AG. Die Solarisbank stellt dir eine virtuelle VISA Debitkarte aus. Diese Karte ist nicht an deine Hausbank gebunden – sie ist das Zahlungsinstrument, das Samsung Pay an der Kasse verwendet. Im Hintergrund zieht die Karte den Betrag von deinem verknüpften Girokonto ein.
Das bedeutet: Du kannst jedes deutsche Girokonto mit einer deutschen IBAN verwenden, egal ob du bei einer Sparkasse, Volksbank, Direktbank oder Neobank bist. Eine spezielle Partnerschaft zwischen deiner Bank und Samsung ist nicht erforderlich. Das maximale Limit der virtuellen VISA Debitkarte liegt bei 1.000 Euro (Variante mit Aufladefunktion).
Alternative: die Curve-Karte
Wer seine bestehenden Kredit- und Debitkarten bündeln möchte, kann Samsung Pay auch über eine Curve-Karte nutzen. Curve fungiert als Zwischenkarte: Du hinterlegst deine vorhandenen Karten bei Curve und fügst dann die Curve-Karte in Samsung Wallet ein. So kannst du beim Bezahlen wählen, welche deiner Karten im Hintergrund belastet wird.
Voraussetzungen für die Nutzung
Damit du Samsung Pay in Deutschland einrichten kannst, müssen mehrere Bedingungen erfüllt sein:
- Kompatibles Samsung-Gerät mit Android 9 (One UI 1.0) oder höher und NFC-Chip
- Aktiver Samsung Account
- Deutsches Girokonto mit deutscher IBAN, für Online-Banking freigeschaltet
- Hauptwohnsitz in Deutschland
- Mindestalter: 18 Jahre
- Identität muss der SCHUFA bekannt sein
- Gerät muss für den deutschen Markt bestimmt sein – importierte oder gerootete Geräte werden nicht unterstützt
Die Identitätsprüfung
Beim Einrichten durchläufst du eine Identitätsprüfung über die Solarisbank AG. Das ist gesetzlich vorgeschrieben, weil eine neue Zahlungskarte ausgestellt wird. Die Prüfung läuft digital ab und dauert in der Regel nur wenige Minuten. Du gibst deine Bankdaten ein, bestätigst deine Meldeadresse und erhältst einen Verifizierungscode per SMS oder E-Mail.
Datenschutz und Rechtsgrundlage
Der Händler an der Kasse erhält ausschließlich den Transaktions-Token – niemals deine echten Kartendaten. Samsung selbst speichert keine vollständigen Zahlungsdaten. Die Rechtsgrundlage für die Datenverarbeitung beim Einrichten ist Art. 6 Abs. 1 lit. b DSGVO (Vertragserfüllung). Beim Einrichten werden Gerätedaten, Samsung-Account-Daten und Zahlungsmethoden-Daten verarbeitet. App-Berechtigungen auf Kontakte und Telefon, die beim Einrichten abgefragt werden, dienen der Identitätsprüfung und können nach der Registrierung eingeschränkt werden.
💡 Tip
Du musst nicht zu einer bestimmten Bank wechseln, um Samsung Pay zu nutzen. Dein bestehendes Girokonto bei jeder deutschen Bank mit IBAN reicht aus – die Solarisbank übernimmt den Rest im Hintergrund.
Kompatible Samsung-Geräte: Smartphones und Smartwatches im Überblick
Samsung Pay läuft nicht auf jedem Android-Gerät – nur auf Samsung-eigenen Galaxy-Geräten. Die Mindestvoraussetzung ist Android 9 (One UI 1.0) kombiniert mit einem NFC-Chip. Ältere Betriebssystemversionen schließen die Nutzung der Samsung Wallet und damit Samsung Pay aus.
Die unterstützten Serien umfassen Galaxy S, Galaxy Z (Foldables), Galaxy A und weitere Modelle. Importierte Geräte – also Smartphones, die nicht für den deutschen Markt bestimmt sind – sowie gerootete Geräte werden ausdrücklich nicht unterstützt. Samsung prüft das beim Einrichten automatisch.
