Themen in diesem Artikel:
- Monatsbudget Studium: 1.106 € Einnahmen, 410 € Miete im Schnitt.
- Wohnkosten: München kostet Studierende 495 € Miete pro Monat.
- BAföG-Zahlen: 612.800 Geförderte, im Schnitt 635 € monatlich.
- Azubi-Gehälter: 1.209 € Durchschnitt, Spanne 727 bis 1.463 €.
- Mindestvergütung 2026: 724 € Untergrenze im ersten Lehrjahr.
- Bildungsrendite: Master-Absolventen verdienen 6.188 € brutto.
Was ein Studium im Monat wirklich kostet
Studierende in Deutschland haben im Durchschnitt 1.106 Euro pro Monat zur Verfügung. Das zeigt die 22. Sozialerhebung, die das Deutsche Studierendenwerk gemeinsam mit dem Bundesbildungsministerium unter rund 188.000 Studierenden an 250 Hochschulen durchgeführt hat. Sie ist die größte und belastbarste Erhebung zur wirtschaftlichen Lage Studierender in Deutschland.
Der Durchschnitt verdeckt allerdings eine erhebliche Spreizung. Rund 37 Prozent der Studierenden müssen mit weniger als 800 Euro im Monat auskommen, während ein Viertel über mehr als 1.300 Euro verfügt. Wie viel Geld dir im Studium zur Verfügung steht, hängt vor allem von deinen Eltern, deinem Nebenjob und deinem BAföG-Anspruch ab.
Auf der Ausgabenseite dominiert ein Posten alles andere: die Miete. Sie frisst im Schnitt mehr als ein Drittel des studentischen Budgets. Dahinter folgen Ernährung und Gesundheitskosten, während Kleidung und Lernmittel vergleichsweise wenig ins Gewicht fallen. Die folgende Tabelle zeigt die wichtigsten monatlichen Ausgabenposten laut Sozialerhebung.
| Ausgabenposten | Ø pro Monat | Einordnung |
|---|---|---|
| Miete inkl. Nebenkosten | 410 € | Größter Posten, rund 37 % des Budgets |
| Ernährung | 198 € | Zweitgrößter Posten inkl. Mensa |
| Gesundheit | 100 € | Vor allem Krankenversicherung |
| Fahrt- und Mobilitätskosten | rund 89 € | Je nach Wohnort stark unterschiedlich |
| Kleidung | rund 48 € | Vergleichsweise kleiner Posten |
| Semesterbeitrag (umgerechnet) | 20–70 € | 120–430 € pro Semester, je nach Hochschule |
Monatliche Ausgaben Studierender im Durchschnitt
Rechnest du alle Posten zusammen, landen die meisten Studierenden je nach Stadt bei rund 900 bis 1.200 Euro Lebenshaltungskosten im Monat. Auf ein sechssemestriges Bachelorstudium hochgerechnet sprechen wir also über eine Größenordnung von 32.000 bis 43.000 Euro — Geld, das überwiegend privat aufgebracht wird. Wie sich diese Summe zu den Kosten anderer Lebensphasen verhält, zeigt unsere Statistik Was kostet ein Kind.
📌 Good to know
Allgemeine Studiengebühren gibt es an staatlichen Hochschulen in Deutschland seit 2014 in keinem Bundesland mehr. Was bleibt, ist der Semesterbeitrag von rund 120 bis 430 Euro pro Semester — darin stecken Studierendenwerk, Verwaltung und häufig das Deutschlandsemesterticket.
Wohnen: Der größte Kostenblock im Studium
Die Miete entscheidet mehr als jeder andere Faktor darüber, wie teuer dein Studium wird. Im Bundesdurchschnitt zahlen Studierende 410 Euro monatlich inklusive Nebenkosten — fast 21 Prozent der Studierenden berichten laut Sozialerhebung sogar von Mietausgaben über 500 Euro im Monat.
Die regionale Spreizung ist enorm. Die höchsten studentischen Mieten verzeichnet München mit durchschnittlich 495 Euro, gefolgt von Neu-Ulm mit 465 Euro und Frankfurt am Main mit 459 Euro. In kleineren ostdeutschen Hochschulstädten liegen die Werte dagegen teils deutlich unter dem Bundesschnitt. Zwischen der teuersten und einer günstigen Universitätsstadt können übers Studium gerechnet mehr als 10.000 Euro Differenz liegen.
