Themen in diesem Artikel:
- Was bedeutet das?: Erfahre den Unterschied zwischen Überweisung auf und mit einer Kreditkarte – nur eine Richtung ist in Deutschland problemlos möglich.
- Alle Auflademethoden: Vergleiche Banküberweisung, Dauerauftrag und Sofortüberweisung nach Kosten, Geschwindigkeit und Verfügbarkeit.
- Schritt-für-Schritt-Anleitung: Lerne, welche IBAN, welchen BIC und welchen Verwendungszweck du für die Überweisung auf dein Kartenkonto brauchst.
- Gebühren im Überblick: Finde heraus, welche Methode kostenlos ist und wo bis zu 4 % Gebühren anfallen können.
- Prepaid vs. klassische Karte: Vergleiche beide Kartentypen nach Kostenkontrolle, Zinsgefahr und Akzeptanz bei Hotels und Mietwagen.
- Bearbeitungszeiten: Überblick über Wartezeiten von 1–3 Werktagen und wann Echtzeit-Gutschrift möglich ist.
- Alternativen zur Überweisung: Entdecke Lastschrift, Debitkarte und Mobile Payment als praktische Alternativen zum manuellen Transfer.
Was bedeutet „Geld auf eine Kreditkarte überweisen“?
Geld auf eine Kreditkarte überweisen bedeutet: Du sendest einen Betrag von deinem Girokonto auf das Kreditkartenkonto. Das klingt simpel – aber es gibt eine wichtige Unterscheidung, die viele übersehen.
Es gibt zwei grundlegend verschiedene Vorgänge, die oft verwechselt werden. Erstens die Überweisung auf eine Kreditkarte: Du zahlst Geld ein, um deine Rechnung zu begleichen, deinen Verfügungsrahmen zu erhöhen oder eine Prepaid-Karte aufzuladen. Das ist in Deutschland problemlos und vollständig legal möglich. Zweitens die Überweisung mit einer Kreditkarte: Du möchtest Geld von deiner Kreditkarte auf ein Girokonto senden – also die Karte als Absenderkonto nutzen. Dieser Weg ist für die meisten Kreditkarten in Deutschland nicht möglich.
Ein früherer Umweg über den Drittanbieter SumUp Pay funktioniert seit März 2023 nicht mehr. Wer Geld mit einer Kreditkarte ins Ausland senden möchte, kann Dienste wie Wise nutzen – dabei dient die Karte aber nur als Zahlungsmittel für den Transfer, nicht als Absenderkonto im klassischen Sinne.
Die drei Kreditkartentypen und ihre Rolle bei Überweisungen
Nicht jede Kreditkarte funktioniert gleich. Je nach Typ spielt die Überweisung eine andere Rolle:
Prepaid-Kreditkarte: Diese Karte hat keinen Kreditrahmen. Sie funktioniert ausschließlich auf Basis von Guthaben, das du vorher aufgeladen hast. Ohne Überweisung läuft hier gar nichts. Die Aufladung per Banküberweisung ist die Standardmethode. Vorteil: keine Bonitätsprüfung notwendig, maximale Kostenkontrolle.
Charge-Kreditkarte: Du zahlst im Laufe des Monats mit der Karte, und am Monatsende wird der Gesamtbetrag per Lastschrift oder Überweisung beglichen. Hier dient die Überweisung der Rechnungsbegleichung. Wer kein SEPA-Lastschriftmandat eingerichtet hat, überweist manuell.
Revolving-Kreditkarte: Diese Karte bietet einen Kreditrahmen mit Teilzahlungsoption. Das ist praktisch – aber teuer, wenn du Zinsen anfallen lässt. Eine rechtzeitige Überweisung auf das Kreditkartenkonto verhindert Zinskosten. Außerdem kannst du durch eine Vorauszahlung deinen verfügbaren Rahmen kurzfristig erhöhen, etwa vor einer größeren Reise.