Die Galaxy-S21-Generation als Wendepunkt
Mit der Galaxy-S21-Serie (2021) hat Samsung die MST-Technologie aus seinen Geräten entfernt. Das bedeutet: Alle Geräte ab der S21-Generation unterstützen ausschließlich NFC. Geräte der S20-Generation und älter (S20, S10, S9, S8) verfügen noch über MST – können also theoretisch auch an Terminals ohne NFC-Chip bezahlen. In der Praxis spielt das in Deutschland kaum eine Rolle, weil inzwischen über 90 Prozent der Händler NFC-fähige Terminals haben.
Kompatible Galaxy-S-Smartphones (Auswahl)
| Modell | Modellcode | MST-Unterstützung |
|---|---|---|
| Galaxy S25 Edge | SM-S937B | Nein (NFC only) |
| Galaxy S25 Ultra | SM-S938B | Nein (NFC only) |
| Galaxy S25+ | SM-S936B | Nein (NFC only) |
| Galaxy S25 | SM-S931B | Nein (NFC only) |
| Galaxy S24 Ultra | SM-S928B | Nein (NFC only) |
| Galaxy S24+ | SM-S926B | Nein (NFC only) |
| Galaxy S24 | SM-S921B | Nein (NFC only) |
| Galaxy S24 FE | SM-S721B | Nein (NFC only) |
| Galaxy S23 Ultra | SM-S918B | Nein (NFC only) |
| Galaxy S22 Ultra | SM-S908B | Nein (NFC only) |
| Galaxy S21 Ultra 5G | SM-G998B | Nein (NFC only) |
| Galaxy S21 FE 5G | SM-G990B | Nein (NFC only) |
| Galaxy S20 Ultra 5G | SM-G988B | Ja (NFC + MST) |
| Galaxy S20+ | SM-G985F | Ja (NFC + MST) |
| Galaxy S20 FE 5G | SM-G781B | Ja (NFC + MST) |
| Galaxy S10+ | SM-G975F | Ja (NFC + MST) |
| Galaxy S10 | SM-G973F | Ja (NFC + MST) |
| Galaxy S10e | SM-G970F | Ja (NFC + MST) |
| Galaxy S9+ | SM-G965F | Ja (NFC + MST) |
| Galaxy S9 | SM-G960F | Ja (NFC + MST) |
| Galaxy S8+ | SM-G955F | Ja (NFC + MST) |
| Galaxy S8 | SM-G950F | Ja (NFC + MST) |
Die vollständige und stets aktuelle Kompatibilitätsliste – inklusive Galaxy-Z-, A- und weiterer Serien – findest du direkt auf der offiziellen Samsung-Seite unter dem Bereich Samsung Wallet / kompatible Geräte.
Smartwatches: bezahlen ohne Smartphone
Samsung Pay funktioniert auch auf einer Reihe von Galaxy Smartwatches – unabhängig vom Smartphone. Das ist praktisch beim Sport oder wenn du das Telefon nicht dabei haben möchtest. Die Unterstützung beginnt ab dem Gear S2 (NFC only) und dem Gear S3 (NFC + MST). Neuere Modelle wie Galaxy Watch7 und Galaxy Watch Ultra unterstützen Samsung Wallet mit allen erweiterten Funktionen. Die Galaxy Watch6 Classic und Galaxy Watch6 bieten ebenfalls den vollen Funktionsumfang der Samsung Wallet.
Ältere Modelle wie das Gear S2 unterstützen ausschließlich NFC, kein MST. Für die Nutzung auf einer Smartwatch muss die Uhr mit einem kompatiblen Samsung-Smartphone gekoppelt und die Samsung Wallet dort eingerichtet sein.
Sicherheit von Samsung Pay: Tokenisierung, Knox und unabhängige Tests
Sicherheit ist das zentrale Argument für mobile Bezahldienste – und Samsung Pay liefert hier auf mehreren Ebenen. Das Sicherheitsmodell kombiniert technische Architektur, Gerätehardware und biometrische Authentifizierung zu einem mehrschichtigen Schutz.
Tokenisierung: warum deine Kartennummer nie den Händler erreicht
Das Grundprinzip kennst du bereits aus dem ersten Abschnitt: Tokenisierung ersetzt deine echten Kartendaten durch einen einmaligen Token. Aber was bedeutet das konkret für deine Sicherheit?