Wohnform bestimmt das Budget
Wer bei den Eltern wohnen bleibt, spart den größten Einzelposten fast komplett ein — das erkennt auch das BAföG an: Die Wohnpauschale beträgt für auswärts wohnende Studierende 380 Euro, für Studierende im Elternhaus dagegen nur 59 Euro. Wohnheimplätze der Studierendenwerke sind in der Regel die günstigste eigene Wohnform, decken aber bei weitem nicht den Bedarf: Auf viele Plätze kommen lange Wartelisten, gerade in den teuren Großstädten.
Für deine Planung heißt das: Die Wahl des Studienorts ist eine der größten finanziellen Entscheidungen vor dem Studium. Ein identischer Studiengang kann in München über die Regelstudienzeit mehrere tausend Euro mehr kosten als in Leipzig, Magdeburg oder Chemnitz — bei gleichem Abschluss.
Warum die Mieten das Studienbudget sprengen
Die Mietentwicklung ist zugleich der Hauptgrund, warum die studentischen Lebenshaltungskosten schneller steigen als die allgemeine Teuerung. Studierende konkurrieren in den Hochschulstädten mit Berufseinsteigern und Fachkräften um denselben knappen Wohnraum — kleine Wohnungen und WG-Zimmer sind genau das Segment, in dem die Nachfrage am größten ist. Die Sozialerhebung zeigt entsprechend, dass die Mietausgaben zwischen den Erhebungswellen deutlich stärker zugelegt haben als die übrigen Ausgabenposten.
Das hat auch eine soziale Dimension: Wer aus einem Elternhaus mit geringem Einkommen kommt, kann sich das Studium in einer teuren Großstadt oft schlicht nicht leisten und wählt den Studienort nach Kassenlage statt nach Studienangebot. Die Wohnkostenfrage ist damit längst eine Frage der Bildungsgerechtigkeit — und einer der Gründe, warum das BAföG eine eigene Wohnpauschale kennt.
💡 Tip
Bewirb dich parallel zur Studienplatzzusage sofort auf einen Wohnheimplatz beim örtlichen Studierendenwerk. Die Mieten liegen dort meist deutlich unter dem freien Markt, und die Wartelisten in beliebten Unistädten sind lang — jeder Monat Vorsprung zählt.
Wie Studierende ihr Studium finanzieren — und was das BAföG leistet
Die wichtigste Finanzierungsquelle im Studium sind die Eltern: Rund 90 Prozent der Studierenden werden laut 22. Sozialerhebung von ihren Eltern oder Verwandten finanziell unterstützt. 68 Prozent jobben neben dem Studium, 48 Prozent greifen auf eigene Ersparnisse zurück. BAföG bezieht dagegen nur noch eine Minderheit von rund 18 Prozent, Stipendien spielen mit etwa 5 Prozent eine Nischenrolle.
Die amtliche BAföG-Statistik von Destatis unterstreicht diesen Trend. Im Jahr 2024 erhielten 612.800 Personen BAföG-Leistungen — 4 Prozent weniger als im Vorjahr und der niedrigste Stand seit dem Jahr 2000. Davon waren 79 Prozent Studierende (483.800) und 21 Prozent Schülerinnen und Schüler (129.000). Die Bundesausgaben für das BAföG sanken um 9 Prozent auf 3,1 Milliarden Euro.
Die BAföG-Beträge im Detail
Geförderte Studierende erhielten 2024 im Durchschnitt 657 Euro pro Monat, Schülerinnen und Schüler 539 Euro; über alle Geförderten hinweg lag der Schnitt bei 635 Euro. Der Höchstsatz für Studierende beträgt 992 Euro monatlich — er setzt sich zusammen aus 475 Euro Grundbedarf, 380 Euro Wohnpauschale für auswärts Wohnende sowie 137 Euro Zuschlag für Kranken- und Pflegeversicherung.