Typische Anwendungsfälle
Warum überweisen Menschen überhaupt Geld auf ihre Kreditkarte? Die häufigsten Gründe: monatliche Rechnung begleichen, Zinsen bei Revolving-Karten vermeiden, den Verfügungsrahmen vor einer Reise oder einem großen Kauf erhöhen, oder eine Prepaid-Karte für den Alltagseinsatz aufladen. In allen Fällen ist der Weg derselbe – du überweist von deinem Girokonto auf das Kreditkartenkonto.
Alle Methoden im Überblick: So lädst du deine Kreditkarte auf
Es gibt mehr als einen Weg, Geld auf ein Kreditkartenkonto zu transferieren. Welche Methode die richtige ist, hängt von drei Faktoren ab: Kosten, Geschwindigkeit und ob dein Anbieter die Methode überhaupt unterstützt.
Banküberweisung per Online-Banking oder App
Das ist die mit Abstand gängigste und empfehlenswerteste Methode. Du loggst dich in dein Online-Banking ein, legst eine neue Überweisung an und trägst die IBAN des Kreditkartenkontos ein. Bei Sammelkonten – also wenn mehrere Karten über ein einziges Bankkonto abgewickelt werden – musst du zusätzlich deine Kartennummer als Verwendungszweck angeben. Ohne diesen Eintrag kann die Zahlung nicht korrekt zugeordnet werden und landet im Nirgendwo. Die Überweisung ist kostenlos und dauert 1–2 Werktage im Inland.
Dauerauftrag für regelmäßige Aufladungen
Wer eine Prepaid-Karte regelmäßig nutzt oder jeden Monat einen festen Betrag auf sein Kreditkartenkonto überweisen möchte, richtet am besten einen Dauerauftrag ein. Einmal eingerichtet, läuft der Transfer automatisch – du musst nichts weiter tun. Auch hier fallen keine Gebühren an, und die Laufzeit entspricht der normalen Banküberweisung.
Sofortüberweisung und Giropay
Wenn es schnell gehen muss, bieten manche Anbieter Sofortüberweisung oder Giropay als Aufladeoption an. Der Vorteil: Das Geld ist nahezu in Echtzeit verfügbar. Der Nachteil: Es fallen Gebühren an. Je nach Anbieter sind das rund 1 bis 1,75 % des überwiesenen Betrags. Bei 500 Euro wären das bis zu 8,75 Euro extra – kein Drama, aber unnötig, wenn es nicht eilt.
App-basierte Sofortaufladung
Viele moderne Kartenanbieter ermöglichen eine Echtzeit-Aufladung direkt über ihre Smartphone-App. Du gibst den Betrag ein, bestätigst die Zahlung, und das Guthaben steht sofort zur Verfügung. Die Kosten variieren je nach Anbieter – manche bieten das kostenlos an, andere berechnen eine kleine Gebühr.
PayPal und andere digitale Dienste
Einige Prepaid-Karten unterstützen die Aufladung über PayPal oder ähnliche digitale Zahlungsdienste. Das ist praktisch, wenn du kein klassisches Girokonto nutzen möchtest. Die Gebühren liegen hier typischerweise zwischen 1 und 3 % des Betrags.
Barzahlung in der Filiale
Bei einigen Banken kannst du Bargeld direkt am Schalter einzahlen und dem Kreditkartenkonto gutschreiben lassen. Das ist die seltenste Methode, funktioniert aber sofort. Ob und welche Gebühren anfallen, hängt von der Bank ab.