Stell dir vor, jemand fängt die Datenübertragung an der Kasse ab. Was er erhält, ist ein Token – eine zufällige Zeichenkette, die ausschließlich für diese eine Transaktion gültig ist. Mit diesem Token lässt sich keine weitere Zahlung auslösen. Er ist nach der Transaktion wertlos. Deine echte Kartennummer, dein Ablaufdatum, dein Sicherheitscode – all das verlässt dein Gerät nie.
Samsung Knox: Isolation sensibler Daten
Knox ist nicht nur ein Marketingbegriff. Die Plattform überwacht das Gerät kontinuierlich und isoliert sensible Daten in einem verschlüsselten Bereich, auf den normale Apps keinen Zugriff haben. Das gilt für Fingerabdrücke genauso wie für Zahlungsinformationen. Selbst wenn eine Schadsoftware auf dem Gerät aktiv wäre, käme sie an diese Daten nicht heran.
Biometrische Pflichtauthentifizierung
Jede einzelne Zahlung erfordert deine aktive Bestätigung. Ohne Fingerabdruck, Gesichtserkennung, Iris-Scan oder PIN läuft keine Transaktion durch. Das schützt dich auch dann, wenn dein Smartphone gestohlen wird – der Dieb kann nicht einfach an die Kasse gehen und bezahlen.
Unabhängiger Sicherheitstest: 450 von 500 Punkten
Samsung Pay wurde von umlaut, einem auf Technologiebewertung spezialisierten Unternehmen (Teil von Accenture), einem unabhängigen Sicherheitstest unterzogen. Das Ergebnis: 450 von 500 möglichen Punkten – Bewertung „sehr gut“. Der Test umfasste vier Bereiche:
- Sicherheit des Datenverkehrs
- Sichere Programmierstandards
- Datenschutz auf dem Smartphone
- Schutz vor böswilligen Angriffen
Sicherheitstest umlaut: Samsung Pay Ergebnis
Was kritische Stimmen sagen
Nicht jede Bewertung fällt uneingeschränkt positiv aus. Eine ältere Analyse bemängelte weitreichende App-Berechtigungen – insbesondere den Zugriff auf Kontakte und Telefon. Samsung erklärte dazu, diese Zugriffe dienten der Identitätsprüfung beim Einrichten und könnten nach der Registrierung eingeschränkt werden. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, sollte die App-Berechtigungen nach der Einrichtung in den Android-Einstellungen überprüfen und nicht benötigte Zugriffe deaktivieren.
Was passiert, wenn das Gerät verloren geht?
Über den Samsung Account kannst du dein Gerät aus der Ferne sperren oder alle Daten löschen. Samsung Pay ist dann nicht mehr nutzbar. Zusätzlich schützt die biometrische Pflichtauthentifizierung davor, dass jemand anderes mit deinem Gerät bezahlt.
Samsung Pay vs. Apple Pay vs. Google Pay: der große Vergleich
Alle drei großen mobilen Bezahldienste teilen eine gemeinsame technische Basis: NFC und Tokenisierung. Trotzdem unterscheiden sie sich in wichtigen Punkten – besonders im deutschen Markt.
Das Bankmodell ist der entscheidende Unterschied
Apple Pay und Google Pay setzen in Deutschland auf ein Netz von Partnerbanken. Du kannst nur dann bezahlen, wenn deine Bank oder dein Kartenanbieter eine Kooperation mit dem jeweiligen Dienst hat. Samsung Pay geht einen anderen Weg: Die Solarisbank AG stellt eine virtuelle VISA Debitkarte aus, die mit jedem deutschen Girokonto verknüpft werden kann. Du bist nicht von einer Partnerschaft deiner Hausbank abhängig.
Das war besonders in der Anfangszeit ein großer Vorteil. Als Apple Pay und Google Pay in Deutschland noch keine Girocard-Unterstützung hatten, konnte Samsung Pay von Beginn an über das verknüpfte Girokonto genutzt werden.
MST: der verlorene Vorteil
Bis 2021 hatte Samsung Pay einen technischen Trumpf: MST. Kein anderer der drei Dienste konnte an Terminals ohne NFC bezahlen. Mit dem Wegfall von MST ab der Galaxy-S21-Generation ist dieser Vorteil Geschichte. Heute sind alle drei Dienste auf NFC-fähige Terminals angewiesen – und die sind in Deutschland mit über 90 Prozent Abdeckung bei Händlern ohnehin der Standard.