Bemerkenswert: Etwa die Hälfte der geförderten Studierenden erhält eine Vollförderung, die andere Hälfte eine Teilförderung, weil Einkommen der Eltern angerechnet wird. Gemessen an den realen Lebenshaltungskosten von rund 900 bis 1.200 Euro deckt selbst der Höchstsatz in teuren Unistädten die Ausgaben nicht vollständig — die Lücke schließen Nebenjob und Familie.
Der langfristige Trend ist eindeutig: Während Anfang der 2000er-Jahre noch rund ein Drittel der anspruchsberechtigten Studierenden BAföG bezog, ist es heute nur noch ein Bruchteil. Die Elternfreibeträge wurden zwar mehrfach angehoben, hielten aber mit der Lohnentwicklung nicht Schritt — viele Familien liegen knapp über den Grenzen und erhalten deshalb keine oder nur eine minimale Förderung. Gleichzeitig steigt die Bedeutung des Nebenjobs: Zwei von drei Studierenden arbeiten neben dem Studium, ein erheblicher Teil davon gibt an, ohne diese Einkünfte das Studium nicht finanzieren zu können.
📌 Good to know
BAföG ist zur Hälfte ein Zuschuss, den du nie zurückzahlst. Nur die andere Hälfte ist ein zinsloses Staatsdarlehen — und die Rückzahlung ist auf maximal 10.010 Euro gedeckelt. Ein Antrag lohnt sich deshalb auch dann, wenn du nur eine kleine Teilförderung erwartest.
Ausbildungsvergütung: 1.209 Euro im Schnitt — mit riesiger Spannbreite
Während das Studium Geld kostet, verdienen Auszubildende vom ersten Tag an. Und die Vergütungen steigen kräftig: 2025 erhielten Auszubildende in tarifgebundenen Betrieben laut Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) im Durchschnitt über alle Ausbildungsjahre 1.209 Euro brutto im Monat — ein Plus von 6,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr und das zweite Rekordplus in Folge. Im ersten Ausbildungsjahr lagen die tariflichen Vergütungen bei durchschnittlich 1.117 Euro, im vierten Jahr bei 1.339 Euro.
Zwischen den Berufen liegen allerdings Welten. Die Spannbreite reicht von 727 Euro im Friseurhandwerk bis zu 1.463 Euro in der Milchtechnologie — beim identischen Status "Azubi" ist das ein Unterschied von über 700 Euro monatlich.
| Ausbildungsberuf / Bereich | Ø Vergütung 2025 (brutto/Monat) |
|---|---|
| Milchtechnologe/-technologin | 1.463 € (Spitzenwert) |
| Kaufleute für Versicherungen und Finanzanlagen | 1.404 € |
| Öffentlicher Dienst (Bereichsschnitt) | 1.329 € |
| Industrie und Handel (Bereichsschnitt) | 1.266 € |
| Gesamtdurchschnitt alle Berufe | 1.209 € |
| Handwerk (Bereichsschnitt) | 1.093 € |
| Maler/-in und Lackierer/-in | 985 € |
| Bodenleger/-in | 950 € |
| Friseur/-in | 727 € (niedrigster Wert) |
Auch regional gibt es Unterschiede — allerdings kleinere, als viele erwarten: Ostdeutsche Auszubildende erhielten 2025 im Schnitt 1.213 Euro und lagen damit erstmals leicht über den westdeutschen mit 1.208 Euro. Unter den Bundesländern führt Baden-Württemberg mit 1.257 Euro, am unteren Ende liegen Rheinland-Pfalz (1.186 Euro) und Nordrhein-Westfalen (1.185 Euro).
Was hinter dem Vergütungsschub steckt
Der kräftige Anstieg von 6,7 Prozent — nach bereits 6,3 Prozent im Vorjahr — hat einen klaren Treiber: den Fachkräftemangel. Viele Betriebe finden keine Auszubildenden mehr und konkurrieren mit der Vergütung um den Nachwuchs. Nach Ausbildungsbereichen zahlten der öffentliche Dienst (1.329 Euro), die Hauswirtschaft (1.295 Euro) sowie Industrie und Handel (1.266 Euro) überdurchschnittlich; Landwirtschaft (1.188 Euro), freie Berufe (1.098 Euro) und Handwerk (1.093 Euro) lagen darunter. Für dich als angehenden Azubi lohnt sich der Blick in die BIBB-Datenbank also doppelt: Die Berufswahl entscheidet nicht nur über das Ausbildungsgehalt, sondern setzt auch die Startmarke für das spätere Einkommen.