💡 Tip
Nutze die kostenlose Banküberweisung als Standard. Sofortüberweisung lohnt sich nur, wenn du das Geld wirklich sofort brauchst – etwa kurz vor einer Reise.
| Methode | Kosten | Geschwindigkeit | Verfügbarkeit |
|---|---|---|---|
| Banküberweisung | Kostenlos | 1–3 Werktage | Universell |
| Dauerauftrag | Kostenlos | 1–3 Werktage | Universell |
| Sofortüberweisung / Giropay | ca. 1–1,75 % | Sofort / sehr schnell | Anbieterspezifisch |
| App-Sofortaufladung | Variiert | Echtzeit | Anbieterspezifisch |
| PayPal / digitale Dienste | ca. 1–3 % | Schnell | Anbieterspezifisch |
| Barzahlung Filiale | Variiert | Sofort | Bankabhängig |
Geld auf dein Kreditkartenkonto überweisen: Schritt für Schritt
Der Prozess ist einfacher, als er klingt – aber ein einziger Fehler kann dazu führen, dass deine Zahlung tagelang nicht zugeordnet wird. Hier erfährst du, worauf es ankommt.
Das Sammelkonto-Prinzip verstehen
Viele Kreditkartenanbieter – insbesondere größere Anbieter mit vielen Kunden – nutzen kein individuelles Konto pro Karte. Stattdessen laufen alle Zahlungen über ein zentrales Sammelkonto bei einer Partnerbank. Das bedeutet: Die IBAN ist für alle Karteninhaber identisch. Damit deine Zahlung dem richtigen Konto zugeordnet werden kann, musst du im Verwendungszweck deine individuelle Kartennummer angeben.
Fehlt dieser Eintrag oder ist er falsch, landet dein Geld zwar auf dem Sammelkonto – aber die Zuordnung zu deiner Karte kann sich um mehrere Werktage verzögern. Im schlimmsten Fall musst du beim Kundenservice anrufen und die Zahlung manuell klären lassen.
Die Kontodaten für dein Kartenkonto
Für Überweisungen auf ein deutsches Kreditkartenkonto, das über die Deutsche Bank abgewickelt wird, gelten folgende Daten:
- Bank: Deutsche Bank
- IBAN: DE05500700100095599700
- BIC: DEUTDEFFXXX
- Verwendungszweck: Deine 15-stellige Kartennummer (zwingend erforderlich)
Überweisungen aus dem gesamten SEPA-Raum sind möglich. Das umfasst alle EU-Länder sowie weitere europäische Staaten wie die Schweiz, Norwegen und Island. Die Überweisung selbst ist kostenlos – weder deine Bank noch der Kartenanbieter berechnet dafür eine Gebühr.
Schritt-für-Schritt-Anleitung
- Öffne dein Online-Banking oder deine Banking-App.
- Wähle „Neue Überweisung“ oder „Überweisung erstellen“.
- Trage die IBAN des Kreditkartenkontos ein.
- Gib den gewünschten Betrag ein.
- Trage im Feld „Verwendungszweck“ deine vollständige 15-stellige Kartennummer ein – keine Leerzeichen, keine zusätzlichen Zeichen.
- Prüfe alle Angaben noch einmal und bestätige die Überweisung.
Was ist mit Überweisungen in die andere Richtung?
Viele fragen sich: Kann ich mit meiner Kreditkarte auch Geld auf ein Girokonto überweisen? Die klare Antwort für Deutschland: Nein. Kreditkarten sind in Deutschland nicht als Absenderkonto für Überweisungen zugelassen. Der frühere Umweg über SumUp Pay ist seit März 2023 geschlossen. Wer internationale Transfers benötigt und dabei eine Kreditkarte als Zahlungsmittel einsetzen möchte, kann Dienste wie Wise nutzen – das ist aber kein klassischer Überweisungsvorgang, sondern eine Nutzung der Karte zur Finanzierung eines Auslandstransfers.
📌 Good to know
Deine Kartennummer findest du auf der Vorderseite deiner Kreditkarte. Sie ist 15 oder 16 Stellen lang – trage sie exakt so ein, wie sie auf der Karte steht, ohne Leerzeichen.
Rücküberweisung: Geht das?