Gerätekompatibilität
Apple Pay ist auf Apple-Geräte beschränkt – iPhone und Apple Watch. Google Pay läuft auf allen Android-Geräten, die die Voraussetzungen erfüllen, also herstellerübergreifend. Samsung Pay ist auf Samsung Galaxy Smartphones und Smartwatches begrenzt. Wer ein Galaxy-Gerät hat, kann zwischen Samsung Pay und Google Pay wählen – beide laufen auf demselben Gerät.
Sicherheitsarchitektur im Vergleich
Alle drei Dienste nutzen Tokenisierung. Apple Pay setzt zusätzlich auf die Secure Enclave – einen dedizierten Sicherheitschip im iPhone. Samsung Knox ist das Pendant auf der Samsung-Seite. Google Pay verlässt sich stärker auf die Android-Sicherheitsarchitektur und biometrische Authentifizierung. Im Ergebnis sind alle drei Dienste als sicher einzustufen; die Unterschiede liegen eher in der Implementierung als im Schutzniveau.
| Kriterium | Samsung Pay | Apple Pay | Google Pay |
|---|---|---|---|
| Übertragungstechnologie | NFC (+ MST bei Geräten vor 2021) | NFC only | NFC only |
| Bankmodell Deutschland | Virtuelle VISA Debitkarte via Solarisbank AG; jede dt. IBAN nutzbar | Partnerbanken erforderlich | Partnerbanken erforderlich |
| Girocard-Unterstützung | Von Beginn an möglich | Zunächst nicht, später eingeschränkt | Zunächst nicht, später eingeschränkt |
| Gerätekompatibilität | Samsung Galaxy (Smartphones + Smartwatches) | Apple-Geräte (iPhone, Apple Watch) | Android-Geräte (herstellerübergreifend) |
| Sicherheitsmechanismus | Tokenisierung + Samsung Knox + Biometrie | Tokenisierung + Secure Enclave + Biometrie | Tokenisierung + Biometrie |
| Akzeptanzstellen DE | Alle NFC-Terminals (>90 % der Händler) | Alle NFC-Terminals | Alle NFC-Terminals |
| Marktdynamik DE | Wachsend | Stärkste Dynamik im stationären Handel | Wachsend |
Wer nutzt mobiles Bezahlen in Deutschland?
Laut aktuellen Erhebungen haben bereits 62 Prozent der Deutschen per Smartphone bezahlt. Bei den 16- bis 39-Jährigen liegt der Anteil sogar bei über 80 Prozent. Das zeigt: Mobiles Bezahlen ist kein Nischenphänomen mehr. Wer ein Samsung-Gerät hat, hat mit Samsung Pay eine vollwertige Option – ohne Extraaufwand bei der Bankwahl.
Samsung Pay Schritt für Schritt einrichten
Die Einrichtung von Samsung Pay dauert in der Regel unter fünf Minuten. Du brauchst dein Smartphone, deine Bankdaten und eine Internetverbindung. Danach kannst du offline bezahlen.
Schritt 1: Samsung Wallet öffnen oder herunterladen
Auf neueren Galaxy-Geräten ist Samsung Wallet vorinstalliert. Falls nicht, lädst du sie aus dem Galaxy Store oder Google Play Store herunter. Öffne die App und melde dich mit deinem Samsung Account an. Falls du noch keinen hast, kannst du ihn direkt in der App erstellen.
Schritt 2: Biometrie oder PIN einrichten
Bevor du eine Karte hinzufügst, richtest du die Authentifizierungsmethode ein. Du kannst Fingerabdruck, Gesichtserkennung oder eine dedizierte Samsung-Pay-PIN wählen. Diese Methode wird bei jeder Zahlung abgefragt.
Schritt 3: Karte hinzufügen
Tippe auf „Karte hinzufügen“. Du kannst deine Karte entweder mit der Kamera scannen oder die Daten manuell eingeben. Samsung Pay erstellt dann die virtuelle VISA Debitkarte über die Solarisbank AG.