Mindestausbildungsvergütung 2026: Die gesetzliche Untergrenze steigt
Seit 2020 gibt es in Deutschland eine gesetzliche Mindestausbildungsvergütung nach § 17 Berufsbildungsgesetz (BBiG). Sie wird jährlich fortgeschrieben und schützt vor allem Auszubildende in Betrieben ohne Tarifbindung. Für alle, die ihre Ausbildung zwischen dem 1. Januar und dem 31. Dezember 2026 beginnen, gelten laut Bekanntmachung im Bundesgesetzblatt folgende Untergrenzen:
| Ausbildungsjahr | Mindestvergütung 2026 | Zum Vergleich: 2025 |
|---|---|---|
| 1. Ausbildungsjahr | 724 € | 682 € |
| 2. Ausbildungsjahr | 854 € | 805 € |
| 3. Ausbildungsjahr | 977 € | 921 € |
| 4. Ausbildungsjahr | 1.014 € | 955 € |
Mindestausbildungsvergütung: 2026 gegenüber 2025
Im ersten Lehrjahr steigt die Untergrenze damit um 42 Euro oder rund 6,2 Prozent. Wichtig für die Einordnung: Die Mindestvergütung ist eine absolute Untergrenze, kein Richtwert. Tarifgebundene Betriebe zahlen im Schnitt deutlich mehr — die durchschnittliche tarifliche Vergütung im ersten Jahr lag 2025 mit 1.117 Euro rund 64 Prozent über der damaligen Mindestgrenze.
Die Fortschreibung ist an die Entwicklung der durchschnittlichen Ausbildungsvergütungen gekoppelt: Steigen die Azubi-Gehälter insgesamt, zieht die gesetzliche Untergrenze automatisch nach. Für Ausbildungsbetriebe ohne Tarifvertrag gilt zusätzlich die 80-Prozent-Regel: Ihre Vergütung darf die branchenübliche tarifliche Vergütung um höchstens 20 Prozent unterschreiten — und nie unter die Mindestvergütung fallen.
Die Bildungsrendite: Was Studium und Ausbildung später einbringen
Kosten sind nur die halbe Rechnung — entscheidend ist, was am Ende dabei herauskommt. Die amtliche Verdiensterhebung des Statistischen Bundesamts zeigt eine klare Treppe nach oben: Vollzeitbeschäftigte ohne Berufsabschluss verdienten zuletzt durchschnittlich 2.817 Euro brutto im Monat, mit abgeschlossener Berufsausbildung waren es 3.521 Euro — rund 700 Euro mehr.
Mit akademischen und Fortbildungsabschlüssen setzt sich die Treppe fort. Bold-Fakten aus der Destatis-Erhebung (April 2022):
- Meister, Techniker, Fachschule: durchschnittlich 4.826 Euro brutto monatlich.
- Bachelor: durchschnittlich 4.551 Euro brutto monatlich.
- Master und Diplom: durchschnittlich 6.188 Euro brutto monatlich.
- Promotion: durchschnittlich 8.687 Euro brutto monatlich.
Zwischen einem Beschäftigten ohne Abschluss und einem Master-Absolventen liegen damit im Schnitt über 3.300 Euro brutto pro Monat — auf ein Berufsleben von 40 Jahren gerechnet mehr als 1,6 Millionen Euro Verdienstunterschied, noch ohne Karriereeffekte. Interessant ist zugleich: Der Meister- oder Technikerabschluss überholt den Bachelor leicht. Die duale Ausbildung mit anschließender Fortbildung ist finanziell also keineswegs die zweite Wahl. Wie sich die Verdienste nach Branchen und Berufen im Detail unterscheiden, liest du in unserem Statistik-Hub zu den Gehältern in Deutschland.
Auch der Staat investiert kräftig mit: Hochschulträger stellten den Hochschulen zuletzt im Schnitt 36.500 Euro an laufenden Grundmitteln für ein Bachelorstudium zur Verfügung, für ein universitäres Masterstudium sogar 53.500 Euro. Ein Studienplatz ist damit auch volkswirtschaftlich eine erhebliche Investition — die sich über höhere Einkommen und Steuerzahlungen in der Regel amortisiert. Mehr Zahlen rund um deine Finanzen findest du in unserer Rubrik Konto.