Wenn du zu viel auf dein Kreditkartenkonto überwiesen hast und das Guthaben zurückhaben möchtest, ist das grundsätzlich möglich. Du kannst beim Kundenservice eine Rücküberweisung auf dein Girokonto beantragen. Je nach Anbieter dauert das einige Werktage und kann etwas umständlich sein – plane das also ein, wenn du auf das Geld angewiesen bist.
Gebühren und Kosten im Überblick
Die gute Nachricht zuerst: Eine reguläre Banküberweisung vom eigenen Girokonto auf das eigene Kreditkartenkonto ist in Deutschland kostenlos. Punkt. Aber sobald du andere Methoden nutzt oder bestimmte Kartenfunktionen in Anspruch nimmst, können Kosten entstehen – und die sind teilweise erheblich.
Kosten nach Auflademethode
Bei der Sofortüberweisung oder Giropay fallen je nach Anbieter bis zu 1,75 % des überwiesenen Betrags an. Bei einer SEPA-Aufladung für bestimmte Prepaid-Karten können bis zu 0,9 % fällig werden. PayPal und ähnliche Online-Dienste liegen typischerweise zwischen 1 und 3 %. Das klingt nach wenig – bei 1.000 Euro sind das aber bis zu 30 Euro, die du schlicht vermeiden kannst, indem du die kostenlose Banküberweisung nutzt.
Bargeldabhebung: Teuer und vermeidbar
Wer Bargeld am Automaten abheben möchte, zahlt in der Regel 4 % der Abhebungssumme, mindestens jedoch 5 Euro. Das ist eine der teuersten Kreditkartenfunktionen überhaupt. Bei einer Abhebung von 200 Euro wären das 8 Euro Gebühr. Wer regelmäßig Bargeld braucht, sollte lieber das Girokonto nutzen.
Fremdwährung, Verzug und Mahngebühren
Zahlungen außerhalb der Eurozone kosten 2 % der Zahlungssumme als Fremdwährungsgebühr. Wer seine Kreditkartenrechnung nicht pünktlich begleicht, zahlt Verzugszinsen in Höhe von 5 Prozentpunkten über dem Basiszinssatz – das kann je nach aktuellem Zinsniveau schnell teuer werden. Ab der zweiten Mahnung fallen zusätzlich 8 Euro je Mahnschreiben an.
Das Wichtigste: Guthaben auf Kreditkartenkonten wird in Deutschland nicht verzinst. Es macht also keinen Sinn, dauerhaft großes Guthaben auf der Karte zu parken – das Geld arbeitet dort nicht für dich.
Wise als Sonderfall
Wer internationale Überweisungen tätigen und dabei eine Kreditkarte als Zahlungsmittel nutzen möchte, zahlt bei Wise eine Fixgebühr von 5,65 Euro plus einen prozentualen Aufschlag. Das ist im Vergleich zu klassischen Bankgebühren für Auslandsüberweisungen oft günstiger – aber es ist kein Aufladen der Kreditkarte, sondern eine Nutzung der Karte zur Finanzierung eines Transfers.
Gebühren verschiedener Auflademethoden (in % des Betrags)
Prepaid-Kreditkarte vs. klassische Kreditkarte: Was ist besser zum Aufladen?
Ob du eine Prepaid-Karte oder eine klassische Charge- bzw. Revolving-Karte hast, bestimmt maßgeblich, wie und warum du Geld auf dein Kartenkonto überweist. Beide Kartentypen haben klare Stärken – aber auch Schwächen, die du kennen solltest.
Prepaid-Kreditkarte: Maximale Kontrolle, aber Einschränkungen
Bei einer Prepaid-Karte ist die Überweisung keine Option, sondern eine Notwendigkeit. Ohne Guthaben läuft nichts. Das hat einen großen Vorteil: Du kannst nie mehr ausgeben, als du aufgeladen hast. Für Menschen, die ihr Budget streng im Griff halten wollen, ist das ideal. Außerdem brauchst du keine Bonitätsprüfung – die Schufa spielt keine Rolle. Das macht Prepaid-Karten besonders attraktiv für Personen mit eingeschränkter Kreditwürdigkeit oder für Jugendliche.
