Im zweiten Quartal des Jahres erreichte die Teilzeitbeschäftigung in Deutschland einen Rekordwert von über 40 Prozent. Die Zahl der Teilzeitbeschäftigten stieg auf 16,936 Millionen, während die Vollzeitbeschäftigung auf 25,138 Millionen sank. Das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) ermittelte einen Rückgang der Gesamterwerbstätigkeit um 0,5 Prozent auf 45,688 Millionen.
Teilzeitquote: Anstieg um 0,4 Prozentpunkte
Die Quote der Teilzeitarbeit erhöhte sich im Jahresvergleich um 0,4 Prozentpunkte und überschritt erstmals die 40-Prozent-Marke. Die absolute Zahl der Teilzeitbeschäftigten wuchs um 0,5 Prozent. Gleichzeitig verringerte sich die Anzahl der Vollzeitbeschäftigten um 0,9 Prozent. Diese gegenläufige Entwicklung führte zu einer Verschiebung in der Beschäftigungsstruktur des deutschen Arbeitsmarktes.
Branchenspezifische Entwicklung: Gesundheit und Erziehung als Treiber
Der Anstieg der Teilzeitbeschäftigung konzentriert sich laut IAB auf Branchen mit traditionell hoher Teilzeitquote. Das Gesundheits- und Sozialwesen sowie Berufe in Erziehung und Unterricht verzeichneten Beschäftigungszuwächse. In diesen Sektoren besteht eine hohe Nachfrage nach flexiblen Arbeitszeiten. Industriezweige mit hohem Vollzeitanteil hingegen meldeten rückläufige Beschäftigungszahlen, was auf strukturelle Veränderungen oder veränderte wirtschaftliche Rahmenbedingungen hindeutet.
Wochenarbeitszeit: Konstanz bei Vollzeit, leichter Anstieg bei Teilzeit
Die durchschnittliche Wochenarbeitszeit bei Vollzeitbeschäftigten blieb unverändert bei 38,32 Stunden. Bei Teilzeitbeschäftigten erhöhte sich die durchschnittliche Wochenarbeitszeit leicht auf 18,88 Stunden. Die Gesamtzahl aller Erwerbstätigen sank im Vorjahresvergleich um 0,5 Prozent.
Arbeitsmarktdaten im Überblick
| Kategorie | Absolute Zahl | Veränderung |
|---|---|---|
| Teilzeitbeschäftigte | 16,936 Millionen | +0,5 Prozent |
| Vollzeitbeschäftigte | 25,138 Millionen | -0,9 Prozent |
| Erwerbstätige gesamt | 45,688 Millionen | -0,5 Prozent |