💡 Tip
Rechne die Bildungsrendite immer über das ganze Berufsleben, nicht über die ersten Jahre. Azubis verdienen früher, Akademiker holen ab Anfang 30 auf und ziehen dann meist vorbei. Wer beides kombiniert — etwa Ausbildung plus Fortbildung zum Meister oder berufsbegleitendes Studium — fährt statistisch besonders solide.
Quellen und Methodik
Alle Zahlen in diesem Artikel stammen aus amtlichen Primärquellen: der BAföG-Statistik und Verdiensterhebung des Statistischen Bundesamts, der Ausbildungsvergütungs-Datenbank des Bundesinstituts für Berufsbildung, dem Berufsbildungsgesetz sowie der vom Bundesbildungsministerium geförderten 22. Sozialerhebung. Beträge sind Durchschnittswerte und können im Einzelfall abweichen. Stand: Juli 2026.
- Statistisches Bundesamt: BAföG-Statistik 2024 — Pressemitteilung Nr. 283 (2025)
- BMBF/DZHW/Deutsches Studierendenwerk: 22. Sozialerhebung — Die wirtschaftliche und soziale Lage der Studierenden (2021/2023)
- Bundesinstitut für Berufsbildung: Tarifliche Ausbildungsvergütungen 2025
- Bundesinstitut für Berufsbildung: Mindestausbildungsvergütung nach BBiG (2026)
- Berufsbildungsgesetz § 17 — Vergütungsanspruch und Mindestvergütung (gesetze-im-internet.de)
- Statistisches Bundesamt: Gehaltsvergleich — Verdienste nach Bildungsabschluss, Pressemitteilung Nr. 200 (2023)
- Statistisches Bundesamt: Laufende Ausgaben je Bachelorstudium — Zahl der Woche (2024)
Häufig gestellte Fragen
Wie viel kostet ein Studium in Deutschland pro Monat?
Studierende verfügen laut 22. Sozialerhebung im Schnitt über 1.106 Euro monatlich. Die größten Posten sind Miete (410 Euro), Ernährung (198 Euro) und Gesundheit (100 Euro). Je nach Stadt liegen die Lebenshaltungskosten typischerweise zwischen rund 900 und 1.200 Euro im Monat.
Wie hoch ist der BAföG-Höchstsatz und wer bekommt ihn?
Der Höchstsatz für Studierende liegt bei 992 Euro monatlich: 475 Euro Grundbedarf, 380 Euro Wohnpauschale und 137 Euro Versicherungszuschlag. Ihn erhalten auswärts wohnende, selbst versicherte Studierende, deren Eltern nur geringes anrechenbares Einkommen haben. Im Schnitt bekamen geförderte Studierende 2024 657 Euro.
Was verdient ein Azubi 2026 mindestens?
Wer 2026 eine duale Ausbildung beginnt, hat nach § 17 BBiG Anspruch auf mindestens 724 Euro brutto im ersten, 854 Euro im zweiten, 977 Euro im dritten und 1.014 Euro im vierten Ausbildungsjahr. Tarifgebundene Betriebe zahlen im Schnitt deutlich mehr — 2025 waren es 1.209 Euro über alle Jahre.
In welchen Ausbildungsberufen verdient man am meisten?
Spitzenreiter waren 2025 laut BIBB Milchtechnologen mit durchschnittlich 1.463 Euro und Kaufleute für Versicherungen und Finanzanlagen mit 1.404 Euro brutto im Monat. Am unteren Ende lagen Friseurinnen und Friseure mit 727 Euro. Der öffentliche Dienst zahlte im Bereichsschnitt 1.329 Euro.
Lohnt sich ein Studium finanziell gegenüber einer Ausbildung?
Statistisch meist ja: Master-Absolventen verdienten laut Destatis im Schnitt 6.188 Euro brutto monatlich, Beschäftigte mit Berufsausbildung 3.521 Euro. Aber auch die Fortbildung zahlt sich aus — Meister und Techniker lagen mit 4.826 Euro sogar über dem Bachelor-Schnitt von 4.551 Euro.