Die Kehrseite: Bei Hotels und Mietwagenfirmen wirst du häufig auf Probleme stoßen. Diese Anbieter blockieren bei der Buchung eine Kaution – oft mehrere Hundert Euro. Wenn dein Guthaben diese Kaution nicht abdeckt oder der Anbieter Prepaid-Karten grundsätzlich ablehnt, stehst du ohne Karte da. Das ist ein echter Nachteil im Reisealltag.
Ein weiterer Punkt: Guthaben auf Prepaid-Karten wird nicht verzinst. Du verlierst also keine Zinsen, die du anderswo verdienen könntest – aber du gewinnst auch nichts. Wer größere Beträge auflädt und dann nicht sofort ausgibt, lässt Geld auf einem zinslosen Konto liegen.
Klassische Charge- und Revolving-Karte: Flexibel, aber mit Zinsgefahr
Bei einer Charge-Karte läuft alles über die monatliche Abrechnung. Du zahlst im Laufe des Monats, und am Ende wird der Gesamtbetrag eingezogen – entweder per Lastschrift oder du überweist manuell. Hier ist die Überweisung optional, aber wichtig: Wer die Frist verpasst, zahlt Mahngebühren.
Revolving-Karten sind die komplexeste Variante. Du kannst den geschuldeten Betrag in Raten zurückzahlen – was praktisch klingt, aber teuer wird. Die Zinsen können erheblich sein. Eine rechtzeitige Überweisung des vollen Betrags vor Fälligkeit ist die einzige Möglichkeit, Zinskosten komplett zu vermeiden. Wer außerdem einen größeren Kauf plant, kann durch eine Vorauszahlung seinen verfügbaren Rahmen kurzfristig erhöhen.
Der direkte Vergleich
| Kriterium | Prepaid-Kreditkarte | Klassische Kreditkarte |
|---|---|---|
| Aufladen per Überweisung | Grundvoraussetzung | Optional |
| Kreditrahmen | Keiner | Vorhanden |
| Bonitätsprüfung (Schufa) | Nicht erforderlich | Erforderlich |
| Kostenkontrolle | Maximal | Eingeschränkt |
| Zinsgefahr | Keine | Vorhanden (Revolving) |
| Akzeptanz Hotels / Mietwagen | Eingeschränkt | Vollständig |
| Guthaben verzinst | Nein | Nein |
Welche Karte passt zu dir?
Für strikte Budgetkontrolle und wenn du keine Schufa-Prüfung möchtest: Prepaid. Für Reisen, Hotels und maximale Flexibilität: klassische Kreditkarte. Wer beides will, kombiniert manchmal eine klassische Karte für Reisen mit einer Prepaid-Karte für den Alltag.
Bearbeitungszeiten: Wann ist das Geld verfügbar?
Eine der häufigsten Fragen beim Überweisen auf eine Kreditkarte: Wie lange dauert das? Die Antwort hängt von der Methode ab – und davon, ob du eine Inlands- oder SEPA-Überweisung nutzt.
Inlandsüberweisung: 1–2 Werktage
Eine normale Banküberweisung innerhalb Deutschlands dauert in der Regel 1 bis 2 Werktage. Das bedeutet: Wenn du montags überweist, ist das Geld spätestens mittwochs auf dem Kreditkartenkonto. Nach Eingang wird das Guthaben in der Regel sofort verfügbar – du musst also nicht auf eine weitere Freigabe warten.
Wichtig: Werktage sind Montag bis Freitag, ausgenommen gesetzliche Feiertage. Eine Überweisung am Freitagabend kommt erst am Dienstag an. Plane das ein, wenn du die Karte über ein Wochenende nutzen möchtest.