Schritt 4: Identitätsprüfung
Die Solarisbank AG prüft deine Identität. Du gibst deine IBAN ein, bestätigst deine Meldeadresse und durchläufst einen kurzen digitalen Verifizierungsprozess. Am Ende erhältst du einen Bestätigungscode per SMS oder E-Mail, den du in der App eingibst.
Schritt 5: Bezahlen
Sobald die Karte aktiv ist, kannst du sofort bezahlen. Halte dein Smartphone nah an das NFC-Terminal, authentifiziere dich per Fingerabdruck oder PIN – fertig. Der Betrag wird von deinem verknüpften Girokonto abgebucht.
Samsung Pay auf der Smartwatch einrichten
Für die Nutzung auf einer Galaxy Watch öffnest du die Galaxy Wearable App auf deinem Smartphone. Dort findest du den Bereich Samsung Wallet. Die Karte, die du auf dem Smartphone eingerichtet hast, lässt sich auf die Uhr übertragen. Danach kannst du direkt von der Uhr aus bezahlen – ohne Smartphone in der Hand.
📌 Good to know
Importierte Galaxy-Geräte – also Smartphones, die nicht offiziell für den deutschen Markt bestimmt sind – werden von Samsung Pay nicht unterstützt. Das gilt auch für gerootete Geräte. Samsung prüft das automatisch beim Einrichten.
Was tun, wenn die Einrichtung fehlschlägt?
Die häufigsten Fehlerquellen: Das Gerät ist nicht kompatibel, die IBAN gehört zu einem ausländischen Konto, oder das Gerät ist importiert bzw. gerooted. Prüfe zunächst die offizielle Kompatibilitätsliste auf der Samsung-Website. Wenn das Gerät kompatibel ist, stelle sicher, dass dein Samsung Account mit einer deutschen Adresse verknüpft ist und dein Girokonto für Online-Banking freigeschaltet ist.
Häufig gestellte Fragen
Welche Samsung-Geräte unterstützen Samsung Pay?
Alle Samsung Galaxy Smartphones mit Android 9 oder höher und NFC-Chip. Die Unterstützung reicht von Galaxy S8 bis zur aktuellen S25-Serie. Importierte und gerootete Geräte sind ausgeschlossen. Auch ausgewählte Galaxy Smartwatches ab Gear S2 sind kompatibel.
Brauche ich eine Kreditkarte einer bestimmten Bank?
Nein. In Deutschland genügt ein Girokonto bei jeder beliebigen deutschen Bank mit deutscher IBAN. Samsung Pay stellt über die Solarisbank AG eine virtuelle VISA Debitkarte aus. Alternativ funktioniert die Nutzung über eine Curve-Karte.
Brauche ich beim Bezahlen eine Internetverbindung?
Nur für die Einrichtung ist Internet nötig. Die Zahlung selbst funktioniert ohne aktive Internetverbindung, weil das Transaktions-Token lokal auf dem Gerät gespeichert ist und keine Verbindung nach außen benötigt.
Wie sicher ist Samsung Pay wirklich?
Sehr sicher. Tokenisierung verhindert die Weitergabe echter Kartendaten. Samsung Knox isoliert sensible Daten auf dem Gerät. Jede Zahlung erfordert biometrische Bestätigung. Im unabhängigen Sicherheitstest erzielte Samsung Pay 450 von 500 Punkten – Bewertung „sehr gut“.
Was ist der Unterschied zwischen Samsung Pay und Samsung Wallet?
Samsung Wallet ist die übergeordnete App, die Zahlungskarten, Tickets und weitere digitale Dokumente bündelt. Samsung Pay ist der darin enthaltene Bezahldienst. Seit der Integration ist Samsung Pay nicht mehr als eigenständige App verfügbar.
Funktioniert Samsung Pay an allen Kassen in Deutschland?
An allen NFC-fähigen Terminals, was über 90 Prozent der deutschen Händler abdeckt. MST für ältere Terminals ohne NFC wird nur noch von Geräten vor der Galaxy-S21-Generation unterstützt. In der Praxis ist NFC-Abdeckung heute kein Problem mehr.
Ab welchem Alter kann ich Samsung Pay nutzen?
Das Mindestalter für die Nutzung von Samsung Pay in Deutschland beträgt 18 Jahre. Außerdem muss deine Identität der SCHUFA bekannt sein und du musst deinen Hauptwohnsitz in Deutschland haben.