SEPA-Überweisung aus dem Ausland: bis zu 3 Werktage
Wer aus einem anderen SEPA-Land überweist – etwa aus Österreich, der Schweiz oder den Niederlanden – muss mit bis zu 3 Werktagen rechnen. Das SEPA-Netzwerk umfasst 36 Länder und ermöglicht einheitliche Überweisungsstandards. Die Überweisung ist kostenlos, dauert aber etwas länger als eine reine Inlandsüberweisung.
Sofortüberweisung und App-Aufladung: Echtzeit
Wer es eilig hat, nutzt Sofortüberweisung oder die App-basierte Aufladung. Beide Methoden ermöglichen eine nahezu sofortige Gutschrift. Der Preis dafür: Gebühren von bis zu 1,75 % des Betrags. Für gelegentliche Notfälle ist das akzeptabel – als Dauerlösung zu teuer.
Praxistipp: Rechtzeitig planen
Wenn du weißt, dass du deine Karte für eine Reise, ein Hotel oder einen größeren Kauf brauchst, überweise mindestens 3 Werktage vorher. So bist du auf der sicheren Seite, auch wenn die Überweisung etwas länger dauert als erwartet. Wer auf den letzten Drücker überweist und dann feststellt, dass das Geld noch nicht angekommen ist, hat ein Problem.
Rücküberweisung auf das Girokonto
Wenn du Guthaben zurückbuchen lassen möchtest, ist das grundsätzlich möglich. Du musst dich in der Regel an den Kundenservice wenden und eine Rücküberweisung beantragen. Das dauert je nach Anbieter einige Werktage und kann umständlicher sein als erwartet. Plane also keine kurzfristige Rückbuchung ein, wenn du das Geld schnell brauchst.
Alternativen zur Überweisung auf die Kreditkarte
Eine manuelle Überweisung ist nicht der einzige Weg, dein Kreditkartenkonto zu befüllen oder deine Rechnung zu begleichen. Es gibt mehrere Alternativen, die je nach Situation praktischer oder günstiger sein können.
Lastschriftverfahren: Der bequemste Weg
Das SEPA-Lastschriftmandat ist für viele Karteninhaber die komfortabelste Lösung. Du erteilst deinem Kartenanbieter einmalig die Erlaubnis, den monatlichen Rechnungsbetrag automatisch von deinem Girokonto abzubuchen. Du musst nichts weiter tun – die Zahlung erfolgt pünktlich, ohne dass du daran denken musst. Kein Risiko, eine Frist zu verpassen, keine Mahngebühren.
Der einzige Nachteil: Du musst sicherstellen, dass dein Girokonto am Abbuchungstag ausreichend gedeckt ist. Kommt die Lastschrift zurück, weil das Konto nicht gedeckt ist, fallen Rücklastschriftgebühren an – und das ist teurer als eine vergessene Überweisung.
Debitkarte: Kein separater Überweisungsschritt nötig
Eine Debitkarte belastet dein Girokonto direkt bei jeder Zahlung. Es gibt keine monatliche Abrechnung, keinen Kreditrahmen und keinen Überweisungsschritt. Das Geld wird sofort abgebucht. Für Menschen, die keine Kreditkarte wollen oder brauchen, ist die Debitkarte eine einfache Alternative. Der Nachteil: Debitkarten werden von manchen Händlern und Dienstleistern nicht akzeptiert – insbesondere im internationalen Umfeld.
Mobile Payment: Apple Pay und Google Pay
Apple Pay und Google Pay ermöglichen kontaktloses Bezahlen per Smartphone oder Smartwatch. Beide Dienste sind mit Kredit- und Debitkarten verknüpft und erfordern keinen separaten Überweisungsschritt. Das Geld wird direkt über die hinterlegte Karte abgerechnet. Mobile Payment ist inzwischen bei den meisten deutschen Händlern akzeptiert und wird immer beliebter.
Sofortüberweisung als Zahlungsmethode beim Händler
Statt Geld auf die Kreditkarte zu überweisen und dann mit der Karte zu zahlen, kannst du bei vielen Online-Händlern direkt per Sofortüberweisung bezahlen. Das Geld geht direkt vom Girokonto an den Händler – ohne Umweg über die Kreditkarte. Der Vorteil: kein Kreditkartenrahmen nötig. Der Nachteil: Sofortüberweisung bietet weniger Käuferschutz als eine Kreditkartenzahlung.
Wann ist die manuelle Überweisung trotzdem die beste Wahl?
Trotz aller Alternativen gibt es Situationen, in denen die manuelle Überweisung auf das Kreditkartenkonto sinnvoll ist: wenn du deinen Verfügungsrahmen kurzfristig erhöhen möchtest, wenn du eine Revolving-Karte hast und Zinsen vermeiden willst, oder wenn du eine Prepaid-Karte nutzt und kein Lastschriftmandat einrichten kannst. In diesen Fällen ist die kostenlose Banküberweisung nach wie vor die zuverlässigste Methode.
Häufig gestellte Fragen
Kann ich mit meiner Kreditkarte eine Überweisung auf ein Girokonto tätigen?
In Deutschland ist das für die meisten Kreditkarten nicht möglich. Kreditkarten sind hierzulande nicht als Absenderkonto für Überweisungen zugelassen. Der frühere Umweg über SumUp Pay ist seit März 2023 geschlossen. Dienste wie Wise erlauben die Nutzung einer Kreditkarte als Zahlungsmittel für internationale Transfers – das ist aber kein klassischer Überweisungsvorgang.
Was muss ich beim Verwendungszweck angeben?
Bei Sammelkonten – also wenn mehrere Karten über eine gemeinsame IBAN abgewickelt werden – musst du deine vollständige Kartennummer (15 Stellen) als Verwendungszweck eintragen. Ohne diesen Eintrag kann die Zahlung nicht korrekt zugeordnet werden und verzögert sich erheblich.
Kostet eine Überweisung auf das Kreditkartenkonto Gebühren?
Eine reguläre Banküberweisung vom eigenen Girokonto auf das Kreditkartenkonto ist in Deutschland kostenlos. Gebühren entstehen nur bei Sofortüberweisung (bis zu 1,75 %), Giropay oder Drittanbietern wie PayPal (1–3 %). Die Standardmethode per Online-Banking ist immer die günstigste Wahl.
Wie lange dauert es, bis das Geld auf der Kreditkarte verfügbar ist?
Inlandsüberweisungen dauern 1–2 Werktage, SEPA-Überweisungen aus dem Ausland bis zu 3 Werktage. Nach Eingang auf dem Kreditkartenkonto ist das Guthaben in der Regel sofort verfügbar. Sofortüberweisung und App-Aufladung ermöglichen Echtzeit-Gutschrift, kosten aber Gebühren.
Wird Guthaben auf dem Kreditkartenkonto verzinst?
Nein. Guthaben auf Kreditkartenkonten wird in Deutschland nicht verzinst. Es macht daher keinen Sinn, dauerhaft hohe Beträge auf der Karte zu parken. Überweise nur so viel, wie du tatsächlich benötigst oder zur Rechnungsbegleichung brauchst.
Sind Prepaid-Kreditkarten bei Hotels und Mietwagen akzeptiert?
Nur eingeschränkt. Hotels und Mietwagenfirmen blockieren häufig eine Kaution, die das verfügbare Guthaben übersteigen kann. Viele Anbieter lehnen Prepaid-Karten grundsätzlich ab. Für Reisen empfiehlt sich eine klassische Kreditkarte mit echtem Kreditrahmen.
Kann ich zu viel überwiesenes Guthaben zurückbuchen lassen?
Ja, grundsätzlich ist eine Rücküberweisung auf dein Girokonto möglich. Du musst dich dafür an den Kundenservice wenden. Je nach Anbieter dauert das einige Werktage und kann etwas umständlich sein. Plane keine kurzfristige Rückbuchung ein, wenn du das Geld schnell brauchst.



